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News: Der Besuch eines guten Freundes ist oft die beste Medizin. (Unbekannt)
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07. Dezember 2019, 03:31:46
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|18|12|Einmal lachen ist gut, aber ständig zu lachen ist wie Eselsgeschrei. (Aus Afghanistan)

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Autor Thema: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost  (Gelesen 4237 mal)

Zittergras

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Re: (Mikro)Plasik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #15 am: 01. Mai 2019, 07:59:27 »

Über Microplastik im Garten habe ich mich kürzlich auch sehr geeärgert, weil ich nicht weiß, wie ich dem entkommen könnte.

Da wollte ich meinen Salat mit Vlies abdecken und plötzlich fielen lauter Schnipsel runter. Erst dachte ich, da hätte sich wohl ein Mäuschen ein warmes Winterbettchen gemacht, aber nein, das Vlies ist zerfallen, es war wohl nicht UV-beständig und am Ende seiner Laufzeit.

Ansonsten bin ich auch recht pingelig mit dem Kompost und habe, wie ihr, immer einen kleinen Joghurtkübel für Mist daneben stehen. Und ich wundere mich ebenfalls, was ich da alles finde, u.a.  klaube ich die rot/gelb/grünen Borsten unserer Gartenbesen einzeln heraus!

Im Kompostsieb bleiben so viele Fäden  hängen, dass ich mich lange gewundert habe. Nun bin ich drauf gekommen, das wir beim Ausräumen der Nistkästen die alten Nester im Kompost entsorgen. Und woraus die bestehen...!
Schwiegermutter hatte auch gerne übrige Wollreste im Garten verwendet, wenn die nur aus Wolle gewesen wären... ::)

Womit bindet Ihr übrigens Blumen oder Tomaten..... auf?
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Alles Wahre ist einfach

Christina

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Re: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #16 am: 01. Mai 2019, 08:17:35 »

Ich habe auch schon Kompost aus dem Kompostwerk bezogen und fand darin keinerlei Fremdstoffe, zumindest keine sichtbaren. Den gekauften Kompost verwende ich aber ausschließlich in den Staudenbeeten. Hier ist eine kleine Biotonne automatisch in den Müllgebühren enthalten, wer eine doppelt so große möchte, der bezahlt 3 Euro pro Monat mehr. Es scheint ganz gut zu funktionieren.

Aber auch ich finde in meinem eigenen Kompost immer mal wieder Plastikteile, aber diese stammen offensichtlich nur von mir, obwohl ich wirklich aufpasse was auf den Kompost kommt. Es wird rausgesammelt, ebenso das was  manchmal so im Garten rumfliegt.
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Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern.  (Sprichwort der Xhosa)

polluxverde

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Re: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #17 am: 01. Mai 2019, 21:27:25 »

Vielleicht ein bißchen OT, aber irgendwie doch passend : Spaziergang heute durch wunderschönen Staatsforst in der Nähe, herrliches
frisches  Grün der Buchen,  weiß überzogener Waldboden ( große Flächen mit Sternmiere ), mäandernder Bachlauf, Spechttrommeln ,
dann aber : Wirtschaftsweg, neu gesichert und mit massenhaft Bauschutt aufgepeppt, leider nicht reiner Steinschutt, denn zwischen denn
Steinen massenhaft Verbundstoffe, Plastikfetzen, lackierte Holzteile, etc .

Wir wurden und werden immer noch belächelt, wenn wir auf Spaziergängen Müll, insbesondere Plastik aus der Landschaft auflesen, und zu Hause entsorgen  --  kleiner Aufwand , große Wirkung ( wenn´s genug Gleichgesinnte  gibt -- werden zum Glück immer mehr ).

Schlimm im Garten sind nicht nur aufgeschlitzte Autoreifen mit vertrockneten Eisbegonien drin, sondern tatsächlich die kleinen und noch
kleineren Plastikteile -- vom Vorgärtner, vom Wind, von der Straße, aus eigener  Produktion. Wir versuchen seit Jahren, den Garten plastikfrei zu bekommen --  fast unmöglich angesichts des jahrzehntelangen sorglosen und unkritischen Umgangs mit dem Material.
Im Kompost , im Boden, im Holzstapel, in Mäuse- und Vogelnestern  --  vor Plastik gibt es kein Entrinnen.

Und wir schaffen im Rahmen unseres gärtnerischen Tun und Handelns immer wieder neues Plastik heran - Blumentöpfe, Substrattüten,
selbst viele Gartengeraete sind  heutzutage zum Großteil aus Plastik, es sei denn man kauft bei " die guten Dinge, es gibt sie noch" ein.
Überspitzt gesagt, ist Gärtnern umweltschädlich.

Was für ein Dilemma.
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Sandbiene

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Re: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #18 am: 01. Mai 2019, 21:45:45 »

Überspitzt gesagt, ist Gärtnern umweltschädlich.

Dafür spart man den Weg zum Einkaufsladen, den Transport des Gemüses/Obstes aus fernen Gebieten und womöglich auch die Verpackung des Gemüses/Obstes (manches bekommt man verpackt zu kaufen). 8)
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Sandbiene

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Re: (Mikro)Plasik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #19 am: 01. Mai 2019, 21:47:19 »

Womit bindet Ihr übrigens Blumen oder Tomaten..... auf?

Ich nehme Band aus Naturfasern. Das hält wenigstens eine Saison. :)
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Staudo

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Re: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #20 am: 01. Mai 2019, 21:48:16 »

Ich nehme gern lösbare Kabelbinder.  :-X
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Es könnte mal wieder regnen.

Sandbiene

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Re: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #21 am: 01. Mai 2019, 21:58:18 »

Ich wusste gar nicht, dass aus Blaukorn Kabelbinder hergestellt werden. Genial! :D
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pearl

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Re: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #22 am: 01. Mai 2019, 23:29:12 »

Und was mich total nervt, das sind diese Klebeetiketten vom Obst. Die halten jahrelang und bestehen aus Schichten von Metall, Kunststoff und etwas Papier.
Wie geht ihr damit um? Achtet ihr darauf?

ja, ich achte darauf. Die Küchentapete ist voller Aufkleber von Bananen, in einer Ecke grüne und in der anderen diese blauen. Manchmal habe ich aber auch Klebereste von Etiketten von Bananen, die andere in den Kompost geschmissen haben.

Wenn ich Kompost siebe, dann wandern Plastikaufkleber oder Gummibänder oder diese Verschlussdinger für Tüten in die linke Hosentasche. Cargohose mit sackartiger aufgenähter Tasche. Aus Klärschlammkompost fummel ich die Reste von Damenbinden raus. Aus der gesiebten Walderde Kronkorken, verrostete Federkerne von Matratzen, Pillendöschen.
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Dicentra

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Re: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #23 am: 01. Mai 2019, 23:44:52 »

Und das erklärt auch eine Meldung, die mich bereits vor längerer Zeit sehr verwundert hat: der hohe MikroplastikGehalt in den kleinen und großen Fließgewässern. Durch Wind und Oberflächenwasser wird der mehr oder minder feine Plastikdreck von den mit Kompost gedüngten landwirtschaftlichen Flächen in die Gewässer und so auch in die Meere verfrachtet.
Nicht nur das. Ein nicht unbeträchtlicher Teil des Mikroplastikeintrags in die Gewässer stammt vom Reifenabrieb auf den Straßen.

Ich habe neben dem vererdeten Kompost einen kleinen Eimer stehen, in dem ich alles sammle was sich so anfindet: Klebetiketten, Drahtstücke, Tütenreste etc., das kommt dann in den Müll.
So mache ich das ebenfalls. Klebeetiketten auf dem Obst werden generell entfernt.
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Rieke

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Re: (Mikro)Plasik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #24 am: 01. Mai 2019, 23:45:52 »

Womit bindet Ihr übrigens Blumen oder Tomaten..... auf?
Bast.

Eine Plastikquelle bei mir ist das Gemüsenetz. Für den Schutz der Möhren vor Möhrenfliegen ist es ziemlich gut, aber leider franst es etwas aus und einzelne Fäden lösen sich ab. Sonst halt das Übliche: Blumentöpfe, vom Vorgänger am Grundstücksrand vergrabene grüne "Wurzelsperren", Sylvestermüll, gelegentlich bringen die Krähen was mit ...

Das einzige Substrat, daß ich noch zukaufe, sind Kokosziegel. In denen habe ich noch nie Plastikreste gefunden.
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Re: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #25 am: 01. Mai 2019, 23:53:41 »

Ich binde mit Papierdraht, zersetzbarer Schnur oder Kunststoff-Hohlschnur an. Und ich sammle auch das wieder ein, was verrotten würde.
Das Wort Plastik sollte man nicht verwenden. Das Zeug nennt sich Kunststoff. Mikroplastik im Garten ist mir egal. Kunststofffolienreste finde ich immer wieder im Kompost oder dem Schuppen, die Ratten nehmen die vom Wind verteilten Kunsstoffgegenstände bereitwillig an, um ihre Nester Schimmelfrei auszupolstern. Mit der Zeit wühlt sich das wieder nach oben. Ich sammle das angenagte Zeugs mit den Fingern raus.
Ansonsten ist Kunsstoff für mich wie Muschelschalen oder Kohle. Das ist eben ein `persistenter´ Stoff, der an gewisse Zeiten erinnert.
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Ephe

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Re: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #26 am: 02. Mai 2019, 09:54:49 »

Zitat
Ein nicht unbeträchtlicher Teil des Mikroplastikeintrags in die Gewässer stammt vom Reifenabrieb auf den Straßen

Das habe ich schon so oft gehört. Aber Autoreifen bestehen zum Großteil aus Kautschuk, und der ist, wenn auch langsam, biologisch abbaubar. Ich habe Latex-Handschuhe kompostiert, nach vier Jahren waren sie weg.

Die Aufkleber auf Obst und Gemüse hasse ich auch wie die Pest. Ich mache sie schon beim Kauf ab und klebe sie im Laden auf das Mobiliar. Man muss die Verantwortlichen ärgern, sonst passiert nichts.



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pearl

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Re: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #27 am: 02. Mai 2019, 10:10:42 »

das ist auch eine Idee! Die Geschäfte damit verzieren.
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michaelbasso

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Re: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #28 am: 02. Mai 2019, 10:16:24 »

Aber Autoreifen bestehen zum Großteil aus Kautschuk, und der ist, wenn auch langsam, biologisch abbaubar.

das ist aber Synthesekautschuk, der ist schwerer bis sehr lange nicht abbaubar. Das ein Latexhandschuh verschwindet kann auch auf rein mechanischer Zerkleinerung beruhen, ob da chemisch eine Umwandlung stattfindet?
Die Mikroplastikproblematik ist ja die, das die Plastik immer kleiner wird chemisch aber nicht umgewandelt wird, sprich unsichtbar aber nicht weg.
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RosaRot

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Re: (Mikro)Plastik im privaten und kommunalen Kompost
« Antwort #29 am: 02. Mai 2019, 10:41:43 »

Die Aufkleber auf Obst und Gemüse hasse ich auch wie die Pest. Ich mache sie schon beim Kauf ab und klebe sie im Laden auf das Mobiliar. Man muss die Verantwortlichen ärgern, sonst passiert nichts.

Auf die Idee bin ich noch  gar nicht gekommen... ;D
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