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News: Wir sind uns immerhin einig, dass Mais nicht das Nonplusultra menschlichen Eingreifens ist. (Mediterraneus)
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19. Juli 2019, 02:25:54
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News: Wir sind uns immerhin einig, dass Mais nicht das Nonplusultra menschlichen Eingreifens ist. (Mediterraneus)

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|6|10|Lass den Lärm anderer Leute Meinungen nicht deine eigene innere Stimme ertränken. Und am wichtigsten: Hab Mut, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen. (Steve Jobs)

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Autor Thema: Geobotanik: Vegetationszonen - Flora gemäßigter Klimazonen - temperate climate  (Gelesen 5695 mal)

pearl

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schön. Jetzt haben wir eine gute Zusammenfassung über das Wetter in der illyrisch mediterran beeinflussten Vegetationszone der Steiermark:

Dann kommt eine Saison wie die heurige - fast täglich Starkregen, Gewittergüsse, Hagel.

 ??? Das sollen wir glauben?

Dann kommt eine Saison wie die heurige - fast täglich Starkregen, Gewittergüsse, Hagel. Das Laub leidet, bekommt Pilzflecken, wird niedergedrückt, stirbt ab - auf den Rhizomen bildet sich eine dauerfeuchte Schicht, die durch den Regennachschub dann auch noch luftdicht auf den Rhizomen klebt - und schon fault es.
Das ist alles ein bissl windschief.
Weißt du was Starkregen ist? Von Starkregen gibt es verschiedene Definitionen, aber nach keiner gab es das im Juli oder der im Juni in der von dir genannten Häufigkeit.

Mir leuchtet immer noch nicht ein, wie sich in einem - nach deiner Definition sommerwarmen und sommertrockenen Klima "südlich der Alpen" und "mit mediterranen Zügen" - bei fast ausschließlich Starkregen eine dauernasse Schicht so lange an der Oberfläche halten kann. Starkregen und Gewitter sind recht ineffektiv, da meistens von kurzer Dauer. Vieles steigt schnell wieder auf (Verdunstung). Oft trocknet das schnell.
Hier wechselt es laufend zwischen Sahara und Amazonas - durchschnittlich ist selten geworden.
Wann war zum letzten mal Sahara?
« Letzte Änderung: 01. August 2018, 15:08:01 von pearl »
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pearl

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Vegetationszone

Gemäßigte Zone mittlerer Breiten zwischen den jeweiligen Wendekreisen auf 23° 27′ nördliche und südliche Breite und Polarkreisen auf 66,5° nördliche und südliche Breite

Pannonische Klima
Die Österreichische Geografische Gesellschaft beschreibt (1983) vier österreichische Klimaprovinzen:

    Alpines Klima,
    Atlantisch geprägtes Klima (Mitteleuropäisches Übergangsklima, als Randzone im Nordstau der Alpen),
    Pannonisch geprägtes Klima sowie
    Illyrisch geprägtes Klima.

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pearl

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die Karten der Vegetationszonen zeigen für die Gegend um Wien eine über das Donauland nach Norden verlaufenden Ableger der "Pannonischen Florenprovinz".

Pannonische Florenprovinz

"Laut der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union endet die „Pannonische Biogeographische Region“ an der Österreichischen Staatsgrenze bzw. überschreitet diese nicht. Das Pannonikum Österreichs wird stattdessen der „Kontinentalen Biogeographische Region“ hinzugerechnet. Diese abwegige und natürlichen Gegebenheiten widersprechende Einstufung rührt daher, dass diese Biogeographische Region beim EU-Beitritt Österreichs noch nicht existierte und seitdem keine Anpassung der Richtlinie erfolgte.[1]"

Diese Region schließt die Steiermark nicht ein, sondern laut dieser Karte von Stefan Lefnaer (Eigenes Werk) erstreckt sie sich nur über das Burgenland und Wien/Wiener Becken/Weinviertel.
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pearl

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"Das illyrische Klima herrscht in Slowenien und im Südosten von Österreich. Es ist das Übergangsklima zwischen mediterranem, Alpen- und pannonischem Klima.

Vom pannonischen Klima unterscheidet es sich durch eine weitaus höhere Niederschlagsmenge bedingt durch das Vordringen von Mittelmeertiefs, die sich an der Südabdachung der Alpen abregnen (zudem große Gewitterhäufigkeit[1]). Geschützt durch die Alpenbarriere weist die Region eine sehr hohe Anzahl an Sonnenstunden und Sommermittel von über 20 °C auf. Dies äußert sich auch in der Vegetation, die in mittleren Höhenlagen (400 – 700 m) u. a. von natürlich vorkommenden Edelkastanien- und Flaumeichenwäldern sowie submediterranen Elementen wie dem Perückenstrauch (Cotinus coccygria) und der Manna-Esche (Fraxinus ornus) gekennzeichnet ist. Im Winter sind die Ebenen kühl und nebelanfällig ähnlich wie die Tiefebene Oberitaliens, die mittleren Lagen (sog. Riedellagen) aber oft recht sonnig und mild. Charakteristisch ist in Teilen Sloweniens die Bora, ein kalter Ausgleichswind zwischen pannonischer Tiefebene und oberer Adria durch den Spalt zwischen Alpen und Dinariden."
« Letzte Änderung: 01. August 2018, 15:49:59 von pearl »
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pearl

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zum pannonischen Klima gibt es noch eine Karte in dem obigen link. Die zeigt, dass sich die Zone bis nach Tschechien nach Norden erstreckt und auch Brno einschließt, also dort, wo der botanische Garten Průhonice liegt und Fürst Tarouca gegärtnert hat. Unter so günstigen Bedingungen, dass wie dort eine uralte große und berühmte Flaum-Eiche bewundern konnten als wir vor Jahren dort waren.
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pearl

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die Geobotanik teilt die Temperate Zone der Sommergrünen Breitlaubwälder in West-, Mittel- und Osteuropa sowie in den Gebirgen Südeuropas nach dem Vorkommen von Gehölzen 5 verschiedenen Typen zu. Nach Frey/Lösch gibt es nur im zentralen Ungarn eine Pannonische Zone.

Wir haben hier in Westdeutschland und in Österreich und auf dem küstenfernen Streifen der illyrischen Region west- mittel- und südosteuropäische Rotbuchen-Tannenwälder. T4. Im westlichen und nördlichen Mitteleuropa in Tieflagen, im südlichen Mitteleuropa und in Südwest-, Süd- und Südosteuropa zusammen mit Abies in der montanen Stufe. Vorherrschend: Fagus sylvatica, Fagus moesiaca, Abies alba. Fagus sylvatica x Fagus orientalis nur auf dem Balkan.

In Ostdeutschland in subkontinentalen und kontinentalen Tieflagenbereichen bis zum Ural haben wir mittel- und osteuropäische Eichenmischwälder. T2. Quercus petraeus, Quercus robur, Carpinus betulus, Tilia cordata und Acer platanoides sind vorherrschend.

Submediterrane und supramediterrrane thermophile Eichenmischwälder gibt es im nördlichen Südeuropa. T3. Isolierte Vorkommen in warmen Tieflagen Mitteleuropas. Quercua pubescens, Quercus petraea ... Castanea sativa, Buxus sempervirens.

Gemeint sind immer die natürlichen Vorkommen! Wärmeliebende Eichenmischwälder mit natürlichen Vorkommen kenne ich aus dem Südalpenraum und aus küstennahen Gebirgen von Frankreich. Das sind Habitate, in denen die schönsten Orchideen vorkommen und auch Iris lutescens und andere Bart-Iris heimisch sind.

« Letzte Änderung: 14. Oktober 2018, 00:38:45 von pearl »
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pearl

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eine Aktualisierung:

https://www.flickr.com/photos/zamg/20530342742/in/album-72157654850998254/
Aha, 2015. Meinst du. Entschuldige wenn ich insistiere, aber ich sehe nur eine Häufung der Hitzetage in den letzten Jahrzehnten (1. Grafik), wie überall der Fall, und eine Karte von 2015 mit Abweichung gegenüber den Normniederschlägen.

Laut ZAMG Jahrbuch waren das in Graz Uni 335 L (vs. 389 L 1981-2010), am Flughafen 303 L (vs. 334 L) und in Straßgang 328 L (noch keine Normwerte).
Weniger als sonst und wenn es weniger oft geregnet, trotzdem üppig. Andere würden sich vielleicht darüber freuen, wenn es jedes 2. Jahr so viel wäre. In Wien wäre das einer der niederschlagsreichsten Sommer seit 2006 gewesen (von der Menge her) und von der Anzahl der Regentage her kaum unter Durchschnitt.

Du musst anfangen zu verstehen, dass
1. es nicht nur deine kleine Welt gibt und dass deine "Extremsituationen" außerhalb dieser nicht unbedingt außergewöhnlich sind 
2. deine "Trockenheitsprobleme" wohl hauptsächlich mit dem Boden zu tun haben, vielleicht auch hausgemacht sind und auf das Klima zurückzuführen sind. Bei mir gedeihen genug Pflanzen in fast reinem Schotter ohne gießen... bei weniger Regen, höheren Temperaturen, mehr Sonne im Sommer und mehr Wind (und nach Starkregen faulen die Pflanzen auch im schweren Boden nicht gleich vor sich hin).
Trockenheit ist relativ. Was du als trocken bezeichnest ist wo anders vielleicht fast ein Normalzustand.

Und dann das vom 16.05.15:
Entgegen der weltweiten Temperaturtrends hatten wir heuer daher eine extrem kurze Garten-/Outdoor-Saison von nicht einmal 6 Monaten, die auch noch vergleichsweise verregnet war. In guten Jahren sind es hingegen 8 Monate mit angenehmen Temperaturen und Sonne, die man lieber draußen als drinnen verbringt.

Also noch mal, wann gabs bei euch die Sahara?
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pearl

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@philippus:
Mir fiel die letzten Wochen auf, dass Lord Waldemoor, der nahe bei hemerocallis lebt, eigentlich fast jeden Tag von Gewittern oder starken Regenschauern berichtete bzw. darüber jammerte.
Und mal grundsätzlich: dieses "nein hemerocallis, du hast nicht die Witterungsbedingungen/Bodenbedingungen, die du hier immer beschreibst" finde ich völlig abstrus und sinnlos.
Da muss man den größeren Kontext dieser Debatten kennen, die ja (nicht zufällig) mit einigen Usern hier immer wieder aufflammen.
Nur eine kurze Bemerkung dazu: keinesfalls lässt sich fast täglich Regen aus den Postings von LW rekonstruieren, aber eben recht häufig (was ich ja nicht anzweifle). Ich lasse mir aber nicht einreden, dass das Klima in 2 Km Entfernung ein komplett anderes ist als am Flugplatz (wenn es gerade passt).
Selbstverständlich wird die Bodenbeschaffenheit nicht angezweifelt. Warum aber Rhizome und ganze Pflanzen bei nasser Witterung auf extrem durchlässigen Boden nur in Graz so schnell faulen und schimmeln (und bei mir etwa auf schwererem Boden nicht) bzw. im Sommer nach Starkregen nicht wieder trocknen, darf man schon fragen. Genauso warum xerophile Pflanzen im Sommer angeblich vertrocknen, aber selbst im Mittelmeerraum bei ebenso kargem Boden überleben. Das sind seit Jahren offene Fragen. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen.

link zu Zitaten korrigiert
« Letzte Änderung: 04. August 2018, 16:25:07 von pearl »
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pearl

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das von hymenocallis immer wieder als mediterran bezeichnete Klima ist ein illyrisch beeinflusstes Klima:
"Das illyrische Klima herrscht in Slowenien und im Südosten von Österreich. Es ist das Übergangsklima zwischen mediterranem, Alpen- und pannonischem Klima.

Vom pannonischen Klima unterscheidet es sich durch eine weitaus höhere Niederschlagsmenge bedingt durch das Vordringen von Mittelmeertiefs, die sich an der Südabdachung der Alpen abregnen (zudem große Gewitterhäufigkeit[1]). Geschützt durch die Alpenbarriere weist die Region eine sehr hohe Anzahl an Sonnenstunden und Sommermittel von über 20 °C auf. Dies äußert sich auch in der Vegetation, die in mittleren Höhenlagen (400 – 700 m) u. a. von natürlich vorkommenden Edelkastanien- und Flaumeichenwäldern sowie submediterranen Elementen wie dem Perückenstrauch (Cotinus coccygria) und der Manna-Esche (Fraxinus ornus) gekennzeichnet ist. Im Winter sind die Ebenen kühl und nebelanfällig ähnlich wie die Tiefebene Oberitaliens, die mittleren Lagen (sog. Riedellagen) aber oft recht sonnig und mild. Charakteristisch ist in Teilen Sloweniens die Bora, ein kalter Ausgleichswind zwischen pannonischer Tiefebene und oberer Adria durch den Spalt zwischen Alpen und Dinariden."

die hohe Gewitterhäufigkeit macht es unmöglich an das Märchen von hymenocallis zu glauben. Die langen Trockenperioden wie in der Sahara. Ob es in Graz tägliche Gewitter gegeben hat und wann dann die monatelangen Trockenzeiten waren, ist vielen von uns hier das große Rätsel. Aber schön, dass wir Gelegenheit haben uns über das Wetter in Österreich aus zuverlässigen Quellen zu informieren, wie sie uns philippus immer wieder bietet.
« Letzte Änderung: 02. August 2018, 12:47:30 von pearl »
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pearl

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Pearl und Philippus werden das natürlich niemals glauben - alleine schon deswegen, weil Ihnen dann ja der Stoff für ihre regelmäßig (offenbar notwendigen) Mobbing-Attacken fehlt.


Lange Trockenperioden kennt die Gegend um Graz also nicht.
Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.  ::)

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.  ::)
Ausgerechnet du schreibst das?
::)

Ergänzend die genaueren Niederschlagsdaten und noch ein paar andere interessante Details seit 2006 für den Sommer (JJA), Jahr für Jahr. Beachte auch die längste Periode ohne Niederschlag.
Flughafen Graz, in unmittelbarer Nähe des Wüsten-Monsun Fleckchens, das sich in einer ganz andere "Klimazone" befindet. Quelle ZAMG (die gerne als unfähig bezeichnet wird, aber ebenso gerne herhalten muss wenn's denn passt).

Was in Graz als Trockenheit wahrgenommen wird, ist halt wo anders nicht so außergewöhnlich. Das meinte ich mit "über den Tellerrand blicken".

ZAMAG Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Was ist gegen die einzuwenden? Leute, die sich mit "alternative facts" wohler fühlen?

link korrigiert
« Letzte Änderung: 04. August 2018, 16:39:16 von pearl »
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pearl

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Ergänzend die genaueren Niederschlagsdaten und noch ein paar andere interessante Details seit 2006 für den Sommer (JJA), Jahr für Jahr. Beachte auch die längste Periode ohne Niederschlag.


Links Graz, in der Mitte Wien und zum Schluss Mannheim.


Flughafen Graz, in unmittelbarer Nähe des Wüsten-Monsun Fleckchens, das sich in einer ganz andere "Klimazone" befindet. Quelle ZAMG (die gerne als unfähig bezeichnet wird, aber ebenso gerne herhalten muss wenn's denn passt).

Was in Graz als Trockenheit wahrgenommen wird, ist halt wo anders nicht so außergewöhnlich. Das meinte ich mit "über den Tellerrand blicken".

Wien Unterlaa im Vergleich. Und ich würde nie behaupten, dass Wien ein richtig sommertrockenes Klima hat

Und zum Schuss noch Mannheim Quelle DWD). Das sollte reichen um jede weitere Diskussion als überflüssig zu betrachten.

Hier ist der Platz für konstruktive Diskussionen
Am konstruktivsten sind objektive Daten und nicht subjektive, sich im Laufe der Zeit ändernde Befindlichkeiten und Eindrücke.


links zu Zitaten korrigiert; neue link Adressen für eingebundene Bilder eingefügt
« Letzte Änderung: 04. August 2018, 16:58:38 von pearl »
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pearl

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die Trockenheit hier in den Monaten April und Mai 2018 wird die Statistik um Extreme erweitern. 2003 interessiert mich auch noch.
« Letzte Änderung: 02. August 2018, 14:08:21 von pearl »
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Erdmännchen

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Liebe Grüße
Erdmännchen

pearl

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Ergänzend die genaueren Niederschlagsdaten und noch ein paar andere interessante Details seit 2006 für den Sommer (JJA), Jahr für Jahr. Beachte auch die längste Periode ohne Niederschlag.

[img width=300]https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=63510.0;attach=601823;image[/img ][img width=300]https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=63510.0;attach=601833;image[/img ][img width=300]https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=63510.0;attach=601831;image[/img ]

Links Graz, in der Mitte Wien und zum Schluss Mannheim.


Flughafen Graz, in unmittelbarer Nähe des Wüsten-Monsun Fleckchens, das sich in einer ganz andere "Klimazone" befindet. Quelle ZAMG (die gerne als unfähig bezeichnet wird, aber ebenso gerne herhalten muss wenn's denn passt).

Was in Graz als Trockenheit wahrgenommen wird, ist halt wo anders nicht so außergewöhnlich. Das meinte ich mit "über den Tellerrand blicken".

Wien Unterlaa im Vergleich. Und ich würde nie behaupten, dass Wien ein richtig sommertrockenes Klima hat

Und zum Schuss noch Mannheim Quelle DWD). Das sollte reichen um jede weitere Diskussion als überflüssig zu betrachten.

philippus hatte sich die Arbeit gemacht Klimalisten für drei Orte zusammenzustellen und zu posten. Ich hatte mir die Arbeit gemacht sie zusammenzustellen. Die funtionierenden link Adressen für diese Bilder hätte ich gerne wieder.

Ansonsten finde ich es sehr bedauerlich, dass ausgerechnet sachkundige und qualifizierte Beiträge zu den Gartenmenschen verschoben werden. Bristlecone, AndreasR und philippus haben sehr dezent, gentlemanlike und sachte auf sehr - sagen wir mal - merkwürdige Statements zum Klima in unserer Klimaregion in Deutschland reagiert. Eines der Statements zu dem Thema war, dass wir hier in Deutschland zur Zeit keine Probleme mit Trockenheit hätten. Solche Beiträge könnten uns egal sein, klar. Aber müssten sie es auch?

Jedenfalls nehme ich mir solche Diskurs zum Anlass mich gründlicher mit einem Thema zu befassen und ich bin jetzt über das pannonische Klima in der Donauebene, der Wiener Senke und dem Weinviertel informiert und weiß, dass es einen sehr großartigen Schaugarten am Neusiedler See gibt.

Global Gardening.at:

"Zu bestimmten Höhepunkten im Garten werden nach Voranmeldung Führungen im kleinen Rahmen abgehalten.

"Bei Interesse schicken Sie uns bitte ein Email und wir werden Sie über die nächsten Termine informieren."
« Letzte Änderung: 04. August 2018, 15:14:01 von pearl »
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pearl

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ein Missverständnis, offenbar. Unter den einzelnen Beiträgen steht jetzt: links zu Zitaten korrigiert; neue link Adressen für eingebundene Bilder eingefügt.

Die neuen links führen jetzt zu: Diskussion zu speziellen Klimazonen - teils hitzig :)
wegen: OT zum Thread über Veränderungen im Garten, um Wetterextreme besser abzupuffern
und: VERSCHOBEN: Re: Was im Garten verändern, um Wetterextreme des Klimawandels besser abzupuffern?
ursprünglich aus diesem Thema: Was im Garten verändern, um Wetterextreme des Klimawandels besser abzupuffern?

Um das noch hinzuzufügen, nur zum Verständnis: um auf Klimaveränderungen im Garten reagieren zu können, gehört zwingend, das Klima in der eigenen Region genau zu kennen, und zwar in Bezug auf die Vegetation.

Deshalb hatte ich eine Passage über Vegetationszonen aus dem Werk Lehrbuch der Geobotanik: Pflanze und Vegetation in Raum und Zeit von Wolfgang Frey und Rainer Lösch zitiert. Siehe oben.

Vegetation verändert sich in Raum und Zeit. Die Grenzen von Klimazonen verschieben sich.

Ich zitierte, woran sich Geobotaniker und Botaniker orientieren um Klimazonen einzuteilen. An Bäumen. Langlebige Strukturen, die Wetterextreme über Jahrzehnte überlebt haben und sich in großen Zeiträumen im Habitat behaupten.

Da ich mich beim Gärtnern an natürlichen Lebensräumen orientiere, mich in meiner Region umschaue, sehe, welche Vegetation standorttypisch ist, kann ich auch im Garten vernünftige Entscheidungen treffen. Eine submediterrane/mediterrane Flora und Fauna ist in den Lebensräumen am Oberrhein seit Jahrhunderten etabliert und wird nur durch Kultivierungsmaßnahmen, also anthropogen, zurückgedrängt oder vernichtet. Der Kaiserstuhl ist eines der von Frey/Lösch so benannten: " Isolierte Vorkommen in warmen Tieflagen Mitteleuropas" der submediterranen Flora und Fauna. Der Mainzer Sand eines der letzten Reste von Steppengebieten im Oberrheintal. Wie das geografisch meteorologisch zustande kommt, Stichworte: Rhonetal, Kamineffekt, Burgundische Pforte ...

In der Konsequenz daraus pflanze ich hier im unteren Neckartal Vitex agnus-castus sehr erfolgreich an. Wogegen Viburnum tinus in Heidelberg problemos gedeiht und sicher im zeitigen Frühjahr blüht. Im unteren Neckartal aber regelmäßig zur Blüte kommt um dann vom Frost erwischt als braunes Elend zu enden.

In solchen Fällen kann die Grenze einer Vegetationszone sehr genau gezogen werden.
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