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Autor Thema: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?  (Gelesen 2353 mal)

MarkusG

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bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« am: 01. Januar 2019, 12:24:17 »

Hallo Ihr Lieben,

zunächst wünsche ich Euch ein schönes und vor allem gesundes Jahr 2019!

Beim derzeitigen Staudenschnitt sind mir gewisse einjährige und mehrjährige Bodendecker auf den Staudenbeeten aufgefallen, bei denen ich mir unsicher bin, ob ich froh sein soll, dass sie derzeit den Boden bedecken und damit das Aufkommen schlimmerer Unkräuter verhindern oder ob ich dringend versuchen sollte, sie bis auf das letzte Fitzelchen zu entfernen.

Leider fehlt mir hierzu die Erfahrung langjähriger Staudenbeetpflege. Ich nenne mal ein paar Namen und bitte Euch um Eure Erfahrungen:

Ein zum Teil dichtes Geflecht bildet Gundermann. Soll ich froh sein, ihn zu haben oder erstickt er mir andere Stauden?

Persischer Ehrenpreis ist an manchen Stellen teppichartig. Gut oder schlecht?

Vogelmiere?

Außerdem habe ich in einem Halbschattenbeet die Walderdbeere. Ich finde ja toll, wie sehr sie den Boden abschließt, wo sie wächst, ist kaum Platz für Unkraut. Aber kann sie anderen Stauden gefährlich werden?

Ich danke Euch schon mal für Eure Ratschläge!

Markus
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MarkusG

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #1 am: 01. Januar 2019, 12:33:33 »

Ich habe gerade gesehen, zum Thema "Gundermann" gab es schon mal einen Thread. Hier der Link dazu:

https://forum.garten-pur.de/index.php?topic=33270.0

Zusammengefasst wird in dem gelinkten Thread eher abgeraten, den Gundermann in Staudenbeeten wachsen zu lassen. Schade! Macht mir Arbeit, ihn zu entfernen und der bodendeckende Effekt ist weg.
« Letzte Änderung: 01. Januar 2019, 12:36:00 von MarkusG »
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Secret Garden

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #2 am: 01. Januar 2019, 12:42:20 »

Den Neujahrswünschen schließe ich mich an. :D
Sagen kann ich nur etwas zu den Walderdbeeren. Ich hatte irgendwann fünf Pflänzchen gesetzt und mich angesichts des Ausbreitungsdrangs erschrocken. Über die Jahre haben sich die Walderdbeeren vor allem in schattigen und halbschattigen Bereichen stark ausgebreitet, aber sie füllen nur vorhandene Lücken und überwuchern andere Stauden nicht. Nur wenn sie Wege und Plätze übernehmen wollen, werden sie gejätet.
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MarkusG

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #3 am: 01. Januar 2019, 12:45:35 »

Danke für Deine Einschätzung! Das würde eher für die Walderdbeere sprechen.  :D Aufpassen werde ich wohl an den Stellen, wo sie beispielsweise dem Phlox divaricata zu nahe kommt.
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laguna

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #4 am: 01. Januar 2019, 12:50:16 »

Aus Staudenbeeten würde ich alle aufgeführten Pflanzen entfernen.
Ich mulche lieber mit feinem Holzhäcksel vom öffentlichen Häckselplatz oder alternativ mit Rindenhumus.
Als nicht wuchernden Bodendecker habe ich Heuchera Strawberry Swirls. Da kommt auch kein Unkraut durch und wenn die Pflanzen zu breit werden, schneide ich diese zurück und habe erstklassige Stecklinge.
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Rosige Grüße von laguna

Krokosmian

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #5 am: 01. Januar 2019, 12:53:15 »

Walderdbeeren nehme ich hier eher als Vagabund, weniger als echten Bodendecker wahr. Sie ist auf frisch aufgebrochenen oder mit Kompost versehenen Ecken plötzlich in Masse da, nach einer gewissen Zeit ist der vermeintlich dichte Teppich lückig und teils irgendwann auch wieder weg. Ältere/Überalterte veschwinden besonders gerne nach einem herberen (Kahl-)Frost. Ähnlich verhalten sich normale Duftveilchen, beiden ist hier ihr striktes Schattenbedürfnis abhanden gekommen...

Die Fragarien haben hier noch nichts so wirklich erwürgt, zumindest nichts Eingewachsenes. Bei zarteren Schätzen könnte das aber anders sein. Und eine echte Waldsituation habe ich zugebenermaßen auch nicht.
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MarkusG

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #6 am: 01. Januar 2019, 12:54:00 »

Aus Staudenbeeten würde ich alle aufgeführten Pflanzen entfernen.

Ich hatte es befürchtet, dass diese Antwort kommt!  :P ;D Also müsste ich nochmal ran an das Beet.
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MarkusG

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #7 am: 01. Januar 2019, 12:55:11 »

Danke, Krokosmian, die Walderdbeere darf bleiben!  ;)
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enaira

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #8 am: 01. Januar 2019, 12:57:51 »

Aus Staudenbeeten würde ich alle aufgeführten Pflanzen entfernen.
Das dürfte bei Markus ein Ding der Unmöglichkeit sein...

Als nicht wuchernden Bodendecker habe ich Heuchera Strawberry Swirls. Da kommt auch kein Unkraut durch und wenn die Pflanzen zu breit werden, schneide ich diese zurück und habe erstklassige Stecklinge.
Die Erfahrung kann ich bestätigen, eine der dankbarsten Heuchera!

Der Ehrenpreis nervt mich auch ganz gewaltig. Allerdings mehr im "Rasen", weil er dort so flach und klein ist.
Ähnlich schlimm ist der dunkle Klee.
Der Kampf lässt sich wohl nicht gewinnen.
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Liebe Grüße
Ariane

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Krokosmian

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #9 am: 01. Januar 2019, 13:00:01 »

Walderdbeere darf bleiben!  ;)

Komm aber bloß nicht auf die Idee als Ergänzung Trugerdbeeren dazu zu pflanzen, die sind wirklich das Allerletzte :P
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Henki

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #10 am: 01. Januar 2019, 13:00:19 »

Einspruch. Gundermann, Walderdbeere und Waldsteinia sind hier unter den Unkräutern, die ich am meisten verfluche und schon lange versuche loszuwerden. Die Walderdbeere macht einen dichten Filz, wenn es ihr gefällt und hängt die Ableger auch sehr gern in andere Stauden. Wehret den Anfängen...

Vogelmiere finde ich vor allem optisch sehr lästig. Gut gefüttert kann sie schon dickere Polster bilden. Wenn die abgeblüht eintrocknen, bleibt ein gelbes Geflecht. Das sah im vergangenen Jahr auf einigen Baumscheiben recht unschön aus und musste händisch entfernt werden. Dann doch lieber gleich jäten.
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enaira

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #11 am: 01. Januar 2019, 13:06:51 »

Vogelmiere finde ich vor allem optisch sehr lästig. Gut gefüttert kann sie schon dickere Polster bilden.

Und kann dann gut verspeist werden!
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Ariane

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Alva

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #12 am: 01. Januar 2019, 13:12:09 »

Walderdbeeren dürfen hier überall wachsen. Wenn sich Ableger in Stauden verirren, leite ich sie um. Ältere Exemplare verschwinden schon mal über den Winter, das habe ich auch so beobachtet.

Gundelrebe habe ich bereits bereut, sie absichtlich ausgepflanzt zu haben.  ::) Sie lässt sich aber leicht im Zaum halten. Ok, ich habe leicht reden, mit meinen 100 m2. ;)
« Letzte Änderung: 01. Januar 2019, 13:15:40 von Alva »
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AndreasR

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #13 am: 01. Januar 2019, 13:19:33 »

Ich habe zwar noch keine besonders langjährige Erfahrung, aber nach meinen Beobachtungen gehört zumindest keine der genannten Pflanzen zu den gefürchteten unausrottbaren Unkräutern. Ehrenpreis und Vogelmiere sind wohl vor allem optisch lästig, stören aber nur in sehr niedrigen und kleinteiligen Pflanzungen. Jäten kann bisweilen etwas lästig sein, geht aber leicht von der Hand.

Gundermann blüht sehr hübsch, macht bei einigermaßen feuchtem Boden aber teils meterlange Ranken und kann dadurch störend sein, wenn er aus Platzmangel auch noch in die anderen Pflanzen hineinwächst. Zarte Stauden sind ihm womöglich nicht gewachsen. Walderdbeeren hingegen mag ich sehr, zwar können sie sich auch sehr stark ausbreiten, aber zumindest höhere Stauden sollten damit kein Problem haben. Als Bodendecker sind sie mir allemal lieber als jegliches Unkraut.
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Andreas

Alva

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Re: bodendeckendes Allerlei - Fluch oder Segen?
« Antwort #14 am: 01. Januar 2019, 13:24:20 »

Ja, die hübschen Blüten der Gundelrebe  :D - die haben mich auch verführt.

Vogelmiere habe ich fast erfolgreich ausgerottet. Ganz selten kommt noch was hoch. Erkenne ich im Keimblatt-Stadium  8)
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