Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
News: Ab in den Garten! :D
Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
16. Oktober 2019, 13:55:27
Erweiterte Suche  
News: Ab in den Garten! :D

Neuigkeiten:

|6|3|Jeder hat ein Recht darauf, nicht verstanden zu werden. (Iris N.)

Seiten: 1 ... 6 7 [8] 9 10 ... 27   nach unten

Autor Thema: Studie zu Insektensterben  (Gelesen 28221 mal)

thuja thujon

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5548
  • Naturraum 22; Klimazone 8b/9a
    • BI Trassenwald
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #105 am: 22. Oktober 2017, 10:00:07 »

Hier im Pfälzer Wald wächst der Lämmersalat auch in Wiesen auf armen Sandböden.
zB auf dem Adelberg bei Annweiler.
pdf aus dem Pollichia Kurier
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwj16bCH34PXAhUlBcAKHVC1Cf8QFgg_MAI&url=https%3A%2F%2Fwww.pollichia.de%2Findex.php%2Fdownload%2Fsend%2F38-arbeitskreis-landespflege%2F249-9e5c862e7003db8452ca6664233ce06a&usg=AOvVaw1rOpQbxnl0Bx1-kEInvUT0

Rückgang ab 1950: da war wohl der Beginn der Traktorbetriebenen Landwirtschaft. Pferdegrubber waren weniger schlagkräftig. In den 50ern wurde hier in der Pfalz auch das große Bauernsterben eingeleitet, die Leute gingen in die Stadt arbeiten.
Gespeichert
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität

bristlecone

  • Gast
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #106 am: 22. Oktober 2017, 10:36:18 »

Zitat aus "Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs", Band 6 (1996), zu Lämmersalat:

"Die Verbreitungskarte zeigt zwar viele ältere, aber nur drei (!)aktuelle Vorkommen, die überdies zum Teil auf die frühen 70er Jahre zurückgehen.
...
Die Ursachen für die deutliche Gefährdung liegen in der Überdüngung oder Nutzungsänderung der ehemals nährstoffarmen Äcker kalkarmer Gebiete. So lagen einige Vorkommen in Feldern, die zu Einödhöfen im Schwarzwald gehörten. Diese sind heute entweder intensiviert oder (meistens) in Wiesenflächen umgewandelt. Zur langfristigen Erhaltung der Art (soweit sie nicht inzwischen bereits ausgestorben ist) wäre die Extensivierung einzelner nährstoffarmer Ackerflächen oder ggf. die Einrichtung von Ackerflora-Reservaten auf kalkarmem Untergrund notwendig." 

Aktuell gibt es in BW noch ein Vorkommen.
« Letzte Änderung: 22. Oktober 2017, 10:53:30 von bristlecone »
Gespeichert

partisanengärtner

  • Moderatoren
  • Master Member
  • *****
  • Online Online
  • Beiträge: 15707
  • Qualitatives Wachstum hat keine Grenzen. 6b
    • künstler Gartenkunst etc.
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #107 am: 22. Oktober 2017, 10:41:32 »

Meine Antwort auch Staudo, nur weniger offensichtlich. Wobei die Zecken als Biotopschutz für überlastete Freizeitflächen eine unerwartete ökologische Bedeutung erlangen.

Der Fruchtwechsel mit Mais der hier so gerne zur "Bio"Gas-Gewinnung angebaut wird, ist für die meisten Ackerarten sehr nachhaltig fatal. Der Krumeverlust ist entsprechend.
Diese Äcker sind oft auch in den Jahren danach "sauber".

Wenn erst mal das Fleisch ohne Tiere gewinnbringend erzeugt werden kann, wird auch bald die ackerlose Landwirtschaft in großen Tanks die Landschaft "entlasten". Das auf dem Weg dahin noch mancher Fehler gemacht wird ist nicht auszuschließen. :P


Gespeichert
Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.

Axel

Paw paw

  • Master Member
  • *****
  • Online Online
  • Beiträge: 3440
  • Schwäbischer Wald, 423m ü. NN
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #108 am: 22. Oktober 2017, 12:02:56 »

Da es hier auch um Böden geht, ein TV-Tipp:
Schutz bzw. Verlust guter Böden war das Thema des SWR in seiner Sendereihe Odysso am 12.10.17. Es kamen verschiedene Aspekte zur Sprache. Ich fand die Sendung gut.

Unsere Böden - mit Füßen getreten
Gespeichert

Staudo

  • Master Member
  • *****
  • Online Online
  • Beiträge: 32282
    • mein Park
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #109 am: 22. Oktober 2017, 16:45:22 »

Meine Antwort auch Staudo, nur weniger offensichtlich. Wobei die Zecken als Biotopschutz für überlastete Freizeitflächen eine unerwartete ökologische Bedeutung erlangen.

Jetzt verstehe ich, warum an manchen Wiesen "Vorsicht Zecken!" steht.  :D
Gespeichert
Es könnte mal wieder regnen.

partisanengärtner

  • Moderatoren
  • Master Member
  • *****
  • Online Online
  • Beiträge: 15707
  • Qualitatives Wachstum hat keine Grenzen. 6b
    • künstler Gartenkunst etc.
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #110 am: 22. Oktober 2017, 17:13:37 »

Mit den Schildern könnte man auch weiße Wiesen schützen. 8)
Gespeichert
Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.

Axel

Wühlmaus

  • Master Member
  • *****
  • Online Online
  • Beiträge: 6450
  • Raue Ostalb, 6b, Tallage 500m üNN
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #111 am: 22. Oktober 2017, 17:22:41 »

Meine Antwort auch Staudo, nur weniger offensichtlich. Wobei die Zecken als Biotopschutz für überlastete Freizeitflächen eine unerwartete ökologische Bedeutung erlangen.

Jetzt verstehe ich, warum an manchen Wiesen "Vorsicht Zecken!" steht.  :D
Der Schuß könnte auch nach hinten los gehen  :-[:
"Nieder mit der Wiese! Kein Lebensraum den Zecken!"


Gespeichert
WühlmausGrüße

"Das Schiff ist sicherer, wenn es im Hafen liegt. Aber dafür wurde es nicht gebaut." Paulo Coelho

Sandbiene

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3921
  • Barnim, 65 m üNN
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #112 am: 22. Oktober 2017, 23:14:20 »

Gespeichert

Callis

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6158
  • endlich 82 :-)))
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #113 am: 23. Oktober 2017, 11:16:31 »

Unsere Böden - mit Füßen getreten

Eine interessante Sendung, danke.  :)

ja, finde ich auch. Unbedingt sehenswert. Hab was gelernt.
Gespeichert
Um tolerant zu sein, muß man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen. (Umberto Eco)

thuja thujon

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5548
  • Naturraum 22; Klimazone 8b/9a
    • BI Trassenwald
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #114 am: 23. Oktober 2017, 12:53:13 »

Im Zusammenhang der über einen Meter hohen Mutterbodenverluste über die letzten 800 Jahre ist die Aussage von Barbara Hendricks, noch Umweltministerin, recht spannend:
es soll wieder mehr gepflügt werden.
Gespeichert
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität

Sandbiene

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3921
  • Barnim, 65 m üNN
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #115 am: 23. Oktober 2017, 20:56:46 »

Vermutlich wegen der Glyphosat-Debatte. Irgendwer ist immer Verlierer.  :-\
Gespeichert

dmks

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2618
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #116 am: 23. Oktober 2017, 21:23:27 »

In welchem Zusammenhang auch immer; es werden täglich etwa 69 Hektar - da sind 690.000 Quadratmeter landwirtschaftlich oder natürlich geprägter Flächen in Verkehrs- oder Siedlungsflächen umgewandelt.

...und keine Sau interessiert das!

Täglich heißt jeden Tag, 365 mal im Jahr; jedes Jahr....
Gespeichert
Ist ein Straßenbaum in der Stadt schon "Natur"?

Sandbiene

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3921
  • Barnim, 65 m üNN
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #117 am: 23. Oktober 2017, 21:35:52 »

Das Ausmaß finde ich auch sehr erschreckend. Sowohl in meinem jetzigen Wohnort als auch in meiner ursprünglichen Heimat wird aktuell daran gearbeitet, Acker in Eigenheimsiedlungen umzuwidmen.
Gespeichert

dmks

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2618
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #118 am: 23. Oktober 2017, 21:40:09 »

Es geht dabei übrigens um Deutschland - nicht global. 8)
Gespeichert
Ist ein Straßenbaum in der Stadt schon "Natur"?

Roeschen1

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6240
  • BW, Stuttgart, 342m 7b
Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #119 am: 23. Oktober 2017, 22:04:51 »

In welchem Zusammenhang auch immer; es werden täglich etwa 69 Hektar - da sind 690.000 Quadratmeter landwirtschaftlich oder natürlich geprägter Flächen in Verkehrs- oder Siedlungsflächen umgewandelt.

...und keine Sau interessiert das!
Doch, das ist ein ganz großes Thema, Bodenverlust nicht nur horizontal, auch vertikal.
Überall Discounter, nach Aldi kommt Lidl, wer kauft bei Amazon? In Pforzheim mit 110 000 m2 Lagerfläche. :o (ich bin da vor kurzem dran vorbeigefahren)
Wenn wir wieder vermehrt beim Bauern unsere Lebensmittel kaufen, dann wäre viel überflüssig.
Gespeichert
Grün ist die Hoffnung
Seiten: 1 ... 6 7 [8] 9 10 ... 27   nach oben
 

Garten-pur.de Nutzungsbedingungen | Impressum | Datenschutzerklärung

Forum Garten-pur | Powered by SMF, Simple Machines
© 2001-2015 garten-pur. All Rights Reserved.
Garten-pur.de