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News: Der Heilige Dingsbums ist der Schutzpatron der Vergesslichen. (Werner Mitsch)
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Autor Thema: Dürregejammer  (Gelesen 526728 mal)

Veilchen-im-Moose

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5040 am: 05. August 2022, 20:54:26 »

Ich weiß auch nicht, ob du @gartenplaner damit richtig liegst. Man kann Trinkwasser für erheblich schwachsinnige Dinge verwenden. Und als Verschwendung begreife ich die Verwendung zum Erhalt von Gartenpflanzungen ebenfalls nicht. Davon profitieren eine ganze Reihe von Insekten und anderen Lebewesen in den Gärten.

« Letzte Änderung: 05. August 2022, 20:56:44 von Veilchen-im-Moose »
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Querkopf

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5041 am: 05. August 2022, 21:06:04 »

Grundwasserneubildung findet im Sommer nur sehr eingeschränkt statt... Das Bewässerungswasser wird teilweise ungenutzt verdunsten (Sprenger etc.), der hoffentlich größte Anteil wird von den Pflanzen verbraucht, d.h. verdunstet auch, nur mit dem gewünschten Umweg über die Pflanze. ...
Danke für die Korrektur, Rieke.
Ich hatte bewusst geschrieben: kein Sprenger, sondern bodennah, und nachts, weil dann wg. kühlerer Temperaturen weniger verdunstet. Aber es stimmt, der "gewünschte Umweg über die Pflanze" ist letztlich auch ein Verdunstungsvorgang.

Grundwasser ist regional sehr, sehr unterschiedlich. Teilweise kritisch knapp, wie du es am Grunewald-Beispiel beschreibst.
Und hie und da entwickelt es sich gegenläufig. Nicht naturbedingt, sondern menschengemacht. Hier in der Region zum Beispiel steigt das Grundwasser seit einigen Jahren langsam, aber sicher an, auf der deutschen und vor allem auf der französischen Seite der Grenze (deren Einfluss macht sich u.a. in meinem Wohnort bemerkbar) - weil nämlich nach dem Ende des Steinkohlebergbaus die Pumpen abgeschaltet wurden, die 200 Jahre lang die untertägigen Grubengebäude trocken hielten... 
Ist natürlich kein Freibrief für Wasserverschwendung. Denn auch da sind die Ressourcen endlich. 

Zum Praktischen der Tropfschlaucherei, so weit ich's überblicke:
Wenn ich denn irgendwann einmal eine Bewässerungsanlage hier im Garten errichten werde, wären Tropfschläuche wohl die logische Wahl. Hast Du ein Foto, wie die auf den Beeten verlegt sind? Die Länge allein ist ziemlich nichtssagend, man muss ja eine Fläche bedecken (in Schlangenlinien verlegen?). ...
Nee, kein Foto. Ich beschreib's mal: Der Schlauch ist dort, wo normal wasserbedürftige Gehölze und Stauden stehen, in Schlangenlinien verlegt (mit simplen Steckbügeln fixiert). Wo der Wasserbedarf gering ist, läuft er in gerader Linie zwischen den Pflanzen durch. Wo gar kein Wasser hin soll, z. B. auf Wegen, sind Zwischenstücke ohne Tropfer eingefügt, reine Leitung. Hat man irgendwo ein Säuferbeet ;), kann man die Schlangen ziemlich dicht legen. Es lässt sich also differenzieren, wenngleich lange nicht so fein, wie Nox das für ihre manuelle Gießtechnik beschrieben hat.

...Mit dem Schlauch kann ich eine 10 Liter-Gießkanne in ca. 30 Sekunden füllen, das wären in einer Stunde also ca. 1,2 m³, die ich aus der Leitung abzapfen könnte. ...
Holla, dann hast du ordentlich Druck auf der Wasserleitung. Hab' ich nicht. Ich hab's vorhin ausprobiert: Füllen einer 10-Liter-Kanne dauert hier 75 Sekunden. Vom Hahn bis zum Beginn der Tropfschläuche sind es ca. 20m Schlauchleitung, noch etwas mehr Druckverlust. Auf die 1,6l/Stunde-Leistung pro Tropfer dürften meine Schläuche also bei weitem nicht kommen. Egal, dann müssen sie eben länger laufen... Wie lange, habe ich nie ausgerechnet, ich regele das "nach Jefühl" :). Wie weit exaktes Wasser-Rechnen überhaupt sinnvoll ist, weiß ich eh nicht. Solche Bewässerungsaktionen sind ja in erster Linie Überlebenshilfe. Nicht Optimalversorgung.

Wenn du berechnen willst, wie viel Schlauch du benötigen würdest: mitdenken, dass der Schlauch relativ steif ist. Er braucht sanfte Kurvenverläufe. Bei zu engen Radien kann er Knicke bekommen, die nur schwer wieder rauszukriegen sind.

@Hausgeist: Mein Gärtchen hat nur ein gutes Zehntel von der Fläche deiner Latifundien, 50 qm Vorgarten, etwa 700 qm hinterm Haus (langes Handtuch-Grundstück hangabwärts, ca. 50 m lang, knapp 15 m breit); von Letzterem sind schätzungsweise 300 qm Rasen/ Wiese, ohne Betropfung, weil die Schläuche da ja dem Mäher in die Quere kämen. Es gibt nur eine einzige Wasserquelle, den Außenhahn hinten am Haus. Hast du mehrere Zapfstellen draußen? Wäre sinnvoll, wenn du was tun wolltest in Richtung Tropfbewässerung. Vermutlich müsstest du auch eine oder mehrere Pumpen zwischenschalten, damit der Druck reicht, ggf. auch zum Parallelbetrieb mehrerer Bewässerungs"linien".  Tüftelig – wäre sicher hilfreich, im Ernstfall einen Spezialisten zu Rate zu ziehen. Und ob's Entlastung wäre (zeitlich) für Töpfe und Kübel? Dafür soll es Lösungen geben, aber darüber weiß ich absolut nichts.
« Letzte Änderung: 05. August 2022, 21:11:12 von Querkopf »
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5042 am: 05. August 2022, 21:08:35 »

Gehen wir mal zurück in die Zeit vor Trinkwasserleitung in jedes Haus - da konnten sich Gärtnerinnen und Gärtner in trockenen Gegenden auch nur das an Kulturpflanzen leisten, das einigermaßen dem Klima und ihren Fähigkeiten, mal ein paar Giesskannen vorbeizubringen, angepasst war.

Ich hab die Befürchtung, dass in nicht allzu ferner Zukunft Trinkwasser gespart werden muss, es also Verbote von Nutzungen geben wird.
Und dann?
Ein grundlegendes Überdenken des klassischen Gärtnerns in unseren Breiten, wie es bisher möglich war, und eine Anpassung der Pflanzungen auf möglichst wenig Gießwasserbedarf finde ich schon sehr sinnvoll.
Ich plädiere ja nicht dafür, gar nicht mehr zu giessen.
Abgesehen davon - meine Blumenwiese beherbergt Unmengen an Insekten und braucht gar kein zusätzliches Wasser.

Grad in den Nachrichten gehört, dass Frankreich ein Krisenzentrum eingerichtet hat, weil schon über 100 Gemeinden keine Trinkwasserverorgung mehr haben, die müssen jetzt über Tanklaster versorgt werden.


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Re: Dürregejammer
« Antwort #5043 am: 05. August 2022, 21:14:57 »

Ich denke, hier denken die allermeisten von uns über angepasstes Gärtnern nach und auch ich habe eine Blumenwiese in den Garten integriert. Allerdings sähe auch die schon ohne gelegentliche Wassergabe traurig aus. Allerdings würde ich gerne mal wissen, wie viel Prozent meines Wasserverbrauchs - und das meiner Mitbürger - mit dem Bewässern von Gartenpflanzungen zusammenhängt und was, mit der Produktion von weiteren unsinnigen Konsumgütern.
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5044 am: 05. August 2022, 21:17:35 »

Ich habe auf jeden Fall keine Zeit zu Shoppen, während ich im Garten wühle oder die Pflanzen gieße. ;)
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5045 am: 05. August 2022, 21:20:46 »

 ;D
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5046 am: 05. August 2022, 21:38:07 »

Gerade habe ich den Vorgarten mit Leitungswasser gegossen und jetzt regnet es ein bisschen dazu. Mal sehen wie viel.
Es hat gerade gereicht, um schwül zu werden und den Staub vom Dach zu spülen. Dabei hatte ich gerade die trocken gefallene Zisterne geputzt.
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Roeschen1

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5048 am: 05. August 2022, 21:53:48 »

... Grad in den Nachrichten gehört, dass Frankreich ein Krisenzentrum eingerichtet hat, weil schon über 100 Gemeinden keine Trinkwasserverorgung mehr haben, die müssen jetzt über Tanklaster versorgt werden.
Südfrankreich ist in mancher Hinsicht - ähm - speziell. TourismusTourismusTourismus. Plus Wir-machen-was-wir-immer-schon-gemacht-haben. Wasser? Hamwadoch...
Die "Zeit" hat das schon im Juli ganz gut aufgedröselt: Dürre in Frankreich: Eine Region wacht auf
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5049 am: 05. August 2022, 22:02:07 »

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dmks

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5050 am: 05. August 2022, 22:12:09 »

Da hilft auch kein Jammern mehr: Hier ist "aus die Maus!" :-\
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Quelle: meine Mutti, so etwa vor 50 Jahren.

dmks

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5051 am: 05. August 2022, 22:12:50 »

...Tschuldigung: "Aus die Mais!"  :-X
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5052 am: 05. August 2022, 22:16:19 »

Wo unser Garten sich befindet in F/ Elsass ist es auch rot, Krise.
Ich stelle auf Kakteen um.  ::)
.
Der Mais ist mir letztes Mal dort auch aufgefallen, sah jetzt auch nicht so toll aus...(aber so dürr war er noch nicht :-\)
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Staudo

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5053 am: 05. August 2022, 22:16:48 »

So sieht er hier auch aus.
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Bastelkönig

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5054 am: 05. August 2022, 22:32:54 »

@Roeschen1,
interessanter Beitrag aber wie passt das hier dazu? In Cottbus Nord entsteht gerade
der Cottbuser Ostsee, der zukünftig größte künstlich angelegte See Deutschlands mit
einer Fläche von 19 km², max. Tiefe 30 m, mittlere Tiefe 2,5 m.
Gibt es doch genug Wasser? Nein, gibt es nicht!

Der Regen ist für heute in Berlin durch. Es hat für genau einen Tropfen im
Regenmesser gereicht. Alle Tomatenpflanzen im Freiland habe ich noch mit der
Gießkanne gegossen.
Laut Wetteronline ist Regen für die nächsten 14 Tage in Berlin nicht zu erwarten.
Ist doch mal eine ehrliche Ansage.

Viele Grüße
Klaus
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Es ist viel schöner, von einer schnurrenden Katze geweckt zu werden als von einem Wecker.
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