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News: Das Wort, das den Mund verlassen hat, wächst auf seinem Wege. (Aus Norwegen)


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03. Dezember 2022, 06:17:23
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Autor Thema: Dürregejammer  (Gelesen 544175 mal)

Mediterraneus

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5145 am: 14. August 2022, 11:52:56 »

Mainfranken ist wieder mal die trockenste Ecke in Deutschland in diesem Sommer. :'(
Hier mal eine Karte vom Kachelmann, Regen die letzten 90 Tage:
Man kann reinklicken auf die Regionen und sieht dann auch die mm angezeigt, stimmt erstaunlich genau.

https://kachelmannwetter.com/de/regensummen/deutschland/kalibrierte-summe-90tage/20220814-0550z.html
« Letzte Änderung: 14. August 2022, 11:55:06 von Mediterraneus »
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung

Mufflon

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5146 am: 14. August 2022, 17:22:00 »

Da der Regen von morgen Früh schon wieder auf Mittwoch verschoben wurde, hat GG mir einen Adapter im Heizungskeller angebracht, und ich kann jetzt dort den Schlauch anschließen.
Ist umständlich, aber es ist Wasser.
Ich habe jetzt einmal alles wichtige gut gewässert.
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555Nase

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5147 am: 14. August 2022, 17:22:59 »

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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx

Gersemi

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5148 am: 14. August 2022, 20:42:55 »

Der Garten, Lehmboden, sieht inzwischen sehr gelitten aus, komme gerade vom gießen rein. Wir hatten wieder 33 Grad.
Persicarias liegen mit verbranntem Laub und vertrockneten Blütenrispen am Boden, Phlox und Dost hängen welk herunter, so mancher Hemshorst erinnert an Stroh. Herbstastern zeigen vermehrt armselige Stiele und Herbstanemonen rollen ihre Blätter mit Brandflecken ein. Tomatenpflanzen verbrennen, die Früchte haben Sonnenbrand....es ist zum jaulen. Der Schlauch lag in den letzten Tagen jeweils auch lange an den Bäumen und Sträuchern.
Meine lange Rabatte rüste ich seit 2018 auf trockenheitsverträgliche Pflanzen um, die trotzdem mit Lehm zurechtkommen, aber mir scheint, daß reicht nicht und die anderen Beete müssen auch auf den Prüfstand.
Ohne Wasser kein Garten, klar, aber soviel kann ich gar nicht gießen, um alles zu retten. Ohne Regen kann ich mit meinem großen Garten einpacken. Heute bin ich echt mehr als frustriert.
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LG
Gersemi

Lady Gaga

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5149 am: 14. August 2022, 21:00:51 »

Genau, man kann nicht selbst gießen, was an Regen fehlt.
Ein rund 20 Jahre alte Deutzie hat fast alle Blätter verloren, sie sind verdorrt, dabei steht sie mitten in einem Beet, das täglich gegossen wird. Der große Kirschbaum daneben säuft wohl alles aus.
Der ca. 5 jährige Tauben- oder Taschentuchbaum hat nur noch wenige Blätter - alles verdorrt trotz gießens. Die ca. 3 jährigen Birken sind auch bald soweit, da muß ich jetzt gezielt gießen, sie liegen leider ausser Reichweite vom Schlauch. Der Mandelbaum steht am Rand eines täglich gegossenen Beetes, er verfärbt gerade viele Blätter auf gelb. Die Magnolie hat alle Blätter verloren, seit ich sie gezielter gieße, treibt sie wieder aus und setzt gerade eine Blüte an.  ???  :-[
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Mufflon

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5150 am: 14. August 2022, 22:21:24 »

Ich habe vorhin den Rheinpegel hier gecheckt.
Innerhalb 7 Tage sank er um 18cm, und heute Abend war er bei 160cm, nur 7cm über dem niedrigsten je gemessenen Pegel hier.
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Tsuga63

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5151 am: 14. August 2022, 22:27:12 »

@ 555Nase
Zitat
Leute, pflanzt Birken in eure vertrocknete Gärten. ;D
das kann ich leider nicht so bestätigen, hier in der sächsischen Steppe sind nach 4 Dürrejahren in den letzten 5 Jahren gefühlt 90 Prozent aller Birken in Landschaft, Gärten und auch auf Friedhöfen mausetot  :'( :'( :'(
Wenn das so weitergeht kommt die Birke (überwiegender Flachwurzler)  bald auf die rote Liste ??? :'(
Vor vielen Jahrzehnten wurden Birken in die Nähe von neugebauten Häusern gepflanzt, um die Keller trocken zu halten...
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Rieke

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5152 am: 14. August 2022, 23:13:34 »

GG hat gestern während des Gießens angefangen zu rechnen: Boden ist bis in 2m Tiefe ausgetrocknet, Porenvolumen 20% - danach fehlen pro Quadratmeter 400 Liter Wasser. Die 20% seien eine eher vorsichtige Schätzung, das Porenvolumen könne höher sein.

Soviel kann man überhaupt nicht gießen  :(.
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So many beaches, so little time.

555Nase

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5153 am: 15. August 2022, 04:40:27 »

@ 555Nase
Zitat
Leute, pflanzt Birken in eure vertrocknete Gärten. ;D
das kann ich leider nicht so bestätigen, hier in der sächsischen Steppe sind nach 4 Dürrejahren in den letzten 5 Jahren gefühlt 90 Prozent aller Birken in Landschaft, Gärten und auch auf Friedhöfen mausetot  :'( :'( :'(
Wenn das so weitergeht kommt die Birke (überwiegender Flachwurzler)  bald auf die rote Liste ??? :'(
Vor vielen Jahrzehnten wurden Birken in die Nähe von neugebauten Häusern gepflanzt, um die Keller trocken zu halten...

Deshalb ja meine Frage: Wie überleben all die Birken in völlig trockenen Hausmauern ??? >>>
https://www.google.com/search?q=birke+w%C3%A4chst+in+mauer&client=firefox-b-d&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwizoqSG0Mb5AhXoVvEDHeLPD-MQ_AUoAXoECAEQAw&biw=1093&bih=463&dpr=1.25
Leute, pflanzt Birken in eure vertrocknete Gärten. ;D
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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx

Conni

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5154 am: 15. August 2022, 05:58:58 »

Vielleicht sind die Bilder nicht ganz neu ? Anfang der 90er hab ich solche Birken auf maroden Häusern in Dresden auch noch gesehen, inzwischen sind die Häuser aber alle saniert und ich kann  mich nicht erinnern, wann ich die letzte in einer kaputten Regenrinne wachsende gesehen habe - es muss ewig her sein.

Unsere Birke ist inzwischen mehr tot als lebendig. Auch wenn ich sie wunderschön und ihren Tod sehr traurig finde, werde ich bestimmt keine neue pflanzen, als Flachwurzler hat sie einfach keine guten Karten.  :-\
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lerchenzorn

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5155 am: 15. August 2022, 06:05:10 »

Bei einer Fahrt im Juli am Rand des Thüringer Schiefergebirges entlang waren die hektarweise von gestorbenen Fichten geräumten Hänge üppig mit jungen Birken überzogen. Ich tippe, dass auch auf den frischen Waldbrandflächen einiges an Birken aufschießen wird, sobald der Oberboden wieder genug Feuchtigkeit hat. Sobald oder falls mal wieder - das ist ja inzwischen die Frage. Vielleicht schon am kommenden Freitag?

Birken in Ruinenmauern waren hier auch nicht selten. Pflanzen zeigen oft besser als der bloße Blick, was in Gemäuern tatsächlich an Wasser drin steckt.
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Chica

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5156 am: 15. August 2022, 07:18:45 »

Soviel kann man überhaupt nicht gießen  :(.

Und sollte man auch nicht! In Frankreich sind schon 100 Orte ohne Wasserversorgung. Wenn es hier so weit ist haben wir wirklich andere Probleme  :o.
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Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)

Bristlecone

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5157 am: 15. August 2022, 07:55:24 »

Soviel muss man auch nicht gießen.
Wenn große, seit Jahrzehnten eingeachsene Bäume im Garten infolge Wassermangel ihr Laub verlieren, lässt sich das praktisch nicht verhindern. Das bedeutet aber nicht gleich deren Tod. Die treiben in der Regel im Folgejahr wieder aus, wenn auch ggf. mit Verlust von ein paar Ästen.
Gegen mehrere trockene Sommer hintereinander kann man erst recht nicht gegenangießen.
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thuja thujon

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5158 am: 15. August 2022, 09:01:26 »

Wir haben schon länger ein Infrastrukturproblem, und gleichzeitig ausreichend Wasser.
Ich werde den Teufel tun und mein Obst und Gemüse bestimmt nicht vertrocknen lassen.

Mufflon, ich bin gestern früh zum Rhein geradelt, tatsächlich, viel fehlt nicht mehr bis zum historischen Tief. Es ist wirklich selten das die Packung (Steine am Ufer) komplett frei liegt. Der Hafen hier ist nur noch für Kanus passierbar, kleine Motorboote mit mehr Tiefgang müssen drin bleiben. Die Bäume auf dem Bild links in Lu und rechts in Ma haben übrigens auch leichte Trockenschäden.
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gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität

Nox

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5159 am: 15. August 2022, 10:34:27 »

.....In Frankreich sind schon 100 Orte ohne Wasserversorgung. Wenn es hier so weit ist haben wir wirklich andere Probleme  :o.
.
Zum Beispiel in Braspards: 50 Wohnungen waren am langen Wochenende des 14.7. ohne Wasser. Daraufhin wurden endlich die schon jahrelang bekannten zwei Lecks  in den beiden Wasserleitungen zum Weiler hin repariert, aus denen 50 % des Trinkwassers verloren gingen. Nun hat der Weiler wieder Wasser.
Hinzu kommt, dass der Ort in den Monts D'Arrée liegt, wo die Feuerwehr aus den dortigen Seen, die auch für die Trinkwassergewinnug genutzt werden, Monsterbrände bekämpfen musste.
.
Ich glaube, man könnte im Vorfeld sehr viel mehr tun, um die Wassernot zu beheben - Verbote sind wirklich ein Zeichen dafür, dass es etliche Versäumnisse vorher gegeben hat.
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