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Autor Thema: Heimische Farne  (Gelesen 7432 mal)

neo

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Re: Heimische Farne
« Antwort #15 am: 06. Dezember 2017, 17:51:50 »

(Und unten links ragt Dryopteris ins Bild  ;D)

Jaaa ;D. (Aber ich glaube er ist nicht filix-mas, ich begnüge mich mit Dryopteris.)
Ich gebe das Kompliment an Mauer und Tor gern weiter, die sind ja sehr wichtig hier, insbesondere die Mauer. Aber ohne Farne wär`s schon nicht das gleiche, finde ich. ;)

Die Gartenpraxis hat mir ja eine Liste der einheimischen Farne geliefert was mir durchaus Lust macht, mich mit ihnen näher zu befassen. Schöner Thread @troll13, ich werde ihn weiterverfolgen.
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martina 2

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Re: Heimische Farne
« Antwort #16 am: 06. Dezember 2017, 18:00:26 »

Dieser Wurmfarn (?)  hat sich an der Nordseite des Hauses mehrfach angesiedelt, der Wald ist nicht weit. Wird immer größer und darf bleiben, dort ist's mit Absicht eh wild, auch wenn man bei Regen nasse Hosenbeine bekommt. 
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martina 2

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Re: Heimische Farne
« Antwort #17 am: 06. Dezember 2017, 18:01:43 »

Sorry, falsches Bild. jetzt aber:
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troll13

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Re: Heimische Farne
« Antwort #18 am: 06. Dezember 2017, 20:30:39 »

Ich gehe davon aus, dass es tatsächlich ein Dryopteris ist. Ob nun Dryopteris filix-mas oder D. affinis bleibt die Frage. Letzerer ist wirklich wintergrün, die Wedel des gemeinen Wurmfarns sterben hingegen im Verlauf des Winters ab.

Im Sommer ist es nicht einfach, die beiden wirklich auseinander zu halten. Dryopteris filix-mas der hier auch wildwachsend vorkommt. kann durchaus sehr vielgestaltig sein, was den Wuchs, die Wedelform aber auch die Dichte der Schuppen an den Wedelstielen angeht. Bei den gekauften Exemplaren des Goldschuppenfarns waren diese immer sehr dicht und goldbraun. Beim Wurmfarn sollten diese Schuppen eigentlich spärlicher und heller sein.

Vom Frauenfarn (Athyrium filix-femina) kann man beide recht einfach durch die Form der Sporenlager (Sori) unterscheiden. Beim Frauenfarn sind sie komma- oder hakenförmig und zur Spitz der Fieder hin länglich, bei den Wurmfarnen immer rundlich.
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AndreasR

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Re: Heimische Farne
« Antwort #19 am: 06. Dezember 2017, 21:03:21 »

Meine sind auf jeden Fall Wurmfarne, denn die Wedel sterben über den Winter ab, auch wenn hier und da ein paar ziemlich lange grün bleiben. Ich habe mal ein paar Fotos herausgesucht, denn sie haben sich wirklich sehr malerisch auf der Bruchsteinmauer am Hang selbst angesiedelt:









Blick von der anderen Seite - so hätte ich sie jedenfalls nie pflanzen können:



Unter der großen Tamariske wachsen ein paar Exemplare, eine nette Ergänzung zu den Astilben, die ich dort angesiedelt habe. Bei Trockenheit muss ich letztere zwar hin und wieder wässern, aber ansonsten hält der Lehm hier das Wasser sehr gut. Die Farne hingegen sind unverwüstlich, egal, ob sie in der Sonne oder im Schatten stehen.



Auch die Treppe an der Terrasse hinunter in den Garten ist von Farnen gesäumt; wenn die Wedel in den Weg hereinragen, schneide ich sie einfach ab, der Rest sieht dann schön trichterförmig aus:





Und auch an unpassenden Stellen wuchern sie, wie auf diesem Foto von 2015; allerdings habe ich es bisher nicht übers Herz gebracht, diese beiden zu entfernen. Hier reicht es ebenfalls, hin und wieder ein paar Wedel abzuschneiden.



Überall, wo der Beton der alten Treppen bröckelt, haben sich Nachkommen angesiedelt, die entferne ich allerdings hin und wieder, weil dort nicht so viel Platz ist, ansonsten würde ich sie wie Martina einfach weiterwachsen lassen. Irgendwie gehören sie zu alten Mauern, Treppen und Toren einfach dazu. :)
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2017, 21:13:01 von AndreasR »
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Andreas

troll13

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Re: Heimische Farne
« Antwort #20 am: 06. Dezember 2017, 21:19:44 »

Das letzte Foto zeigt schön, wie unterschiedlich die Wuchsform sein kann. Schöne Exemplare hast du. Ich finde hier in NW-Deutschschland überwiegend auch nur Sämlinge (oder Sporlinge?) von D. filix-mas, obwohl ich mehrere (gekaufte) Exemplare vom Goldschuppenfarn im Garten habe.

Wild findet man hier D. filix-mas hier bei uns selten im Waldinneren sondern eher am Waldrand, gerne auch an absonnigen Böschungen (Bahndamm Nordseite) und meistens wachsen sie nicht so schön trichterförmig. ich kenne nur einen Standort mit so schönen Exemplaren wie die von dir gezeigten.

Im Garten vertragen sie allerdings auch extrem schattige Standorte wo eingewachsene Großsträucher und Bäume im Sommer viel feuchtigkeit aus dem Boden ziehen und andere Farne versagen.
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AndreasR

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Re: Heimische Farne
« Antwort #21 am: 06. Dezember 2017, 21:32:46 »

Naja, das letzte Bild ist nur bedingt aussagekräftig, weil das Exemplar links in einem in den Boden eingelassenen Gitterrost (diente wohl als Schuhabtreter) wächst, während ich das rechte zwecks besserem Durchkommen etwas "aufgeastet" habe. Aber es stimmt schon, die Wuchsform unterscheidet sich durchaus, und wenn der Farn frei steht, kann er sich besser entfalten. Ältere Exemplare werden sicher auch größer als jüngere, die in meinem Garten haben teilweise kindskopfgroße Knollen, aus denen die Wedel wachsen.
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neo

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Re: Heimische Farne
« Antwort #22 am: 07. Dezember 2017, 07:09:39 »

Irgendwie gehören sie zu alten Mauern, Treppen und Toren einfach dazu. :)

 :)
Es gibt die, welche einfach so kommen und bleiben und andere, wo das nicht gleich gelingt. Das war bei mir z.B. Asplenium trichomanes, das ich versuchte in der Mauer anzusiedeln, was nicht geklappt hat. Möchte ich aber noch einmal probieren an einer Stelle, wo die Mauer gearbeitet hat, sich eine grössere Fuge gebildet hat.
Muss ich etwas speziell beachten, z.B. Erdzusammensetzung?
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Re: Heimische Farne
« Antwort #23 am: 07. Dezember 2017, 09:26:20 »

Willst du ihn in eine Stützmauerfuge pflanzen, also eine Mauer mit Erdanschluss dahinter, oder eine freistehende?
Fugen in freistehenden Mauern sind oft zu trocken für einen Pflanzversuch.
Und je länger die Fuge zumindest leicht feucht bleibt, umso einfacher klappt eine Anpflanzung.

Ich hab A. trichomanes in einer Fuge in der Treppe aus dem Gartenhof, also mit kalkhaltigem Lehmboden, ausgesport hat er sich in eine Fuge zwischen Betonziegel und wahrscheinlich kalkhaltigen Sandstein am Brunnen sowie in Moos auf ebenfalls kalkhaltigen Sandstein am Bergmolchteich, gepflanzt hab ich noch A. t. 'incisum' in die Tuffmauer mit nur wenig Gartenboden, also dort fast ohne Kalk.
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Re: Heimische Farne
« Antwort #24 am: 07. Dezember 2017, 09:28:20 »

@AndreasR:
da hast du sehr schöne Gartensituationen "wachsen lassen"!
Prachtvolle Exemplare!
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Re: Heimische Farne
« Antwort #25 am: 07. Dezember 2017, 09:58:27 »

Heimische Farne sind einfach in der Ansiedlung und Pflege. Sie sind strukturbildend und in naturnahen Pflanzungen sehr zu empfehlen.
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Re: Heimische Farne
« Antwort #26 am: 07. Dezember 2017, 10:06:04 »

Mensch! Das sind aber wirklich schöne Farne und Pflanzsituationen, die Ihr hier zeigt!

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Re: Heimische Farne
« Antwort #27 am: 07. Dezember 2017, 10:17:47 »

Toll, eure Farne  :D

Das ist nun kein besonders gelungenes Bild, aber es zeigt, warum ich den Straußenfarn so liebe: dieses unfassbar grüne Grün im Frühjahr  :D

Diesen Bestand habe ich einst unter mehreren Kubikmetern Brombeersgestrüpp gefunden. Natürlich darf er bleiben, allerdings muss man ihn doch deutlich in seine Grenzen weisen. Seltsamerweise heult mein Mann, der den Garten ähnlich interessant findet wie mittelalterlichen Minnegesang, bei jedem Exemplar, das ich ausreiße.
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Re: Heimische Farne
« Antwort #28 am: 07. Dezember 2017, 10:59:49 »

und unkompliziert.
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Re: Heimische Farne
« Antwort #29 am: 07. Dezember 2017, 11:22:32 »

Hallo,
sehr schöne Farne und Garteneinstellungen zeigt ihr. Da bekommt man richtig Lust den eigenen Bestand zu erweitern. Zeigt ihr nur einheimische Farne im Garten oder können hier auch Naturstandorte gezeigt werden?
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