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18. September 2019, 03:21:07
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Autor Thema: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)  (Gelesen 8316 mal)

Elro

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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #120 am: 18. Januar 2019, 18:28:14 »

So wie ich das sehe ist das eine schwachwachsende Unterlage und ein Spindelbusch. Daran würde ich gar nichts ändern. Das einzige was gut tun würde wäre ein Fruchtholzschnitt. Also Fruchtquirle entweder auf Stummel entfernen(um neue Triebe zu erhalten) oder die stark hängenden Fruchttriebe ableiten auf weniger stark hängendes Holz.

Ich habe einen 20 Jahre alten Braeburn auf M9, der ist ca.2,60m hoch. Mir scheint, daß diese Sorte nicht gerade starkwüchsig ist. Ich habe zum Spaß, weil die Sorte Braeburn sehr schorfanfällig ist, Ellison Orange auf einen Ast gepfropft. Jetzt muß ich leider feststellen, daß die zwei gar nicht gut zusammen passen, der Ellison wächst dreimal so stark und schnell, will den Braeburn überholen. Der muß also wieder alleine wachsen ;D
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thuja thujon

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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #121 am: 18. Januar 2019, 20:25:43 »

Ich habe bei solchen Todeskandidaten noch keine guten Erfahrungen gemacht mit Äste auf Stummel wegschneiden. Die haben die Energie nicht, um aus den schlafenden Knospen auszutreiben. Wenn du Fruchtholz ausdünen meinst, sind wir d´accord.

Ich kenne einen Birnbaum, der war nach diesem Stadium mal ein Jahr komplett ohne Austrieb, nicht ein einziges Blatt das ganze Jahr, hat er einfach nicht geschafft, im Jahr drauf trieb er dennoch aus, Zuwachs seitdem mit allen Trieben zusammen etwa 20-30cm in 5 Jahren. Er lebt...
Ich denke ein Patient auf der Komastation mit künstlicher Beatmung wird eher einen Marathon laufen als das solche Bäume ohne `Gesundungsschnitt´ und extra-Stickstoff innerhalb von einem Jahr kräftig durchtreiben und wieder Substanz aufbauen.
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Elro

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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #122 am: 18. Januar 2019, 21:12:36 »

Wenn du Fruchtholz ausdünen meinst, sind wir d´accord.
Genau das meine ich ;)
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Helene Z.

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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #123 am: 18. Januar 2019, 23:39:05 »

So wie ich das sehe, ist das eine schwachwachsende Unterlage und ein Spindelbusch ...

Perfekt! Das ist es  :D  Dein Hinweis hat mich zu passenden Bildern zum Umsetzen Eurer Vorschläge geführt. Nun habe ich eine Vorstellung davon, was eventuell mal möglich ist *das Ziel vor Augen*
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Helene Z.

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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #124 am: 22. Mai 2019, 22:31:42 »

Update: Dem kleinen Braeburn geht es prima.
Er hat sehr viele Seitentriebe gebildet und auch an der gewünschten Stelle zur Stammverlängerung haben die schlafenden Augen ausgetrieben. Nun sind aber genau diese zentralen Triebe (3 cm) weniger wüchsig als die Seitlichen (15 cm). Die Seiten beginnen die Mitte in der Höhe zu überragen. Zwei habe ich schon per quereingelegten Stock runtergebogen, nun schießen die anderen  ...

Deshalb eine neue Frage:
Was ist besser, die seitlichen jungen Triebe nach unten lenken (s. o.) oder kann ich deren Wachstum durch Entspitzen etwas abbremsen, damit die Mitte kräftiger wird? Der Baum soll sowieso eher schmal bleiben. Gibt es einen geeigneten Zeitpunkt, Stichwort Sommerschnitt?
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thuja thujon

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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #125 am: 23. Mai 2019, 00:06:26 »

Wenn die Mitte nicht durchstarten will, kommt manchmal vor bei einjährigem Holz wenn man zu dicht an der Knospe schneidet oder im mehrjährigen Holz wenn die Saftleitungsbahnen die anderen knopsen bevorzugen, dann wird da auch später nichts mehr draus. Es macht also keinen Sinn die Seitentriebe zu bremsen um die Spitze zu fördern. Die bleibt schwach, egal was man tut.
Besser ist es, einen Seitentrieb auszuwählen und diesen nach oben zu drappieren, als neue Mitte. Die ursprünglich angedachte kann dann auch gleich weg. Zeitpunkt jetzt, egal ob das Längenwachstum schon 20cm gebracht hat oder erst 5cm. Das was man Anfangs beobachtet, verstärkt sich nur noch. Triebe die nicht wollen, werden komplett abgehängt übers Jahr, machen manchmal nichtmal eine Blütenknospe.

Anders sieht es aus wenn die Mitte aus wirklich altem Holz kommt, also eher ziemlich dick und von den Leitungsbahnen noch gut versorgt, wenn gekappt wurde und obendrüber mal viel war zum Beispiel, dann können die Anfangs schwachen Triebe, was etwa kurz nach der Blüte schon austreibt, noch deutlich zulegen. Das sind Stellen mit Wasserschosserpotenzial und eignet sich als zukünftige, kräftige Mitte oder Leitast. Ich hoffe das ist bei deinem Baum der Fall und dann würde ich das erstmal lassen oder auf eine einzelne neue Mitte vereinzeln, also unnötiges aus dem alten Holz ausbrechen.
Ist der Baum schon etwas weiter als nach der Blüte und unbestäubte Früchte zeichnen sich ab, fallen evtl schon oder färben nach gelb um, und die Austriebe aus dem alten Holz um die es geht lassen das dritte oder gar vierte Blatt erkennen, ist alles in Ordnung. Der Teufel steckt praktisch im Detail. Wenn man den verdacht hat es stockt etwas, kann man da auch nochmal mit Blattdüngern, etwa Harnstoff, nachhelfen, um da etwas mehr Dynamik und Wuchskraft in den Baum reinzubringen.

Rein aus Neugier, vielleicht auch fürs Verständnis, stell doch bitte mal ein aktuelles Foto ein. 
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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #126 am: 23. Mai 2019, 14:05:32 »

Wenn die Mitte nicht durchstarten will ...
Rein aus Neugier, vielleicht auch fürs Verständnis, stell doch bitte mal ein aktuelles Foto ein.
Hier der "Baum" im Ganzen. Eine Ursache ist nun erkannt: Heute mußte ich sehr viele Läuse aus den Spitzentrieben entfernen.
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Helene Z.

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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #127 am: 23. Mai 2019, 14:08:28 »

Die gekappte Kronregion mit der potentiellen neuen Stammverlängerung. Vermutlich sollte ich zwei der drei Anwärter entfernen?
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thuja thujon

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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #128 am: 23. Mai 2019, 15:17:49 »

Fein, der Baum zieht durch. Das sollte nächstes Jahr ordentlich Äpfel geben.

Von den Austrieben oben würde ich noch 2 Blätter entfalten lassen und dann die unteren 2 ausbrechen.

Auf dem ersten Bild ist etwas unterhalb der Spitze auf der linken Seite ein mindestens 6-blättriger Trieb zu sehen, der recht senkrecht hochgeht. Der könnte sich eventuell zu einem Konkurrenztrieb für die Spitze entwickeln, den würde ich beobachten, evtl flachstellen (Wäscheklammer dran), pinzieren oder ganz entfernen. Kanns nicht beurteilen, da die Triebbasis auf dem Bild nicht erkennbar ist. 
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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #129 am: 23. Mai 2019, 22:40:33 »

"Fein, der Baum zieht durch ..."
 :D !Dank Eurer Unterstützung!  :D

"Von den Austrieben oben würde ich noch 2 Blätter entfalten lassen und dann die unteren 2 ausbrechen."
Die Läuse haben heute abend eine Wasserdusche erhalten, nun hoffe ich ebenfalls sehr auf den obersten Seitentrieb.

"Auf dem ersten Bild ist etwas unterhalb der Spitze auf der linken Seite ein mindestens 6-blättriger Trieb zu sehen, der recht senkrecht hochgeht. Der könnte sich eventuell zu einem Konkurrenztrieb für die Spitze entwickeln, den würde ich beobachten, evtl flachstellen (Wäscheklammer dran), pinzieren ..."
Es sind randständig mehrere, die da sehr in Konkurrenz gehen. Der Genannte lässt sich noch gut zur Seite legen. Für die Anderen ist deutlich mehr Gewicht erforderlich. Da neige ich zum Pinzieren, noch vor dem Junitrieb: Breiter als ca. 70 cm Radius (<=> Astlänge) soll der Baum nicht werden und viele Äpfel werde ich auch nächstes Jahr noch nicht dranlassen. Für die Blüten im nächsten Jahr sollten dann doch die jetzt eher kurzen Triebe reichen, stimmt das?
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thuja thujon

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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #130 am: 24. Mai 2019, 01:34:56 »

Jenachdem wie es weitergeht. Die längeren Triebe müssen nicht unbedingt endständige Blütenknospen machen, die sollten nach dem Foto eher durchziehen und Holz liefern. Dann ist alles gut fürs nächste Jahr. Bleibt der Baum diesen Sommer stecken, sollte nochmal im Winter oder vor der Blüte schon Fruchtholz ausgedünnt werden.

Alles was zur Konkurrenz werden könnte, sollte in den nächsten 2-4 Wochen beobachtet und korrigiert werden. Im Juli oder August braucht man keine Hoffnung mehr haben das Konkurrenztriebe entfernen noch etwas bringt. Pinzieren reicht nicht immer wenn die Triebe wirklich durchstarten wollen.

Das was sich jetzt schon als echt kurz bleibender Trieb abzeichnet und nächstes Jahr wohl blühen will, darf dieses Jahr ruhig noch etwas wachsen. Im nächsten Jahr diese Blütentriebe unbedingt ausdünnen. Altes Fruchtholz, was nach Stagnation wieder kräftig gewachsen ist und dann blüht ist oft sehr bruchgefährdet, da sollte nicht mehr als ein einzelner Apfel hängen bleiben. 
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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #131 am: 25. Mai 2019, 21:36:20 »

Jenachdem wie es weitergeht ...

Habe soweit die Konkurrenztriebe nach unten gezogen bzw. völlig entbehrliche entfernt. Nun werde ich etwas abwarten. Vielen Dank nochmal für Deine Hilfe.
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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #132 am: 22. Juli 2019, 22:11:04 »

Update:
Nun bekommt der neue Mitteltrieb den vollen Schub. Es hat geklappt  :D An der Basis hat er schon gut an Durchmesser zugelegt.

Pinzieren wäre nicht gut gewesen. Wo immer es nötig war, habe ich mit einem kleinen Gewicht an einer Klammer nachgeholfen. Die Seitenäste werden inzwischen auch von ihrem eigenen Gewicht nach unten gezogen.

Das Bäumchen hat sich gut in alle Richtungen ausgebreitet.
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thuja thujon

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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #133 am: 23. Juli 2019, 02:08:07 »

Sehr schön.  :)
Dort wo die Blätter gekräuselt sind wegen den Blattläusen werden auch eher weniger Blütenknospen angelegt, falls es eine Sorte ist die am einjährigen Holz schon Blüten macht.
Also aus meiner Sicht vom Bildschirm aus ziemlich viel richtig gemacht.
Falls der überschwenglich blühen sollte nächstes Jahr, ausdünnen nicht vergessen. Sollte man in einem solchen Fall als Investition verstehen.
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Re: Fragen zu Obstbaumschnitt (Apfel)
« Antwort #134 am: 07. September 2019, 08:58:37 »

Um keinen neuen Thread aufzumachen:
Wie weit kann die Anbindung bei einem Spindelbaum sinnvollerweise entfernt sein?

Hintergrund: Seit kurzem habe ich hier wieder einen kleinen "Schlauchgarten" (ca. 7 x 20) an der Rückseite einer alten Scheune.
Die Mittagssonne scheint schön auf die Längsseite und in regelmäßigen Abständen sind vertikal verlaufene Holzbalken des Fachwerks, in denen allerlei Haken u.ä. stecken.
Also war meine Idee, da Buschbäume zu pflanzen und die direkt an den Balken anzubinden. Allerdings müsste ich mind. 50 cm Abstand halten, weil da Platten liegen.
Würde das trotzdem halten? Das Grundstück ist auf allen Seiten von Gebäuden/Mauern umgeben. Der Wind sollte sich also in Grenzen halten.
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