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News: Das Wort, das den Mund verlassen hat, wächst auf seinem Wege. (Aus Norwegen)


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03. Dezember 2020, 17:47:10
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|14|8|Der echte Maso-Gärtner wirft sich nackt in die Brennnesseln. (Staudo)

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Autor Thema: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter  (Gelesen 29914 mal)

thuja thujon

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #270 am: 30. September 2020, 22:46:05 »

Ja, es liefert zu wenig Masse. Im Vortrag wird auch noch die Extraladung Mulch von Fremdflächen erwähnt. Dichter säen bringt auch nichts, dann ist die Entwicklung schlecht. Es braucht wirklich die Zeit, bis alles durchwurzelt ist.

Früher häckseln geht leider auch nicht, dann ist das Material zu wenig verholzt. Den Mulch als Hauptkultur anbauen kostet somit richtig Ertrag, bis zu den Eisheiligen habe ich mindestens einen Satz Radieschen/Rübstiel und Salat von einer Fläche geerntet. Das ist mir mehr wert als die 5 Zucchini nach einem Zucchinisommer wenn eh das meiste schon längst verschenkt wird weil ichs nicht mehr sehen kann. 

Vorteilhaft ist allerdings die Überwinterung aufs Unkraut, gerade die Wärmekeimer wie Hirse und Portulak werden unterdrückt durch die dichten Bestände Ende April/Mai.
Diesen Effekt bekommt man allerdings auch mit Wintererbsen oder Wintersaubohnen hin, beide verholzen besser und früher. Die Wintersaubohnen bieten durch die Blattläuse allerdings noch eine frühe Nahrungsquelle für Nützlinge, man kann sich also die Marienkäfer schon on Farm züchten bevor manche Blattläuse zB am Obst zum Problem werden. Stickstoff gibts natürlich gratis dazu wenn die Bodenstruktur und Qualität stimmt.

Aufpassen muss man auch beim pflanzen, der Mulch sollte ein bis zwei Wochen liegen bleiben, je nach dem wie fein er ist, wegen Gasausdünstungen während der ersten Rottephase die zu Schäden an den frisch gepflanzten Kulturpflanzen führen können.
Nachteilig ist auch der hohe Wasserverbrauch, es geht also nicht ohne Beregnung, tuts meist aber eh nicht.
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thuja thujon

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #271 am: 30. September 2020, 22:50:43 »

Wintererbsen am 9.4.16
Die Kartoffeln nebenan sind schon drin.
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thuja thujon

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #272 am: 30. September 2020, 22:53:05 »

Am 1.Mai in Blüte, jetzt könnte man langsam häckseln bzw kurz danach wenn die Zuckerschoten abgeerntet sind. 
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Talpini

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #273 am: 30. September 2020, 23:26:24 »

@thuja: Wow, das war schnell!

Ich bekomme meinen Transfermulch von den Nachbars in Form von Gartenabfällen säckeweise (Rasenschnitt, Laub und Schnittgut). Und Küchenabfälle kippe ich immer mit aufs Beet den ganzen Sommer über, ich hab keinen Platz mehr für normale Komposter. In einem der Videos wird erklärt, dass von der siebenjährigen Fruchtfolge ein Jahr nur Mulchproduktion ist und eine weitere Kleegraswiese (Boden taugt nicht für Gemüse) noch Silage als stickstofflastiger Mulch liefert. Eiin Gewächshaus wird aber damit auch noch mit Mulch mitversorgt.

Meine Frühjahrskulturen (Salate, Radieschen etc.) mache ich in erster Linie im Gewächshaus, dafür werden alle Kulturen außer Karotten und Pastinaken vorgezogen und erst nach den Frösten gepflanzt. Ich brauche vor den Eisheiligen nur Zuckerschoten und Puffbohnen, Lauch und Grünkohl sind eh den ganzen Winter über drin.

Wann hast du die Winterkefen ausgesät? Und Wintersaubohnen klingt interessant, welche Sorte nimmst du da? Die normalen sollen ja nur -7-10°C überleben.
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thuja thujon

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #274 am: 01. Oktober 2020, 00:02:34 »

Ich hatte am 20.10.2015 die Sorte Dexter ausgesäht, damals noch ohne Sortenzulassung. Die ganze Geschichte gibts hier: http://forum.planten.de/index.php?topic=49995.0
Ist jetzt 5 Jahre her, in 2 Jahren könnte ich wieder und zwischendrin hätte ich dort nie Bohnen anbauen dürfen. Solche Fruchtfolgen schafft glaube ich keiner im Garten.

Wintersaubohnen habe ich nur Erfahrungen mit Hiverna. Gibt aber auch sicher andere mit geringerem Tanningehalt.

Ausschließlich Flächenkompostierung und fleissig von den Nachbarn Grünzeugs einsammeln finde ich ähnlich wie Blaukorn mit Krankheiten kaufen. Ich versuche es mit dem Humusgehalt nicht zu übertreiben, es gibt da auch ein zuviel. Bodenstruktur ist mehr als Humus reinbringen. Gerade wenn die Winterfröste ausbleiben lernt man da schnell dazu. Haben dieses Jahr zB Ufokartoffeln in einem Garten mit viel Mulch und recht tonigem Boden geerntet, die schafften es nicht gegen den Bodendruck rund zu werden. Gepflanzt in grobe Kluten und später aus den groben Kluten wieder rausgepult. Vieles wächst in diesem Garten nicht mehr. Nicht nur Karotten, sondern auch Erdbeeren. Die Fruchtfolge und Gartenhygiene ist schuld.
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Talpini

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #275 am: 01. Oktober 2020, 01:28:06 »

Den Grünmüll vom Nachbar packe ich immer in einen schwarzen Sack (Blumenerdesack auf links gedreht) und stelle ihn 1-2 Tage in die Sonne. Umkrautsamen keimen da nicht mehr, dafür ist es zu heiß geworden. Tiere überleben das auch nicht. Bisher habe ich mir da nix an Krankheiten eingefangen, ich hoffe das bleibt so. Auch mit Überdüngung hatte ich noch keine Probleme, hab aber auch recht viel Starkzehrer in der Fruchtfolge. Aber der Garten ist erst ein paar Jahre alt, mal sehen welche Herausforderungen die Zukunft bringt.

Wobei wir schon beim Thema Wintererbsen wären, Erbsen machen wie von dir beschrieben leider maximal Probleme mit Bohnen (und ich hab schon Zuckerschoten in meiner 6jährigen Fruchtfolge). Aber erst am 20.10. aussäen und so einen dichten tollen Bestand haben + Stickstoffdüngung, das ist schon eine Hausnummer! Winterwicken als Mischungspartner für Wintergetreide wären noch eine Möglichkeit für Getreide-Leguminosen-Gemenge, aber zumindest laut verschiedenen Quellen müssen die schon im September in die Erde. Oder vorziehen, aber das ist auch doof. Oder das mit den Leguminosen ganz vergessen und nur Getreide. Ich muss da noch meine Erfahrungen sammeln...
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Calvin

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #276 am: 01. Oktober 2020, 18:04:35 »

Ich denk mal die Frage passt am besten hier her:

Anfang November mulche ich mein Beet mit Komposthaufen etwa 5cm, gehäckseltem Strauchschnitt gute 5-10cm, und wahrscheinlich dieses Jahr erstmals Streuobstwiesenheu, mit letzteren hab ich 0 Erfahrung, häckseln hab ich irgendwo gelesen sollte man es, aber dass ist Zuviel aufwand, aber denke es wird so 20cm dick werden, oder mehr.

Letzter Versuch ohne Heu, hat recht gut funktioniert mit Buchweizen eingesät, und einem nicht vorhandenen Winter. Wo dieser es schaffte auf dem Mulch zu wachsen, jetzt mit der Heuschicht von 10-20cm die ich gerne drüberwerfen will, mit 2kg Kalk vorher auf dem Strauchschnitt verteilt, bin ich etwas ratlos mit der Begrünung(Frosthart muß es sein, daß mit dem Buchweizen funktioniert bestimmt die nächsten 50 Jahre kein 2. Mal).

Was könnte ich da ansetzen als Begrünung? Leguminosen, Getreide, Korbblütler fallen raus, wegen den Krankheiten, Fusarien und anderen Sachen. Weil ich eh schon auf kaum eine Fruchtfolge auf den einzelnen Stellen zusammenbringe. Und ich eh recht Leguminosenlastig schon bin(Feuerbohnen, Stangenbohnen, Erbsen, Buschbohnen), sowie auch Mais, Yacon und Kürbis.
Winterrübsen z.b. weiß ich nicht ob erste November Woche noch funktioniert mit der Aussaat, hat da wer Erfahrung mit denen, und "Winteraussaat"?
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Starking007

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #277 am: 01. Oktober 2020, 19:00:09 »

Wintergerste.
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Gruß Arthur

Talpini

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #278 am: 01. Oktober 2020, 19:07:38 »

Anfang November ist schon recht spät, außer Gründüngung vorziehen und danach pflanzen fällt mir nicht viel ein, selbst Wintergetreide kam als Direktsaat bei mir da nur noch so langsam, dass die Bodenstruktur nicht mehr wesentlich verbessert wurde. Und ob so viel Arbeit mit Vorziehen Sinn macht ist da schon die Frage. Nur Abdeckung ohne Durchwurzelung über den Winter mit dicker Mulchauflage kann auch Sinn machen, speziell wenn das Beet vor den Eisheiligen benötigt wird. Dann halt Boden lockern und direkt in den Mulch setzen, bei Aussaat würde ich eher ein falsches Saatbeet vorher machen bei Wiesenschnitt (zumindest beim Sommerschnitt war bei mir recht viel Samen drin ohne Heißrotte).

Überwinternde Kulturen sind bei mir Grünkohl, Winterlauch für die Frühjahrsernte, Asia-Salate, Rukola. Vielleicht ist damit eine Fruchtfolge-Kombi möglich.
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