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Autor Thema: Dürregejammer  (Gelesen 273736 mal)

hymenocallis

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #450 am: 23. Juli 2018, 20:22:28 »

[...] man muß sich nur vom Jammern, Schimpfen und auf Regen hoffen verabschieden und stattdessen beginnen, vorausschauend zu agieren. Im Laufe der nächsten Jahre werden das immer mehr tun - der Jammer-Thread ist nur eine vorübergehende Erscheinung.
Ist die Klagemauer vielleicht eine vorübergehende Erscheinung?  ;) Mensch passt sich seit Urzeiten an und agiert nach vorn, sonst wären wir schon längst nicht mehr da. Jammern und klagen tut mensch trotzdem. Über alles und jedes. Ist gut für die Seelenhygiene, wusstest du das nicht? ;)

Die Klagemauer in Jerusalem hat nichts mit Klagen und Jammern zu tun - die Juden nennen sie selbst nicht so und nutzen sie für Gebete und Danksagungen. 

Die Evolution hat seit Urzeiten alle ausgesondert, die gejammert haben - nur diejenigen, die sich angepaßt haben, sind heute noch im Rennen  ;)
Bis jetzt liest man hier im Forum noch wenig über konstruktive Anpassung bei der Thematik, aber umso mehr Gejammer! Eine Trendwende wäre an der Zeit.

PS: Aus psychologischer Sicht ist 'Jammern' keineswegs gut für 'die Seelenhygiene' - der letztgenannte Begriff entstammt der sogenannten 'Küchenpsychologie'. Jammern entlastet zwar vordergründig, aber die Entlastung sorgt dafür, daß man den Status Quo besser erträgt und weiterhin nichts ändert.  :-\
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hymenocallis

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #451 am: 23. Juli 2018, 20:27:04 »

Ein bisschen Rumjammern hilft den Frust abzubauen.
Natürlich arbeiten wir an einer Alternative.

 ;)
Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt auch stark vom Wasserpreis ab - hat man Zugang zu kostenfreiem Wasser in ausreichenden Mengen, ist kein aufwändiges Ressourcenmanagement notwendig.

Trotzdem ist die Errichtung einer Bewässerungsvorrichtung immer mit Planung und baulichem Aufwand verbunden - eine Lösung von heute auf morgen kann immer nur eine Notlösung sein, häufig eine teure, wenn die Wassernot zum Alltag wird. Ich kann nur allen Dürre-Betroffenen raten, heuer spätestens im Herbst Vorkehrungen für die nächste Dürre zu treffen - die kommt nämlich bestimmt und sich dafür rechtzeitig zu rüsten spart Nerven und Kosten.
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Rieke

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #452 am: 23. Juli 2018, 21:06:35 »

Problematisch ist auch der Wechsel von nassen und trockenen Jahren. Letztes Jahr, mit dem vielen Regen, hatten wir ziemlich viel Monilia im Garten. Vor allem die Sauerkirschen haben dadurch viele Zweige verloren. Mit der Trockenheit in diesem Jahr, vor allem im Mai/Juni, haben sie nur wenig Zuwachs und können den Verlust vom letzen Jahr nicht ersetzen.

Aktuell sieht unser Garten ganz passabel aus, ich konnt sogar mähen, dank des Regens am 11.7. Einige Phloxe blühen, aber nur halb so hoch wie sonst.
Überhaupt bleiben die meisten Stauden dieses Jahr deutlich kleiner und blühen weniger, ebenso die öfters blühenden Rosen.

Mit der Anpassung an Trockenheit habe ich im letzten Frühjahr angefangen und eine Tröpfchenbewässerung im Gemüsebeet gelegt. Das kann ich noch für 1-2 Staudenbeete einrichten, auch für einen Teil des Vorgartens, aber nicht für den ganzen Garten. Bei Obsthochstämmen scheint mir das auch nicht so sinnvoll. Wenn wir mehr solche Jahre bekommen, muß der Garten zumindest bei den Zierpflanzen stark umgestaltet werden. Wobei das Problem in diesem Jahr ja nicht der trockene Sommer ist, sondern die Trockenheit seit Mai.
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Henki

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #453 am: 23. Juli 2018, 21:25:13 »

Ach wie gut, dass du immer auf alles ein Antwort zu haben glaubst, hemerocallis.

Wenn dir dieser Faden so wiederstrebt, dann zisch doch einfach ab.

Dein Möchtegernwissen, dass du dir offensichtlich vor allem durch theoretische Studien und deiner Meinung nach logische Schlussfolgerungen angeeignet hast, hat mit der Realität außerhalb deiner eigenen kleinen, feinen Welt leider oft nur wenig zu tun. Da dir aber in den meisten Dingen, zu denen du dich zu äußern gezwungen fühlst, gar keine eigenen, praktischen Erfahrung hast, verschone uns doch einfach damit.

Und wenn wir hier jammern wollen, kann dir das scheißegal sein. Mach doch deinen eigenen Faden auf und jammere darüber, wie unangepasst wir alle sind. Mach's doch am besten direkt in einem eigenen Forum.
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thuja thujon

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #454 am: 23. Juli 2018, 21:55:53 »

Ich will mal kurz vor Tropfbewässerungen bei Gemüse warnen.
Gemüse braucht meist einen biologisch aktiven Boden, der ordentlich Nährstoffe liefert.
Möchte man mit Kompost, Mist usw düngen, reicht eine Tröpfchenbewässerung noch weniger aus als bei Obst oder ähnlichem ziemlich anspruchslosem. Selbst da ersetzt die schon keinen Regen.
Ausgetrockneter Boden mit ein paar nassen Flecken ist ziemlich Murks für Würmer, Bakterien usw. und damit auch für den Nährstoffhaushalt.
Deswegen wird Gemüse großflächig mit Regnern Überkopf bewässert, auch in der Mittagshitze.

Wer das nicht glaubt soll bitte mal durch eine Schrebergartenanlage gehen und sich 100 verschiedene Gärten angucken. Wer das nicht kann, ich liefere auch gerne Fotos in einem eigenen Strang zum Thema.

Ansonsten will ich hier auch jammern, weil eben Regen nicht durch bewässern ersetzbar ist.
Es geht mir nicht um die Kosten für Giesswasser, ist mir wurscht, Trinkwasser verschwende ich sogar für Körperhygiene. Davon wird wirklich keiner satt...
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hymenocallis

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #455 am: 23. Juli 2018, 22:02:26 »

Ach wie gut, dass du immer auf alles ein Antwort zu haben glaubst, hemerocallis.

Wenn dir dieser Faden so wiederstrebt, dann zisch doch einfach ab.

Dein Möchtegernwissen, dass du dir offensichtlich vor allem durch theoretische Studien und deiner Meinung nach logische Schlussfolgerungen angeeignet hast, hat mit der Realität außerhalb deiner eigenen kleinen, feinen Welt leider oft nur wenig zu tun. Da dir aber in den meisten Dingen, zu denen du dich zu äußern gezwungen fühlst, gar keine eigenen, praktischen Erfahrung hast, verschone uns doch einfach damit.

Und wenn wir hier jammern wollen, kann dir das scheißegal sein. Mach doch deinen eigenen Faden auf und jammere darüber, wie unangepasst wir alle sind. Mach's doch am besten direkt in einem eigenen Forum.

Ähem - hast Du heute Deinen Aggressionsstau noch immer nicht abgearbeitet.

Ganz nebenbei: wir haben wohl als eine der wenigen hier im Forum langjährige Erfahrung mit automatisierter Gartenbewässerung (in Summe 15 Jahre, in zwei Gärten, der dritte wird gerade automatisiert) - weil es hier immer wieder sehr trockene Sommer gibt und das auf Flußschotter entscheidend für den Fortbestand eines Gartens ist.

Hier theoretisieren mehr als genug Bewässerungs-Gegner ohne praktische Kenntnisse - vielleicht haust Du denen mal Deine Gemeinheiten um die Ohren? Ach - geht ja auch nicht - dann müßtest Du Dir das ja selbst schreiben.
« Letzte Änderung: 23. Juli 2018, 22:11:50 von hemerocallis »
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hymenocallis

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #456 am: 23. Juli 2018, 22:10:54 »

Ich will mal kurz vor Tropfbewässerungen bei Gemüse warnen.
Gemüse braucht meist einen biologisch aktiven Boden, der ordentlich Nährstoffe liefert.
Möchte man mit Kompost, Mist usw düngen, reicht eine Tröpfchenbewässerung noch weniger aus als bei Obst oder ähnlichem ziemlich anspruchslosem. Selbst da ersetzt die schon keinen Regen.
Ausgetrockneter Boden mit ein paar nassen Flecken ist ziemlich Murks für Würmer, Bakterien usw. und damit auch für den Nährstoffhaushalt.
Deswegen wird Gemüse großflächig mit Regnern Überkopf bewässert, auch in der Mittagshitze.

Wer das nicht glaubt soll bitte mal durch eine Schrebergartenanlage gehen und sich 100 verschiedene Gärten angucken. Wer das nicht kann, ich liefere auch gerne Fotos in einem eigenen Strang zum Thema.

Ansonsten will ich hier auch jammern, weil eben Regen nicht durch bewässern ersetzbar ist.
Es geht mir nicht um die Kosten für Giesswasser, ist mir wurscht, Trinkwasser verschwende ich sogar für Körperhygiene. Davon wird wirklich keiner satt...

Professionelle Gemüsebewässerung wird nicht mit Einzeltropfern sondern mit Reihentropfern oder Streifendüsen gemacht - millionenfach bewährt und wesentlich wassersparender als das großflächige Bewässern mit Weitstrahlregnern. Wer ein Feld bewässern will und genug Wasser hat, ist mit solchen Wasserwerfern nicht schlecht bedient, aber im Hausgarten ist das sinnfrei.
Im gewerblichen Obst- und Weinbau wird hingegen direkt mit Einzeltropfern gearbeitet - man sieht das in den Hauptanbaugebieten in Italien bei jeder Plantage und in jedem Weingarten.

Wenn ausgetrockneter Boden mit ein paar feuchten Flecken entsteht, hat man was falsch gemacht.  ;)
(Schrebergartenanlagen im regenreichen Deutschland als Paradebeispiele herzunehmen finde ich drollig)
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Bristlecone

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #457 am: 23. Juli 2018, 22:22:08 »

Problematisch ist auch der Wechsel von nassen und trockenen Jahren. Letztes Jahr, mit dem vielen Regen, hatten wir ziemlich viel Monilia im Garten. Vor allem die Sauerkirschen haben dadurch viele Zweige verloren. Mit der Trockenheit in diesem Jahr, vor allem im Mai/Juni, haben sie nur wenig Zuwachs und können den Verlust vom letzen Jahr nicht ersetzen.

Ähnliches sehe ich hier bei einigen Gehölzen, die letztes Jahr Triebschäden durch den Spätfrost erlitten haben. Dadurch ist die Krone sehr licht, der Frost im März dieses Jahr war da auch nicht hilfreich. Und jetzt die Trockenheit.

In den großen Parks und Kurgärten hier im Umkreis treten immer öfter Schäden an jahrzehntealten Bäumen auf. Besonders auffallend ist das bei Buchen und den heimischen Stieleichen, wo es zu Kronenverlichtungen kommt.
Das lässt sich kaum "behandeln", dazu fehlen Mittel und Personal.
Nur ganz besondere Exemplare werden bewässert, z. T. mit Ringleitung um den Wurzelraum, z. B. große Mammutbäume.
Mammutbäume ohne Bewässerung werden durchweg wipfeldürr  - und immer mehr davon werden gefällt.
Gerad jetzt liegt ein ca. 30 m hohes Exemplar geschreddert vorm hiesigen katholischen Kindergarten.
Immerhin freut sich der Hausmeister, der mag eh keine Bäume  - machen bloß Dreck.
« Letzte Änderung: 23. Juli 2018, 22:37:37 von Bristlecone »
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AndreasR

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #458 am: 23. Juli 2018, 22:26:35 »

@hemerocallis: Ich glaube nicht, dass hier so viele "Bewässerungs-Gegner" herumgeistern, sondern der Großteil der Leute hier hat ganz einfach nicht die Ressourcen (weder finanziell noch technisch), um eine ausgefeilte automatische Bewässerungsanlage im Garten zu installieren. Wo sollen z. B. Lilo oder Markus, die im Außenbereich an einem trockenen Hang ohne jeglichen Wasseranschluss das kostbare Nass für eine Beregnungsanlage herbekommen?

Mag ja sein, dass bei Dir in der Gegend viele gutsituierte Leute wohnen, die für einen schönen Garten mal eben ein paar zehntausend Euro springen lassen können, was sich dann langfristig wieder über eine niedrigere Wasserrechnung amortisiert, aber soweit ich das bisher mitbekommen habe, ist das Geld für das Wasser bei vielen hier noch nicht mal ausschlaggebend, weil es u. a. Brunnen oder günstige Gartenwasseranschlüsse gibt.

Eine Bewässerungsanlage gibt's aber nicht geschenkt, und da überlegt man sich dreimal, ob man überhaupt mit einem Garten anfängt, wenn das Grundstück aufgrund der klimatischen Bedingungen gar keine Bewirtschaftung im Einklang mit der Natur zulässt. Ach ja, und apropos "meckern", wer beschwert sich denn immer, dass die Stauden alle viel zu früh verblüht sind und man lauter Löcher zu stopfen hat? Dagegen scheint ja auch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem nichts ausrichten zu können...
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Andreas

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #459 am: 23. Juli 2018, 22:36:16 »

Bei uns sterben im Wald die Buchen. Gewisse Waldstücke darf man nicht mehr betreten, weil die Bäume statt des Laubes ganze Äste fallen lassen, bzw. einfach umkippen.
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Rieke

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #460 am: 23. Juli 2018, 22:40:36 »

Ich will mal kurz vor Tropfbewässerungen bei Gemüse warnen.
Gemüse braucht meist einen biologisch aktiven Boden, der ordentlich Nährstoffe liefert.
Möchte man mit Kompost, Mist usw düngen, reicht eine Tröpfchenbewässerung noch weniger aus als bei Obst oder ähnlichem ziemlich anspruchslosem. Selbst da ersetzt die schon keinen Regen.
Ausgetrockneter Boden mit ein paar nassen Flecken ist ziemlich Murks für Würmer, Bakterien usw. und damit auch für den Nährstoffhaushalt.
Deswegen wird Gemüse großflächig mit Regnern Überkopf bewässert, auch in der Mittagshitze.

Also ich bin bisher zufrieden mit der Tropfbewässerung. Ich kann den Garten auch mal ein paar Tage alleine lassen, habe weniger Arbeit beim Gießen und das Wasser kommt dahin, wo es hin soll: direkt auf den Boden in der Nähe der Pflanzen. Damit der Boden nicht austrocknet, habe ich außerdem gemulcht, eine dünne Schicht über dem Tropfschlauch. Hin und wieder gieße ich die Mulchschicht, damit die nicht völlig austrocknet.

Dass es dem Bodenleben hilft, wenn der Regner Wasser in der Landschaft verteilt, Blätter naß werden und die Luftfeuchtigkeit erhöht wird finde ich wenig plausibel.

@AndreasR So viel Geld mußte ich nicht investieren, für die 50 qm Gemüsebeet etwa 120-130 €, einschließlich Timer. Außerdem habe ich noch einen Perlschlauch und einen Sprühschlauch, die ich mal bei Aldi gekauft habe, zum Testen. Eine Bewässerungsanlage für den ganzen Garten ist mir auch zu teuer und ich hoffe außerdem, daß nicht jedes Jahr derartig trocken wird.

Bei uns sterben im Wald die Buchen. Gewisse Waldstücke darf man nicht mehr betreten, weil die Bäume statt des Laubes ganze Äste fallen lassen, bzw. einfach umkippen.

Ohje.

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hymenocallis

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #461 am: 23. Juli 2018, 22:49:36 »

@hemerocallis: Ich glaube nicht, dass hier so viele "Bewässerungs-Gegner" herumgeistern, sondern der Großteil der Leute hier hat ganz einfach nicht die Ressourcen (weder finanziell noch technisch), um eine ausgefeilte automatische Bewässerungsanlage im Garten zu installieren. Wo sollen z. B. Lilo oder Markus, die im Außenbereich an einem trockenen Hang ohne jeglichen Wasseranschluss das kostbare Nass für eine Beregnungsanlage herbekommen?

Bewässerungsanlagen für den Hausgarten sind keine Raktetenwissenschaft - kann sich jeder anlesen, die Unterlagen dazu gibt es im Netz - die Firma mit den blauen Griffen hat ein sehr ausgereiftes System und dazu viel Know-How frei verfügbar im Netz.

Wer keinen Wasseranschluß hat, kann entweder einen Brunnen graben/bohren lassen oder das ablaufende Regenwasser (in Hanglage technisch leichter lösbar) auffangen und in einer Zisterne speichern. Daß es in Deutschland Gartengrundstücke ohne Wasseranschluß gibt, ist eine skurrile Sache - hier ist so etwas nicht mal vorstellbar.

Mag ja sein, dass bei Dir in der Gegend viele gutsituierte Leute wohnen, die für einen schönen Garten mal eben ein paar zehntausend Euro springen lassen können, was sich dann langfristig wieder über eine niedrigere Wasserrechnung amortisiert, aber soweit ich das bisher mitbekommen habe, ist das Geld für das Wasser bei vielen hier noch nicht mal ausschlaggebend, weil es u. a. Brunnen oder günstige Gartenwasseranschlüsse gibt.
Hier ist das Wasser so teuer, daß sich ganz normale Gartenbesitzer das Gießen nur leisten können, wenn sie es wassersparend machen. Wir leben im Wasserschutzgebiet, Brunnenbau ist nur unter sehr teuren Auflagen möglich. Es ist eher so, daß es sich die Häuselbauer in der Nachbarschaft eben nicht leisten können, die gepflanzten Bäume/Hecken/Wiesen zu verlieren, weil der Sommer wieder einmal trocken ist. 

Eine Bewässerungsanlage gibt's aber nicht geschenkt, und da überlegt man sich dreimal, ob man überhaupt mit einem Garten anfängt, wenn das Grundstück aufgrund der klimatischen Bedingungen gar keine Bewirtschaftung im Einklang mit der Natur zulässt.
Eine Bewässerungsanlage ist aber nicht halb so teuer, wie das anscheinend jeder hier glaubt - man muß ja nicht zum Nobelanbieter gehen, der für Golfplätze gedacht ist.
Wenn der Rest der Menschheit auch so denken würde ('nur dann einen Garten anlegen, wenn der Himmel genau zur richtigen Zeit genau die richtige Menge Nass liefert'), würden sehr rasch sehr viele Menschen verhungern und Gärten wären ein seltener Luxus - beschränkt auf einige wenige Gebiete dieses Planeten.

Ach ja, und apropos "meckern", wer beschwert sich denn immer, dass die Stauden alle viel zu früh verblüht sind und man lauter Löcher zu stopfen hat? Dagegen scheint ja auch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem nichts ausrichten zu können...
Was sollte denn ein Bewässerungssystem am früheren Blühbeginn von Stauden und Sträuchern in südlicher gelegenen Gebieten ändern? ???
Das Blütenloch im August haben wir hier in feuchten und trockenen Jahren - füllen läßt es sich nicht mit dem Standardsortiment, daher bin ich laufend auf der Suche nach Stauden, die hier bei uns im August blühen. Ärgerlich ist daran höchstens, daß viele Empfehlungen aus dem Forum hier nicht weiterhelfen, weil die Pflanzen hier früher auf- und auch wieder verblühen.  :-\
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Rhoihess

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #462 am: 23. Juli 2018, 23:17:37 »

Mammutbäume ohne Bewässerung werden durchweg wipfeldürr  - und immer mehr davon werden gefällt.

Nuja, in deren natürlichem Verbreitungsgebiet hat es um die 2000 Liter Regen /Jahr - dass die mit unseren 500 nicht ganz zufrieden sind, wundert mich jetzt nicht so sehr

Was sollte denn ein Bewässerungssystem am früheren Blühbeginn von Stauden und Sträuchern in südlicher gelegenen Gebieten ändern? ???

Also hier blüht auch fast alles früher als auf Packungen, Webseiten etc. angegeben... und Spätsommer ist nunmal keine typische Blühzeit für die meisten Pflanzen - wollen ja auch noch irgendwann ausreifen. Aber wenn's dir um die Bienen geht - der Efeu z.B. fängt hier gerne mal Mitte-Ende August an. Viele hier schimpfen über ihn weil er angeblich zu stark wuchern soll, bei mir macht er keine Probleme, begrünt eine 25m lange 2m hohe Palisadenbegrenzung zum Nachbarn. Da auf meiner Seite nur regelmäßig gemähter Rasen angrenzt, wuchert da auch nix, nur ab und zu gibt's mal nen Sämling im Gemüsebeet, aber so selten und schwachwüchsig, da entferne ich pro Efeusämling mindestens 1000 von Portulak
Die nah verwandte Fatsia blüht wohl auch im September/Oktober, Helleboren im November... also genug Möglichkeiten gibt es schon
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Henki

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #463 am: 24. Juli 2018, 06:27:51 »

Ähem - hast Du heute Deinen Aggressionsstau noch immer nicht abgearbeitet.

Ganz nebenbei: wir haben wohl als eine der wenigen hier im Forum langjährige Erfahrung mit automatisierter Gartenbewässerung (in Summe 15 Jahre, in zwei Gärten, der dritte wird gerade automatisiert) - weil es hier immer wieder sehr trockene Sommer gibt und das auf Flußschotter entscheidend für den Fortbestand eines Gartens ist.

Hier theoretisieren mehr als genug Bewässerungs-Gegner ohne praktische Kenntnisse - vielleicht haust Du denen mal Deine Gemeinheiten um die Ohren? Ach - geht ja auch nicht - dann müßtest Du Dir das ja selbst schreiben.

Ich schreibe, was die meisten hier denken. Und diese sowie deine weiteren Antworten zeigen nur wieder, dass du es nicht verstehst. Weil dein Horizont auf deine kleine Welt und dein eingegrenztes theoretisches Denken beschränkt ist. Deine vermeintlichen Erfahrungen willst du auf Gegebenheiten übertragen, die mit deinen nicht vergleichbar sind.

Manche Dinge sind einfach too fast for your mind...
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Lilo

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Re: So viel kann doch keiner gießen... Dürregejammer
« Antwort #464 am: 24. Juli 2018, 07:01:09 »

Für mein Empfinden sind Hausgeists Worte zwar etwas grob, aber ich will ihm darin zustimmen, dass er ausdrückt, was auch ich oft denke.

Hemerocallis, der Umgang miteinander wäre wesentlich angenehmer, wenn Du Dich ein wenig zurückhalten würdest und nicht immer wieder andere Forumsteilnehmer als beschränkt darstellen würdest.

Und man darf hier jammern so viel man will, dafür ist dieser Thread da.
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