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Autor Thema: der Garten und das Nichts - Apokalypse  (Gelesen 8325 mal)

pearl

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #75 am: 26. März 2019, 17:08:35 »

es gibt Städte, die Ziele formulieren wie die innerstädtischen Temperaturen zu senken, oder ihre CO2 Bilanz zu verbessern, oder die Qualität der Atemluft zu erhöhen ... . Dazu gibt es Anreize und Subventionen für Fassagenbegrünung. Es gibt bei Bauvorhaben die Verpflichtung für Ausgleichsflächen und es gibt höhere Kanal und Wasser Gebühren für versiegelte Flächen. Das sind etwas stümperhaft in der Ausführung und etwas zaghafte Versuche einem Grundsatz nachzukommen, dass nämlich Eigentum verpflichtet. Auf den Grundsatz baute die Bundesrepublik aus der Erkenntnis heraus, dass wir ein soziales Gemeinwesen sind und keiner machen kann, was er will. Leider ist das in Vergessenheit geraten und über Bord geworfen worden. Wir hätten aus der Geschichte besser lernen können. Aber nun isset so wie et is.
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Mangostan

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #76 am: 26. März 2019, 17:12:02 »

Genau da müsste man ansetzen: Rechtsgrundlagen schaffen, die solche Frevel verunmöglichen.
Das geht wohl nicht über Nacht, sondern nur mit hartnäckiger, politischer Arbeit.

Bei sowas würde ich allerdings gerne mittun.
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pearl

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #77 am: 26. März 2019, 17:14:24 »

aber wenn nun jeder damit rechnen muss, kritisiert zu werden, wenn er was anrichtet, was im allgemeinen grünen Mainstream nicht goutiert wird, gebe ich meinen Garten auf.

was du alles so schreibst. In welchem Umfeld lebst du denn? Hier kritisieren immer alle Nachbarn an allem rum. An Laubbäumen, die "Dreck machen" an Hecken, die in den Straßenraum reichen, an Unordnung und nicht gefegten Gehsteigen. Manche gehen so weit Gerichte damit zu beschäftigen. Schau mal: Maschendrahtzaun, kann sich jemand erinnern?  ;D
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Bristlecone

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #78 am: 26. März 2019, 17:17:55 »

Ich hatte mir den Verweis auf den Maschendrahtzaun mühsam verkniffen.  ;D
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pearl

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #79 am: 26. März 2019, 17:18:58 »


Bei sowas würde ich allerdings gerne mittun.

biddeschön - Charta Zukunft Stadt und Grün
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pearl

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #80 am: 26. März 2019, 17:21:08 »

Bristlecone, das kollektive Bewusstsein hat immer eine undichte Stelle.  ;D
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Rieke

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #81 am: 26. März 2019, 17:31:07 »

Genau da müsste man ansetzen: Rechtsgrundlagen schaffen, die solche Frevel verunmöglichen.
Das geht wohl nicht über Nacht, sondern nur mit hartnäckiger, politischer Arbeit.

Bei sowas würde ich allerdings gerne mittun.

Die Rechtsgrundlage für die Bebauung von Grundstücken, einschließlich der Nebengebäude wie Garagen, Versiegelung durch Terrassen, usw. ist im Bebauungsplan festgelegt. Der B-Plan kann auch Vorgaben zur Bepflanzung enthalten. Während der Aufstellung eines Bebauungsplans gibt es eine Bürgerbeteiligung, allerdings erst, wenn der Entwurf vorliegt. Jeder hat das Recht, dann eine Stellungnahme zu schreiben, anerkannte Naturschutzverbände wie Nabu und BUND sind klagebefugt und suchen immer Mitstreiter.

Bei der späteren Versiegelung durch Terrassen, gepflastere Flächen usw. gibt es das Problem des Überwachungsdefizits. Die "gesundgeschrumpften" Verwaltungen haben zu wenig Mitarbeiter, um die Einhaltung der Vorschriften zu kontrolieren. Ob die Shäng-Pfui-Flächen juristisch als Versiegelung betrachtet werden, weiß ich nicht.

An einem zerstörten Garten komme ich auch gelegentlich vorbei. Der Garten war nicht so spektakulär wie der von Pearl gezeigte, aber er gehörte offensichtlich Leuten, die ihn mit viel Herz genutzt haben. Der Garten ist der Dresdner Bahn zum Opfer gefallen und wird derzeit als Abstellplatz für ein paar Baumaschinen verwendet, die neben den immer noch dort lagernden Baumstämmen parken. In einem der herausgerissenenen Stümpfe blühten noch Schneeglöckchen, aber die sind da so eingewachsen, die kann man nicht bergen.
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pearl

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #82 am: 26. März 2019, 17:46:24 »


Die Rechtsgrundlage für die Bebauung von Grundstücken, einschließlich der Nebengebäude wie Garagen, Versiegelung durch Terrassen, usw. ist im Bebauungsplan festgelegt. Der B-Plan kann auch Vorgaben zur Bepflanzung enthalten. Während der Aufstellung eines Bebauungsplans gibt es eine Bürgerbeteiligung, allerdings erst, wenn der Entwurf vorliegt. Jeder hat das Recht, dann eine Stellungnahme zu schreiben, anerkannte Naturschutzverbände wie Nabu und BUND sind klagebefugt und suchen immer Mitstreiter.


nicht für den Bereich in dem dieses Gebäude liegt aber für den westlicheren Teil der Uferstraße gab es 2012 und 2013 dieses Verfahren. Stadt Heidelberg - Bebauungsplan "Nördliches Neckarufer zwischen Karl-Theodor-Brücke und Bergstraße" Aufstellungsbeschluss. Das letzte PDF zeigt einen Plan.
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iggi

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #83 am: 26. März 2019, 18:12:27 »

Danke, pearl, für den Hinweis auf das Grundgesetz Art. 14 Abs. 2: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."
Das zum leidenschaftlichen Plädoyer von Mangostan zum Schutz von Privateigentum.

Aber Euch allen zum Trost habe ich folgendes zu berichten:

Nach dem Volksbegehren in Bayern "Rettet die Bienen!" hat das Umweltamt der Stadt Nürnberg drei fixe Beratungstermine im Monat eingerichtet, damit den vielen Bürgern, die jetzt wissen wollen, wie sie ihren Garten insektenfreundlich umgestalten können, geholfen werden kann.

Das ist doch mal was! Kleine Schritte in die richtige Richtung!  ;D
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Liebe Grüße

Iggi

Rieke

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #84 am: 26. März 2019, 18:20:14 »

@pearl
Da ist nur ein Aufstellungsbeschluß für einen B-Plan, der hat aber wenigstens das hehre Ziel: "Das nördliche Neckarufer mit seiner Villenbebauung und den historischen Hanggärten, sowie dem Philosophenweg, der jährlich von mehr als 2 Mio. Touristen genutzt wird, stellt einen bedeutenden Stadt- und Landschaftsraum für Heidelberg dar. Diesen gilt es auch wegen der Sichtbeziehungen von Schloss und Altstadt zu bewahren."

Falls Du Energie für sowas übrig hast: es ist nicht gesagt, daß die Gartenzerstörer eine Genehmigung für ihr Tun haben, also z.B. eine Garage zu bauen. Evt. könnte man ihnen mit einem Anruf bei der Stadtplanung oder dem Bauamt Ärger machen.

Vielleicht will da jemand noch schnell Tatsachen schaffen, bevor es einen B-Plan gibt?
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zwerggarten

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #85 am: 26. März 2019, 18:23:05 »

@ iggi: naja – bienen- und insektenfreundlicher als eine monothematische pflanzung mit exotischen ziergehölzen ist jede brache mit ein paar angeflogenen wildkräutern. :-X

das ist halt nur deutlich weniger repräsentativ und attraktiv für menschliche gärtniaugen. ;D
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pearl

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #86 am: 26. März 2019, 19:18:19 »


Vielleicht will da jemand noch schnell Tatsachen schaffen, bevor es einen B-Plan gibt?

so ein Gefühl hatte ich im Februar auch. Gewöhnlich ist es so, dass Bauvorhaben mit großer Beschilderung und Angaben der Ausführenden einhergehen. Ich habe inzwischen der Stadt geschrieben. Kann sein, dass das untergeht. Ist ja sowieso schon alles - wie schrieb Gänselieschen? - der Drops ist gelutscht.
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AndreasR

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #87 am: 26. März 2019, 19:22:40 »

@pearl: Vielleicht kannst Du auch noch einen Leserbrief an die Zeitung schreiben? Wenn der veröffentlicht werden sollte, kommt vielleicht doch etwas in Bewegung. Klar, "exotische Ziergehölze" haben zur Zeit vielleicht nicht die gleiche Lobby wie Bäume oder einheimische, bienenfreundliche Pflanzen, aber gerade der Hinweis auf die historischen Gärten, welche ja auch eine enorme geschichtliche, kulturelle und städtebauliche Bedeutung haben sollte hoffentlich ein wenig Gewicht haben.
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Viele Grüße
Andreas

Albizia

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #88 am: 26. März 2019, 19:35:36 »

Ich hätte ja noch eine winzige Hoffnung, dass die Rhododendren evtl. mit weitläufigem Ballen rauskamen und hinterm Haus wieder reingesetzt oder wenigstens woanders  ;) wieder eingepflanzt wurden. Ist natürlich auch eine Kostenfrage und wesentlich teuerer sowie arbeitsaufendiger als schnipp-schnapp weg..Möglich wäre es ja, denke ich, sind ja Flachwurzler und nun ist es ja auch noch kühl und feucht.

Manchmal will ich einfach noch daran glauben, dass man sowas Schönes und Altes doch nicht einfach wegwerfen kann. Ja ja, bin halt gnadenlose Optimistin, bis ich evt. doch eines Besseren bzw. in dem Fall Schlechteren belehrt werde.  ;)

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Roeschen1

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Re: der Garten und das Nichts - Apokalypse
« Antwort #89 am: 26. März 2019, 19:50:51 »

Wenn sie umgepflanzt werden sollten, hätte man Löcher vom Wurzelballen gesehen.
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Grün ist die Hoffnung
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