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|4|5|Also, die Blüte ist vorbei wenn das gelb weg ist und die Pflanze grün wird.  ;) (Daniel - reloaded)

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Autor Thema: Hemerocallis aussäen  (Gelesen 312 mal)

bernerrose

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Hemerocallis aussäen
« am: 13. September 2018, 11:42:20 »

Hallo, an alle, die wie ich gerne säen,
eine meiner liebsten fast weißen Taglilien hat schöne, dicke, schwarze Samen produziert.
Wann und wie sollte ich die aussäen (jetzt, später, vorher in den Kühlschrank legen, im Freien lassen oder nicht....?????).
Ich habe mich zu dem Thema hier im Forum umgesehen, aber bei der Fülle der Seiten kapituliert.
Vielleicht weiß jemand auch, wo  das Aussäen von Hemerocallis schon einmal - oder mehrfach - besprochen wurde.
Vielen Dank!
    die bernerrose
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Callis

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Re: Hemerocallis aussäen
« Antwort #1 am: 13. September 2018, 12:55:09 »

Hallo, an alle, die wie ich gerne säen,
eine meiner liebsten fast weißen Taglilien hat schöne, dicke, schwarze Samen produziert.
Wann und wie sollte ich die aussäen (jetzt, später, vorher in den Kühlschrank legen, im Freien lassen oder nicht....?????).
Ich habe mich zu dem Thema hier im Forum umgesehen, aber bei der Fülle der Seiten kapituliert.
Vielleicht weiß jemand auch, wo  das Aussäen von Hemerocallis schon einmal - oder mehrfach - besprochen wurde.
Vielen Dank!
    die bernerrose

Ich kopiere mal einen Text hierher, den ich zu Zeiten geschrieben habe, als ich jährlich noch viele hundert Tagliliensamen ausgesät habe und weil die Frage nach der Aussaat immer wieder auftaucht.

Aufbewahrung und Aussaat von Tagliliensamen

(Text von Callis)


Wenn ich Samen aus reifen Kapseln ernte, lege ich sie zunächst im Haus auf Küchenpapier und wende sie von Zeit zu Zeit. Ja nach dem Wetter (trocken oder nass) beim Ernten lasse ich sie dort 4-24 Stunden, bevor ich sie in kleinen beschrifteten Plastikbeuteln zusammen mit einem Stückchen Küchenpapier zum Absorbieren der Restfeuchtigkeit für den Winter in den Eisschrank lege. Ich kontrolliere den Samen alle paar Wochen (2, 4, 6), weil manchmal Körner schimmeln und andere anstecken. Dann müssen die übrigen gesunden Samen gereinigt und mit einem neuen Stück Papier in neue Plastikbeutel gepackt werden. Die Samen aus einigen  Kreuzungen (meist tetraploide) bleiben völlig frisch bis zum Aussaattermin, andere (meistens aus diploiden Kreuzungen) schrumpeln ein bisschen. Abgesehen davon, dass diploide Samen normalerweise kleiner sind, habe ich bisher keine Erklärung für dieses Phänomen finden können. Immerhin wird die Keimrate davon offensichtlich nicht beeinflusst, aber möglicherweise die Keimdauer.


Die Aussaat beginnt Anfang März um Pflanzen zu produzieren, die im Jahr darauf zum ersten Mal blühen können. Ich habe mit anderen Aussaatzeiten experimentiert. Bei früherer Aussaat bekamen die Sämlingen auf den breiten Fensterbrettern meiner Stadtwohnung  nicht genug Licht (und ich möchte kein Kunstlicht installieren) und entwickelten sich nur dürftig. Ich habe auch versucht in der zweiten  Maihälfte im Freien zu säen. Aber dann sind die Sämlinge vor dem Winter nicht kräftig genug geworden und haben erst im übernächsten Jahr geblüht. Folglich ist unter meinen Bedingungen Anfang März die beste Zeit.

Ich säe bis zu neun Samen in 8 cm-Töpfe in gute, keimfreie, durchgefeuchtete Aussaaterde.
Waren die Samen im Winter nicht im Kühlschrank, kommen die Töpfchen in Plastik tüten und für ca. 10 Tage jetzt in den Kühlschrank oder auf den Balkon, wenn kein Frost ist. Sie sollten mindestens 10 -14 Tage bei 3-6° gehalten werden.  Nach der Kühlung stelle ich die Saattöpfchen in größere Behälter mit transparenter Abdeckung auf fast alle meine Fensterbretter (unter denen sich die Zentralheizung befindet.). Die Keimung erfolgt gewöhnlich innerhalb von 4-28 Tagen. Die durchschnittliche Keimrate liegt bei etwa 80%.

Mitte April schaffe ich die Sämlinge in meinen Garten (300 km entfernt) und fange an, sie in tiefere Töpfe oder Blumenkästen zu pikieren, damit die Wurzeln mehr Platz zur Entwicklung haben. In dieser Zeit beobachte ich die Außentemperatur sehr genau und renne manchmal gegen Abend hinaus, um all die Sämlingstöpfe ins warme Haus zu tragen.Von dieser Zeit an gieße ich etwa alle vierzehn Tage mit einer schwachen Lösung WUXAL.

Ab der zweiten Maihälfte werden die noch ziemlich kleinen Sämlinge (4-6 Blätter) ins Freie verpflanzt, in Beete, wo sie bleiben bis sie zum ersten Mal blühen. Nachdem sie sich ein bisschen eingewöhnt haben, bekommen die Sämlinge jeweils noch eine Portion BIO-GARTEN-AZET, und bei anhaltender Trockenheit werden sie (mangels Bewässerungssystem) einzeln von Hand gegossen.
So richtig fangen die Sämlinge ab Mitte August an zu wachsen, so dass sie vor dem Wintereinbruch  schon richtig kräftig aussehen und manchmal schon mehrere Fächer haben. Abgesehen davon, dass die Beete unkrautfrei gehalten werden, bekommen die Sämlinge vor der ersten Blüte keine Pflege mehr, keinen Mulch, keinen Winterschutz, nur ein bisschen NPK-Dünger im nächsten Frühjahr. Wenn eine Pflanze nicht stark genug ist, um den Winter zu überleben, war sie nicht lohnend für unser Klima.
Zum Glück überleben die allermeisten Sämlinge, und von ihnen blühen im folgenden Sommer durchschnittlich etwa 75-80% zum ersten Mal.


.

Es gibt auch andere Texte hierzu, z. B. einen von Tomas Tamberg, wobei man bei seiner frühen Aussaatmethode (Dezember glaube ich mich zu erinnern) künstliche Beleuchtung braucht.
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bernerrose

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Re: Hemerocallis aussäen
« Antwort #2 am: 13. September 2018, 14:12:14 »

Liebe Callis,
vielen herzlichen Dank für die umfassenden und präsizen Anweisungen.
Ich werde versuchen, sie genau zu befolgen und hoffe, schöne Sämlinge zu erhalten.
Die Samen sehen so schön aus und sind vollkommen trocken, das muss einfach klappen.
Oft habe ich mit meinen Aussaaten ziemliches Glück....
LG
  die bernerrose
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bernerrose

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Re: Hemerocallis aussäen
« Antwort #3 am: 13. September 2018, 14:14:59 »

@Callis
hab noch vergessen zu fragen, ob du mit Eisschrank den Kühlschrank oder den Gefrierschrank meinst.
Ich denke, wohl den Kühlschrank.
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biene100

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Re: Hemerocallis aussäen
« Antwort #4 am: 13. September 2018, 14:48:13 »

Das wird ganz bestimmt was.  :D

Allerdings gehts auch ohne kühlen. Die Samen müssen ordentlich ausgreift sein,- nicht zu früh ernten, dann gehen sie ratz fatz auf.

edit
Ich habe gerade besser nachgelesen... ::) :P :-[
Callis schreibt: wenn die Samen übern Winter nicht im Kühlschrank waren..... das kann sein, dass das was ausmacht.
Ich habe eine kalte Speisekammer,- mein Kühlschrank im Winter. Da lagern auch alle meine Samen. Drum sind sie wohl auch so gut aufgegangen. Wenn Du die Samen in einem kleinen Döschen oder Beutel übern Winter schön kühl lagerst, ersparst Du Dir also die Aussaat zwei Wochen zu kühlen.
« Letzte Änderung: 13. September 2018, 14:52:00 von biene100 »
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Callis

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Re: Hemerocallis aussäen
« Antwort #5 am: 13. September 2018, 14:53:36 »

@Callis
hab noch vergessen zu fragen, ob du mit Eisschrank den Kühlschrank oder den Gefrierschrank meinst.
Ich denke, wohl den Kühlschrank.
Natürlich meine ich den Kühlschrank. Ich stamme eben noch aus einer Zeit, als es noch keine Gefrierschränke gab.
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