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News: Toleranz ist der Verdacht, dass der andere Recht hat. (Kurt Tucholsky, 1890-1935)
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|15|8| Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. (Mark Twain)

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Autor Thema: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!  (Gelesen 6064 mal)

thuja thujon

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #15 am: 11. April 2020, 20:59:12 »

Ein sehr schöns Frühbeet. Sowas sollte man in Ehren halten.

Früher mit Fensterglas und Schilfmatten abgedeckt, heute mit Kunststoffhohlkammerplatten. Egal, das Frühbeet hätte ich auch gerne. Da würde sich sogar noch die Mistpackung rentieren.
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oile

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #16 am: 11. April 2020, 22:53:03 »

Egal, das Frühbeet hätte ich auch gerne.

Das dachte ich auch gerade.  8)
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Bis jetzt ist alles  gut gegangen, sagte der Mann, als er am 12. Stockwerk vorbei fiel.

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Nemesia Elfensp.

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #17 am: 12. April 2020, 00:52:31 »

Egal, das Frühbeet hätte ich auch gerne.

Das dachte ich auch gerade.  8)
So eines hatte ich mal (vor 35 Jahren) Leider konnte ich es wegen eines Umzuges nicht behalten. Ich trauer dem Ding heut' noch nach.
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Nemesia Elfensp.

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #18 am: 12. April 2020, 01:22:24 »

Kürzlich fanden wir ein Angebot für passende Frühbeetfenster in 80 X 120cm. Diese passen exakt auf die Abmessungen der s.g. Palettenrahmen.
2 Palettenrahmen übereinander + 1 Frühbeetfenster = eine sehr angenehme Arbeitshöhe :)
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Cepha

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #19 am: 27. Mai 2021, 21:25:24 »

Ich hab ein "Schildkrötenhaus" von Beckmann mit ca 3mx1m, hinten 60cm, vorne 50cm.

Das Frühbeet ist teuer, aber ich habe auch vor, es vele, viele Jahre zu benutzen.

Dazu zwei automatische Öffner, die ich so modifiziert habe, dass sie bereits bei 15-18°C herum zu öffnen beginnen statt erstvbei 25°C.

Über den Winter habe ich diverse Kulturen drin wie Rettiche, Portulak, Winter-Kopfsalat, Kohlrabi. Im Frühjahr treibe ich ein paar Erdbeeren in Töpfen vor, dazu Radieschen & Co, ab März/April stehen dann diverse Anzuchten drin sowie die Tomaten, Gurken, Paprika, Süßkartoffeln usw, die dann im Mai rauskommen. Das ist auch die einzige Zeit wo ich das Frühbeet heize.

Im Sommer sind dann Melonen drin, wobei ich im Hochsommer die Deckel abmache.

Für mich ist wichtig, dass das Frühbeet hoch ist (selbst die 60cm sind eigentlich nicht hoch genug) und dass die Südseite verglast ist, denn im Winter sind die Schatten sehr sehr lange. Heute würde ich das Frühbeet wahrscheinlich selber bauenn, denn sowas was ich gut finde gibt es auf dem Markt nicht zu kaufen. Ich hätte gerne eine Firtshöhe von ca. 0,8m, eine Breite von 1m und die Südseite 80cm breit, die Nordseite 20cm. Die Südflächen viel steiler geneigt als üblich, die Nordseite evtl. weiß reflektierend und die Lüftung auf der Nordseite oben.

Mit der Verglasung aus Plexiglas Alltop bin ich zufrieden, das Zeug ist aber nicht schlagzäh, ich hab mir schon zwei Löcher reingeschlagen. dadurch, dass UV Licht ducrhkommt können die Pflanzen ohne Anpassung sofort ins Freie in die Sonne.

Nächstes Jahr bekomme ich vielelct(hoffentlich mehr Gartenfläche dazu, dann muss ich nicht mehr alles auf so wneig Platz machen.

eDie Idee ist, für das Frühbeet dann 4 Stellflächen nebeneinander zu haben und jedesmal im August/September das Ding dann an einen andere Stell zu bringen. Hab mir auch schon eine theoretische Fruchtfolge inkl. Gründüngung über die 4 Jahre ausgedacht.

Außerdem will ich dann noch ein Gewächshaus bauen, was dann den Platzbedarf im Frühbeet so ab Mai ebenfalls reduzieren wird...

Bin mal gespannt. Von der Rotation erhoffe ich mir, dass der Boden nicht so intensiv "übernutzt" wird.

MfG

Hier mal am 27. April 2019:


« Letzte Änderung: 27. Mai 2021, 21:47:00 von Cepha »
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Cepha

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #20 am: 27. Mai 2021, 21:25:55 »

und am 30. November 2019:

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Cepha

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #21 am: 27. Mai 2021, 21:33:42 »

und am 31. Januar 2021:

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Cepha

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #22 am: 27. Mai 2021, 21:46:13 »

So würde ich mein Frühbeet bauen:


Im Winter hat man viel mehr Licht.
Das Kondenswasser läuft an den steilen Wänden besser ab
Wenn man die Frontplatten entfernt kommt man gut ran
Der Wärmedurchgang ist reduziert.
In der Mitte hat man viel Platz und könnte im Sommer evtl sogar Paprika dort kultivieren. Im Winter oder zeitigen Frühjahr wäre dort Platz für eine Beleuchtung

Ich weiß, dass das niemand so baut. Alle mauern sich flache Sockel und legen ne Verglasung oben drauf. Entweder bin ich ein Idiot oder ein Genie... ;-)
« Letzte Änderung: 27. Mai 2021, 21:54:57 von Cepha »
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Ayamo

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #23 am: 28. Mai 2021, 10:22:11 »

Bei den flachen Sockeln, die man immer sieht,  ist das ganze näher an der Erde und weniger dem Wind ausgesetzt. Die Erde heizt mit, Wind kühlt aus.

Deine Skizze hat den Vorteil der Versetzbarkeit; bei den gemauerten braucht man relativ viele, um einen Fruchtwechsel ohne Bodenaustausch hinzubekommen.
Vielleicht könnte eine zweite Hülle als Windstopper helfen; geht dann allerdings ins Geld...

Nur so meine Gedanken. Ich habe keines, da ich 35 km vom Garten entfernt wohne.
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Anne Rosmarin

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #24 am: 28. Mai 2021, 16:43:48 »

Wenn die an der Nordseite nur 20cm breit sein sollen und Südseite 80cm, in der Mitte 1m breit sollen die dann die Form eines unregelmäßigen Sechseckes haben? Ich versteh den Sinn dahinter nicht so. das kostet doch einen Haufen Platz. Warum nicht rechteckig oder quadratisch?
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Liebe Grüße, Anne

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Cepha

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #25 am: 28. Mai 2021, 17:53:13 »

Wenn die an der Nordseite nur 20cm breit sein sollen und Südseite 80cm, in der Mitte 1m breit sollen die dann die Form eines unregelmäßigen Sechseckes haben? Ich versteh den Sinn dahinter nicht so. das kostet doch einen Haufen Platz. Warum nicht rechteckig oder quadratisch?

Ich wollte damit sagen, dass der First nicht mittig sitzt, sondern deutlich zur Nordseite versetzt. In der Skizze sieht man das ja (ist mir später eingefallen, dass ich vor Jahren mal sowas gezeichnet hatte).

Im Grunde geht es darum, dass die Verglasung auf der Südseite einen steileren Winkel als üblich hat und die Nordseite senkreht  oder sehr steil steht (ganz besonders dann, wenn an sie im Winter als Reflektor nutzen möchte)

Hier noch ganz anschaulich der Schattenverlauf in Frühbeeten über den Tages- und Jahresverlauf, wenn die Seitenwände nicht lichtdurchlässig sind:

https://samenkiste.shop-for-me.de/shop_content.php?coID=11

Ich bin nördlicher als Karlsruhe, da ist es sogar noch schlimmer.
« Letzte Änderung: 28. Mai 2021, 18:01:57 von Cepha »
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Cepha

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #26 am: 14. Januar 2022, 10:25:26 »

Aus einem anderen thread übernommen:

Im Winter ist frosthartes Zeug drin, so ab Mitte März herum kommt ein 50W oder 100W Heizkabel an einem Thermostat unter die wärmeliebenden Pflanzen. Das erwärmt dann deren Füße und lokal auch etwas die Luft...
Das gefällt mir gut! Da habe ich gleich noch ein paar mehr Fragen :)

Auf was stellst das Thermostat ein?
Wo misst das Thermostat die Temperatur?
Wie viel Strom verbrauchst du in einer kalten Märznacht mit deutlichen Minusgraden? (wenn das 50W 13 Stunden durchheizt, wäre das 0,65 kWh/ bei 100 W 1,3 kWh.. - das geht eigentlich..)
Hast du in so einer kalten Nacht mal die Minimaltemperatur erfasst? Luft?
Wie wählst du die Heizkabel - nach Menge der Pflanzen, nach Außentemperatur?

Ich habe schon ein Gewächshaus, allerdings selbstgebaut und daher schlecht isoliert. Wenn ich mir so ein Teil wie du es hast, da rein stelle, dürfte das ja eigentlich noch besser funktionieren, als draußen.
Einzig preislich finde ich das Beet recht teuer, ich glaube, ich gucke mal, ob ich mir so was selbst bauen kann.

So genau kann ich das alles nicht beantworten, das ist jedes Jahr ein bisschen anders.
Im Winter heize ich die letzten Jahre garnicht, als es in der Anfangszeit mal nur 1m² groß war hatte ich mal einen Winter auf -2°C geheizt und dafür 4 kWh verbraucht.

Das Heizkabel kommt rein, sobald die Tomaten, Paprika, Süßkartoffeln, Gurken, usw... Jungpflanzen rein kommen, das ist so Mitte März herum. Ich achte halt beim Umzug auf das Wetter, nicht grad bei knallender Sonne und auch nicht in oder vor einer starken Frostperiode.
Das Thermostat stand - glaube ich - letztes Jahr bei ganztägig 10°C.
Das heißt aber nicht, dass es dann nachts auch so warm darin ist.
Das Frühbeet hat eine verglaste Oberfläche von 7-8m² und die Verglasung einen U-Wert von 2,5W/m²*K. Das macht einen Heizleistungsbedarf von ca. 20W pro 1°C Temperaturdifferenz, würde man alles gleichmäßig heizen.
Bei einem 50W Heizkabel wären das somit nur 2,5°C mehr, bei einem 100W Heizkabel dann 5°C mehr. Das 50W Kabel hatte ich anfangs und denn später mal das 100W dazu gekauft. Heute verwende ich das 100W Kabel. Ich glaube, das ist 10m lang.
Es sind die hier: https://www.beckmann-kg.de/Bodenheizkabel
Ich hab mittlerweile auch noch das lange Kabel mit 300W, das soll dann in mein neues 6m² Gewächshaus kommen, auch dort habe ich dasselbe vor, nicht das ganze Haus gleichmäßig zu heizen sondern nur den Boden  und die Umgebungsluft um die Kulturen, die es warm haben wollen.

Da ich das Heizkabel aber nur unter bzw um die wärmeliebenden Pflanzen lege ist es dort wärmer als in den kühleren Bereichen. Ich kann das sogar ganz gut verteilen, um die Melonen leg ich z.B. ne extra Schlaufe rum.

Der Fühler für das Thermostat hängt irgendwo zwischen den wärmeliebenden Kulturen.

Unterm Strich klappt das bisher also schon alles ganz gut und zumindest bei mir ist es so, dass Tomaten und Paprika durchaus auch kühlere Lufttemperaturen vertragen, ohne dass ihnen das schadet, solange die Wurzeln wärmer sind und solange es keine dauerhafte Kälte ist.
Der zweite Effekt des Heizkabels ist, dass es in seinem Wirkungsbereich das Kondenswasser logischerweise fern hält, die Pflanzenblätter also auch bei dauerhaft nasskaltem Wetter so trocken bleiben
Auch dafür sind die geringen Temperaturunterschiede schon ausreichend. Sind die Blätter nicht feucht verdunstet dort weniger und es gibt höhere Blattoberflächentemperaturen.

Ich hatte sogar schon den fall (vor 2 Jahren) mit Nachtfrösten im Mai, wo die Tomaten schon so groß waren, dass ich die Wahl hatte, die Tomaten zu verbiegen um den Deckel zu schließen oder den Deckel teilweise angestellt zu lassen und bei offenem Deckel zu heizen. Ich habe dann letzteres gemacht und auch das hat gut funktioniert. Auch das hat was mit Blattoberflächentemperaturen zu tun, die sich aus Strahlungsbilanzen mit der Umgebung ergeben (man kennt das vom Eiskratzen am PKW, dort wo die Scheiben ungehindert in den klaren Himmel zeigen hat man Frost, an anderen Stellen nicht)

Ich habe den Stromverbrauch eigentlich jedes Jahr gemessen, kann mich im Moment gerade aber nicht mehr erinnern, wieviel es war. Es ist aber überschaubar und hängt eben davon ab, wie die Temperaturen so von Mitte März bis Mitte Mai sind.
Ich würde sagen in normalen Jahren läuft das Heizkabel dann vielleicht 10h/Tag, das wären bei 100W somit 1kWh am Tag und bei 2 Monaten dann 60kWh oder je nach Strompreis 15-20 Euro.

Das wäre übrigens deutlich weniger als ich aufwenden müsste, würde ich  diese 1-2m² Fläche für die wärmeliebenden Pflanzen im Haus mit Kunstlicht versorgen wollen.

Ich habe aus 2019 mal ein Bild einer kurzen Temperaraturaufzeichnung gefunden. Hier war ein Fühler zwischen den Tomaten, einer irgendwo sonstwo im Frühbeet, einer draußen und einer noch draußen in einem anderen Beet unter einer Vlies Abdeckung.
Wenn man sich die Temperarturen so anschaut, dann würde die Tomaten hier im Freien sicherlich erhebliche Wachstumsstörungen haben, während sie im Frühbeet hervorragend wachsen, obwohl das Heizkabel die 10°C nachts eben nicht immer schafft.

Man kann grob erahnen, wann das Heizkabel aktiv war, sollte das Thermostat bei 10°C gewesen sein.

---

PS: Ob ein Frühbeet im Gewächshaus Sinn macht kommt drauf an. Mir ist bei der Gemüsezucht im Winterhalbjahr sehr viel Licht wichtig (deshalb auch die Alltop Stegplatten), da wäre ein Frühbeet im Haus kontraproduktiv, vor allem wenn beide mit Polycarbonat Stegplatten o.ä. weniger lichtdurchlässigen gebaut wurden.

Wenn es aber nur darum geht, Pflanzen in Ruhephase frostfrei zu überwintern ist das sicherlich eine gute und komfortable Idee.
Möglicherweise reicht aber auch schon ein Heizkabel auf/im Boden und bei starken Frösten im Gewächshaus über die Kulturen noch ein extra Vlies drüber legen.

Selbstbau des Frühbeets wäre rückblickend schon auch eine Idee gewesen, ich hätte das aber vor allem deshalb attraktiv gefunden, wil ich mir dann ein Frühbeet mit steilem Deckel (Lichteinfall), reflektierenden Rückwand und einem hohen First hätte bauen können. Ich denke aber, die Kombi aus gut gedämmten Frühbeet und einfachem Gewächshaus dürfte auch gut klappen.

Die meisten käuflichen Frühbeete wären mir für die Winternutzung deutlich zu flach. es ist nicht gut, wenn die Blätter der Pflanzen oben anstehen und dort im Winterhalbjahr dann das Kondenswasser absammeln und Tomaten, Paprika & Co brauche im Frühjahr auch viel Platz nach oben. Wenn man einen schönen warmen April hat wachsen die dort sehr schnell.

Unterm Strich hat das gekaufte Frühbeet aber eine sehr gute Qualität, ich bin zufrieden damit und es ging ohne große Mühen aufzubauen. Für komplexere Holzarbeiten fehlt mir auch schlichtweg das professionelle Werkzeug, ich säge idR von Hand.

Spannend wäre ggf. noch die Nutzung von Pferdemist zum Heizen im zeitigen Frühjahr, aber da mein Frühbeet im Januar bisher nicht leer ist sondern idR teilweise bepflanzt entfällt diese Option bei mir.

« Letzte Änderung: 14. Januar 2022, 14:56:16 von Cepha »
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Cepha

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #27 am: 14. Januar 2022, 10:27:39 »

Hier noch die Temperaturaufzeichnung aus dem Winter ohne Heizung, was ich immer spannender fand (sorry, das Forum macht das Bild leider unleserlich klein. Blau ist außen, rot ist Luft innen, schwarz ist die Temperatur der Beta Solar Wasserschläuche und braun die Bodentemperatur in 2cm Tiefe)

Hier wird auch klar, dass es garnicht so viel Strom bräuchte um das frostfrei zu halten, denn die meiste Zeit bleibt es auch ohne Heizung frostfrei. Der Boden friert fast nie.

Mein Standort ist Dresden in der Stadt (ist ein Schrebergarten)


« Letzte Änderung: 14. Januar 2022, 10:40:40 von Cepha »
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ringelnatz

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #28 am: 14. Januar 2022, 19:52:34 »

Danke für die ausführlichen Ausführungen!
Zitat
Das wäre übrigens deutlich weniger als ich aufwenden müsste, würde ich  diese 1-2m² Fläche für die wärmeliebenden Pflanzen im Haus mit Kunstlicht versorgen wollen.
Das denke ich auch immer... bzw. tut es mir im Herzen weh, wenn man bei der schon recht intensiven Sonnenstrahlung Ende März auf Kunstlicht zurückgreift...

Zitat
Wenn man sich die Temperarturen so anschaut, dann würde die Tomaten hier im Freien sicherlich erhebliche Wachstumsstörungen haben, während sie im Frühbeet hervorragend wachsen, obwohl das Heizkabel die 10°C nachts eben nicht immer schafft.
Bei Tomaten hätte ich da auch wenig Hemmungen, bei so aufwändigen Anzuchten wie Paprika schon. Aber du scheinst selbst mit Paprika gute Erfahrungen gemacht zu haben, trotz kalter Nachttemperaturen..? Spezielle Sorten? Gehen die dann nicht sehr früh in Blüte? Wachstumsverzögerungen?

Zitat
PS: Ob ein Frühbeet im Gewächshaus Sinn macht kommt drauf an. Mir ist bei der Gemüsezucht im Winterhalbjahr sehr viel Licht wichtig (deshalb auch die Alltop Stegplatten), da wäre ein Frühbeet im Haus kontraproduktiv, vor allem wenn beide mit Polycarbonat Stegplatten o.ä. weniger lichtdurchlässigen gebaut wurden.
Da hast du mit Sicherheit recht. Bei mir ist die Situation so, dass ich vor allem die leidige Anzucht im Zimmer am Fenster verkürzen will. Da ist die Lichtsituation nochmal schlechter. Vor allem aber starker Platzmangel. Deswegen suche ich eine Möglichkeit mit möglichst geringem Energie-/Kostenaufwand die Anzucht nach draußen zu verlagern.

Zitat
Möglicherweise reicht aber auch schon ein Heizkabel auf/im Boden und bei starken Frösten im Gewächshaus über die Kulturen noch ein extra Vlies drüber legen.
Das ist wirklich mal eine sehr gute Idee - warum bin ich da nicht früher drauf gekommen...? Stattdessen habe ich mit dem Radiator im 2,30m hohen Gewächshaus geheizt und wohl vor allem das Dach frostfrei gehalten - bei 14kWh in einer frostigen Aprilnacht...
Super, danke für diesen Tipp!! ;D

Beim Nachdenken bin ich noch auf folgendes gestoßen:
Ich habe in meinem Gewächshaus die Konstruktion quasi mit "schwebenden Balken" gemacht, um Feuchtigkeit von der Konstruktion fern zu halten. Innen liegen (austauschbare) Schwartenbretter an, die zur Erdeabschließen. Aber durch den Schlitz zwischen Balken und Schwartenbrett pfeift es eiskalt durch. Von daher wohl eh sinnvoll am Boden zu heizen.
Worüber ich aber schon immer mal nachgedacht habe, sind diese schwarzen Plastikschläuche, die mit Wasser gefüllt sind, um Wärme zu speichern. Solarschläuche. Nur sind die wohl recht anfällig für Undichtigkeiten - und halt irgendwie Plastikmüll. Mir kam jetzt der Gedanke dafür vielleicht Feuerwehrschläuche zu nehmen. Damit könnte man direkt noch den Schlitz abdichten.
Naja, viele Gedanken, am Ende muss man die Sachen einfach ausprobieren. Ich danke für die tollen Anregungen!
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Cepha

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Re: Zeigt her eure Frühbeete und teilt eure Erfahrungen mit!
« Antwort #29 am: 14. Januar 2022, 20:14:47 »

Tomaten, Auberginen, Paprika werden bei mir gleich behandelt.

Das Problem bei Paprika bei mir ist, dass ich da im Mai große blühende Pflanzen habe und sobald die ins Freie kommen wachsen die plötzlich wirklich dramatisch schlechter. Letztes Jahr hatte ich nur die Sorte Flynn angebaut, die hatte sich die Vorjahre bewährt und trug bei mir auch 2021 im Freien ganz gut. Das ist aber "nur" eine kleine Snacksorte.
Bei den großen Blockpaprika hab ich oft nur 2-3 Früchte dran, die sind dann ewig grün und mit Pech kommt der Eulenfalter, beißt mir die an und sie faulen mir weg bevor sie rot sind oder ein Sturm knickt mir den Zweig ab, usw, usf...  Die Ausbeute ist einfach schelcht und das Erntefenster klein. Die zweite Runde schafft es dann spät im Jahr garnicht mehr, reif zu werden. Grün mag ich sie aber nicht.
Spitzpaprika wachsen zwar gut, ich kenne aber keine Sorte die mir schmeckt, also für mich sinnlos. Ich esse Paprika nur roh.

Dieses Jahr versuche ich zwei Hybridsorten als Blockpaprika, die kommen aber ins Gewächshaus. Im Freien will ich neben Flynn noch rote Augsburger ausprobieren, das soll auch eine Snacksorte sein.
Flynn hat letztes Jahr sogar den Frost Anfang Oktober ausgehalten, der die Tomaten gekillt hat und bis in den November getragen. Vieleicht klappt es im Gewächshaus noch länger?

Süßkartoffeln, Gurken und Melonen bekommen die wärmsten Stellen (dort lege ich das Heizkabel dichter) bzw ich lasse mir mit denen schlichtweg mehr Zeit.

Hier sieht man, dass die Pflanzen hier Mitte April zusammen im Frühbeet aufwachsen:

« Letzte Änderung: 14. Januar 2022, 20:48:10 von Cepha »
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