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|14|7|Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts. (Friedrich Hebbel)

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Autor Thema: Heimat für rares  (Gelesen 14613 mal)

Sven92

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Heimat für rares
« am: 29. November 2018, 21:53:15 »

Hallo Zusammen
Ich wollte mal ein bisschen über unser kleines Gartenprojekt erzählen.
Vor 4 Jahren haben ich und meine Partnerin einen kleinen Garten erschlossen (5x10 meter).
Zu beginn wurde wild drauf losgepflanzt, nach und nach hat sich eine schwäche für seltene und alte Gemüse und Obstsorten ergeben.
Von Jahr zu Jahr nahm die Gartenfläche zu, dieses Jahr durften wir bereits auf cirka 1000 Quadratmeter Gemüse und Obst anbauen. Wie ist das möglich? Mein Vater bewirtschaftet einen kleinen Bauernhof, leider hatte er nie eine schwäche für Obst.
Ganz anderst bei mir, in den letzten 2 Jahren wurden über 50 Bäume gepflanzt.
Natürlich sind sogut wie alle alte Sorten, die im Programm von Prospecierara sind.
Zb.
-Blutbirne
-Weinbergpfirsiche
-Rotkernige Nussbäume
-Maulbeeren
-div. Wildobst
Diese Jahr will ich wieder ein paar Sorten erhalten und selbst veredeln. Es handelt sich um 4-5 Lokalsorten die sogut wie nicht mehr anzutreffen sind.
Letztes Jahr gab es ordentlich Platz für Beeren. Wir haben 6 alte Erdbeersorten die wir stetig vermehren, zurzeit sind es cirka 500 Pflanzen. Darunter die super köstliche und Kuriose "Weisse Ananas".
Auch Himbeeren haben bei uns ein zuhause, auch hier geht es eher abnormal zu und her.
-Schwarze Himbeere
-Hauensteins Gelbe (Lokalsorte)
-Japanische Weinbeere
-Boysen und Loganberry
Diese Saison hatten wir über 130 alte und rare Sorten in useren Gärten.
Und auch seit diesem Jahr sind wir ein Prospecierara Gütesiegelbetrieb, das heisst wir erhalten und vermehren gewisse Sorten und können dafür das Label für den Verkauf gebrauchen.
Für das Jahr 2019 steht ein grosses Projekt an, wir dürfen ein Gewächshaus für Tomaten,Auberginen,Paprika etc erstellen. Das Gewächshaus ist 6x20 meter gross.
Ebenso wird die Gemüsefläche um cirka 600 quadratmeter erweitert (16x36 meter).
Ihr merkt schnell ich könnte noch stunden weiter erzählen und 1000 Fotos anhängen.
Ich probiere den Thread ein bisschen aufrecht zu halten über die Saison.
Ich denke für den ein oder anderen gibt es neues zu entdecken :)
Ich weiss auch nicht ob dies die richtige abteilung ist für sowas?

Weiteres wird folgen
Grüsse aus der Schweiz
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Sven92

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Re: Heimat für rares
« Antwort #1 am: 29. November 2018, 21:59:13 »

Neuer Perma Blumen Stauden und Kräutergarten
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Sven92

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Re: Heimat für rares
« Antwort #2 am: 29. November 2018, 21:59:59 »

Ein teil der Beerenabteilung
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Sven92

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Re: Heimat für rares
« Antwort #3 am: 29. November 2018, 22:00:50 »

Neuer Gemüseteil unten rechts kommt das Gewächshaus
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Sven92

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Re: Heimat für rares
« Antwort #4 am: 29. November 2018, 22:01:45 »

Rote Gublernuss und weiter unten die Weinbergpfirsiche
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Sven92

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Re: Heimat für rares
« Antwort #5 am: 29. November 2018, 22:05:19 »

Paprika sweet long yellow
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Sven92

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Re: Heimat für rares
« Antwort #6 am: 29. November 2018, 22:05:59 »

Diverse Tomaten der 18er ernte
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thuja thujon

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Re: Heimat für rares
« Antwort #7 am: 29. November 2018, 22:14:52 »

Moin Sven,
das sieht nach Passion aus was du da in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hast.

Was wird im Betrieb von deinem Vater angebaut? Fällt dort nicht Stroh oder Kleegras oder anderes Material an, was man als Transfermulch gebrauchen könnte?
Ich finde die viele schwarze Plastikfolie passt nicht recht in die Vorstellung eines pro species rara Betriebs.
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Sven92

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Re: Heimat für rares
« Antwort #8 am: 29. November 2018, 22:26:43 »


Ich finde die viele schwarze Plastikfolie passt nicht recht in die Vorstellung eines pro species rara Betriebs.

Hallo
Zurzeit sind es 7 Hektar Wiese, der Betrieb steht im umbruch.
Soviel mulchmaterial fällt leider nicht an. Der Rasenschnitt reicht meistens für die Beeren.
Nun zu der Folie.
Ich weiss das viele etwas gegen diese Folien haben, ich war gerade dieses Jahr froh darum.
Die Folie bringt für mich nur Vorteile.
-Speichert die Feuchtigkeit
-Wärmt die Pflanzen
-Hemmt das Unkraut
Zur Folie muss noch gesagt werden das diese eine Spezielle UV Beständige und zersetzungsresistente Folie ist.
Ich kenne sehr viele Bio Betriebe die diese einsetzen.
Vielleicht noch zum erwähnen, wir beide arbeiten 100% der Garten wird nebenbei Betrieben.

Grüsse
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Alstertalflora

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Re: Heimat für rares
« Antwort #9 am: 30. November 2018, 07:50:13 »



Hallo
Zurzeit sind es 7 Hektar Wiese, der Betrieb steht im umbruch.
Vielleicht noch zum erwähnen, wir beide arbeiten 100% der Garten wird nebenbei Betrieben.


Wow  :o - nicht schlecht! Hut ab  :D!
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thuja thujon

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Re: Heimat für rares
« Antwort #10 am: 30. November 2018, 08:09:47 »

Ja, Respekt, da muss man flexibel sein. Manche Arbeiten lassen sich nicht aufschieben, das sorgt dann für Konflikte mit dem Arbeitgeber oder mit den Pflanzen.

Zur Folie, dann ists aber auch gut: für schnell mal und kurz sag ich ja nix dagegen, nach 1-2 Jahren sieht man aber schon wie der Boden drunter abbaut. Zuerst werden es weniger Würmer, danach geht auch die Krümelstruktur langsam kaputt. Wenn die Würmer zurück gehen, mischen sie vorher nochmal sehr intensiv durch, auf der Suche nach fressbarem. Das täuscht manchmal und man denkt es wäre eine tolle Struktur unter der Folie.
Unkraut ist wichtig, das ist Bodenfutter. Die Kunst besteht darin es so lange wachsen zu lassen dass es die Entwicklung nicht stört und so spät wie möglich erst hacken.
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Sven92

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Re: Heimat für rares
« Antwort #11 am: 30. November 2018, 08:27:45 »

Danke für die Komplimente.
Die schwierigkeit für uns ist die mitte zu finde zwischen all dem.
Wir haben 2 Gärten ohne folie die wir in einer art Permakultur führen.
Dieses Jahr liessen wir das Unkraut überall wachsen, da es feuchtigkeit speicherte.
Auf der grossen flächen wollen wir Gemüse produzieren, zwischen den Folien hat es Platz für Gras und Unkraut.
Aber auch für die Mobile Bewässerung die sehr wichtig ist für uns.
Nach einem Jahr wird der grösste Teil mit einer Gründüngung über Winter eingesät. Sodass im folge Jahr die Folie an einem neuen Ort ist und so auch die Fruchtfolge garantiert ist.
Rund um die Gärten blühen im Sommer Blumenstreifen, sodass Bienen und andere Insekten ihren unterschlupf finden.

Probieren ist für uns alles, evtl ändert sich das mit der Folie noch.
Zurzeit hat sie einfach zu viele vorteile für uns.
Grüsse
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Frühling

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Re: Heimat für rares
« Antwort #12 am: 30. November 2018, 10:35:24 »

Hallo, Prospecierarafreund :) Finde es echt toll was ihr tut. Es steckt viel Arbeit dahinter aber euer Wille und Begeisterung werden sicherlich belohnt werden.  Auf alle Faelle, Hut ab und halte uns auf dem laufenden.  Hat mich auch gefreut, dass ihr PSR unterstuetzt, ich wuerde es gerne viel mehr tun, aber die liebe Zeit….. Trotzdem, sende ich jedes Jahr Tomatensamen an sie, als mein winziger Beitrag. 
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Ein Garten ohne Baum ist wie ein Haus ohne Dach.

Nemesia Elfensp.

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Re: Heimat für rares
« Antwort #13 am: 30. November 2018, 11:40:06 »


Moin Sven,

ein tolles Projekt und mir gefällt auch besonders, dass Ihr, Deine Vater und Du, Euch gegenseitig genug Raum und Respekt gebt, die
eigenen Vorlieben zu leben
Zitat
................nach hat sich eine schwäche für seltene und alte Gemüse und Obstsorten ergeben.
Von Jahr zu Jahr nahm die Gartenfläche zu, dieses Jahr durften wir bereits auf cirka 1000 Quadratmeter Gemüse und Obst anbauen. Wie ist das möglich? Mein Vater bewirtschaftet einen kleinen Bauernhof, leider hatte er nie eine schwäche für Obst.
das ist ja auch schon ein kleines Meisterwerk :)


Soviel mulchmaterial fällt leider nicht an. Der Rasenschnitt reicht meistens für die Beeren.
dazu ein Gedanke von mir:
...........ob es auch für Euch evtl. eine Überlegung wäre, ganz gezielt etwas Fläche für die Produktion von eigenem Mulchmaterial zu verwenden?
Ich habe hier eigentlich nicht so viel Platz, aber dennoch habe ich in diesem Jahr begonnen ganz gezielt mulchfähige Pflanzen für Dauerkulturen anzuziehen, die ich auf einer eigens dafür abgestellten Fläche anpflanzen werde.
Ich habe dazu Silphie (Silphium perfoliatum) und auch Sida (Sida hermaphrodita) in der Kultur ( :D danke an liebe Forumsfreunde für die Saatgut- u. Pflanzengaben :D) und werde die Jungpflanzen im nächsten Frühjahr auspflanzen können.
Ich hoffe, dass ich dann in 2020 den ersten Transfermulch als zusätzliches Mulchmaterial zu Verfügung habe.
Ich war es leid, immer nur auf das begrenzte und weiche N-haltige Mulchmaterial vom Rasenmähen angewiesen zu sein. Ich will endlich Mulchmaterial, welches auch grobe, holzige Anteile hat, die nicht so schnell verrotten. Das ist bei beiden der o.g. Pflanzenarten gegeben.

LG
von
Nemi
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Sven92

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Re: Heimat für rares
« Antwort #14 am: 30. November 2018, 12:45:56 »

Das wäre natürlich eine überlegung wert.
Das mit dem Holz anteil lösen wir zurzeit mit Kompost, der teilweise guten Holzanteil aufweist.
Die ersten Erfahrungen mit dem Mulch waren ernüchternd, der feuchte Rasenschnitt zog massenhaft Schnecken an, denen schmeckten unsere jungen Setzlinge.
Übrigens haben die Schnecken die Folie nicht wirklich gern, da sie im Sommer sehr warm ist. Somit haben wir auch an den Erdbeeren so gut wie nie Schnecken.

Grüsse
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