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19. September 2018, 13:38:34
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Autor Thema: Welche Duftpflanzen vertreiben Dickmaulrüssler und/oder werden nicht befallen?  (Gelesen 943 mal)

Opuntia

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Weil ich unter der Rubrik "Pflanzengesundheit" relativ wenig Antworten auf meine konkrete Frage bekam, versuche ich es noch einmal hier unter "Kräuter, Duft- und Aromapflanzen":

Auf meiner Dachterrasse habe ich zwei schöne, ältere Weinreben im Kübel stehen, die immer wieder von Dickmaulrüsslerlarven und den Käfern befallen wurden. Kürzlich habe ich die komplette Erde ausgetauscht und sollte die Larven momentan los sein. Von anderen, ebenfalls befallenen Pflanzen habe ich mich schon im Vorfeld getrennt. Nun möchte ich auf der Terrasse nur noch Pflanzen ansiedeln, die vom Dickmaulrüssler gemieden werden bzw. die ihn am besten sogar abschrecken und damit auch die Weinreben schützen. Falls es so etwas gibt, würde ich einfach rechts und links neben die Weinkübel einen Topf mit solchen "Schutzpflanzen" stellen wollen.

In einem Biogarten-Artikel habe ich einmal gelesen, dass aus Wermut, Rainfarn oder Knoblauch hergestellte Jauche den Rüssler vorbeugend vergrämen soll. Daraus schließe ich, dass zumindest diese stark riechenden Pflanzen Stoffe aussenden, die der Rüssler nicht mag. Aber vielleicht gibt es ja noch mehr Pflanzen, die sich eignen und die vielleicht auch noch einen kulinarischen Nutzen haben. Wer kennt sich da aus? Ich selbst hatte z. B. schon an Cola-Strauch, Eberraute, Rosmarin o. ä. gedacht, weiß aber einfach nicht, ob die vom Rüssler gemocht oder gemieden werden. Bin für Hinweise jeglicher Art dankbar (auch im Hinblick auf Pflanzen ohne kulinarischen Wert). An einem Thymian hatte ich den Rüssler beispielsweise wiederholt sitzen, also scheint er sich nicht an jedem intensiven Aroma zu stören. Ich würde mich, falls vorhanden, auch über weitere solche "Negativmeldungen" freuen, also auch über Mitteilungen, wenn jemand die schönen Tiere schon an bestimmten Duftpflanzen festgestellt hat.

Bisher hatte ich freundlicherweise schon mitgeteilt bekommen, dass Tomaten vom Rüssler gemieden werden und fände die als Nachbarn meiner Reben auch prinzipiell gar nicht so schlecht. Habe aber mittlerweile etwas zum Thema "Tomaten" gegoogelt und bin zum Schluss gekommen, dass Tomaten für den Standort nicht so günstig sind, da sie, gerade hier in Rostock, wohl zu oft von oben nass werden. Und ich möchte möglichst wenig pflanzliche "Dauerpatienten" pflegen müssen.

Vielen Dank schon einmal im Voraus für Hinweise!


P.S.: Unter der Rubrik "Pflanzengesundheit" habe ich vielmals die Empfehlung bekommen, gegen die Rüssler doch Nematoden einzusetzen. Dies möchte ich aber erstmal definitiv nicht. Wen meine Beweggründe interessieren, den möchte ich einfach auf Diskussion verweisen, die sich in jener Rubrik ergeben hat, aber hier nicht weiter über den Einsatz von Nematoden diskutieren.

Pflanzenjauche, aus welchen Pflanzen auch immer, möchte ich möglichst auch nicht anwenden, da ich wenig Platz für entsprechende Gefäße habe und die Terrasse auch als Sitzplatz dient, der nicht nach Jauche stinken soll
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Natternkopf

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Salü Opunita

Da wünsche ich dir viel Glück. 🍀
Kann leider zu deiner Fragestellung nichts beitragen.

Grüsse Natternkopf
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Dunkleborus

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Re: Dickmaulrüssler
« Antwort #2 am: 10. Mai 2018, 23:36:27 »

Die Viecher mögen humosen Boden. Schlimm befallen werden Saxifragaceae, Ericaceae, aber ich habe schon Horden in Hosta, Liatris und vielen anderen Stauden gefunden.  Ich glaube, in passendem Boden ist denen die Pflanzenart ziemlich egal. Die meisten Topferden sind genau das, was diese Viecher brauchen.
Ich kann nicht nachvollziehen, welche Gründe gegen Nematoden sprechen würden, das ist mir persönlich aber völlig wurscht.
Vielleicht nützt es, den Boden in den Töpfen ziemlich hoch mit mineralischem Mulch abzudecken.

Die typischen Frassstellen am Laub sind von den erwachsenen Käfern, das sind nicht immer dieselben Pflanzen, an deren Wurzeln die Larve nagt.
« Letzte Änderung: 10. Mai 2018, 23:42:18 von Dunkleborus »
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oile

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Re:Dickmaulrüssler
« Antwort #3 am: 10. Mai 2018, 23:42:55 »

Stimmt: Fliederblätter sind jedes Jahr sehr angefressen. Aber ich bezweifle ernsthaft, dass Fliederwurzeln die Hauptspeise sind ( schön wäre es allerdings).
« Letzte Änderung: 10. Mai 2018, 23:44:39 von oile »
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Manch einer sollte seinen Senf besser ganz hinten im Regal belassen und das letzte Wort am besten auch.

Dunkleborus

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Re: Fiese Dickmaulrüssler
« Antwort #4 am: 10. Mai 2018, 23:52:20 »

Die Käfer lieben eher ledriges Laub, zB Prunus laurocerasus, Viburnum davidii, Bergenien, aber auch Primeln usw. Die Larven sind elende klandestine Mistviecher und am liebsten in Astilben, Heuchera, Tiarella, Bergenia, Rodgersia, Primeln und vielen anderen Stauden und Gehölzen. Unser Flieder steht so kalkig-trocken, da sind sicher keine in den Wurzeln.
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Opuntia

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Re: Dickmaulrüssler
« Antwort #5 am: 18. Mai 2018, 22:19:37 »

Zitat von: Dunkleborus link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3083678#msg3083678 date=1525988187]
Die Viecher mögen humosen Boden. Schlimm befallen werden Saxifragaceae, Ericaceae, aber ich habe schon Horden in Hosta, Liatris und vielen anderen Stauden gefunden.  Ich glaube, in passendem Boden ist denen die Pflanzenart ziemlich egal. Die meisten Topferden sind genau das, was diese Viecher brauchen.

Vielleicht nützt es, den Boden in den Töpfen ziemlich hoch mit mineralischem Mulch abzudecken.

Die typischen Frassstellen am Laub sind von den erwachsenen Käfern, das sind nicht immer dieselben Pflanzen, an deren Wurzeln die Larve nagt.

Mit mineralischem Mulch arbeite ich ja quasi schon, da ich bei meinen beiden Weinreben den Boden oben mit einer Schicht Kies (von der Erde durch ein Stück Landschaftsvlies getrennt) abgedeckt habe. Der Nachteil an einer solchen Schicht ist, dass man nicht mehr sieht, wie feucht die Erde ist. Ich habe dieses Problem mit zwei Gießanzeigern gelöst.

Ich denke auch, dass sich die Käferlarven in den üblichen Topferden besonders wohl fühlen. Dennoch kann ich mir nicht so ganz vorstellen, dass auch in solchen Erden Pflanzen befallen werden, deren Jauche oder Tee die Käfer und Larven vergrämen soll, wie z. B. Wermut und Rainfarn. Deswegen ja auch meine Idee, primär solche Pflanzen zu kultivieren, die auch in üblicher Erde für die Käfer unattraktiv oder abschreckend wirken.
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Gartenrot

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Dickmausrüsslerlarven lieben Torf. Möchte man die Viechers loswerden, so sollte man ein torffreies Substrat benutzen. Das hat bei mir sofort eine deutliche Verbesserung gebracht. Auf keinen Fall die Larven auf den Kompost geben, sondern im Hausmüll entsorgen.
Die Imagos können freilich mit ihren Frassschäden immer Probleme machen, aber zuminderst hat man keine Larven mehr an den Pflanzenwurzeln.
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Das Leben ist eine Rutschbahn und dann stirbt man.        Homer Simpson

lonicera 66

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Bekämpfung

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Kaffeesatz

Von schützenden/vertreibenden Pflanzen habe ich auch nichts gefunden.

Eventuell hilft noch Kieselgur.
Das reibt den Panzer des Käfers auf und sie sind hin. Damit wäre zumindest die Vermehrungspirale gestoppt.

Kieselgur erhält man im Landhandel, es wird zur Vernichtung von Milben bei Hühnern eingesetzt und ist ein Mineral.
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liebe Grüße
Loni

Zitat von: zwerggarten:  
 
*stellt sich eine nächtliche langzeitbelichtung mit kamera auf stativ und ein wild herumtanzendes rumpellonizchen vor*

M.K

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Hallo, hier ein Produkt zur Bekämpfung. Hab es selbst noch nicht für Dickmaulrüssler ausprobiert, da ich bis jetzt von ihnen verschont wurde.

https://www.e-nema.de/shop/zier-und-nutzpflanzen/nematop/
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Pflanzen machen froh!
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