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Autor Thema: Dürregejammer  (Gelesen 487019 mal)

Chica

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5055 am: 05. August 2022, 22:33:04 »

Dann warst Du eindeutig am falschen See Staudo  8)  :-*.

Für Besuche am See habe ich keine Zeit. Bei dem Mistwetter muss ich gießen.

 ;D ;D

Dmks wohnt hier fast um die Ecke, genauso sieht es hier aus, deshalb kann ich getrost an den See fahren. Gießen ist nicht eine Frage der Niederschlagsmenge sondern der Einstellung  8).
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Bristlecone

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5056 am: 05. August 2022, 22:50:37 »

Wir sind in der beneidenswerten Lage, über dem größten Grundwasseraquifer Mitteleuropas zu sitzen: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Oberrhein-Aquifer
Dessen Gefährdung besteht nicht in der Nutzung des Wassers, sondern in dessen punktueller Verschmutzung.
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AndreasR

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5057 am: 05. August 2022, 23:15:47 »

@Querkopf: Danke für die detaillierten Erläuterungen in Sachen Tropfschlauch! Dass die Dinger nicht verstopfen, ist schonmal eine gute Sache, da das hiesige Wasser leider auch ziemlich hart ist, und wenn ich den Lehm hier bewässere, würden sich bestimmt auch feinste Teilchen an den Tropfern festsetzen. Da ich die Stauden natürlich nicht in Reih' und Glied gepflanzt habe, sondern flächig, wäre es hilfreich zu wissen, wie weit das Wasser seitlich in die Erde eindringt, muss ja nicht auf den Zentimeter genau sein. Natürlich sind meine Überschlagsrechnungen sicher auch mit diversen Fehlern behaftet, und man muss die optimale Menge mit der Zeit "nach Gefühl" herausfinden, aber ein wenig Vorplanung kann ja nicht schaden. :)



Was die Sinnhaftigkeit von Gartenbewässerung angeht, kann man sicher geteilter Meinung sein, und wie üblich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Es ist sicher allen klar, dass Trinkwasser kostbar ist und wir nicht auf Teufel komm 'raus nahezu beliebige Mengen verschwenden dürfen. Allerdings ist es auch mir immer noch deutlich lieber, einen Garten damit zu bewässern, anstatt Swimming Pools damit zu füllen oder jede Woche das Auto zu waschen. Und man muss auch nicht den "englischen Rasen" damit bewässern, der - überspitzt formuliert - ökologisch gesehen gleich hinter Kirschlorbeer und Thuja rangiert. Aber gerade in den Städten brauchen wir dringend mehr Grün, mehr Bäume und Sträucher, die durch Verdunstung und Schattenwurf für ein angenehmeres Klima sorgen.

Und so sinnvoll eine Blumenwiese auf magerem, trockenem Standort sein mag, sind üppig bewachsene, blühende Beete und auch grüne, saftige Schattenbereiche immer noch besser als leblose Schotterwüsten. Mit einer angepassten Bewässerung wie den genannten Tropfschläuchen bleibt der direkte Wasserverlust durch Verdunstung minimal, der Boden bzw. die Pflanzen können ein Maximum davon aufnehmen, und so beschattete Boden bleibt kühl und heizt sich weniger auf, und die Pflanzenwelt setzt den Kreislauf von Verdunstung, Abkühlung usw. in Gang, um das lokale Kleinklima zu verbessern. Natürlich müsste jeder mitmachen, damit es großflächig etwas bringt, ähnlich wie auch jeder seinen Teil dazu beitragen sollte, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Und zwar nicht durch "Strafzahlungen" und "Zertifikate", sondern durch aktives Vermeiden...
« Letzte Änderung: 05. August 2022, 23:17:22 von AndreasR »
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Andreas

Staudo

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5058 am: 05. August 2022, 23:22:35 »

Ganz abgesehen davon, sammeln Tropfschläuche durch kondensierendes Wasser an den kalten Schläuchen noch Wasser aus der Luft.  8)
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oile

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5059 am: 05. August 2022, 23:27:38 »

In Sandboden muss man sie leider in engem Abstand verlegen.
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mime7

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5060 am: 05. August 2022, 23:49:26 »

Ich bin erstmal raus aus dem Gejammer:
nach langer Trockenheit waren heute 5mm Regen angekündigt.
Es hat gut geregnet.
Bis jetzt stehen wir gemäss nächster Wetterstation bei 63mm, die zweite Front steht noch aus.
Ich bin begeistert.
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Querkopf

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5061 am: 05. August 2022, 23:49:45 »

...Da ich die Stauden natürlich nicht in Reih' und Glied gepflanzt habe, sondern flächig, wäre es hilfreich zu wissen, wie weit das Wasser seitlich in die Erde eindringt, muss ja nicht auf den Zentimeter genau sein. ...
Das ließe sich zwar messen. Es wäre aber sinnfrei :). Denn die "Eindringbreite" hängt ja nicht vom Getropfe ab, sondern von der Bodenbeschaffenheit, und da stecken die Teufelchen im Detail. Außerdem spielt mit, ob solch ein Schlauch einfach locker obendrauf liegt auf dem Boden oder tiefer drin.

Mein Eindruck ist, dass sich das Tropfwasser hier im Lehm, mit humos-lehmigem Oberboden und dünnem Mulch obendrauf, recht brav in die Breite verteilt, jedenfalls in der Oberflächenschicht. (Die Betonung liegt aber auf "Eindruck" ;).)
Andere Böden, andere Erfahrungen:
In Sandboden muss man sie leider in engem Abstand verlegen.
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5062 am: 06. August 2022, 00:23:52 »

Ja, im Sand ist der Sack deutlich schmaler.

Was mich mal interessieren würde: wie sparen die Gärtner, die ihre Wiesen nicht bewässern, Wasser?

Ich meine das ernst, angepasste Mahdzeitpunkte, andere Mähhöhe usw.
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oile

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5063 am: 06. August 2022, 01:43:02 »

Die müssen gar nicht mähen.
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5064 am: 06. August 2022, 03:02:52 »

Oder zumindest fast gar nicht. Letztes Jahr hat es den ganzen Sommer lang ständig geregnet, da musste ich mindestens zehnmal mähen. Dieses Jahr bisher zweimal, einmal Ende April/Anfang Mai nach der Löwenzahnblüte, und dann nochmal Mitte Mai, um dieses blöde, bei mir heftigen Heuschnupfen auslösende Rispengras herunterzusäbeln. Seit Juni ist der Rasen praktisch nicht mehr gewachsen, abgesehen von ein paar Wildkräutern, die ihn auch grün halten, das Gras ist längst abgestorben.
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Chica

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5065 am: 06. August 2022, 06:12:49 »

Ja, im Sand ist der Sack deutlich schmaler.

Was mich mal interessieren würde: wie sparen die Gärtner, die ihre Wiesen nicht bewässern, Wasser?

Ich meine das ernst, angepasste Mahdzeitpunkte, andere Mähhöhe usw.

Hier ergibt englischer Zierrasen im Sommer Asche, gelbe Steppenasche. Umso kürzer geschoren umso schneller. Also macht es in jedem Fall Sinn so selten wie möglich zu mähen und wenn, dann alles so lang wie möglich zu lassen, über 10 cm in jedem Fall, ruhig struppig. Da bleiben beim richtigen Mähwerkzeug die Raupen und anderes Getier drunter am Leben und die Wiese stirbt nicht völlig ab. Es gibt Tagfalterarten, Gräserfalter die erwärmten, teils kahlen Boden zur Eiablage brauchen. Ökologisch sinnvolle Wiesenbewirtschaftung kommt besser mit der Dürre zurecht. Ich habe hier immer noch Flächen, die ich dieses Jahr noch nicht angerührt habe, gut so.
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5066 am: 06. August 2022, 07:08:36 »

Was mich mal interessieren würde: wie sparen die Gärtner, die ihre Wiesen nicht bewässern, Wasser?

Ich meine das ernst, angepasste Mahdzeitpunkte, andere Mähhöhe usw.
Ich mähe nicht unbedingt, um Wasser zu sparen, da die Wiese sowieso nicht bewässert wird. Allerdings verringert das Mähen die Wasserkonkurrenz der Krautschicht für die Obstbäume, wobei die als meist schon gut eingewachsene Hochstämme (4-20 Jahre) schon rech tief wurzeln sollten.
Bewährt hat sich, einen Großteil der Wiese zur Kirschenernte zu mähen, das verschafft einem angenehmen Zugang zu den Bäumen und viele Wiesenblüten sind schon verblüht und/oder blühen noch einmal, wenn sie so Mitte-Ende Juni gemäht werden.
Unter den wenigen "wirklich alten" Hochstämmen (>50Jahre), wächst aber dann auch meist kaum noch etwas nach oder nur sehr schütter.
Wenn es dann an die Ernte von Pflaumen, Birnen, Äpfeln usw. geht, wird noch einmal gemäht, bei den Frühsorten nur wenn nötig. Raine und besondere Stellen lasse ich auch mal bis in den Herbst stehen.
Aber um noch einmal auf Wasser und Mähzeitpunkte zurückzukommen: Die Mahd Mitte/Ende Juni erlaubt bei mir bis jetzt immer noch einen zweiten Aufwuchs, bis dahin war bis jetzt immer noch genug Bodenfeuchte vorhanden, auch wenn ich trockenen Jahren wie diesem jetzt alles nur noch recht niedrig nachwächst. Erst im Juli gemäht würde in trockenen Jahren deutlich weniger nachwachsen, weil der Oberboden schon trocken ist.
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5067 am: 06. August 2022, 08:16:16 »

In der Nacht auf den 5. stündiges Regenschauspiel. Alle  Behälter gefüllt und auch sonst erfrischt. Besser als nix  und besser als zu viel, so daß das Wasser weggelaufen wäre.
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5068 am: 06. August 2022, 10:18:33 »


Was mich mal interessieren würde: wie sparen die Gärtner, die ihre Wiesen nicht bewässern, Wasser?

Ich meine das ernst, angepasste Mahdzeitpunkte, andere Mähhöhe usw.
Erstmal, indem dort Pflanzen stehen, die auch bei längeren Trockenperioden nicht eingehen, also kein Gießen brauchen.

Meinst du “Rasen” oder “Wiese”?
Ich hab eine Fläche, die als Rasen behandelt wird, also eher alle 2 Wochen gemäht wird, bei der ist es bei Trockenheit dann nicht mehr nötig zu mähen, weil nichts mehr wächst.
Es ist nicht mehr saftig grün, aber auch nicht gelb und trocken.

Die hohe Wiese schafft es sogar ein bisschen, wie ein Wald im kleinen, Regen wie ein Schwamm zu speichern.
Nach der Mahd ist allerdings dann viel offener Boden sichtbar.
Allerdings treiben auch schon wieder Wiesenblumen neu aus - trotz Trockenheit.
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Re: Dürregejammer
« Antwort #5069 am: 06. August 2022, 11:20:15 »

Ich meine eigentlich alles wo etwas wächst was wenigstens einmal im Jahr gemäht oder gewalzt wird und nie bewässert wird.
Das kann auch die Fahrgasse im Weinberg sein.
Da säht man zB jetzt nichts ein (wäre wirklich sinnlos) und Amaranth und andere Spontanbegrünung beschattet noch den Boden bzw den vertrockneten Klee, so verdunstet weniger weil es sich nicht so aufheizt.

Es gibt auch die These, das bei stumpfen Messern beim mähen die Schnittränder ausfransen und alleine das durch das verzögerte abtrocknen und die Dochtwirkung schon 5 Liter auf den Quadratmeter kostet.

Viel stehen lassen, irgendwann verdunstet es dann auch viel.
Hier auf dem Spielplatz hat ein Held auf 7cm runtergeschnitten, einen Tag bevor es vor 2 Wochen wieder brutzelig wurde. Da ist die Narbe jetzt komplett verbrannt, nicht wie beim 2ten Schnitt wo wie zB bei WildObst noch Aufwuchs hinterher möglich war.
Hier treibt einzig die Wilde Möhre ihre Angstblüte nach, ich muss mal schauen ob Rucola die Behandlung wirklich nicht überlebt hat und die Basis gegrillt ist. Auch Seifenkraut sehe ich aktuell nicht aus der Entfernung, das mag das späte schröpfen wohl auch nicht.
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