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Autor Thema: Säulenbäume für Schrebergarten  (Gelesen 1322 mal)

Berat

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Re: Säulenbäume für Schrebergarten
« Antwort #30 am: 03. Mai 2022, 01:12:43 »

Fruchtholzrotation ist was völlig anderes, nicht nur etwas übertrieben.
Du scheinst an Rundkronen zu denken, ich habe jedoch von Spindeln gesprochen. Da geht die Fruchtholzrotation relativ fix,  sie ist halt in kürzeren Intervallen zu machen, da die dauergestressten Bäume schneller vergreisen. Zum Säulenobst sehe ich da dann nicht mehr den großen Unterschied, mit Ausnahme des "echten" Säulenapfels; doch auch der verzweigt sich.

Die "passende Unterlage", die Standfestigkeit mit sich bringt ist mindestens MM111.
Ich halte eine MM106, die 1,5 Meter kleiner bleibt, für ausreichend standfest, wenn ich nicht gerade die allergrößten triploiden Sorten draufsetze. Und bei einer schmalen Erziehungsform durchaus auch schon B9. Die ist so schwach, dass ich die Spindel eben auch problemlos schmal und klein halten kann.
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cydorian

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Re: Säulenbäume für Schrebergarten
« Antwort #31 am: 03. Mai 2022, 10:19:44 »

Keine Rundkronen, es werden doch immer Spindeln und Spalier gegen die Säulen gestellt? Gerade zu Spindeln höre ich ständig Fragen und sehe katastrophal geschnittene Bäume. Man blendet das leicht aus, wenn mans selber als leicht empfindet und etwas Erfahrung hat. Erlebt: Da werden die waagrecht abgehenden Seitenäste angeschnitten, steileres Holz lässt man wachsen weils so schön aussieht und auch noch etwas Sichtschutz bringt, man kriegt die Verjüngung nicht hin wenn das Holz alt wird, man lässt Überbau zu lange stehen...

M106 ist auf kräftigem Boden viel zu stark für 80% der Sorten, siehe vorher: Mehr Schnitt, Holzproduktion. Und Vorsicht vor Kragenfäule, M106 ist sehr anfällig. Auf leichtem Boden ist dafür das Kipprisiko hoch. Nicht in den ersten Jahren, aber später, nach Regen der den Boden aufweicht und Wind. Also Pfahl. Spindeln im Hausgarten sollten ohnehin immer am Spalier stehen. Äste lassen sich besser waagrecht heften, kein Kipprisiko, leichteres Festbinden bei abrissgefährdendem Ästen wegen Fruchtbehang.

Die Robustheit der Säulen hat mich schon mehrmals überrascht. ich hab sogar ein paar Sorten auf eine Obstwiese gesetzt, einfach mal sehen was passiert, spielen, probieren. Schwierige Bodenverhältnisse an einem Hang, Reststück das schlecht nutzbar war. Unterlagen M25 und MM111 genommen, Sorten wie Pomgold, Jucunda, Pomfital, Goldcats und ein paar mehr. Kein Pfahl. Es gab dann anfangs Probleme mit Wildverbiss, musste höher schützen, aber die Dinger sind tatsächlich gewachsen, unbewässert. Sie blieben gesund, tragen (wie in jedem Posting die erneute Bemerkung: Die Früchte sind nichts besonderes), kippen nicht. Eine 3m - Säule bog sich mal wegen schwerem Fruchtbehang (ausdünnen!) runter. Hab ihn aufgerichtet, jetzt wächst er wieder gerade. Bei dem Boden kam er trotz M25 über die 3m aber nie hinaus. Überstand auch das absolut extreme Trockenjahr 2018 ohne Pflege, während auf der nahen unbewässerbaren Obstplantage die Spindeln vertrockneten.

Säulen verzweigen je nach Sorte fast nicht und etwas. An den meisten mache ich alle zwei Jahre einen Seitenast weg, mehr ist nicht zu tun.
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