Im feuchten Schatten (auch auf schlechtem ,verdichteten Lehmboden)wachsen bei mir Frauenmantel und Geranium phaeum und andere Geranienarten wie verrückt.Dazu versäen sich Akeleien .Wo etwas mehr Sonne hinkommt,kann ich mich vor Tradeskantien kaum retten.
Diese Pflanzen versäen sich alle und im Augenblick rode ich schubkarrenweise davon.
Ähnliche Voraussetzungen habe ich im Wiener Hofgarten und mit jahrelangen Bemühungen um den Boden, wie sie lerchenzorn beschreibt, eine wesentliche Bodenverbessserung erreicht. Das Wichtigste scheint mir mulchen mit ganz oder halbverrottetem Laub über den Sommer bzw. das Liegenlassen des Herbstlaubs über den Winter zu sein. Im Frühjahr putze ich es weitgehend weg, damit der Boden trocknen und sich erwärmen bzw. ich neue Stauden pflanzen kann, und lockere, lockere, lockere... Dann verteile ich Kompost und dünge da und dort gezielt. Ende Juni, wenn ich für zwei Monate aufs Land fahre und bis zu meiner Rückkehr nur gegossen wird, packe ich großzügig das dann halbverottete Herbstlaub auf die Beete. Man glaubt nicht, wie sehr sich dadurch der Boden verändert hat, trotzdem aber ist das Ergebnis insofern immer noch nicht wirklich zufriedenstellend, als manche Pflanzen, die für genau solche Situationen empfohlen werden, mickern, verschwinden oder zumindest nicht mehr werden, wie z.B. Waldsteinia.
Bewährt haben sich Farne, Haselwurz, Waldmeister (braucht ein paar jahre, aber dann!), Tiarella, Buschwindröschen, Hepatica, Helleborus orientalis (niger wachsen zögerlich, aber blühen nicht), Veilchen (Sorten verschwinden, während gewöhnliche Wald- und Wiesenveilchen wuchern, ebenso Epimedien. Um Pulmonaria hab ich jahrelang gekämpft, heuer plötzlich sind da dicke, reich blühende Horste, wohl auch aufgrund von gezielter Schneckenernährung; Primula elatior gefällt es hier sogar sehr, und inzwischen bleiben auch gelbe Kissenprimel. Omphalodes verna hat sich endlich gehalten; da, wo mehr Sonne ist, gehen Heuchera gut, Campanula porschanskayana hat sich auf Anhieb etabliert.
Seltsam, Nova Liz, bei Geranium kann ich nur von nodosum Gutes berichten, alle anderen waren bald verschwunden - bis auf eine kräftige Pflanze G. phaeum, die aber kaum blüht, geschweige denn sich aussät. Und der Frauenmantel wuchs in den ersten Jahren sehr gut, verschwindet aber immer wieder, besonders die Sorten. Ich könnt einen Schubkarren voll brauchen

Also, Naturwolli, nicht aufgeben und immer wieder experimentieren, kleinweise und mit Geduld, das wird schon! Sachkundige Begleitung wird sich hier allemal und jederzeit finden

edit: Beinahe hätte ich die Cyclamen vergessen, an denen mir so viel liegt und die jetzt auch langsam werden. Aber da wäre der lord mit guten Ratschlägen zuständig
