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News: Seltsam, was einem so auffällt, wenn man mal so überlegt. (pearl)
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22. Januar 2019, 22:47:47
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Autor Thema: 1000 und 1 Frage - Beet anlegen, Sandboden, Kugelrobinie ...  (Gelesen 1918 mal)

perennial

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ganz so viel werden es wohl (hoffentlich) nicht...
aber als Gartenneuling stellen sich schon einige Fragen.

Ich werde mein erstes Beet anlegen, ca 3,00 x 3,00 mittig steht eine Kugelrobinie, muss vor 20 Jahren der Renner gewesen sein, man sieht viele hier in der Siedlung. Allerdings möchte ich sie unterpflanzen.
Das Beet liegt zur Südseite, jetzt stellt sich mir die Frage, müssen aufgrund des Baumes Schatten oder Halbschattenstauden gepflanzt werden, oder doch Sonnenstauden wegen dem Einfall der Sonne?

Wie ich schon in meiner Vorstellung schrieb lebe ich in der Lüneburger Heide, das heißt wunderbarer :(
Sandboden. Sand und Schatten scheint es aber in der Gartenwelt nicht zu geben.
Ich habe aber hier schon gelesen, dass eine Bodenverbesserung mit Kompost und Bentonit angesagt ist.
Kein Problem. Eine Bekannte könnte mir Fango vermitteln. Wäre das tatsächlich auch eine Option?
und kann ich dann so gut wie jede Staude nehmen?

In irgendeinem Beitrag über Bodendecker habe ich gelesen, dass man dann starke Stauden pflanzen soll.
Woran erkenne ich starke und schwache Stauden? Eas ist überhaupt von Bodendeckern zu halten?Ich möchte die Fläche nicht überwuchern lassen, sondern schöne Pflanzen und auch Gräser kombinieren.
Mit wenig Freifläche.

Auch gelesen „dann werden die,Frühjahrsblüher von den... abgelöst“ Müssen dann die Ablöser ganz dicht an den anderen gepflanzt werden, ohne Einhaltung der Abstandes? und kann, muss auf Sandboden generell enger gepflanzt werden, oder ist das kontraproduktiv. Dazu habe ich versucht Literatur zu finden, aber von schönen Gärten gibt es genug allerdings nicht mit genügend Erklärungen für mich.

auf der anderen Seite des Grundstücks stehen einige sehr hohe Fichten und Kiefern des Nachbarn direkt an der Grenze, wenn ich da Beete anlege, sollten da die Nadeln u.ä.  regelmäßig entfernt werden oder ist das sogar gut wenn es liegen bleibt?

Fragen über Fragen, aber ich hoffe auf ein paar Antworten






« Letzte Änderung: 04. Januar 2019, 21:43:51 von Nina »
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Rieke

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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #1 am: 03. Januar 2019, 21:00:40 »

Ich fange mal mit dem Sandboden an: den haben hier im Forum viele, fast die gesamte Berlin/Brandenburg-Fraktion und über Stauden für trockenen Schatten dürfte im Forum einiges zu finden sein, hier sind einige Links zu Stauden für die verschiedenen Standorte (etwas nach unten scrollen).

Zu Deiner Beetplanung: beschattet die Robinie das Beet? Nach Deiner Beschreibung würde ich erwarten, daß das Beet größtenteils sonnig ist. Zur Gestaltung kommen bestimmt noch Vorschläge.

Frühjahrsblüher kannst Du einfach im Beet verteilen. Die Blätter ziehen im Mai/Juni ein und die "Ablöser", z.B Astern, übernehmen die Fläche. Nur zu immergrünen Stauden muß man Abstand halten.



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Gartenplaner

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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #2 am: 03. Januar 2019, 21:46:05 »

Erstmal herzlich willkommen im Forum!
Es gefällt mir zwar gar nicht, der Miesepeter zu sein - aber bei einer Kugelrobinie ist es vielleicht nicht so klug, drunter zu graben und dabei die Wurzeln des Baumes zu verletzen, weil Robinien dann zu intensiver Ausläuferbildung neigen, ist das bei der Kugelform auch so, wahrscheinlich ist sie ja auf normale Robinie veredelt?

Für trockenen Schatten gibt es Threads hier und Bücher, Fango könnte man gut nutzen, wenn er nicht mit zu salzigem Thermalwasser angemischt worden ist, trotzdem wirst du keine Stauden setzen können, die es das Jahr über gleichmäßig feuchter brauchen, es sei denn du giesst ständig massiv, oder Pflanzen, die aus anderen Gründen schweren Lehmboden bevorzugen.

"Starke" Bodendecker meint sehr wüchsige, sich durch Ausläufer ausbreitende Stauden, also wüchsige oder nicht so wüchsige, das kann man den Pflanzen als Neuling noch nicht so ansehen und muss sich die Informationen anlesen.
Wüchsige Bodendecker musst du mit robusten höheren Stauden kombinieren, die sich nicht so schnell be- und verdrängen lassen von ihrem Fußvolk, auf einem anspruchsvolleren Standort wie deinem eher trockenen Boden können aber schwachwüchsige Boedendecker es nicht schaffen, die Erde ganz zu bedecken (was gut wäre, um das Keimen von Unkrautsamen die man nicht möchte, zu verhindern...)

Wenn die Frühlingsblüher Zwiebelgewächse sind, kann man recht nah an später wachsende und blühende Stauden heranpflanzen - so lange diese Stauden nicht immergrün sind, denn dann würde das Laub der Frühlingsblüher nicht genug Energie tanken können, bis es im Mai einzieht und es gäbe weniger Blüten im Jahr darauf.
Wenn die Frühlingsblüher ebenfalls Stauden sind, sollten sie einen ruhigen grünen Hintergrund für die später blühenden Stauden bilden, dann sollte man auch angegebene Pflanzabstände einhalten....
« Letzte Änderung: 03. Januar 2019, 22:00:35 von Gartenplaner »
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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #3 am: 04. Januar 2019, 12:30:45 »

auf der anderen Seite des Grundstücks stehen einige sehr hohe Fichten und Kiefern des Nachbarn direkt an der Grenze, wenn ich da Beete anlege, sollten da die Nadeln u.ä.  regelmäßig entfernt werden oder ist das sogar gut wenn es liegen bleibt?

Kommt drauf an, was Du da hinpflanzen willst. Eine kleine Heidelbeerplantage beispielsweise würde sich über die Nadelstreu sicherlich freuen. Bei mir wiederum läuft ein Auspflanzversuch mit Cyclamen cilicicum, und auch das kommt mit der Nadelstreu einer Blaufichte bisher prima zurecht (ich hab' allerdings keinen Sand, sondern deutlich schwereren Boden).
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AndreasR

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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #4 am: 04. Januar 2019, 12:58:28 »

Viel Schatten dürfte es unter einer Kugelrobinie wohl nicht geben, vielleicht im Hochsommer, wenn die Sonne fast im Zenit steht. Beim Anlegen eines Gartens auf einem neuen Grundstück ist es sinnvoll, zunächst einmal ein Jahr lang die Bedingungen zu beobachten, bevor man "in die Vollen" geht; gerade in alten Gärten entdeckt man so manche Schätze, die im Boden schlummern (z. B. Frühlingsblüher), aber auch bei einer Neuanlage muss man den Schatten von Gebäuden, Gehölzen und Co. beobachten, und man erkennt auch, wo der Boden trocken oder feucht ist.

Welche Stauden stark oder schwach wachsen, und für welche Lebensbereiche sie geeignet sind, muss man sich nach und nach aneignen, die Angaben in Büchern oder im Internet sind eine Hilfe, aber es bleibt kaum aus, dass man eigene Erfahrungen machen muss, denn nicht immer verhalten sich die Stauden so, wie man es gelernt hat. Feuchtigkeitsliebende Astilben wachsen durchaus in der Sonne, wenn man sie regelmäßig wässert, und je nach Sorte kommt Lavendel auch mit Halbschatten zurecht.

Es kommt natürlich darauf an, wie sehr man mit Bewässerung, Bodenverbesserung, Düngung usw. nachhelfen will, dann geht viel, ansonsten ist es logischerweise besser, die Bepflanzung an die örtlichen Bedingungen anzupassen. Ich werkele nun seit ca. drei Jahren aktiv im Garten, und erst jetzt bekomme ich so langsam ein richtiges Gefühl dafür, Pflanzen zu kombinieren, und wie man am besten beim Anlegen eines Beetes vorgeht. Vielleicht zeigst Du auch einmal ein paar Fotos von der Gartensituation, dann kann man die Bedingungen besser einschätzen und konkrete Tipps geben.
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Viele Grüße
Andreas

laguna

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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #5 am: 04. Januar 2019, 14:47:00 »

Als ehemalige Friedhofsgärtnerin hatte ich bei einigen Gräbern Kugelrobinien, die im ganzen Friedhof gepflanzt waren.
Unangenehm aufgefallen ist mir, daß laufend Blätter rieseln und im Herbst kommen dann noch die Blattstiele zuhauf.
Direkt unter dem Baum sollten Stauden gepflanzt werden, die Laub schlucken; die Stiele müssen von Hand entfernt werden. Das sollte kein großes Problem sein. Kugelrobinien lassen sich gut schneiden, wenn die Krone zu breit wird.
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Rosige Grüße von laguna

Bufo

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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #6 am: 04. Januar 2019, 15:48:57 »

Viel Schatten dürfte es unter einer Kugelrobinie wohl nicht geben, vielleicht im Hochsommer, wenn die Sonne fast im Zenit steht.

In diesen wenigen Tagen/Wochen pro Jahr ist das auf Sandboden sogar ein Vorteil. Selbst sonnenliebende Stauden sind mit voller Sonne auf schnell austrocknenden Sandböden manchmal überfordert. Hier bringt die teilweise Beschattung in den Mittagsstunden Entlastung.

Rieselnde Blätter von der Kugelrobinie würde ich zwischen den Stauden belassen. Sie sind wie eine leichte, hauchdünne Mulchschicht, die 1. Humus liefert und 2. den Boden beschatten und etwas Verdunstung verhindert.
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Beste Grüße Bufo

KaVa

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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #7 am: 04. Januar 2019, 16:14:12 »



auf der anderen Seite des Grundstücks stehen einige sehr hohe Fichten und Kiefern des Nachbarn direkt an der Grenze, wenn ich da Beete anlege, sollten da die Nadeln u.ä.  regelmäßig entfernt werden oder ist das sogar gut wenn es liegen bleibt?



So eine Kiefernreihe hatte ich bis vor Kurzem auch vorm Gartenzaun stehen. Ich habe auch Sandboden und vor dieser Reihe ist gar nichts mehr gewachsen. Die Kiefern haben alles aus dem Boden gezogen was geht. Und Heidelbeeren gehen da schon mal gar nicht. Die brauchen eine Menge Wasser, ebenso Himbeeren. Die Wurzeln gingen bis zu 10m in den Garten hinein. Evtl würde ein Beet mit Hauswurz, Fetthenne u.ä. noch gehen.
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Nemesia Elfensp.

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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #8 am: 04. Januar 2019, 17:33:24 »

Wie ich schon in meiner Vorstellung schrieb lebe ich in der Lüneburger Heide,
ein schöne Ecke :D

Zitat
das heißt wunderbarer :( Sandboden.
holla, da möchte ich aber mal gleich eine Lanze für den wunderbar leicht zu bearbeitenden Sandboden brechen. Egal welches Wetter, wir Sandgärtner können immer pflanzen und graben, weil der Boden nie am Spaten klebt - ein wirklich unschlagbarer Vorteil! Und ausserdem erwärmt sich unser Sandboden im Frühjahr sehr bereitwillig, so das wir dann zügig im Frühjahr loslegen können :D

Klar, unser sandiger Boden will immerzu mit Humusmaterial, Kompost und Mulch gefüttert werden aber all das Hinzufügen ist eine machbare Aufgaben..............  :D hinzufügen geht aber einfacher, als etwas aus einem Boden zu "entfernen" bzw. ihn zu "verdünnen" wie z.b. einen Lehmboden mit Sand anreichern, damit er durchlässiger wird.

Zitat
Sand und Schatten scheint es aber in der Gartenwelt nicht zu geben
doch doch, es gibt ganz wunderbare Bücher für z.b. die Gestaltung von Schattengärten.
Hier in meinem Innenhof stehen zwei hunderjährige Eichen und eine alte Kastanie und ich habe sie mit Geranium, Rhododendron, Buchskugeln, Funkien, Hortensien, Farn und Fingerhut unterpflanzt. An einer Stelle darf die marokkanische Minze wuchern. Aber sie ist nicht so ein ausläufertreibender Wüstling und fällt mir nicht zur Last. Alles das wächst auf unserem gepäppelten Sandboden, nur die Rhodos und die Farne müssen im Hochsommer ab und an gewässert werden.

Zitat
Eine Bekannte könnte mir Fango vermitteln. Wäre das tatsächlich auch eine Option?
ich finde das eine sehr gute Idee - bei Wiki fand ich dazu:
Zitat
Jede Schlammpackung wird nur einmal verwendet, und der verbrauchte Fango wird anschließend umweltgerecht entsorgt. Aufgrund seiner in ihm enthaltenen Mineralstoffe ist er geeignet für eine ökologische Rückführung in den Gartenbau, in die Landwirtschaft sowie zur Kompostierung.
Ob Du das Material nun zuerst kompostierst? Wenn Du wöchentlich eine Portion abnehmen musst, wird sich vielleicht recht schnell eine beachtliche Menge ansammeln..........erzähl doch mal mehr darüber. Wieviel Liter werden es pro Woche sein?


Zitat
In irgendeinem Beitrag über Bodendecker habe ich gelesen, dass man dann starke Stauden pflanzen soll.
Woran erkenne ich starke und schwache Stauden? Eas ist überhaupt von Bodendeckern zu halten?Ich möchte die Fläche nicht überwuchern lassen, sondern schöne Pflanzen und auch Gräser kombinieren.
Mit wenig Freifläche.
Bodendecker sind m.M. nach im Garten unersätzlich.

Zitat
Auch gelesen „dann werden die,Frühjahrsblüher von den... abgelöst“ Müssen dann die Ablöser ganz dicht an den anderen gepflanzt werden, ohne Einhaltung der Abstandes?
nein, nicht eng beieinander pflanzen.

Zitat
und kann, muss auf Sandboden generell enger gepflanzt werden
ich würde sagen: nein


Zitat
auf der anderen Seite des Grundstücks stehen einige sehr hohe Fichten und Kiefern des Nachbarn direkt an der Grenze, wenn ich da Beete anlege, sollten da die Nadeln u.ä.  regelmäßig entfernt werden oder ist das sogar gut wenn es liegen bleibt?
wenn die Fichten und Kiefern nicht die entsprechenden Abstände zur Grundstücksgrenze einhalten und sie dich stören, dann wirst Du wohl um ein Gespräch mit dem Nachbarn nicht "herum kommen"..........kein einfacher Einstieg in die Nachbarschaft ::)

LG
Nemi
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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #9 am: 04. Januar 2019, 19:08:52 »

Auch wenn die Fichten zu dicht am Zaun stehen, haben sie höchstwahrscheinlich Bestandsschutz. Es gibt Fristen, wie lange nach der Pflanzung man eine Fällung verlangen kann, ich meine 5 Jahre. Abgesehen davon haben hohe Bäume auf dem Nachbargrundstück auch Vorteile. An der Südseite von unserem Grundstück standen bis zum letzten großen Sturm 2017 2 große Fichten, jetzt nur noch eine. Die Nachbarn hatten die mal als kleine Weihnachtsbäume sehr dicht am Zaun gepflanzt. Der Bereich darunter ist etwas schwierig zu bepflanzen, das stimmt. Aber dafür haben wir an heißen Sommertagen einen schattigen Sitzplatz, und  das ganze Jahr sind Vögel und Eichhörnchen dort unterwegs.
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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #10 am: 04. Januar 2019, 19:23:18 »

Jedes Bundesland hat eigene Nachbarrechtsgesetze. Hier in Niedersachsen besteht nach 5 Jahren kein Anspruch mehr darauf eine Pflanze auf das für Neupflanzungen zulässige Höchstmaß zu kappen oder eine Fällung zu verlangen, jedoch besteht m. E. auf Verlangen des Nachbarn die Verpflichtung auf die Grundstücksgrenze zurückzuschneiden.
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Rieke

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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #11 am: 04. Januar 2019, 19:31:13 »

Als wir vor 12 Jahren Haus und Garten gekauft haben, wäre ich die Fichten auch gerne sofort losgeworden. Als die eine im Herbst 2017 umgeweht wurde, war ich traurig, ich hatte mich an die hohen Bäume gewöhnt (so ein Waldblick in der Stadt hat was). Bäume sind schnell gefällt oder gestutzt, man sollte damit nicht zu voreilig sein. Abgesehen davon scheint das ja hier nicht zur Debatte zu stehen.
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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #12 am: 04. Januar 2019, 21:45:35 »

auf der anderen Seite des Grundstücks stehen einige sehr hohe Fichten und Kiefern des Nachbarn direkt an der Grenze, wenn ich da Beete anlege, sollten da die Nadeln u.ä.  regelmäßig entfernt werden oder ist das sogar gut wenn es liegen bleibt?

Wenn dort keine dicken Haufenansammlungen sind würde ich es liegen lassen, sonst reduzieren. Und auch später, nach der Pflanzung, nur entfernen was dir als zu viel erscheint. Ich gehe immer im Frühling räumend über meinen Kiefernboden. Die Pflanzen kämen schon zurecht, wenn ich mehr liegenlassen würde. Ist dann wohl mein persönlicher optischer Anspruch. ;)
(Es gibt ganz gute Threads, was die Unterpflanzung anbelangt: GSuche:z.B. Unterpflanzung Fichte, aber auch bei den Tannen lesen.)
 
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perennial

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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #13 am: 04. Januar 2019, 22:07:06 »

erst einmal vielen Dank für die vielen Antworten.
Und ja, es ist eine schöne Gegend. Ich bin auch glücklich hier wieder leben zu dürfen.

Es ist tatsächlich so, dass die Robinie wenn die Sonne sehr hoch steht Schatten wirft. Aber für mein laienhaftes Empfinden kann man nicht von richtigem Schatten reden.

Die Fichten meines Nachbarn stören mich tatsächlich nicht so, er hatte sogar angeboten alle Zweige die hinüberreichen abzuschneiden. Aber wie sieht das denn aus, eine glatt rasierte 15m hohe Fichte. Wie weit breiten sich denn die Wurzeln im allgemeinen aus? Ich möchte gern dort ein paar Gehölze und davor dann Stauden pflanzen, soweit möglich. Es ist auch noch die Nordseite.

Bodendecker sollen nicht  die Hauptpflanzung für das Beet sein, sondern schon höhere Stauden und Gräser und die Bodendecker dann eventuell als Füllmaterial.

Schätze werde ich wohl nicht finden. Es ist eine Rasenwüste mit einem Rhodo, einer Azalee, einer
Blaufichte und zwei Rosen, und das auf 400qm.

Gibt es einen Anhaltspunkt welche Stauden Laub schlucken?

Wieviel Fango ich bekommen kann, weiß ich noch nicht und es ist auch nicht so, dass ich dann alles abnehmen muss, sondern kann. Allerdings muss ich dann Bescheid geben. Sollte der Fango dann mit dem Kompost gemischt werden, oder einfach nur unterarbeiten und wie oft und wieviel?

Ist es richtig, dass ich jetzt eigentlich erst einmal nach Pflanzen für Sonne und trocken schauen sollte?

Perennial

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Re: 1000 und 1 Frage
« Antwort #14 am: 04. Januar 2019, 22:22:02 »

...
Die Fichten meines Nachbarn stören mich tatsächlich nicht so, er hatte sogar angeboten alle Zweige die hinüberreichen abzuschneiden. Aber wie sieht das denn aus, eine glatt rasierte 15m hohe Fichte. Wie weit breiten sich denn die Wurzeln im allgemeinen aus? Ich möchte gern dort ein paar Gehölze und davor dann Stauden pflanzen, soweit möglich. Es ist auch noch die Nordseite.
...

Wieviel Fango ich bekommen kann, weiß ich noch nicht und es ist auch nicht so, dass ich dann alles abnehmen muss, sondern kann. Allerdings muss ich dann Bescheid geben. Sollte der Fango dann mit dem Kompost gemischt werden, oder einfach nur unterarbeiten und wie oft und wieviel?
...
Bei Bäumen gilt die Faustregel, dass die Wurzeln unterirdisch ungefähr bis dahin reichen, wo der Rand der oberirdischen Baumkrone ist.
Wie stark der Bereich vom Baumstamm bis zu dem Bereich durchwurzelt ist, ist unterschiedlich, hängt von der Baumart ab.
Meine Erfahrung bei Fichten ist, dass je näher zum Stamm eher dicke Hauptwurzeln, aber weniger feiner Wurzelfilz im Boden ist.
Allerdings, je näher zum Stamm, umso dichter die Krone obendrüber und deshalb umso weniger Regen und Licht, die dort ankommen.

Da Fango fein gemahlenes vulkanisches Gestein ist, könnte man es auch direkt in den Sandboden einarbeiten.
Allerdings sollte klar sein, mit welchem Wasser er angemischt worden ist und ob Sole oder anderes zugemischt wurde:
"...Das Ausgangsmaterial wird gebrochen, erhitzt und dann feinst aufgemahlen. Hierbei handelt es sich um ein anorganisches Naturprodukt, welches an seinem jeweiligen Bestimmungsort mit ortsgebundenem Brauch-, Mineral- oder Thermalwasser aufgemischt wird. Mancherorts wird es noch angereichert, z. B. mit Radon, Sole oder Schwefel ..."
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“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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