Heute war ich mit dem Auto in der Stadt. Angesichts der für hiesige Verhältnisse ungewöhnlichen Stärke des Sturmes sind die Schäden überschaubar. Es sind doch eine größere Anzahl Bäume umgeworfen worden und einige davon über Straßen, darunter auch Bäume mit einem Stammdurchmesser von ca. 50 cm - die meisten waren Nadelbäume. Die wurden inzwischen von der Feuerwehr und dem Technischen Hilfsdienst zersägt und es künden nur noch die zersägten Stammstücke davon. Wenn unter umgestüzten Bäumen eine Auto parkte, dann war es mal ein Auto. Soweit man von der Straße in den Wald sehen kann, sind ab und zu Bäume umgeworfen worden, vielleicht ca. 5 % der Bäume. Die Kaminbesitzer wird es freuen, denn dann gibt es billiges Holz.
Ein reichliches Drittel der Straßenbahnlinien ist lahmgelegt, da die Oberleitungen durch Bäume herunter gerissen wurden. Im Nachbarstadtteil hat es auf ca. 500 m die Oberleitungen herunter gerissen - ohne Beteiligung von Bäumen. Sonstige Schäden sind noch nicht erfasst bzw. bekannt.
Die Laubbäume haben den Sturm gut überstanden, da unbelaubt. Es liegen aber eine Menge Äste unten.
Meinen umgeworfenen Raketenwacholder haben wir unter großen Mühen wieder aufgerichtet und abgestützt. Der Stamm (ca. 10 cm dick) ist nicht gebrochen, d.h. der ganze Baum wurde wie bei Fichten samt Wurzelstock umgeworfen. Ich bin erstaunt, wie klein der Wurzelstock dieses ca. 8 m hohen Raketenwacholder ist: nur ca, 0,75 m Durchmesser und nur flach wurzelnd. Ob er wieder anwächst, ist ungewiss und sicher unwahrscheinlich.