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News: Der Unverstand ist die unbesiegbarste Macht auf Erden.  (Anselm Feuerbach)
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Autor Thema: Dürregejammer  (Gelesen 749599 mal)

Chica

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5670 am: 09. März 2023, 11:41:35 »

Wir hatten bis jetzt 46,2 mm, davon etwa die Hälfte im Februar. Heute soll es noch mal ein wenig regnen, also abwarten...

Es wird wieder trocken sein dieses Jahr, es ist hier immer trocken, manchmal aber nicht ganz so trocken (2019) ;). In den 80ern regnete es noch etwas mehr.
Kurz und gut: den Garten passe ich (bzw. er sich selber)  seit vielen Jahren an diese Verhältnisse an, das ist ein botanisches Experiment - vieles gelingt, manches nicht.

Wir hatten bisher in diesem Jahr 131 mm. Bis 60 cm Tiefe ist alles zu 100 % gesättigt. Ich bewundere Deine Energie in der Trockenheit überhaupt noch etwas anzufassen RosaRot. Von dem was ich hier pflanze bleibt, sei es durch den Sandboden oder doch die Hitze/Trockenheit im Sommer, durch Schnecken oder weil ich mit dem Entkrauten einfach nicht nachkomme nicht immer viel auf Dauer. Mich frustriert das oft sehr. Umso erstaunter bin ich über Dich  :D :-*.
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Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)

RosaRot

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5671 am: 09. März 2023, 12:16:49 »

Chica, die Pflanzen sind angepasst. Einen großen Teil ziehe ich selber und dabei werden sie nicht verpimpelt...

Zugekaufte Pflanzen kommen nach Möglichkeit aus Quellen, bei denen die Erfahrung gezeigt hat, dass die Pflanzen gut anwachsen. Gepflanzt wird, wenn der Boden wenigstens etwas feucht ist. Die neu gepflanzten Exemplare werden intensiv beobachtet und gegossen, bis sie angewachsen sind. Alles kein Hexenwerk (oder etwa doch... ??? ;D ;D ;D)

Wir sind nun Stand heute aber auch schon bei 62, 9 mm, was mich freut, obwohl ich das Wetter für mich selber aktuell absolut scheußlich finde.
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Viele Grüße von
RosaRot

Ekwisetum

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5672 am: 09. März 2023, 12:27:13 »



Ich habe mittlerweile die Vermutung, dass bestimmte Bereiche und vor allem Tiefenschichten erst gar nicht mehr feucht werden. Wir hatten 5 Liter im Februar. Da bleiben die Wurzeln oben, um jeden Tropfen aufzusaugen. Durch das tiefgründige Wässern werden die unteren Bodenschichten überhaupt erst einmal wieder attraktiv für Wurzeln.

Das bestimmte Bodenregionen kaum noch Wasser erhalten, kann durchaus vorkommen. Hier mal ein Bodenfeuchteprofil aus Deiner Gegend:
« Letzte Änderung: 09. März 2023, 12:39:13 von Ekwisetum »
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Ekwisetum

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5673 am: 09. März 2023, 12:29:52 »

Bei so einem Boden würde ich mit Erdlochbohrer Löcher an ausgewählten Stellen bohren und mit Drainagerohr und Kies füllen, damit Giesswasser gleich die gewünschte Bodentiefen erreichen kann.
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thuja thujon

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5674 am: 09. März 2023, 12:49:25 »

Damit spülst du nur den Stickstoff, der zwischen 1,4 und 2m extrem konzentriert vorliegt, weil es im Herbst/Winter 2021 zu trocken war, in noch unerreichbarere Schichten.

Diese Nährstoffmengen wird man in 20-30Jahren an zu hohen Nitratwerten irgendwo im Grundwasser messen können.
Die Konzentrationen gehen hoch, wenn die Grundwasserneubildungsrate nahe Null liegt.

Das einzig hilfreiche ist, die gelbe Schicht zwischen 80 und 140 aufzufüllen. Wie schon erwähnt, zB durch einleiten von Regenwasser auf die Fläche und damit nutzen statt im Kanal entsorgen.

PS: hier ist gerade Hechtlaichzeit. Der laicht in Flüssen auf überfluteten Wiesen, die durch Frühjahrshochwasser, Schneeschmelze usw früher häufiger waren. Aktuell ist Niedrigwasser, wie die letzten Jahre.
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Chica

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5675 am: 09. März 2023, 12:58:29 »

Chica, die Pflanzen sind angepasst. Einen großen Teil ziehe ich selber und dabei werden sie nicht verpimpelt...

Zugekaufte Pflanzen kommen nach Möglichkeit aus Quellen, bei denen die Erfahrung gezeigt hat, dass die Pflanzen gut anwachsen. Gepflanzt wird, wenn der Boden wenigstens etwas feucht ist. Die neu gepflanzten Exemplare werden intensiv beobachtet und gegossen, bis sie angewachsen sind. Alles kein Hexenwerk (oder etwa doch... ??? ;D ;D ;D)

Doch na klar! Pflanzen intensiv beobachten und gießen bis sie eingewachsen sind funktioniert hier maximal bei Gehölzen. Und auch komplette Obstbäume haben hier schon aufgegeben. Wenn ich hier hinten mit Pflanzen fertig bin, weiß ich schon nicht mehr was ich vorne alles gepflanzt hatte. Da müsste ich ja vom Frühjahr an mitschreiben an welcher Stelle welches Pflänzchen gesetzt wurde. Im Winter mit natürlichem Gießen funktioniert das super. Alle Eranthis aus dem Starking-Paket sind wieder da aber spätestens ab April ist hier Ende damit. Schön dass Du das so hinkriegst  8).
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Ekwisetum

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5676 am: 09. März 2023, 13:22:44 »

Damit spülst du nur den Stickstoff, der zwischen 1,4 und 2m extrem konzentriert vorliegt, weil es im Herbst/Winter 2021 zu trocken war, in noch unerreichbarere Schichten.

Diese Nährstoffmengen wird man in 20-30Jahren an zu hohen Nitratwerten irgendwo im Grundwasser messen können.
Die Konzentrationen gehen hoch, wenn die Grundwasserneubildungsrate nahe Null liegt.

Das einzig hilfreiche ist, die gelbe Schicht zwischen 80 und 140 aufzufüllen. Wie schon erwähnt, zB durch einleiten von Regenwasser auf die Fläche und damit nutzen statt im Kanal entsorgen.

PS: hier ist gerade Hechtlaichzeit. Der laicht in Flüssen auf überfluteten Wiesen, die durch Frühjahrshochwasser, Schneeschmelze usw früher häufiger waren. Aktuell ist Niedrigwasser, wie die letzten Jahre.

Die Schicht in 80cm-140cm bei obigem Profil ist auch die Zone, die ich bewässern würde.

Die Splittzylinder von Prof. Mattheck funktionieren ähnlich:
https://www.baden-tv.com/mediathek/video/klimafeste-baeume-dank-splittzylinder-methode-vom-kit/
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thuja thujon

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5677 am: 09. März 2023, 13:32:57 »

Die wässert man am besten von oben, durch längere Gaben, dass die in die Tiefe gehen können, ähnlich dem Treegator.

Oder mit einem Regner, zB mal eine Gabe von 20-30mm jetzt und in einer Woche nochmal. Also ruhig mal 10mm mehr als zum sättigen der oberen Schicht gebraucht werden. 10mm kann man mit 10cm Eindringtiefe übersetzen.
10mm auf 100m² entspricht 1000Liter. Ein Gardena Schwenkregner braucht dafür, da er eher 300m² abdeckt, ein paar Stunden. Kann man also mal 24h laufen lassen, wenn man letztes Jahr nicht ausreichend gegossen hat.
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Ekwisetum

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5678 am: 09. März 2023, 13:46:14 »

Den Regner 24h laufen lassen bedeutet natürlich einen massiven Ressourceneinsatz, Verdunstung etc. .
Ich denke mehr daran, mit wenig Wasser gezielt die Wurzeln trockengestresster Bäume zu versorgen.
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thuja thujon

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5679 am: 09. März 2023, 13:49:55 »

Am Rand der Kronentraufe den Schlauch hinlegen und für 1-2 Stunden vergessen ist eher was für den Sommer als für den Vorfrühling.
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lerchenzorn

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5680 am: 09. März 2023, 14:23:51 »

Der Dürremonitor für Deutschland weckt den Eindruck, dass die akute Dürre von Frankreich aus gerade in den Südwesten einwandert. Ein Blick in den europäischen Dürremonitor lässt die Lage (im oberen Boden) bei uns dagegen noch rosig erscheinen.
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thuja thujon

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5681 am: 09. März 2023, 15:24:35 »

Das ist ja das was ich sage. Auf der Karte sieht man jetzt verzögert die sonnige Woche mit starkem, trockenem Ostwind Ende Februar.
Die Periode hat 10mm gekostet, gestern kamen 7 um es auszugleichen. Oder eben nicht. Aus vielen solchen Differenzen aneinandergereiht werden Dürren.

Bester Wasserspareffekt für solches Wetter: kurze Pflanzendecke, die die Sonneneinstrahlung auf den Boden limitiert und den Wind abhält, damit die trockene Luft nicht so viel Wasser aus dem Boden ziehen kann.
Dort wo keine Pflanzendecken machbar sind, flache Bodenbearbeitung, um das nachliefern durch kapillaren Aufstieg zu stoppen. Oben im gelockerten Boden ist es dann trocken und unten noch feucht. Genau auf diesen feuchten Boden wird gesät, das die Samen Keimwasseranschluss haben.
Die Radieschen musste ich tatsächlich aber doch nach 10 Tagen angießen, da die Keimwurzeln in der Kälte langsamer nach unten gewachsen sind als das Wasser verloren ging. 

Das hat mit Dürre aber nichts zu tun, das ist normaler, sparsamer Umgang mit der Ressource Wasser.
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Aspidistra

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5682 am: 09. März 2023, 15:38:00 »

Klasse wir liegen bei:
Warning soil moisture deficit
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Beeren sind die Poesie eines Gartens.
Wo ein Spaten ist, ist auch ein Pflanzplatz!

thuja thujon

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5683 am: 28. April 2023, 10:26:00 »

Gestern Abend hat hier einer seinen Rasen gewässert. Heute früh regnet es in vernünftiger Menge.
Zum Glück, sonst würde ich morgen auch den Kohl und anderes Gemüse beregnen.
Der alte Gärtnertrick funktioniert also auch in 2023 noch.

Mir macht die gute Wasserversorgung im Oberboden aber trotzdem Sorgen. Die sorgt für große Blätter und verschwenderischen Austrieb. Wenn sich die Wetterlage demnächst dreht und ähnlich stabil ist, gleicht sich die Feuchtigkeit und Temperatur der aktuellen Französischen und Spanischen Situation an.

2018 sind wir mit guten Wasserreserven in die Vegetationsperiode gestartet, der Rest ist bekannt. Seitdem 5 lückenlose Dürrejahre hintereinander, und nun bin ich gespannt was 2023 bringt.
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Wild Obst

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Re: Dürregejammer
« Antwort #5684 am: 28. April 2023, 10:37:40 »

Bei mir ist gerade alles recht harmlos, was Dürre angeht. Sogar für den Gesamtboden zeigt der Dürremonitor "weiß" und es gibt in Fahrspuren sogar richtige Pfützen, die mehrere Tage Wasser halten.

Aber thuja thujon hat schon recht, dass es noch lange keine Garantie ist, dass sich das nicht wieder schnell ändert, wie 2018. Aber bis in den August sollten die Wasserreserven im Boden zumindest die Bäume reichen, selbst wenn es wieder wie 2018 wird und für das Gemüse und junge Bäume habe ich schon meine Tanks bis fast an den Anschlag mit dem Frühjahrsregen gefüllt, selbst mit seit letztem Jahr auch noch einmal um +2000l aufgerüsteter Kapazität. Ersetzen können die den Regen im Sommer zwar nicht, aber einen Totalausfall verhindern.
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