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Autor Thema: unverträglichkeiten und zwischenveredlungen  (Gelesen 615 mal)

philipp

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unverträglichkeiten und zwischenveredlungen
« am: 16. Februar 2019, 19:22:10 »

hallo!

leider musste ich die erfahrung machen, dass sich marillen auf kirschpflaumenunterlage nicht lange halten. ich habe ua. marillen in meinen prunus mehrsortenbaum veredelt. letztes jahr sind die ersten ca. 3j. veredlungen abgestorben. ich hatte die info irgendwo im hinterkopf wegen der unverträglichkeit, jetzt habe ich praktische erfahrung selbst gemacht  :)
der grund für die kirschpflaume als unterlage war eher zufall, der samen ging dort auf, in den jahren danach habe ich dazu veredelt.
die anwuchsraten der marillen waren nicht schlechter als die der zwetschken, spillinge, ringlotten,...

die eigentliche frage wäre, schalten zwischenveredlungen immer unverträglichkeiten aus?

ein paar cm der zwischensorte würde doch reichen?

ich möchte manche sorten nicht verlieren, davon habe ich mal reiser geschnitten, die würde ich auf zwetschkenäste veredeln. da ist mir der sortenverlust egal, kann ich in zukunft nochmal rein veredeln.

danke!
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dmks

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Re: unverträglichkeiten und zwischenveredlungen
« Antwort #1 am: 16. Februar 2019, 19:36:34 »

Zwischenveredlungen schalten Sorten-Unverträglichkeiten aus. Voraussetzung ist natürlich, daß die Zwischensorte mit beiden Partnern verträglich ist ;)
Es genügt eine dünne Scheibe, dürfen gern auch mehrere cm sein oder als Stammbildner - ändert aber am Verhalten nix.
(schau mal unter 'Nicolieren')
Bei Pflaumen und Aprikosen ist es besser erst ein Reis (zwischen-) zu veredeln und im Jahr darauf die Wunschsorte - wachsen halt nicht so schnell zusammen wie Kernobst - und man umgeht möglicherweise auftretendes "harzen".
« Letzte Änderung: 16. Februar 2019, 19:40:54 von dmks »
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strohblume

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Re: unverträglichkeiten und zwischenveredlungen
« Antwort #2 am: 16. Februar 2019, 19:39:23 »

 Gernerell  habe ich Probleme bei Steinholzveredeln, wann veredelt ihr die Pflaume? 
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dmks

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Re: unverträglichkeiten und zwischenveredlungen
« Antwort #3 am: 16. Februar 2019, 19:43:11 »

Kopulation; Anplatten im Winter, Okulieren im Sommer...
Seitenstich-Pfropfen hat auch schon gut geklappt.
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b-hoernchen

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Re: unverträglichkeiten und zwischenveredlungen
« Antwort #4 am: 16. Februar 2019, 20:28:56 »


Bei Pflaumen und Aprikosen ist es besser erst ein Reis (zwischen-) zu veredeln und im Jahr darauf die Wunschsorte
Und was würdest du als sowohl mit Myrobalane wie auch mit Aprikose verträgliche Zwischenveredelung anraten?
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Audiatur et altera pars!

philipp

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Re: unverträglichkeiten und zwischenveredlungen
« Antwort #5 am: 16. Februar 2019, 20:48:51 »

das beruhigt mich etwas :)
so habe ich es auch vorgehabt, heuer einige veredlungen mit zwetschken machen auf die nächstes jahr die marillen kommen.
bisher habe ich alle prunus veredlungen  mit reiserveredlung im frühling gemacht. am liebsten propfen hinter die rinde oder auch spaltpropfen. hat alles sehr gut geklappt 90+% anwuchsrate. vorausgesetzt es wird sauber gearbeitet. ich nehme zum desinfizieren für alles brennspiritus(hände, werkzeug, reiser, unterlage) klingt nach viel aufwand, ist es aber nicht, kostet auch nicht viel. das einwickeln in parafilm der ganzen veredlung kann ich auch nur empfehlen!
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dmks

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Re: unverträglichkeiten und zwischenveredlungen
« Antwort #6 am: 16. Februar 2019, 21:11:54 »

Und was würdest du als sowohl mit Myrobalane wie auch mit Aprikose verträgliche Zwischenveredelung anraten?
Naja, St Julien A ist ja recht gut verträglich und eigentlich überall (als Reisermaterial) zu bekommen. Manchmal geht auch Hauszwetsche. Sollte es auch hier Unverträglichkeit geben sind Sämlinge der "Bauernaprikose" also Prunus armeniaca-Wldformen meist gut geeignet. Schwer ranzukommen - Hier so rundrum sind mir davon aber beispielsweise nur 3 Bäume bekannt...
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carot

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Re: unverträglichkeiten und zwischenveredlungen
« Antwort #7 am: 18. Februar 2019, 13:42:07 »

In dem Bereich hat man ja wirklich eine große Auswahl. Brompton sollte als Unterlage/Zwischenveredelung auch gehen. Ansonsten St. Julien A, Wangenheim oder auch Wavit aus der etwas schwächeren Riege. Ob sich etwas schwächerer Wuchs auch durch eine Zwischenveredelung induzieren lässt, weiß ich nicht. Wenn man das möchte, sollte die Zwischenveredelung nicht zu kurz gewählt werden, also mindestens 20 cm.

Sehr interessiert wäre ich an der Myrobalane Adara. Diese soll sogar mit Kirschen kompatibel sein. Das ergäbe interessante Möglichkeiten für Mehrsortenbäume. Ich habe in amerikanischen Foren davon gelesen. Diese Sorte scheint hier aber nicht erhältlich zu sein.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/0304423895008624
« Letzte Änderung: 18. Februar 2019, 13:44:38 von carot »
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