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Autor Thema: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?  (Gelesen 1759 mal)

Rieke

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Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
« Antwort #15 am: 24. April 2019, 18:08:02 »

Bei uns wirken die roten und weißen Johannisbeeren ok, aber die schwarzen Johannisbeeren sind schütter belaubt und ich sehe keine Blüten. Ich habe sie im letzten Jahr hin und wieder gegossen, aber wohl nicht häufig genug  :(.
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Wo bleibt der Regen?

Wild Obst

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Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
« Antwort #16 am: 24. April 2019, 18:49:10 »

Meine schwarzen sehen auch nicht so gut aus. Aber bei mir lag/liegt es daran, dass seit letztem Jahr in der Gegend wohl ein neuer, viel "fegefreudigerer" Rehbock sein Revier hat. Der hat seit dem Frühjahr und den Sommer über etwa 60-70% der Triebe meiner schwarzen Johannisbeeren so stark gefegt, dass nichts lebendiges mehr übrig war. Bambussteckenpallisaden haben ihn nicht abgehalten. Ich hoffe, dass dieses Jahr wenigstens die neuen Bodentriebe einigermaßen ungestört wachsen können, sonst kann ich die schwarzen auf meinem Grundstück aufgeben. Aber den ersten Strauch hat er dieses Jahr schon wieder gefegt und immer wieder auch mal einen Trieb einer roten, da ihm die schwarzen langsam ausgehen.

Was das Wetter und den Wassermangel angeht hatte ich letztes Jahr Glück, bei mir war das Frühjahr noch feucht und dazu mein schwerer Boden mit guter Wasserspeicherung und tendenziell eher feuchtere, schattigere Standorte haben das Schlimmste verhindert. Eine schwarze Johannisbeere auf einem trockenen Standort hat deutlich gelitten, aber ertragreich war die auch in "normalen" Jahren nie. Dieses Jahr ist es jetzt im Frühjahr schon arg trocken, wenn sich der Sommer wiederholt, könnte es kritisch werden.
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Nemesia Elfensp.

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Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
« Antwort #17 am: 24. April 2019, 18:52:50 »

Moin Rib,


Deine Erfahrungen und die daraus resultierenden Beobachtungen sind für mich sehr interessant, da ich aktuell grade einen neuen Beerenobstgarten anlege.
.................
Den Sommer 2018 haben meine Johannispflanzen doch weit schlechter vertragen, als ich dachte. Dass sie ihn so schlecht vertrugen, konnte ich im Herbst noch nicht sehen. Alles sah einigermaßen gut aus. Der Winter schlug mit -16 °C normal aus. Wenige freie Fröste. Ab dem Herbst hat es hier auch ordentlich an Niederschläge gegeben, so dass man sich nicht beklagen konnte.
.............................
Na ja, was habe ich heute im Garten gesehen? In meinem großen Beerengarten, der rech schattig liegt, haben einige Pflanzen der Schwarzen Johannisbeeren schwere Schäden abbekommen. Einige Triebe, die nur einen geringen Zuwachs über das letzte Jahr zeigten, sind oft vertrocknet. Manchmal ist auch nur der schwache Zuwachs vertrocknet. Dabei waren die Ausmaße auch sehr Sortenabhängig ausgefallen. Triebe, die stark im Vorjahr wuchsen, sind fast unberührt geblieben.

Das Sonnenlicht, und damit vermutlich auch die bessere Holzreife, spielte wohl auch eine Rolle. Denn Pflanze, die heller standen, haben weit weniger Schäden.

Ähnliches konnte ich auch an roten Johannisbeeren, sowie Stachelbeeren finden aber nicht so stark ausgeprägt.

Generell fand ich die Schäden an ausgepflanzte Pflanzen,.....................

Echt, ich habe es nicht kommen sehen. Sie blühten, fruchteten, wuchsen, und behilten das Laub bis zum Frost.
Ich denke, dass wir noch so manches Jahr mit sehr heissen und trockenen Sommern bekommen werden.
Darum ist mir grade die Bodenvorbereitung (bei meinem Sandboden) für die jungen Johannisbeersträucher sehr wichtig.

Wer ernten will, soll lieber einmal den Aufwand treiben, ein paar Schaufeln Lehm mit in die Pflanzgrube zu geben.
das scheint mir ein hilfreicher Gedanke zu sein. Auch eines meiner Erdbeerbeete habe ich mit eine Lage Lehm versehen.
Letztens habe ich dort noch etwas gepflanzt und beim ausheben des Pflanzloches festgestellt, dass die Lage Lehm noch komplett feucht war. Der Sand darüber, war schon wieder rieseltrocken.

Heute haben wir uns nun auch 1,5 m³ Kompost geholt und so kann ich dem jungen Beerenobst eine guten Boden bereiten, da ich auch noch einigen Lehm aus einer alten Lehmdecke zur Verfügung habe.

Die Jungpflanzen werden dann mit Miscanthusschnitzel gut gemulcht und über den Sommer regelmässig gegossen, so hoffe ich, dass der junge Beerenobstgarten gut in den nächsten Winter geht.


Wenn ich daran denke, das große Büsche zu 50, 70, 80 Prozent tot sind, so dass nur noch wenige Äste leben, dann kommt mir der Frust.
Wie ist es bei Deinen Sträuchern weiter gegangen? Nun ist es schon einige Wochen weiter. Ist der Schaden tatsächlich so ausgeprägt, wie Du befürchtet hast? Ich hoffe nicht!

LG
Nemi
« Letzte Änderung: 28. April 2019, 17:26:02 von Nemesia Elfensp. »
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Nemesia Elfensp.

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Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
« Antwort #18 am: 24. April 2019, 18:58:02 »

........seit letztem Jahr in der Gegend wohl ein neuer, viel "fegefreudigerer" Rehbock sein Revier hat. Der hat seit dem Frühjahr und den Sommer über etwa 60-70% der Triebe meiner schwarzen Johannisbeeren so stark gefegt, dass nichts lebendiges mehr übrig war. Bambussteckenpallisaden haben ihn nicht abgehalten. Ich hoffe, dass dieses Jahr wenigstens die neuen Bodentriebe einigermaßen ungestört wachsen können, sonst kann ich die schwarzen auf meinem Grundstück aufgeben. Aber den ersten Strauch hat er dieses Jahr schon wieder gefegt.
!!! wie ärgerlich!!! Kannst Du Deine Beerensträucher nicht mit stromführender Litze einzäunen?

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Wild Obst

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Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
« Antwort #19 am: 24. April 2019, 19:04:13 »

Einzäunen ist schwierig, meine Beerensträucher sind ein bisschen verteilt, an den Rändern meines Grundstücks. Ich bräuchte also viel Zaun und er würde recht viel stören. Außerdem ist es natürlich im Außenbereich, da werden Zäune&Co von offizieller Seite sowieso nicht gerne gesehen. Und ich müsste die erst einmal haben.
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Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
« Antwort #20 am: 24. April 2019, 19:16:53 »

Bisher sehen mein Sträucher gut aus, sie blühen alle, vielleicht sind die Trauben der Roten etwas kürzer und ob sie alles auch behalten oder verrieseln  weiß man auch noch nicht. Ich habe das Glück auf schwerem Lehmboden zu gärtnern und bei ausreichend Grasmulch wird er auch nicht so steinhart. Ich bin gespannt was wird....
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Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
« Antwort #21 am: 25. April 2019, 07:34:51 »

bei mir sehen (bis auf blasenlaus und blattlaus) alle prima aus und blühen wie verrückt. habe aber ebenfalls lehmbatzboden und dick gemulcht mit kaninchenstreu (fichtenspäne oder so) inkl. ausscheidungen  ;)
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Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
« Antwort #22 am: 28. April 2019, 01:27:09 »

Bei uns wirken die roten und weißen Johannisbeeren ok, aber die schwarzen Johannisbeeren sind schütter belaubt und ich sehe keine Blüten.
Ja, sieht bei uns ähnlich aus. Die 'Rovada' (rot) ist in Ordnung, aber die schwarzen Johannisbeeren blühen wenig. Ich werde sie dieses Jahr besser gießen und vor allem noch deutlich mehr mulchen.
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Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
« Antwort #23 am: 28. April 2019, 16:43:55 »

Kaliumdüngung (Holzasche!) wirkt Wunder bei mangelndem Blütenansatz. Am besten zusammen mit Sägespäne oder anderem organischem Mulchmaterial ausbringen!
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Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
« Antwort #24 am: 28. April 2019, 17:13:36 »

Ich würde auch den Johannisbeerglasflügler als Möglichkeit überprüfen. Eigentlich ein seltener Schmetterling dem die Klimaerwärmung und die Trockenheit wohl zusagt.
Hier in der Gegend hat er in dem trockenen Jahr ganze Reihen zum Sterben gebracht. Geht auf alles was Ribes heisst.

Bevorzugt auf ältere kräftige Pflanzen. Kleine im Topf sind selten befallen.
Beim Abschneiden des Totholzes kann man den hohlen Markkanal erkennen. Da ist die verpuppte Raupe dann drin.
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Axel

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Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
« Antwort #25 am: 28. April 2019, 18:45:54 »

Ich habe gelesen, dass man durch Anschneiden der Triebe den Befall vom Glasflügler begünstigt.

Er soll auch Holunder und oder  Wein befallen. Wieder gelangen die Larven durch Schnittwunden in die Pflanze.

Die Larven fressen sich den Trieb nach unten. Die Triebe sind dann innen hohl und braun.
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Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
« Antwort #26 am: 28. April 2019, 18:47:25 »

Ich kenne Befall an völlig ungeschnittenen verwahrlosten Sträuchern. Altholz lieben sie ganz ohne Schnitt.

Es gibt verschiedene Glasflügler.

https://www.oekolandbau.de/landwirtschaft/pflanze/grundlagen-pflanzenbau/pflanzenschutz/schaderreger/schadorganismen-im-obstbau/tierische-schaderreger/johannisbeerglasfluegler-sesia-tipuliformis/
« Letzte Änderung: 28. April 2019, 18:50:25 von partisanengärtner »
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