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News: Wer überlegt, sucht auch Beweggründe, nicht zu dürfen.  (Gotthold Ephraim Lessing)
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News: Wer überlegt, sucht auch Beweggründe, nicht zu dürfen.  (Gotthold Ephraim Lessing)

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Autor Thema: Dürregejammer  (Gelesen 136571 mal)

Bienchen99

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #45 am: 06. Juli 2018, 11:35:35 »

hier ist es auch sehr trocken, allerdings kam letzte Nacht etwas Regen. Die Regentonne war zu 1/4 gefüllt. Nicht viel, aber man nimmt, was man kriegen kann. Angesagt war es nicht. Aber nun gut. Die Bäke ist trotzdem trocken gefallen, das Regenwasserauffangbecken so gut wie trocken. Nur an der tiefsten Stelle noch etwas Wasser für die Frösche
Vögel und Igel bekommen hier Wasser hingestellt, ebenso Futter für die Igel. Die finden zur Zeit so gut wie nichts.

Gewässert werden hier nur das Gemüsebeet und die Kübel, überwiegend Tomaten. Alles andere muss es so überstehen.
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nana

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #46 am: 06. Juli 2018, 12:37:56 »

Wir haben ja hier eine Bewässerungsanlage am Grundwasserbrunnen. Insofern sind einige Teile vom Garten versorgt. Für mehr als "frisch" reicht das aber auch nicht.

Die Bereiche, die manuell gegossen werden müssen, bekommen bei Hitze max. zwei Mal die Woche Wasser, sonst höchstens einmal. Mehr Zeit mag ich einfach nicht mehr investieren.

Pflanzen denen das nicht reicht oder die es nicht geschafft haben, in die Nähe des Tropfschlauchs zu wurzeln, vertrocknen. Und das sind nicht wenige... aber letztlich waren sie für meinen Garten einfach nicht geeignet. Fehlkauf sozusagen, so wie Schuhe, die super aussehen aber eben doch zu groß sind.

Ich habe mich inzwischen damit abgefunden, dass hier nur wenig von dem gedeit, was in anderen Gegenden wie Böhmerwald und Co. üppigst wächst.

Bei meinem Vater im Garten im derzeit furztrockenen Vorspessart gibt es dieses Jahr wohl auch eine umfangreiche Selektion an Stauden, die auch mal knochentrocken vertragen. Rudbeckien und Heleniümmer gehören nicht dazu. Andere Stauden wiederum stehen trotz Trockenheit noch überraschend gut da.

Schlimm finde ich, wenn die Baumbestände leiden. Ich erinnere mich, dass im letzten Jahr viele Bäume im öffentlichen Grün extrem gelitten haben. Mal schauen, wie es dieses Jahr wird.
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Lilo

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #47 am: 06. Juli 2018, 12:47:20 »

alle trockenheitsgeplagten Jammerlappen haben mein vollstes Mitgefühl.

Wir haben hier dieses Jahr bisher Glück gehabt. Der Winter war sehr nass, der April regenfrei, im Mai hat es fast jeden 2. Tag geregnet. Der Juni war wieder regenfrei und einige Pflanzen zeigten bereits wieder Trockenheitsstress, aber jetzt nach zwei Tagen mit Regenschauern sieht alles wieder ganz gut aus.

Meine Erfahrungen:
Nur soviel pflanzen, wie man auch wässern kann,
Gießringe anlegen,
Lehm oder Ton ins Pflanzloch geben,
Mulchen,
Turnusmäßig gießen,
dann aber durchdringend. Meine Rhododendren erhalten z.B. jeder 1 mal in der Woche 10 Liter Wasser.
Ich nehme mir die verschiedenen Gartenpartien an unterschiedlichen Tagen zum Gießen vor und gieße dann ganz gezielt.

Bei manchen Pflanzen muss man sich auch gegen das Gießen entscheiden. Ich gieße keine abgetragenen Johannis-, Himbeer- oder Stachelbeeren. Ich gieße keine einjährigen.  Ich gieße keine Pflanzen, von denen ich sehr viele im Garten habe.

Meine Erfahrung ist auch, dass wenn der August überlebt wurde, es die Pflanzen auch ins nächste Jahr schaffen. Wenn die Nächte wieder kälter werden, bildet sich Tau und diese Feuchtigkeit reicht oft zum Überleben aus.

Ich weiß wie schrecklich es ist diesem Totentanz zusehen zu müssen, doch so schlimm es aussieht, viele Pflanzen werden diesen Härtetest überleben, also Kopf hoch.
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kranich

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #48 am: 06. Juli 2018, 13:16:30 »

Bei uns laufen die Sprenger seit gefühlten 10 Wochen früh von 5-7 Uhr
und Abends ca. ab 18-21 Uhr, aber so langsam bin ich auch am Ende mit meiner Kraft.
An die Stromrechnung möchte ich jetzt auch noch nicht denken.

Mich erinnert dieses Wetter an den Sommer 2003, da ging es bis Ende September so trocken und heiß her. :-[
 
@Lilo,

Deine Erfahrung zum - Turnusmäßigen Gießen - sind interessant.
Ich werde es mal versuchen zu beherzigen, wenn es mir auch schwer fällt,

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Liebe Grüße Kranich

RosaRot

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #49 am: 06. Juli 2018, 13:27:29 »

Turnusmäßig ist hier auch: bestimmte neu gesetzte Pflanzen täglich oder alle zwei Tage, Kübel täglich(logisch), alles andere wenn zu sehen ist, dass das Verrecken kurz bevor steht. Durchdringend von unten. Apfelbäume mit Tröpfchenbewässerung über einen längeren Zeitraum einmal in vier Wochen, wenn überhaupt - dieses Jahr ja. Ein frisch gepfropfter Jungbaum bekommt etwas öfter Wasser. Sauerkirschreiser auch.

Sprenger eher nicht, bzw. eher selten, wenn es sich lohnt, also die Sonne nicht scheint, tagsüber nur mal im Schatten oder gar nicht.
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Viele Grüße von
RosaRot

moreno

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #50 am: 06. Juli 2018, 14:06:06 »

the shape of water  :P :-X 8)

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pearl

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #51 am: 06. Juli 2018, 14:25:14 »


Meine Erfahrung ist auch, dass wenn der August überlebt wurde, es die Pflanzen auch ins nächste Jahr schaffen. Wenn die Nächte wieder kälter werden, bildet sich Tau und diese Feuchtigkeit reicht oft zum Überleben aus.


dem kompletten Beitrag stimme ich von Herzen zu und möchte diese Zeile herausheben. Das ist auch meine Erfahrung. Nur Mut!
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Gänselieschen

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #52 am: 06. Juli 2018, 14:40:34 »

Mit den Rhodos mache ich es auch so - wenn ich es nicht ganz vergesse und erst durch die hängenden Blätter erinnert werden. Zum Glück stehen sie vorn in der Nähe des Eingangs zum Grundstück...irgendwann sehe ich sie doch leiden.... Drum herum ist alles trocken und sie stehen ganz gut da, wenn ich dran denke.... auch die Frühlingsplatterbsen, Fingerhut und Co bekommen mit den Rhodos dann einzelne Wassergaben....weil ich das Spiel dort vorn in Waldnähe schon kenne, gebe ich mir im Frühling immer besondere Mühe, den Rhodos einen schönen auslaufsicheren Gießring um die Füße zu machen. Das erleichtert im Sommer das Gießen doch erheblich. Sind jetzt 6 Rodos und es ist Platz für mehr da ;D

Die Reihe Säulenzierkirschen wässere ich im gleichen Abstand wie die Rhodos. Wenn ich dort gewässert habe, dann lasse ich noch für 2 Stunden einen Sprühschlauch liegen....poln. Fabrikat in Leuchteblau, das hebt. Der liegt immer da vorn, weil er die perfekte Länge hat für die Allee...

Hinter dem Teich und im Schattenbereich längst liegen 2 gekoppelte Sprühschläuche (DDR-Fabrikat) ca. 30m leicht bergab. Die laufen auch so jeden 3. Tag für längere Zeit. Davon profitieren 4 Hydrangeas, schwarzer Germer, Eisenhut, Seidelbast, Einbeere, Dost, Farne, Rodgersia, Bartfaden. Ich musste noch nichts davon separat gießen.....

Gemüsegarten mache ich mit der Gießkanne... selten mit dem Sprenger, das wäre jetzt unnütz...

Mein wirkliches Trockenbeet für Stauden braucht jetzt Wasser. ....da stelle ich dann heute Abend einen Sprenger auf...habe bissel zu lange gewartet.
« Letzte Änderung: 06. Juli 2018, 14:46:15 von Gänselieschen »
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Henki

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #53 am: 06. Juli 2018, 15:06:04 »

Ohne Sprenger hätte ich hier schon längst aufgegeben. Mehrere hundert Quadratmeter Beete lassen sich nicht mehr händisch und gezielt bewässern, wenn man auch noch berufstätig ist.

Lilo, deine Ratschläge sind sicher hilfreich, wenn man grundsätzlich dieser Situation ausgesetzt ist. Es war aber nicht absehbar, dass sich die Frühjahrstrockenheit dieses Jahr bis in den Sommer zieht. Gießränder habe ich letztes Wochenende um Gehölze aufgeschüttet, die schon seit Jahren stehen. Zum durchdringenden Wässern schrieb ich ja bereits, dass das auf unserem Sandboden nicht mehr wirklich etwas bringt.

Sicherlich könnte ich die Strategie jetzt auf "Survival of the Fittest" schalten, die Folgen wären für meinen Garten aber wohl immens, genauso wie der wirtschaftliche Schaden.

Heute habe ich unterwegs auf die Baumbestände in der Landschaft geachtet, vielles wird bereits gelb oder ist bereits raschelfahlgrün, hier und da setzt Laubfall ein.

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Gänselieschen

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #54 am: 06. Juli 2018, 15:10:33 »

Ach Hausgeist, es ist einfach Sch.... aber vielleicht hast du dann wieder neuen Platz... ying und yang vielleicht.... Bei mir gehen nur leider immer die Sachen kaputt, die ich eigentlich behalten wollte...
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Lilo

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #55 am: 06. Juli 2018, 15:28:08 »

In starken Trockenperioden konnte ich schon Gehölze retten, indem ich sie über einen Trichter, den ich in den Boden steckte, bewässerte.
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Kasbek

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #56 am: 06. Juli 2018, 15:30:43 »

Bei mir gehen nur leider immer die Sachen kaputt, die ich eigentlich behalten wollte...

Das ist normal. In diesem komischen Märzwinter sind auch zuallererst die Raritäten erfroren und erst dann das normalere Programm, von dem man vielleicht zusätzlich auch noch Sicherheitskopien hatte  ;)

Meine Erfahrung ist auch, dass wenn der August überlebt wurde, es die Pflanzen auch ins nächste Jahr schaffen.

Das setzt halt nur leider voraus, daß die Pflanzen erstmal den Juli überleben müssen.

Hier ist's nicht ganz so extrem wie in der brandenburgischen Steppe. Zwar auch weitgehend knochentrocken, aber noch Wasser im Brunnen, und die Schauer und Gewitter über dem Erzgebirge haben uns wenigstens ab und zu mal gestreift und ein, zwei Literchen fallen lassen. Natürlich lange nicht genug, aber besser als gar nichts.
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thuja thujon

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #57 am: 06. Juli 2018, 15:56:45 »

Wenn sie fast keine Blätter mehr haben brauchen sie nicht mehr so viel Wasser. Das schützt vor der Sommertrockenheit. Das ein oder andere Gewitter im August erweckt sie wieder zu frischem Leben.
Die blockierende Wetterlage hält schon so lange, die muss sich irgendwann demnächst wieder drehen. Anfang bis Mitte August dreht sichs Wetter doch in fast jedem Jahr.
Kopf hoch. 

Bevor es hier richtig trocken wird, fange ich an mit giessen. Ich mach Obst und Gemüse nicht zum Spaß. So habe ich auch vor den 2 Regenwolken von Lilo (wir wohnen nah beinander) den Tag vorher den Sprenger für je 1h aufgestellt, damit der Boden überhaupt aufnahmefähig für Regen wird. Wenn wasser kommt, solls ja auch möglichst effektiv genutzt werden können und nicht ablaufen.
Weniger Bodenbewegung, nur flach bis max 10cm bearbeiten über Jahre, damit sich der Boden setzen kann, zeigt hier deutlich bessere Wasserhaltekraft.

Giessen nur in tiefere Bodenschichten wie von Lilo empfohlen direkt an die Wurzeln ohne die 30cm darüber für die Verdunstung ist bei Bäumen außerhalb der Kronentraufe platziert wirklich wassersparend.
Gießlanzen zur Wurzelbewässerung: https://forum.planten.de/index.php?topic=11682.0
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lord waldemoor

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #58 am: 06. Juli 2018, 17:39:33 »

soll ich euch jammern helfen, ich glaub nicht dass euch dieses wetter lieber ist
dieser blauweisse aga war nichtmal 1 tag zuhause
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lord waldemoor

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #59 am: 06. Juli 2018, 17:42:03 »

der ganze garten ist voll mit abgebrochenen zweigen
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