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News: Ein Dutzend verlogener Komplimente ist leichter zu ertragen als ein einziger aufrichtiger Tadel. (Mark Twain)
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05. Oktober 2022, 22:51:36
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News: Ein Dutzend verlogener Komplimente ist leichter zu ertragen als ein einziger aufrichtiger Tadel. (Mark Twain)

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Autor Thema: Dürregejammer  (Gelesen 527095 mal)

thuja thujon

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5025 am: 05. August 2022, 16:13:57 »

Nein, das ist noch vom November 2018.

Ich kann aber später mal ein aktuelles machen. Dürfte recht zugewachsen aussehen.
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Ribelie

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5026 am: 05. August 2022, 16:31:19 »

Seufz und mitjammern, ich buddel schon manche Pflanzen aus, weil sie sich im Kübel besser versorgen lassen... 2 junge Johannisbeeren (weiß und schwarz, letztere viel robuster!) hatten sich wurzelmäßig kaum ausgebreitet, daher auch nur kümmerlicher Wuchs... zumindest die schwarze erholt sich rasant...bin ja gärtnerisch Laie, denke aber ein Topf mit lockerer nährstoffreicher Erde gemischt mit dem vorhandenen Lehmboden und täglich lecker Wasser ist ein gutes Krankenhaus... eine Goldjohannisbeere haben wir aus dem alten Garten meines Mannes mitgenommen,sie sah so hinüber aus, trockener Sandboden am Steilhang, keiner goss sie, klar wäre Neukauf nicht teuer gewesen, aber sie ist ja eine Erinnerung und auch ein Lebewesen... sitzt jetzt im Baueimer und treibt aus 5 neuen Trieben aus, das sind so Freudenmomente! Entweder im Herbst oder vermutl im Frühling je nach Wetterlage darf sie in den Garten ziehen, ich hoffe, sie kommt mit dem Umzug Rotsandsteinboden zu Lehm gut zurecht. Dann habe ich noch 2 Schmetterlingsflieder , selbst gezogen als Stecklinge, heute in den Garten gepflanzt, schön steinigen Sand mitunter den Lehm gemischt und an erhöhter Stelle im Gelände... die bekommen auch noch ihr Schlückchen Wasser, bis sie sich etabliert. Es gab ein paar Tropfen Regen, wenigstens die Blätter der Pflanzen wurden mal erfrischt....
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Wild Obst

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5027 am: 05. August 2022, 17:15:51 »

Schön, wenn man einen Brunnen oder einen Wasseranschluss im Garten hat, dann kann man leicht davon Reden, "Trockenprobleme doch einfach mit mehr Gießwasser zu lösen"... würde ich ja gerne!

Es sollte sich von selbst verstehen, dass ich damit nicht jene Gärten gemeint habe, die über keine Wasserversorgung verfügen. Das wäre sonst ja das Ding mit Äpfeln und Birnen.
In einem Garten mit besseren Bewässerungsmöglichkeiten würde ich auch mehr "riskieren".
Mein Außengarten ist hauptsächlich Obstwiese mit 4-20 jährigen Bäumen, ein bisschen Gemüsebeet/Acker, und ein kleines Wäldchen (oder "Gehölz" wie es der Förster nennt). Die Obstbäume muss ich auch jetzt nicht gießen, die vertragen das recht gut bzw. sind tief genug verwurzelt. Im Gemüsebeet leidet schon so einiges und dafür geht das meiste Gießwasser drauf, außer noch für im Wäldchen ein paar unter Schirm neu gepflanzte Bäumchen, die sonst mit der Konkurrenz der Altbäume kaum eine Chance hätten.

Gerade habe ich den Vorgarten mit Leitungswasser gegossen und jetzt regnet es ein bisschen dazu. Mal sehen wie viel.
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Querkopf

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5028 am: 05. August 2022, 18:48:59 »

... Wie verhält es sich mit möglichem Verschlämmen der Tropflöcher?...
Nein, sagt der Hersteller: Die Tropfer machen zu, sobald innen kein Wasser mehr fließt; damit kann von außen nix rein (Erdpartikel o.ä.). Deshalb kann man diesen Schlauchtyp auf oder im Boden verlegen. Nein, nie Verschlämmen beobachtet, sagt auch der Gärtner (darauf vertraue ich mehr als auf die Herstellerangabe ;) ). Auch kein Verkalken, sagt er, die Tropfer würden sich konstruktionsbedingt regelmäßig freispülen. (Wobei das Wasser hier in der Region nicht superkalkig ist, die Härtegrade liegen im mittleren Bereich.)
Offenbar Kontrastprogramm zu den "Perlschläuchen", bei denen sich Wasser durch poröse Schlauchwände drückt. Einen solchen, 15 m kurz, habe ich vor Jahren mal ausprobiert, er war schon nach wenigen Wochen "zu" und damit unbrauchbar (Lehm-/ Tonboden enthält einen hohen Anteil von Fein- und Feinstpartikeln).

...Mulchst du? ...
Ja. Unverzichtbar, sonst sähe der Boden im Sommer aus wie aktuell das Flussbett des Po :'(. Austrocknungs- und Verschlämmungsschutz. 

"Verabschieden von klassischen Vorstellungen des Gärtnerns in unseren Breiten" war/ ist für mich keine Option. Ok, natürlich gucke ich mittlerweile bei Neupflanzungen drauf, dass die einigermaßen mit Hitze und Trockenheit fertigwerden. Echte Trockenkünstler gehen freilich nicht: Im nächsten feuchten Jahr - das es garantiert mal wieder gibt, siehe 2021  - werden die hier im Lehmboden ersaufen. Ich brauche also die Möglichkeit zum sommerlichen Wässern. Ein "Wecker" war für mich, dass bei meiner 2014 gepflanzten Stewartia sinensis Anfang 2020 der Hauptstamm nicht mehr austrieb – Trockenschaden, in den Dürresommern 2018 und 2019 stand der Sprenger nicht oft genug im Vorgarten. Säge :'(. Das Bäumchen hat sich berappelt, auch der Habitus ist wieder ok, aber es war knapp.
Und es geht mir dabei nicht allein um den materiellen Wert von Pflanzen (wobei auch der beträchtlich sein kann, speziell bei Gehölzen). Es geht um Gewächse, die man sorgsam  ausgewählt und gepäppelt hat, um Pflanzen, die man geschenkt bekam und beim Angucken an die Schenker/innen denken lassen, um "Mein-Freund-der-Baum"-Emotionen. Und es geht drum, dass "Kulturpflanzen" mit "Kultur" zu tun haben, mit Geschichte, Tradition, Landschaft, Gestaltung, Ästhetik, Einzigartigkeit.

Zudem geht es auch um Ökologisch-Politisches: Gärten = Grünflächen = Regulative fürs Siedlungsklima, man denke nur an die frisch aufgeflammte Debatte darüber, dass man Städte dringend stärker "durchgrünen" müsse (Dachgärten! Fassadenbegrünung! Entsiegelung!). Ich könnte noch ein paar weitere Aspekte anführen fürs "klassische" Gärtnern, von Boden- bis Vogelschutz, aber das spare ich mir an dieser Stelle, sonst wird's zu lang.

Für mich kommt da ganz viel zusammen, das ich nicht aufgeben will.

...Unter Schonung der knapper werdenden Ressource Wasser…
Versickerung fördert die Grundwasserneubildung :). Die französischen Vorschriften, die Nox und neo erwähnt haben, sind sinnvoll in diesem Kontext: Nur nachts zu gießen, verringert die Verdunstung, dabei versickert mehr als tags. Und beim Tropfen geht das noch ein bisschen besser :D.
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Eine Rose ist eine Rose ist zwei Rosen ist 2 hoch 4 Rosen ist 16 hoch 4 Rosen ist Stachelunkraut.

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Blush

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5029 am: 05. August 2022, 19:15:05 »

Dein Argument, dass Kulturpflanzen etwas mit "Kultur" zu tun haben, verstehe ich sehr gut. Ähnlich argumentiere ich das Wohnen in einem historischen Gebäude.  ;)

Es ist einfach ein brandaktuelles Thema, welches verschiedene GärtnerInnen verschieden für sich beantworten werden. Das ist klar. Und ganz sicher gibt es bei mir emotionale Bindungen an Pflanzen, die mir geschickt oder geschenkt wurden. Auch das verstehe ich sofort. Es ist nichts, was sich innerhalb weniger Tage beantworten lässt, jedenfalls ich kann das nicht. Momentan ist ja auch einfach "miese Stimmung" in dieser Hitze und Dürre.
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Chica

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5030 am: 05. August 2022, 19:32:57 »

Also ich gieße hier maximal  meine Ansaaten, den Rest der 6.000 Liter Wasser pro Sommertag verbringe ich bei 36 Grad lieber am Baggersee  8)  :-X.
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Chica

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5031 am: 05. August 2022, 19:38:22 »

Es war so schön am See und siehe da, kaum sind alle zu Hause, auch die mit Fell  ;D,  ballert Regen auf das West-Dachfenster  :D.
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Rieke

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5032 am: 05. August 2022, 19:40:47 »

Grundwasserneubildung findet im Sommer nur sehr eingeschränkt statt, und bestimmt nicht bei dem derzeitigen Wetter. Das Bewässerungswasser wird teilweise ungenutzt verdunsten (Sprenger etc.), der hoffentlich größte Anteil wird von den Pflanzen verbraucht, d.h. verdunstet auch, nur mit dem gewünschten Umweg über die Pflanze. Feuchter Oberboden wird zur Zeit einfach austrocknen, da versickert nichts.

Natürlich bewässere ich in meinem Garten derzeit viele Pflanzen, aber das Wasser fehlt dann im Grunewald. Da ist durch die Trinkwasserförderung ein großer Absenktrichter entstanden, schon seit vielen Jahren, wodurch dort Kesselmoore trocken gefallen sind. Die Berliner Wasserbetriebe versuchen die Schädigung des Grunewalds durch die Versickerung von Havelwasser auszugleichen. Die Grunewaldseen haben einen künstlich hochgehaltenen Wasserstand zur Grundwasseranreicherung.

Hier gab es heute mehrere Schauer. Im Niederschlagsradar sahen sie vielversprechend aus, unten angekommen sind nur ein paar Tropfen. Einer hat immerhin alles einmal angefeuchtet. Mehr als eine kleine Atempause für die geplagten Pflanzen war das nicht.
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5033 am: 05. August 2022, 19:53:37 »

Natürlich bewässere ich in meinem Garten derzeit viele Pflanzen, aber das Wasser fehlt dann im Grunewald.

Hah, jetzt wissen wir warum es da im Moment brennt wie Zunder: Riekes Wasserentnahme und ein Munitionslager  :o  ;). Aber im Ernst, es ist glaube ich ein anderer Umgang mit Wasser, wenn man die Auswirkungen des eigenen Verbrauches genau kennt.
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Staudo

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5034 am: 05. August 2022, 19:58:08 »

Hier hat es heute jedenfalls nicht geregnet.  >:(
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Chica

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5035 am: 05. August 2022, 20:07:51 »

Dann warst Du eindeutig am falschen See Staudo  8)  :-*.
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5036 am: 05. August 2022, 20:36:47 »

Es hat hier zwar kurz geregnet. Aber das ist immer der gleiche Niederschlag, der da runter kommt (wenn er denn kommt): Nicht mal genügend um die Grasnarbe zu wässern. Also für Baumpflanzungen im Wald ect... ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert.

Wenn die Wasserwerke wenigstens ehrlich wären. Aber hier wird nach wie vor von sicherer Versorgung gesprochen. Da werden Autos gewaschen und Hochdruckreiniger in Gang gesetzt. Von einem Brunnen, der 2018 "kurz vor Wasserwagen" war. Der Bach, der früher in dem Tal floss, ist nicht mal mehr im Winter da. Ehrlichkeit... wäre mal ein Anfang.
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5037 am: 05. August 2022, 20:37:35 »

Ich hab keine Lust, stundenlang zum Bewässern im Garten rumzustehen oder in regelmäßiger Taktung Regner umzustellen, halte die auch für Wasserverschwender.

Und Trinkwasser ist eine endliche Ressource, es aufzubereiten ist Arbeits- und Energieeinsatz, es widerstrebt mir, es für Garten zu verwenden, ganz unabhängig von den Wasserkosten.
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5038 am: 05. August 2022, 20:43:56 »

So kann nur jemand argumentieren, der in einer weniger trockenen Gegend wie bei uns wohnt.  ::)  ;D
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Staudo

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5039 am: 05. August 2022, 20:54:20 »

Dann warst Du eindeutig am falschen See Staudo  8)  :-*.

Für Besuche am See habe ich keine Zeit. Bei dem Mistwetter muss ich gießen.
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