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News: Die zwei größten Tyrannen der Erde: der Zufall und die Zeit.  (Johann Gottfried von Herder)
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Autor Thema: Wildbienen und Wespen 2019  (Gelesen 16213 mal)

Rieke

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #30 am: 07. März 2019, 10:25:27 »

Im Tagesspiegel ist heute ein lesenswerter Artikel:Hunderte Wildbienen-Arten in Deutschland gefährdet.
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Dornroeschen

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #31 am: 09. März 2019, 12:08:49 »

Etwas erstarrt, heute hat es nur 10 Grad ohne Sonne.
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Chica

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #32 am: 09. März 2019, 12:17:55 »

Ich bin echt verblüfft, wie früh bei einigen von Euch schon Osmia cornuta fliegt  :o . Meine Jungs werden hoffentlich wie jedes Jahr erst Ende des Monats schlüpfen. Hier blüht noch nicht einmal die gängige Salweide, nur 'Silberglanz' bisher, die überhaupt als Futter in Frage käme.
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Rieke

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #33 am: 09. März 2019, 17:21:47 »

Kennt Ihr eigentlich die Position von wildbee.ch zu künstlichen Nisthilfen? Ich habe vor allem bei den teilweise sehr großen Anlagen, die auch hier einige zeigen, schon länger ein ungutes Gefühl. Damit greift man in das Ökosystem "Garten" ein und fördert einseitig einige Arten, die solche Nisthilfen nutzen und erhöht die Nahrungskonkurrenz für andere, weniger anpassungsfähige Arten. De facto domestiziert man so einige Arten. Vor allem das Argument, dass sich die Gegenspieler enorm vermehren und man so letztendlich das Gegenteil von dem errreicht, was man eigentlich möchte, finde ich bedenkenswert.

Ich habe übrigens neulich trotz meiner Bedenken Pappröhrchen bestellt. Mit den ganzen Bau- und Renovierungsmaßnahmen in unserer Umgebung, und den vielen Baumfällungen (Dresdner Bahn) befürchte ich, daß hier auch Mauerbienen Probleme bekommen könnten. Die Honigbienenhaltung scheint auch sehr zuzunehmen, und damit die Nahrungskonkurrenz. Mauerbienen sind außerdem gute Befruchter für unsere Obstbäume.

Wichtiger für die Artenvielfalt in unserem Garten ist, daß ich GG mittlerweile überzeugen konnte, unsere Obstbaumgreise in Ruhe altern und sterben zu lassen.
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Cryptomeria

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #34 am: 09. März 2019, 18:20:02 »

Ich bin kein Wildbienenexperte, weiß aber, dass viele Arten auf nur wenige, ganz spezielle Pflanzen und Lebensräume beschränkt sind. Klar, wenn diese fehlen, helfen auch die künstlichen Angebote nichts. Es geht uns doch genauso mit dem Vogelfüttern im Winter oder dem Aufhängen von gängigen Vogelkästen. Auch da helfen wir den Allerweltsarten, die noch in ordentlichen Mengen vorhanden sind. Wir erreichen damit aber nicht Kiebitz,Feldlerche,Rebhuhn usw. Trotzdem  werde ich weiter füttern und Kästen aufhängen , weil es mir Spaß macht, versuche aber natürlich auch den anderen Arten zu helfen, wo ich Möglichkeiten sehe. Am wichtigsten ist,  großräumig wieder ursprüngliche Lebensräume herzustellen oder zu erhalten.
VG Wolfgang
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Chica

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #35 am: 09. März 2019, 18:39:58 »

Nein, natürlich kennen wir die Position von wildbee.ch nicht, ich jedenfalls war noch nie auf dieser Seite. Die Argumente aber haben wir wohl alle schon bedacht, schau da. Und natürlich sollte man sich intensiv mit dem Thema beschäftigen aber das macht sicher jeder, bevor er sich an so ein großes Werk wie ein Wildbienenhaus macht. Das ist schließlich sehr zeitaufwändig. Und natürlich sollte man die Arten kennen, denen man da ein Zuhause gibt und deren Bedürnisse. Aber da sind wir sehr bemüht, hast Du die vielen Dokumentationen mit Fotos bei den Nisthilfen verfolgt? Wenn man sich an den Meister der Wildbienen hält, der hier sein eigenes großes Wildbienenhaus zeigt, kann überhaupt nichts schief gehen. Man kann natürlich auch Baumarkt-Insektenhotels aufstellen, auch da kann kein Schaden entstehen, es zieht nur niemand ein  ;D.
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Rieke

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #36 am: 09. März 2019, 19:42:30 »

Die üblichen Wildbienenseiten und die Diskussion hier kenne ich.

Die Schweizer Gruppe argumentiert sehr von der Umweltbildungsseite her. Ich habe mir auch mal bei Amazon Käuferbewertungen zu den üblichen Insektenhotels angesehen, bei einigen Käufern war es hauptsächlich Gartendeko und deswegen prima. Für viele ist so ein Insektenhotel eine Alibinaturschutzmaßnahme, so ähnlich wie "Ich trenne meinen Müll". Das war die Standardantwort, die ich früher bei Umweltseminaren von den Teilnehmern bekommen habe, wenn ich danach gefragt habe, was sie selbst machen.

Ich bin generell kein Fan von Vogelfütterung und ähnlichen Maßnahmen (Nistkästen hängen trotzdem 2 bei uns, und in strengen Wintern habe ich gelegentlich etwas gefüttert), weil man dabei neue Abhängigkeiten schafft und ich solche Maßnahmen als naturfern empfinde. Ich finde den Ansatz besser, die Strukturvielfalt im Garten zu erhöhen, Nahrungspflanzen zu pflanzen, was ja auch viele Purler in ihren Gärten längst machen.

Ich hatte vor 2 Jahren versuchsweise trockene Brombeerstengel an verschiedenen Stellen im Garten angebracht, natürlich senkrecht, aber mit geringem Erfolg. Daraufhin habe ich an der Brombeere mehr trockene Ranken drangelassen, vorallem in etwa senkrecht orientierte. Die sind sehr gut angenommen worden, von winzigen kleinen Bienen, die ich auch an den Blüten beobachten konnte. Wo sonst soll die Biene nach einem Nistplatz in Brombeerranken suchen?

Es gibt bei Naturschutzmaßnahmen kein einfaches Falsch und Richtig, der Ansatz mit Hummelhäusern usw. kann in der einen Situation gut sein, in einer anderen nicht, das hängt von den Zielen ab, die man mit den Maßnahmen verfolgt.
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Cryptomeria

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #37 am: 09. März 2019, 20:02:16 »

Ich biete sehr vieles an und lasse auch sehr vieles wildwüchsig. Die Natur erobert dann auch auf kleinstem Raum tolle Biotope. Das ist das Spannende.
Insofern hast du recht, es gibt kein falsch oder richtig, Vielfalt ist gefragt. Und da kann auch jeder etwas tun. Aber zuallererst muss sich bei vielen etwas im Kopf ändern. Im übrigen: Abhängigkeiten schafft man durch Füttern nicht. Wenn es genügend Nahrung, hauptsächlich Insekten, wieder  gibt, höre ich auf mit füttern und jeder Vogel geht seiner gewohnten Nahrungssuche dann nach. Leider sind die Landschaften teils sehr ausgeräumt ( aber das ist sehr unterschiedlich in Deutschland ) und den Vögeln fehlt die Nahrung. Aber - wie schon gesagt - es sind ( noch ) keine bedrohten Arten.
VG Wolfgang
« Letzte Änderung: 09. März 2019, 20:11:43 von Cryptomeria »
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Chica

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #38 am: 09. März 2019, 20:11:47 »


Ich habe mir auch mal bei Amazon Käuferbewertungen zu den üblichen Insektenhotels angesehen, bei einigen Käufern war es hauptsächlich Gartendeko und deswegen prima. Für viele ist so ein Insektenhotel eine Alibinaturschutzmaßnahme, so ähnlich wie "Ich trenne meinen Müll". Das war die Standardantwort, die ich früher bei Umweltseminaren von den Teilnehmern bekommen habe, wenn ich danach gefragt habe, was sie selbst machen.


Das ist einer der Gründe warum ich hier detailliert und mit Fotos bei den Nisthilfen poste, um zu informieren.



Ich hatte vor 2 Jahren versuchsweise trockene Brombeerstengel an verschiedenen Stellen im Garten angebracht, natürlich senkrecht, aber mit geringem Erfolg. Daraufhin habe ich an der Brombeere mehr trockene Ranken drangelassen, vorallem in etwa senkrecht orientierte. Die sind sehr gut angenommen worden, von winzigen kleinen Bienen, die ich auch an den Blüten beobachten konnte. Wo sonst soll die Biene nach einem Nistplatz in Brombeerranken suchen?


Da, na gut, es sind Brombeeren  ;). Und die Bienen haben sogar einen Namen.
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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #39 am: 09. März 2019, 22:21:08 »

Ich bin mehr zufällig auf diesen Tweet von Wildbee gestossen und fand das Bild mit den Nisthilfen im Container recht heftig.

Da, na gut, es sind Brombeeren  ;). Und die Bienen haben sogar einen Namen.
Die könnten es bei mir auch sein, ich habe es leider nicht geschafft, die zu fotografieren, winzig und schnell.
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Wurzelpit

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #40 am: 10. März 2019, 05:31:28 »

Meine Meinung als Laie dazu  ;)

Die heute gefährdeten Arten waren früher auch mal häufig! Man muss mit der Unterstützung der heute (noch) häufigen Arten ja nicht warten, bis diese selten sind.

Den wirklich gefährdeten Arten kann man im Garten eh nicht helfen, da diese spezielle Lebensräume brauchen, die man im Garten gar nicht nachbilden kann. Solche Arten dürften sich auch nie oder nur selten im Garten zur Nahrungssuche einfinden, weil es diese Lebensräume im Umkreis der Gärten gar nicht oder nur selten gibt (wer wohnt schon neben einer Kiesgrube oder Binnendüne?) und der Flugradius der Wildbienen auf wenige 100 Meter begrenzt ist. Wenn sie doch in den Garten kommen, sind die noch häufigen Wildbienen keine Nahrungskonkurrenten, sondern die Honigbienen. Bei mir an der Salweide tummeln sich aktuell ca. 95% Honigbienen und dann einige Wildbienen und Schwebfliegen, an der Schneeheide nur Honigbienen und ab und an mal eine einzige Hummel. Letzten Sommer das gleiche Bild: überwiegend Honigbienen gefolgt von Hummeln und wenige Wildbienen.

Gefreut hab ich mich vor kurzem über eine Frühlings-Seidenbiene, die lt. Wikipedia gefährdet ist. Deren Lebensraum sind Sand- und Kiesgruben, Binnendünen, Hochwasserdämme und Flussauen. Ich gehe mal davon aus, dass diese Art sich bei mir eingefunden hat, weil 100 Meter hinterm Haus ein recht breiter Bach mäandert, der auf einer Strecke von 14 km komplett renaturiert wurde und Flussauen zu deren Lebensraum zählen.
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Chica

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #41 am: 10. März 2019, 07:40:08 »


Da, na gut, es sind Brombeeren  ;). Und die Bienen haben sogar einen Namen.
Die könnten es bei mir auch sein, ich habe es leider nicht geschafft, die zu fotografieren, winzig und schnell.

Ich habe das auch erst im zweiten Jahr der Besiedlung geschafft Rieke  ;).

@Wurzelpit
Ich schließe mich da in allem Deinen Ausführungen an. Wir sind ja hier so gut wie alle Laien, Naturschutz wird in diesem Land durch Laien getragen, aber wir haben uns Wissen einverleibt, das ist der Anfang!
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Dornroeschen

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #42 am: 10. März 2019, 14:39:05 »

Ausgerechnet bei diesem Sturm feiern die Bienen Hochzeit.
da wird ein Bienchen sehnsüchtig erwartet.
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Dornroeschen

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #43 am: 10. März 2019, 14:43:20 »

Lovestory
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Dornroeschen

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Re: Wildbienen und Wespen 2019
« Antwort #44 am: 10. März 2019, 14:49:13 »

 :)
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