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15. November 2019, 14:28:40
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|1|6|Oft ist es besser, von den richtigen Leuten missverstanden zu werden, als von den falschen Personen Verständnis zu ernten. (Thomas)

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Autor Thema: Was im Garten verändern, um Wetterextreme des Klimawandels abzupuffern?  (Gelesen 25189 mal)

pearl

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manche Gedankengänge verblüffen mich immer wieder. Von dem, was erwiesenermaßen in der eigenen Gartensituation gut wächst, mehr zu pflanzen, ist doch ohne Frage eine empirisch untermauerte auf Faktenlage beruhende und vernünftige Entscheidung. Und mit neuen Pflanzen zu experimentieren, die ähnliche Standortvorlieben haben auch.

Anpassung bedeutet doch Flexibilität. Auf Umwelt und Standortfaktoren zu reagieren und zu Experimentieren ist doch keine Frage eines Diskurses, sondern eine Notwendigkeit in der Tat.

Für mich bedeutet das, dass ich berichte, welche Pflanzen bei den teilweise extremen Bedingungen in meinen Gärten eine hohe Resilienz gezeigt haben. Solch ein Austausch von Erfahrungen ist doch der Sinn unseres Forums. Gerne lese ich über Pflanzen, die sich in anderen Gärten als so robust erwiesen haben, dass sie eine Erwähnung und ein Posten wert sind.

Welche sind das? Welche haben diesen Sommer und werden diesen Winter überleben? Das sind doch zielführende Fragen.
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24. Oktober 2019 Republicans disrupted a closed-door impeachment deposition
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zwerggarten

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nichtsdestotrotz bleiben die regionalen bedingungen relevant: z.b. vitex agnus-castus oder trachycarpus wagnerianus haben im berliner kleingarten in den letzten jahren nun schon mehrfach versagt. gut, was sollten die da auch... ::) :P ;D
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lustgärtner & grautvornix – bei pur seit 2007

moin

Rhoihess

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Die hier schon mehrmals propagierte Pflanzung trockenheitsresistenter Arten ist nur dann sinnvoll, wenn sich das Klima langfristig in Richtung Trockenheit verändert
Das ist ein bisschen zu pauschal: wenn die eigene Gartensituation grundsätzlich eher trocken ist, bedingt durch mehrere Faktoren wie Gehölzbestand, Boden- und vorherrschende Windverhältnisse, dann macht das durchaus Sinn. Jeder wird das durch langjährige Beobachtung selber für sich herausfinden müssen.

Es ist ja auch ein wesentlicher Unterschied, ob wir von Pflanzen für Freiflächen oder von Waldbewohnern reden. Ich habe in meinem Garten gelernt, die Finger möglichst von feuchtigkeitsliebenden Kandidaten zu lassen, das funktioniert einfach nicht, oder nur an ganz wenigen Stellen.

Jo, hier haben wir das "Glück", dass auch überdurchschnittlich nasse Perioden nie zu sehr ins Extreme gehen - der nasseste Sommer (2014) seit mindestens 1991, brachte von Juni-August 240mm - dazu kommt noch, dass der Winter im Schnitt deutlich trockener als der Sommer ist. Das eröffnet hier schon gute Möglichkeiten für die weniger empfindlichen Mediterranen. Rosmarin, Gewürzlorbeer, Feige, Granatapfel und Kerzen-Palmlilie schlagen sich nun seit 3 Jahren ohne Schutz sehr wacker, ohne signifikante Feuchte- oder Kälteschäden (trotz stark überdurchschnittlich nassem Spätherbst/Frühwinter 2017/18 im Lehmboden und mäßig starker Kälte Jan. 2017/Feb. 2018). Die immergrüne Heckenkirsche steht und wuchert anstandslos gar seit 30 Jahren, nur 1997 und 2012 gab es ein paar Schäden, die sich aber jeweils im April schon wieder komplett ausgewachsen hatten. Der sommerliche Wasserbedarf ist nach 1-2 Anwachsjahren auch sehr gering.
Kanarische Dattelpalme war jedoch ein Reinfall, nach den -10°C im Februar trotz Schutz komplett hin. Riesen-Palmlilie, 2016 ausgepflanzt, friert jeden Winter fast komplett zurück (auch im ersten, trotz Umbauung und Heizung ab -5) aber kommt bisher immer wieder - mal schauen ob sie sich als "Pseudo-Staude" langwierig bewähren kann, oder die Kräfte irgendwann ausgezehrt werden
Zwergpalme und Olive bin ich gerade am Testen... werde wohl in den nächsten Jahren noch mehr experimentieren
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RosaRot

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manche Gedankengänge verblüffen mich immer wieder. Von dem, was erwiesenermaßen in der eigenen Gartensituation gut wächst, mehr zu pflanzen, ist doch ohne Frage eine empirisch untermauerte auf Faktenlage beruhende und vernünftige Entscheidung. Und mit neuen Pflanzen zu experimentieren, die ähnliche Standortvorlieben haben auch.

Anpassung bedeutet doch Flexibilität. Auf Umwelt und Standortfaktoren zu reagieren und zu Experimentieren ist doch keine Frage eines Diskurses, sondern eine Notwendigkeit in der Tat.

Genau so.

Hier hält sich erstaunlich gut Euonymus japonicus. Auch die Fatsien stehen ohne Gießen, aber nordseitig am Haus, mag sein, dass dort etwas Feuchtigkeit sich hält. Ruta graveolens, Artemisia tridentata, verschiedene Allium. Noch anderes, muss mal nachsehen.

Ungeachtet dessen wird ein Brunnen gebohrt, gestern in die Wege geleitet, junge Obstbäume und alle Neupflanzungen wird man gießen müssen, reichlich, auch in Zukunft.
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Viele Grüße von
RosaRot

lerchenzorn

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Eine der wirksamsten Maßnahmen gegen zu starkes Austrocknen ist, den Garten gegen starken Wind abzuschirmen, soweit man es iin der Hand hat. Wo keine Mauer ist und kein Platz für eine Hecke, wird die Grenze mit hohen Stauden besetzt oder der Zaun berankt.

Ich muss gestehen, dass wir das Glück hatten, schon im Vorherein zwei gut eingehegte Gärten übernommen zu haben. Viel mussten wir da nicht mehr machen.
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pearl

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gut eingehegte Gärten


der Inbegriff des Gartens schlechthin.

Im Wiesengarten beobachte ich, dass im Schutz der Hohen Laubbäume und des Dickichts davor die Pflanzen in den großen Baukübeln sehr gut über die Trockenheit kommen. Auch über den Frost im Winter hilft eine eingeschlossene Lage. An exponierten Stellen der offenen Wiesensituation gehen Palisadenwolfsmilch im Winter kaputt und Phlox im Sommer.
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iggi

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gut eingehegte Gärten
der Inbegriff des Gartens schlechthin.
Das war mir nicht so klar; allerdings war meine erste Maßnahme in meinem Garten, dafür zu sorgen, dass ihn an den offenen Seiten eine mannshohe Efeu-Hecke umgibt. Da kann ich mich jetzt wohl beglückwünschen. Ich habe kein Problem mit Wintersonne, da im Süden meines Grundstücks ein 6 Stockwerke hoher Gebäude-Riegel steht; da kommt die Sonne im Winter nicht drüber. Was bei mir dieses Jahr klaglos (naja, schon mit Gießen!) gedeiht:

An Gehölzen

Cornus officinalis
Haselnuss
Holunder
Wein (wuchert!)
Birnen (dieses Jahr noch kein Gitterrost!)
Kirsche
Koelreuteria
meine Rosen (so in Richtung Rose de Resht, Kletterrose 'Immensee' und Rosa glauca und multiflora, keine "kostbaren")
und natürlich der Efeu

an Stauden und Halbsträuchern

Salvia officinalis
Rosmarin
Phlomis russeliana
Gaura lindheimeri
Fragaria vesca
Ruta graveolens
verschiedenen Geranium
verschiedene Sedum (Sedum album wuchert!)
verschiedene Artemisia (Beifuß ist riesig!)
Ajuga reptans
Helianthemum
Aster divaricatus und eine, die ich aus der Tonne auf dem Friedhof gerettet habe
Erigeron Speciosus 'Dunkelste Aller' und karvinskianus
Hieracium aurantiacum

Ein paar ein- und zweijährige haben es auch gut, im Moment sind das Bronzefenchel und Wilde Möhre.

Manchen geht es auch schlecht, allen voran der Kiefer und der Eibe. Die Lilien mögen nicht blühen, und ob der Waldphlox nächstes Jahr noch da ist, werden wir sehen.
Die anderen wachsen so vor sich hin wie immer.

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Liebe Grüße

Iggi

Gartenentwickler

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Man sollte den Boden mehr pflegen (Kompost, organische Düngung).

Ich finde man sollte auch darüber nachdenken, ob man jeden Weg Pflastern muss oder ob Rasenwege, Häckselwege eine alternative sind.

Große Regenwasserzisternen mit angeschlossener Versickerung als Überlauf sollte man häufiger einbauen statt Brunnen zu bohren.
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partisanengärtner

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Ich habe jetzt 4 Mal gegossen in diesem Jahr. Regen hatten wir so gut wie keinen, aber die starke Mulchschicht im bepflanzten Bereich hat wohl die schlimmsten Auswirkungen verhindert.
Die Wildhecke wird mehrmals im Jahr geschnitten und alles was nicht Wiese ist damit gemulcht. Dabei nehme ich immer mal ein paar Meter Höhe raus. Die Schicht ist sicher an den meisten Stellen in und vor der Hecke um die 5 cm stark.

In der Hecke blühen die Lilien recht üppig, obwohl ich da eben nur 4 Mal ein paar Minuten beregnet habe.
Auch die eine getopfte Lilium speciosum bekommt nicht mehr im Schatten der Hecke. Die ist gerade aufgeblüht.
Gerade die Lilien scheinen sehr trockenheitsverträglich zu sein. Alle Trompeten OT Hybriden und de paar Wilden die ich habe haben noch nicht geschlappt. Allerdings werde ich nach den ersten Augustwochen wohl nichts mehr haben was noch blüht. Die sind so gut wie alle schon durch.

Gießen tu ich eigentlich eher wegen den restlichen Pflanzen wie Silberkerzen  etc. die das Wetter gerade so ertragen.
Einiges ist auch eingezogen und ich hoffe das da noch was am Leben ist. Die Paradieslilien zum Beispiel.

Der Boden darunter ist sehr magerer Lehm eigentlich eher Schluff. An einigen Stellen ist da auch mal Blähton drinnen (Paradieslilien) oder mit einer Kiesschicht gemulcht (Cyclamen gegen die Amselgräber). Alles in mehreren Lagen bepflanzt. Nackter Boden nur da wo ich mal unerwünschte größere Unkräuter weggenommen habe. Die letzen paar Wochen nicht weil man aus dem harten Boden kaum was rausbekommt.
Selbst da wo die Mulchschicht dick ist.

An solchen Stellen wird dann immer mal Häcksel oder auch mal Kaffeesatz zum Bedecken genommen.

Allerdings ist der Teil den ich bewirtschafte sehr klein. Ca. 12 x 6 Meter inklusive  Wiese. Ich könnte mehr gießen aber der Garten soll auch mal ein paar Monate ohne mich auskommen wenn ich wieder unterwegs bin.
Ich glaube sowieso das mehr Pflanzen an Gießfehlern eingehen. Da ist es schon besser nur die dort zu lassen die es da aushalten ohne das jemand der es gut meint sein schlechtes Gewissen walten lässt.

Alle zwei Wochen mal eine halbe Stunde wässern könnte ich meinen Damen schon zumuten, wenn es heiss und windig ist und gar nicht regnen will. Dieses Jahr ist der Test.


Ob so ein Biotop allerdings noch ein Garten ist weiss ich nicht. Wohl eher nicht.
« Letzte Änderung: 28. Juli 2018, 17:33:55 von partisanengärtner »
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Axel

Dietmar

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Zitat
Ich habe jetzt 4 Mal gegossen in diesem Jahr.

Ich muss seit 4 Monaten 2 mal und an extremen Tagen 3 mal gießen und zwar pro Tag. Und da gieße ich nur das Allernotwendigste, da auch das Grundwasser auf Pegel Null gefallen ist. Der Rasen ist total vertrocknet und die Erdbeeren auch, aber die wollte ich ohnehin roden, da zu alt geworden. Aber die weitgehend verdorrten Pflanzen bleiben stehen bzw. liegen, quasi als Mulchschicht.

Wie kann man sich sortenmäßig wappnen?

Ich baue schon seit Jahren nichts mehr an, was zur Bestäubung Bienen erfordert, denn diese gibt es in meiner Gegend mindestens seit 15 Jahren nicht mehr.

Bei uns gibt es seit fast 15 Jahren einen Klimawandel. Das Frühjahr fällt für gewöhnlich aus. In diesem Jahr waren es noch im März -15 °C und einen Tage später +28 °C. Dann folgen ca. 6 Wochen sehr heißer und nahezu niederschlagsfreier Sommer und ab ca. 8. August geht der Herbst los. In diesem Jahr sind aus diesen 6 heißen Wochen schon 4 Monate geworden und das geht noch mindestens 2 Wochen weiter so laut Wetterfritzen. Von den letzten beiden Jahren abgesehen, ist hier die Vegetationsperiode aber eher um 4 bis 6 Wochen kürzer geworden!

Der einzige belastbare Klimatrend sind die extrem heißen und trockenen Frühsommer  und das bedeutet, diesbezüglich trockenheitsbeständige Pflanzen zu bevorzugen, aber auch diese müssen in solch heißen Perioden etwas gegossen werden. Pflanzen mit hohen Wasserbedarf konzentriere ich an einer Stelle im Garten, z.B. Gurken, Zucchini ... .

Generell auf eher mediterrane Pflanzen und Bäume umzusteigen, bringt aber nichts, denn auch so warme Winter wie der letzte bringen auch immer mal sehr tiefe Temperaturen.
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RosaRot

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Zitat
Ich habe jetzt 4 Mal gegossen in diesem Jahr.

Ich baue schon seit Jahren nichts mehr an, was zur Bestäubung Bienen erfordert, denn diese gibt es in meiner Gegend mindestens seit 15 Jahren nicht mehr.


Wie bitte? Wo lebst denn Du?
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RosaRot

partisanengärtner

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Womöglich in China in einer Obstbauregion
In lebe in Oberfranken. Hier regnet es auch nicht, aber so schlimm wie im Norden ist es nicht.
Hier in der Kesselage von Bayreuth regnet es gerne ringsum, nur in der Stadt allenfalls mal ein benetzen.
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Axel

pearl

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Man sollte den Boden mehr pflegen (Kompost, organische Düngung).

Ich finde man sollte auch darüber nachdenken, ob man jeden Weg Pflastern muss oder ob Rasenwege, Häckselwege eine alternative sind.

Große Regenwasserzisternen mit angeschlossener Versickerung als Überlauf sollte man häufiger einbauen statt Brunnen zu bohren.

Bodenpflege, dichte Pflanzung, Gehölze ...

Pflastern von Wegen ist ok, unter Steinen ist die Feuchte noch länger erhalten.

Zisternen statt Tiefbrunnen, ja! In Amerika: rainwater harvesting swales, stormwater management. Senken mit dichtem Bewuchs von Gräsern und Hochstauden, Feldriege mit Feldgehölzen, Bäume in der Landschaft, ...
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hymenocallis

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Ein bisschen mehr Tiefgang hätte ich mir von diesem Thema schon erhofft.  ;)

Extreme Winterkälte, Spätfrost („die Eisheiligen“), milde und nasse Winter etc. - das alles gibt es in den meisten  Regionen hier immer schon, aber eigentlich eher als „Ausreißer“.
Ich kann nicht über die meisten Regionen schreiben, nur über unsere - hier sind Spätfröste unüblich, die letzten beiden Jahre haben sie die gesamte Ernte einer Obstbauregion hier in der Nähe vernichtet. Es gab kein Obst in den Hausgärten.

Eine Schattierung im Winter hilft meines Erachtens nicht bei zu mildem Winterwetter, sondern nur gegen Sonnenschein tagsüber, der meist mit nächtlichem Kahlfrost einhergeht. Hierzulande ist zu mildes Winterwetter meist trüb, regnerisch und frostfrei.
Wie kommst Du zu dieser Einschätzung?
Hier hilft der Rückschnitt und die anschließende Abdeckung mit einer Vlieshaube (Profi-Winterschutzvlies, nicht das Billig-Zeug vom Diskonter oder Baumarkt) bei empfindlichen Pflanzen - Stauden und Gehölzen - ganz hervorragend. Die Schattierung und gleichzeitig relativ konstante Temperatur unter der Haube verhindern den vorzeitigen Austrieb, die Pflanzen bleiben länger in Winterruhe und überleben Spätfröste problemlos.
Man kann nicht den ganzen Garten in Vlies packen - aber empfindlichere Pflanzen sehr wohl vor Sonnenschein und Kahlfrost schützen. Ist halt Arbeit/Aufwand - mag mancher nicht leisten.

2016 und 2017 sind mir auch Pfingstrosen eingegangen, weil sie schon zu weit waren, als der Frost kam. Hab mir vorgenommen, künftig immer erst in der frostfreien Zeit zu düngen, um den frühen Austrieb nicht noch zu beschleunigen. Keine Ahnung, ob das hilft...
Wann hast Du denn bisher immer gedüngt? Hier bekommen nur die Vorfrühlingsblüher Zwiebelpflanzendünger ab, wenn es noch Frost gibt.

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hymenocallis

  • Gast

Kein Klimawandel früher? Na da solltest du dich mal eher kundig machen.

Es gab nie ein stabiles Klima, es war immer ein auf und ab.

Mal schneller mal langsamer. Derzeit gehts flott nach oben.
Aber Erdgeschichtlich gesehen sind wir bei aller Erwärmung immer noch in einer kalten Phase.
Insofern. Probieren was wächst. Derzeit probiert man allenthalben Lagerströmia nördlich der Alpen, später werdens mal eher wieder skandinavische Besonderheiten.

Du bist in bester Gesellschaft - auch Trump leugnet den Klimawandel. Gabs schon immer - kein Handlungsbedarf. Praktisch und bequem gelöst.
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