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|17|3|Aber nicht vom Winde verweht, sondern vom Wurme zerlegt.  (Zitat aus einem Fachthread bei garten-pur)

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Autor Thema: Italienische Säulenpappeln  (Gelesen 928 mal)

Nox

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Italienische Säulenpappeln
« am: 28. Oktober 2018, 19:53:05 »

Ich hätte mal eine Frage zur Lebenserwartung von Populus nigra Italica:

Die Vorbesitzer meines Hauses haben eine Reihe Pappeln zum Nachbarn hin gepflanzt. Sie haben sich extrem unterschiedlich entwickelt, das mächtigste Exemplar ganz links in der Reihe ist am rechten Photorand zu erkennen. Sie stehen gerade mal 50 cm bis 100 cm von seiner Mauer entfernt ...... !

Gepflanzt wurden sie in den 80er Jahren, sie sind jetzt maximal 38 Jahre alt. Muss ich mir jetzt Sorgen machen, dass sie in den nächsten 20 Jahren umkippen ? Wie lange sind solche Pappeln gesund und standfest ?

Ich habe Gefallen an diesen reifen Bäumen gefunden und die Ecke wäre schon mächtig öde ohne sie. Wenn es sein muss, würde ich sie lieber bald ersetzen als noch jahrelang zu warten, schliesslich kann nichts Neues gross werden, solange diese Pappeln darauf fallen würden.

Hier das Photo:

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dmks

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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #1 am: 28. Oktober 2018, 20:01:26 »

Allgemein geht man bei Pappel von einer Standzeit so bei etwa 40 bis 60 Jahre aus. Das hat aber auch gestalterische Hintergründe...wenn langsam wachsende Baumarten wie Linde und Co. soweit sind kommen die schnellwachsenden Pappeln weg. Ich kenne Exemplare die gut standfest und deutlich älter als 50 Jahre sind!
Soweit auf dem Foto erkennbar ist der Baum noch recht gut und vital.
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Erst wenn der letzte Bauer pleite, der letzte Traktor geschrottet, die Weiden geflutet, der Acker vom Unkraut überwachsen ist und die Kuh statt Ohrmarken vorn und hinten Nummernschilder trägt - werden wir merken, daß man bunte Werbung nicht essen kann.

dmks

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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #2 am: 28. Oktober 2018, 20:06:05 »

Viel aufschlußreicher wären Fotos vom Stammfuß (Pilzbefall, Leistenbildung nach Blitzschlag, Wurzelanläufe, Bodenveränderungen etc.) und der Zustand was die Totholzbildung im Kronenbereich betrifft. Pappeln (Italica) bilden immer Totholz, den Unterschied machen Menge und Lage.
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Starking007

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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #3 am: 28. Oktober 2018, 20:52:09 »

Solch Gehölze beurteile ich beruflich.
Lass das einen Fachmann anschauen.
Das heißt nicht, dass es ein teuer bezahlter sein muss,
sondern einer, der sich das zutraut!

"Normale" Bäume kann ein normaler Mensch beurteilen, aber ich denke nicht,
dass hier die ganze Situation normal ist.
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Gruß Arthur

dmks

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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #4 am: 28. Oktober 2018, 22:03:06 »

Lass das einen Fachmann anschauen.

"Normale" Bäume kann ein normaler Mensch beurteilen, aber ich denke nicht,
dass hier die ganze Situation normal ist.

Das ist "auf den Punkt gebracht"! ;)
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neo

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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #5 am: 28. Oktober 2018, 22:07:13 »

Wir haben auch so eine auf dem Grund, ich wusste bis dieses Jahr nicht, dass sie eine italienische Säulenpappel ist.
Alter wahrscheinlich 50-60 Jahre. Ich las, dass die auch bis zu 100 Jahre alt werden können, das stimmt nicht?
Ok, das kann ja dann der Fachmann beantworten. ;)
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Nox

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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #6 am: 28. Oktober 2018, 22:12:53 »

Danke für Eure Antworten, ich freue mich über jeden Beitrag !

Das Bild wurde nicht speziell für meine Frage hier aufgenommen, eher für meine Gartenplanung. Vielleicht schaffe ich es, morgen ein besseres Bild zu zeigen. Die grosse Pappel zeigt keinerlei Schwäche, eine kleinere aber hat einen grossen Rindenschaden am Stammgrund.
Ich wohne in Frankreich auf dem Lande, aber vielleicht hat meine Versicherung ja entsprechende Experten an der Hand.

Blöd halt wäre, wenn diese Pappeln dann mit 60 Jahren an ihre Grenze kämen und ich wäre dann 80, wenn ich solange durchhalte.
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neo

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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #7 am: 28. Oktober 2018, 22:32:53 »

Blöd halt wäre, wenn diese Pappeln dann mit 60 Jahren an ihre Grenze kämen und ich wäre dann 80, wenn ich solange durchhalte.

Wenn sie über ein gewisses Alter sind ist das Holz scheinbar nicht mehr gut zu gebrauchen. Unsere Pappelreihe wäre jetzt in einem erntereifen Alter scheinbar (aber das sind nicht italienische). Vor ein paar Jahren fuhr ein grünes Auto in den Hof mit einem bärtigen Mann, der fragte, ob unsere Pappeln zu haben sind. Ich fragte den Besitzer der Bäume, Mann guckte ziemlich böse. Ich wusste, er gibt sie sicher nicht her. ;D
Aber seitdem mache ich mir auch ein bisschen Gedanken darüber was ist, wenn die Pappeln von selbst zu fallen beginnen. In meinem Leben müsste es nicht sein.
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neo

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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #8 am: 29. Oktober 2018, 13:51:21 »

Zur Lebenserwartung (der Pappeln, nicht unserer) ;):
"Die Pappel gehört zur Familie der Salicaceaen und ist somit den Weichholzbaumarten
zuzuordnen und weist, verglichen mit den Hartholzbaumarten, eine geringere
Lebenserwartung auf. Bezüglich des erreichbaren Lebensalters gibt es in der aktuellen
Literatur Jahrbuch der Baumpflege 2009 für die Populus nigra unterschiedliche Angaben von
100 bis zu 300 Jahren; während BALDER (1997) für die Populus nigra ‚Italica’ am natürlichen
Standort eine Lebenserwartung von 100 Jahren und am Stadtstraßenstandort von 30 bis 50
Jahren angibt (s. PLIETZSCH 2009)."

Der Text ist aus einer Pappelbegutachtung in Berlin, kann leider nicht verlinken.
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Bristlecone

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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #9 am: 29. Oktober 2018, 14:37:50 »

Bei den Pyramidenpappeln werden meist einzelne Kronenpartien oder größere Äste kritisch, die lange vor dem Tod des ganzen Baums absterben und runterkommen.
Je nachdem, wo solche Pappeln stehen, besteht früher (Straßenbaum an belebter Straße) oder später (Baum am Bach oder Feldrain weit weg von Plätzen, wo oft Menschen sind) Handlungsbedarf.
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Nox

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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #10 am: 29. Oktober 2018, 18:56:14 »

Dann könnte ich ja theoretisch zusammen mit diesen Bäumen noch alt werden !
Hier ein paar mehr Bilder:

Man kann bei der kräftigsten ersten Pappel erkennen, dass sie eine V-förmige Gabelung weiter oben hat. Vielleicht sollte ich den Ast Richtung Nachbarn mal entfernen lassen ? Im Dezember hat ein anderer Nachbar eine Hebebühne bestellt, der gute Mann könnte dann gleich mal bei mir vorbeischauen.

Was meinen die Experten ?


« Letzte Änderung: 29. Oktober 2018, 19:00:13 von Nox »
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Nox

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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #11 am: 29. Oktober 2018, 19:02:53 »

Ganz schön nah an Nachbar's Mauer gepflanzt...

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Bristlecone

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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #12 am: 29. Oktober 2018, 19:03:41 »

Einerseits eine gute Idee, solch einen Zwiesel zu beseitigen.
Andererseits schafft das eine recht große offene Stelle als Eindringort für Pilze.  :-\
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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #13 am: 29. Oktober 2018, 19:18:20 »

Dann könnte ich ja theoretisch zusammen mit diesen Bäumen noch alt werden !
Hier ein paar mehr Bilder:

Man kann bei der kräftigsten ersten Pappel erkennen, dass sie eine V-förmige Gabelung weiter oben hat. Vielleicht sollte ich den Ast Richtung Nachbarn mal entfernen lassen ? Im Dezember hat ein anderer Nachbar eine Hebebühne bestellt, der gute Mann könnte dann gleich mal bei mir vorbeischauen.

Was meinen die Experten ?

Ich dachte es schon gestern bei dem Foto von weiter weg - ist das wirklich eine 'Italica'?
Der Baum sieht für mich nämlich schon sehr nach einfacher Populus nigra aus....

Was das Schneiden angeht - ich hab hier in Düsseldorf im 5. Stock vorm Fenster mehrere 'Italica', die direkt neben einem wohl in den 60er/70er Jahren im innenhof gebauten Bungalow stehen und die alle Paar Jahre in der Höhe massiv gekürzt werden, die Spitzentriebe, die dann rausgesägt werden, haben bestimmt 15-20cm Durchmesser, ich dachte beim ersten Mal auch so, dass diese gerade gesägten Stümpfe nun wirklich nicht das Wahre sein können.
Aber ich hab bei den Dingern noch nie Bruch erlebt, nicht mal bei "Ela" 2014.  ???

Ich würd aber wahrscheinlich auch nicht ohne Not große Wunden verursachen......schwierig, das Ganze
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Re: Italienische Säulenpappeln
« Antwort #14 am: 29. Oktober 2018, 19:25:49 »

Die erste ist sicher keine Säulenpappel, und wohl auch keine reine Schwarzpappel, die sind recht selten. Ich tippe auf eine Kanada-Schwarzpappel o. ä., Pappeln hybridisieren ja leicht. Bristlecone hat sicher recht, man beseitigt eine potentielle Gefahrenstelle, dafür schafft man sogleich die nächste - ich würde die Gabelung daher eher unangetastet lassen, wenn sich im unmittelbaren Umfeld nicht gerade ein Gebäude o. ä. befindet. Es sind ja nicht nur die Pilze, sondern man verändert mit so einem Eingriff die komplette Statik des Baumes. Dann wäre es wohl sicherer, ihn an dieser Stelle ganz zu kappen, aber wie sieht denn das aus?!
« Letzte Änderung: 29. Oktober 2018, 19:34:14 von AndreasR »
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Andreas
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