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News: Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.  (Hermann Hesse) 
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23. Juni 2021, 05:31:45
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|8|10|Mit den Sichtachsen ist es ein Kreuz. Kaum hat man das eine Gestrüpp entfernt, stört das nächste. (Staudo)

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Autor Thema: Gewächshaus  (Gelesen 5703 mal)

Cepha

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Re: Gewächshaus
« Antwort #30 am: 25. April 2021, 11:36:00 »

Ist die Stegplattendicke hier ein relevantes Kriterium 6->10mm? Ist eine weitere Abdichtung mit zb. Silikon, und Styropor hilfreich oder schadet es mehr durch die geringere Luftzufuhr?

Ich würde auf Dichtungen mit Silikon verzichten (Fenster und Schiebetüren bekommt man auch nicht völlig dicht), weil man dann die Scheiben nicht mehr leicht entfernen kann. Das ist aber nun mal nützlich.

Was man machen kann ist im Winter eine Auskleidung mit spezieller Noppenfolie, z.B. so etwas: https://www.green24.de/Weiteres/Winterschutz/Noppenfolie-Luftpolsterfolie-10m-15m2-GREEN24-PRO3-Frostschutz-Windschutz-und-Winterschutz-Isolierung-und-Waermeschutz-fuer-Haus-und-Garten::2873.html

Die 10mm Platten haben nur geringfügig bessere Dämmwirkung (und ohne Wärmequelle ist das eh recht egal), sie lassen durch die breiten Stege aber idR etwas mehr Licht durch und sie sind steifer und stabiler.

Wie sehr sie vergilben, veralgen, verdrecken, durch UV spröde und trübe werden hängt von der Qualität ab und auch davon, wie sie verbaut wurden. Bei billigen Gewächshäusern liegen die Kammern einfach weitgehend frei in der Luft, das verdreckt schnell und reduziert auch die Isolationswirkung. Man kann Stegplatten mit Spezialband abkleben, oben Alu unten Membran und dann müsste  man sich anschauen, wie die verlegt werden.
Auch das ist einfach etwas, was dann erst in den teuren gewächshäusern gut gemacht ist, die kosten ja nicht zum Spaß so viel mehr.

Was beim Überwintern vieler Pflanzen gut helfen mag ist es, die Töpfe tief im Erdreich zu vergraben. Tiefer Bodenfrost im Gewächhaus ist sehr selten und bei dauerhaften starken Frostperioden kann man z.B. Wasserkübel/Gießkannen, etc (was gefrieren darf) mit kaltem Wasser zwischen die Pflanzen stellen und dann ein Vlies darüber werfen.

Wichtig ist, im Winter Hitze zu vermeiden, also so viel wie möglich lüften, lüften, lüften. Geschlossen muss das fürs "frostfreie" Überwintern nur dann sein, wenn es wirklich kalt ist. Außerdem vertrocknen viele Pflanzen im Winter, wenn der Wurzelballen kalt oder gar gefroren ist, die Luft aber trocken ist.

MfG
« Letzte Änderung: 25. April 2021, 11:53:17 von Cepha »
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ringelnatz

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Re: Gewächshaus
« Antwort #31 am: 25. April 2021, 12:43:01 »

Ein Gewächshaus ist oftmals einfach nur anders, eine Verlagerung von Problemen. Man löst das eine und hat dafür ein anderes. Dafür gibt man ein paar hundert Euro aus und knappe Rohstoffe werden verbraucht.

Ich habe nix prinzipiell gegen Gewächshäuser, aber wenn dann wenn möglich richtig.

Sagt der/die aus Klimazone 8b/9a :-)

Wenn Du wie ich (in blöden Jahren) mit Frost zwischen Ende Septemer und Mitte Mai rechnen müsstest, hättest Du evtl auch eine andere Meinung.

Gerade für die Phase September Oktober hat ein Gewächshaus unschlagbare Vorteile, was die Verlängerung der Erntezeit betrifft. Tomaten, Gurken, Physalis, selbst Paprika liefern mindestens 3-4 Wochen nach, während draußen schon nichts mehr reift. Wenn dir draußen die eine Nacht mit -2 Grad alles kaputt macht, kann man mit einem Radiator und relativ geringem Energieaufwand die Kulturen im Gewächshaus für den goldenen Oktober retten.
Im Frühjahr nutze ich es für Rettich/Salate, bevor die oben genannten reinkommen.

Hier ein Foto meines Gewächshauses, ich habe es aus alten Fenstern zusammengebaut. Kostentechnisch hab ich nicht so viel wie Ressourcentechnisch gespart ;)
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thuja thujon

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Re: Gewächshaus
« Antwort #32 am: 04. Mai 2021, 10:52:43 »

Im Frühjahr kann ich es auch gebrauchen, zum verfrühen und für die Anzucht. Im herbst der Wunsch mit der einen Nacht, prinzipiell daccord, aber ich bin auch der Meinung im Oktober schmecken die Tomaten nicht emhr weil die Sonne fehlt und Gurken sind bis dahin auch eher stark ramponiert.

Im Sommer sind die Gewächshäuser zu heiß. Da wären sie manchmal trotzdem nicht verkehrt, wenn Hagel oder ein paar Tage Regen angekündigt sind. Also nur für 1-3 Tage.

Habe mal überlegt wie man das machen könnte. Lösung: Festzelte sind mit immer mehr sich wegen Corona auflösenden Vereinen derzeit recht einfach und günstig zu haben. Aus 6x10m Festzelten lässt sich schon ein annehmbares Gestell bauen. Folie drüberwerfen, fertig. Alles soll in kurzer Zeit auf und abgebaut werden können, bzw sich die Bedienungen Gewächshaus oder Freiland in unter 30 Minuten ändern lassen.

3 Elemente, nur mit den kurzen Stangen sind doch etwas sehr klein.
« Letzte Änderung: 04. Mai 2021, 10:56:37 von thuja thujon »
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thuja thujon

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Re: Gewächshaus
« Antwort #33 am: 04. Mai 2021, 10:54:13 »

4 Segmente passen schon erstaunlich gut, jetzt muss das ganze nur noch 3m in die Höhe.

Der Siemens-Lufthaken um die Gurken und Melonen aufzuleiten ist dann auch so gut wie fixiert.
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ringelnatz

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Re: Gewächshaus
« Antwort #34 am: 23. Mai 2021, 11:22:55 »

Um nicht ständig andere Threads mit OT zu fluten, zitiere ich mal einen aktuellen Beitrag aus dem Tomatendachthread:
Man vermeidet damit einige der typischen Gewächshausprobleme, z. B. steigenden Salzgehalt.
Was schlägst du vor, damit umzugehen?
Ich merke es in diesem Jahr ganz deutlich, dass nach 3 Jahren Gewächshaus eine deutliche Salzblüte am Boden auftritt.
Habe nur Tröpfchenbewässerung.
Wäre evtl regelmäßiges Gießen mit Gartenschlauch im Winter ein Ansatz? Oder tatsächlich Bodenaustausch?
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thuja thujon

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Re: Gewächshaus
« Antwort #35 am: 27. Mai 2021, 23:25:54 »

Die Ideallösung wäre, wenn die Pflanzen die Salze aufnehmen. Also eher zur Saison ausreichend wässern und auch mal über etwas weniger Dünger oder andere NPK-Verhältnisse bei der Ernährung nachdenken. Was danach übrig bleibt, zB durch Mulchmaterial, das könnte man mit Winterniederschlägen ins Grundwasser spülen, ist politisch aber nicht korrekt.

Für Humuswirtschaft braucht es auch flächige Feuchtigkeit für flächiges Bodenleben. Das stagniert wenn es vertrocknet. Viele graben Töpfe zum wässern neben den Tomaten ein, das ist mit Abstand einer der größten Fehler, nur durch diese punktuell zu giessen.
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