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News: Heute Barbarazweige schneiden! Blüten gibt es dann zu Weihnachten.  :)
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04. Dezember 2020, 06:49:13
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Autor Thema: Schafe halten III  (Gelesen 59614 mal)

Staudo

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Re: Schafe halten III
« Antwort #1155 am: 09. Oktober 2020, 08:58:20 »

Triefnasen.  ::) Das Sollingschaf wäre für die Gasthöfe eine prima Gelegenheit, in die touristische Werbung zu kommen.
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Es könnte mal wieder regnen.

frauenschuh

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Re: Schafe halten III
« Antwort #1156 am: 09. Oktober 2020, 23:15:27 »

Was für ein Tag!  :o

Vielen Dank für den heutigen Kauf eines Forumsmitglieds  :D

5 Tiere aus der Schlachtung holen - eine logistische Herausforderung. Insbesondere, wenn der Schlachter verkündet: Kannst Du 2 Stunden später kommen?

 ::) :P >:(

Also nee. Mit einer Stunde Verspätung (das war die geplante Komfortzone) kommt man ja notfalls hin, 2 Stunden - nö!

Puh. Nun muss er mal Butter bei de Fische geben. Nach den heutigen Testtieren braucht´s Preise für Zerlegungen und dortige Abholung. Es wird ja nun wahrlich nicht jeder das Messer und die Säge virtuos ansetzen können bzw. wollen. Da liegt es jetzt an mir ihm verständlich zu machen, was die Tiere besonders macht. Und deren Kundschaft. Also die, die aus der nahen Großstadt kommen. Auf dem Land ist man äh... messerversierter? Ideenreicher für Artikel außerhalb von Keule und Filet? Da braucht´s ansprechende Lösungen.

Aber ich hoffe... dass wir den Verwertungsknoten zum plazen bekommen. Drückt uns die Daumen!!!!
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Dicentra

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Re: Schafe halten III
« Antwort #1157 am: 10. Oktober 2020, 00:45:42 »

Daumen sind feste gedrückt!
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frauenschuh

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Re: Schafe halten III
« Antwort #1158 am: 10. Oktober 2020, 10:36:31 »

Danke!

Der zweite Wilddurchbruch innert 3 Tagen  :P Im Herbst, wenn der Mais geerntet wird, ist es eine schwierige Zeit. Einerseits sind die Tiere nach Wilddurchbrüchen ungeschützt, andererseits muss ich wieder Netze flicken. Der einzige Trost: Unsere Tiere gehen fast nie auf Wanerschaft. Die kann man in der direkten Umgebung grasend wieder auf die Fläche zurück bitten. Angesichts der Tatsache, dass dies aber die Bockgruppe traf... würde ich "Hunde ohne Grenzen" da doch eher an die Leine nehmen. Aber wer bin ich. So ein Bock kann sich auch umdrehen. Anlass: Der Jäger hat uns gerade erst berichtet, dass ein Auto mit Hundeanhänger spät abends vorfährt, auf Höhe unserer Tiere die Hunde rauslässt und dann gen Siedlung zurückfährt.  ::) Konnte ich nur die Augen rollen. Wie öfter beschrieben kennen wir die absurdesten Begebenheiten mit Hundehaltern. Der Jäger hat klargestellt, dass wenn er den zu fassen bekommt, es massiv Ärger gibt. Vom Ansitz aus ging das zwar schlecht. Aber derjenige ist schon mal innerlich angezählt....
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Secret Garden

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Re: Schafe halten III
« Antwort #1159 am: 10. Oktober 2020, 11:01:36 »

Unglaublich. Hoffentlich werden diese verantwortungslosen Hundehalter überführt und empfindlich bestraft.
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frauenschuh

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Re: Schafe halten III
« Antwort #1160 am: 14. Oktober 2020, 06:22:47 »

Hoffentlich ist die Zeit der Maisernte bald vorbei. Ein Wilddurchbruch nach dem anderen. Besonders an dem einen Standort, wo es schlicht weg mal viel zu viel Wild hat. Nach Dienstschluss habe ich dort umgezäunt und abgebaut, weil die Zäunung so nicht mehr haltbar war. Da war es logischer Weise dunkel, ich arbeite ja bis 19 Uhr. Und musste dort ziemlich laut werden, weil die refektierenden Augen durch meine Stirnlampe schon den nächsten Durchbruch in Aussicht stellten. Laut und schnell im Hang unterwegs.

Lieber Gesetzgeber: 20 Stunden Arbeit heißt auch: Man muss zur Arbeit kommen und von dort wieder wegfahren, verplempert dadaurch auch die Mittagszeit mit Tageslicht. Durch die nicht individuell angepasse 20 Stunden Regel sitzen nicht nur Nebenerwebslandwirte abends auf dem Bock und fahren sicher mit Scheinwerfern auf dem Acker umeinander. Nein, sie stolpern auch mit Schienen im Hang umeinander. Nur so als Tipp: Meiner fachkundigen Einschätzung nach, steigert so etwas die Unfallgefahr. Für jemanden, der brav seine Rentenschäfchen bereits so weit im Trockenen hat, dass er nicht über die Grundsicherung des Staates finanziert werden muss... wäre es da nicht kostengünstiger diese altersadaptiert arbeiten zu lassen? Nicht?

Na jetzt wisst Ihr, wieso ich eine furchtbar teure Unfallversicherung abgeschlossen habe. Meine Frisur gibt es nur noch mit Rasieraparat um Kosten zu sparen. Aber wenigstens geht der Betrieb nicht baden, wenn ich auf Vater Staats Geheiß ab Oktober wieder im Dunkeln arbeite. Gut, man erlebt sichtlich belustigte Schafe (huch, Du hier? Haste mal nen Apfel?), hört die Vögel der Nacht, sieht Einbeck hell erleuchtet und überlegt wo PS Speicher und Co sind... eine Kollegin meinte mal: Oh Gott, ich hätte so Angst!!!!
Das ist mir dem Himmel sei Dank nicht gegeben. Angst habe ich nicht. Sollte ich vielleicht. Wenn da hinterm strimlosen Netz ein Keiler stünde... weniger angenehm. Aber für mich bleibt einfach nur die Frage: Wie kann man so was gesetzlich wollen. Warum bekommt man diese Zeitschrift der BG zur Unfallverhütung? Das ist ja alles ganz nett. Aber die eigentlichen Risiken unserer seltenen Betriebsform sind da nie drin.

Mittwochs... hat mein Job nachmittags geschlossen. Sabine also brav mit einer Tüte Arbeitsklamotten dabei, denn... nach Dienstschluss geht es gleich weiter. Tageslicht ausnutzen. In diesem Fall: Eine Zäunung neu und.... Netze flicken.
« Letzte Änderung: 14. Oktober 2020, 06:24:46 von frauenschuh »
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Staudo

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Re: Schafe halten III
« Antwort #1161 am: 14. Oktober 2020, 07:45:46 »

verplempert dadaurch auch die Mittagszeit mit Tageslicht.

 ;D Das sind die Sorgen der Draußen-Arbeiter. Auch ich rechne (allerdings deutlich weniger dramatisch) die helle Zeit rückwärts. Zwei Stunden will ich jeden Tag draußen arbeiten. Das heißt, dass ich momentan spätestens 16 Uhr in Arbeitskleidung auf dem Hof stehen sollte.
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frauenschuh

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Re: Schafe halten III
« Antwort #1162 am: 18. Oktober 2020, 08:10:01 »

Du verstehst. was ich meine  8)

Töchterlein hat gestern geholfen. Dinkes Dankeschön dafür!  :-* Das war da schon eine regelrechte Mammutaufgabe. Zudem versteckten sich in der alten Zäunung 2 mal 50 m Netze. Die sind bestimmt mit die Ursache, dass manche die Tierhaltung wieder aufgeben. Ein Mann sagte mal spöttisch: Mädchennetze.

Töchterlein: Ja und? Darf ich nicht Mädchen sein?

Wahrer Spruch. Über den Bach werfen und dort den Hang wieder aufwärts - nein, man muss es sich nicht schwerer machen als nötig. Wir haben die 50er klammheimlich aussortiert. Man Mann mit Nachtschicht... wer wird da wohl weiter zäunen? Eben!

Bisdann die ganze Technik von ganz oben bis über den Bach gesetzt war... Jesses.

Töchterlein: Morgen habe ich bestimmt einen Muskelkater!

 ;D Wenn die das in ihrem Alter sagt... dann darf ich die katastrophale Nacht wohl unter völlig normal abbuchen.

Allerweil: Nun ist der Narrensprung vollzogen. Dies ist übrigens ein typischer Bachverlauf im Solling. Tald durch Bachverlauf eingeschnitten. Schmale Seite in Hanglage. So stellt sich das auch im künftigen FFH Gebiet da, was meinen Einspruch da sicher noch mal bildlich erläutert. Heil froh bin ich, dass wir da weiter machen können.

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frauenschuh

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Re: Schafe halten III
« Antwort #1163 am: 18. Oktober 2020, 08:17:36 »

Diese Fläche wird übrigens der Anlass für einen Leserbrief sein. Umgang mit Grünland, dass es jetzt gemulcht gehört.  :-X

Ähm, nein. Also wo soll sich denn bitte das Rebhühnchen verbergen? Warum muss ich die armen Insekten schreddern?

Unbestritten ist, dass auch ich einzelne Teile nachpflegen muss. Schlehen sind allein durch extensive Beweidung nicht zu stoppen. Aber vollflächig? Nö. Allerdings gab es prompt die erste Kritik: Da steht doch so viel "Trockenes" auf der Fläche. Ja, wir waren mit den Tierenn im Mai zuletzt vor Ort. Natürlich hat es da Überständiges. Nur die Bewerrtung ist eine andere. Juckt uns nicht die Bohne, denn Schafe selektieren da höchst penibel das Fressbare raus. Und nein, wir haben keine Mäuseweltpopulation auf der Fläche. Es gibt natürlich auch Mäuse. Und Mauswiesel. Und Falken. So what.

Hier so ein "Insekt" von gestern auf einer Flatterbinse (sorry, Schmetterlingsbestimmung ist leider "nicht meins", sachdienlich Hinweise gern erbeten)
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frauenschuh

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Re: Schafe halten III
« Antwort #1164 am: 18. Oktober 2020, 08:24:40 »

Der Herrgott schenke mir zudem Helfer, die mal dem Stacheldraht zu Leibe rücken  :P Ein Netz steht im Hang nur um so eine alte Abgrenzung auszuzäunen. Extra mähen, extra zäunen...  ::) Mein Arm streikt aber bei dem schweren Bolzenschneider. Solange ich den nicht noch quer über Flächen tragen muss, kämpfe ich mich ja häppchenweise durch so einen Irrsinn. Aber hier wie auf der Lummerke geht es mir sprichwörtlich zu weit
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Re: Schafe halten III
« Antwort #1165 am: 18. Oktober 2020, 08:34:55 »

Ach ja: Und bei Beweidung nach Oktober wird die Grasnarbe zerstört.

Also ja, wenn die Tiere ständig auf einer Weide bleiben, ist das am Ende kein Grünland mehr, sondern Matschepampe.

Spontan nachgerechnet sind wir, glaube ich, zu dritt, die mit den schafen in dieser Region durch den Winter ziehen. Der Wanderschäfer, der Polderschäfer und wir. Keiner von uns hat das leiseste Interesse daran, dass unsere Schafe im Matsch stehen. Weswegen wir beherzt und tatkräftig zäunen. Dasses da Trittverletzungen gibt... ist sogar gut, denn da keimen die von den Schafen mitgebrachten Pflanzen aus.

Vor Schreck habe ich mich beim Lesen des Grünlandartikels am Kaffee verschluckt. Ich will jetzt hier gar nicht auf die Landwirtschaft näher eingehen. Aber es hat ja auch diverse Hobbypferdehalter, die jetzt losziehen um ihre Grünländereien vor "Schimmel" und "Mäusen" zu bewahren. Ersteren... kann ich nicht beurteilen. Mag sein, dass das die Grasarten des Intensivgrünlands eher trifft?! Mäuse... gehören zur Natur. Wer nicht mit Giftködern die Regelkreise stört und dank Bepflanzung oder meinetwegen Ansitzstangen ene Bejagung auch von Ansitzjägern ermöglicht, der sollte damit eigentlich nicht bis zum Totalausfall wirtschaften. Wir brauchen ein Umdenken. Das "Insektensterben" wird nicht mit einem "Insektenhotel" für 5 Eur aus dem Supermarkt aufgehalten.

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Re: Schafe halten III
« Antwort #1166 am: 27. Oktober 2020, 18:57:49 »

Pickepackevoll sind die Tage  ::)

Aber mit guten Ergebnissen. Sonntag war Slowfood bei uns. Es war ein super netter Termin. Zwischendrin klingelte das Handy: Komme Dienstag, hole das Bocklamm. Gefühlte Gesprächsdauer 30 Sekunden. Für Beowulf war es heute der Start in eine eigene, hessische Herde. Hinterherwink... (im Bild steht er hinten)

Nachmittags haben wir unsere Burenziegen abgegeben. Auch hinterherwink...

Nur Mischlings-Kastrat Leon steht nun noch im Stall. Der endet wohl in der Wurst. Morgen frage ich bei einem neuen Schlachter an. Dann wäre der Weg nur noch halb so lang. Abwarten. Leon steht warm und trocken, den stört´s nicht, wenn er eine Woche länger wartet. Er weiß es ja nicht. Zudem hat er ja so immer noch die Chance einen neuen Platz zu finden. Wobei im Herbst sicher keiner einen Kastraten sucht. Jetzt sind es maximal Zuchttiere, die noch geschwind den Besitzer wechseln.

Derweil arbeite ich jeden Mittag daran, dass wieder Platz in die Tiefkühltruhe kommt.

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Re: Schafe halten III
« Antwort #1167 am: 28. Oktober 2020, 12:01:12 »

;D
Also für all die, die gar nicht so selten nachfragen, ob es wirklich nötig ist, dass ich draußen mit Rahmenorthese arbeite... ja!

Zum Abschluss der Lummerkesaison (Abzäunen bei nassem Wetter) habe ich noch mal einen Salto gedreht. Mit respektaler Bremsspur  8)

Hat man ein instabiles Knie, schnappt man gelandet erst einmal nach Luft. Sortiert innerlich die Knochen und fängt an lauthals zu lachen. Weil... nichts passiert und immer noch und trotz allem macht die Arbeit draußen in den Biotopen immer noch super viel Spaß. Ob da eine Schiene ums Bein geschnallt ist order nicht... juckt mich nicht im mindesten. Hauptsache: Es geht weiter!
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Re: Schafe halten III
« Antwort #1168 am: 28. Oktober 2020, 13:34:11 »

*eilt herbei, um frauenschuh beim Abklopfen der Erde zu helfen*
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Re: Schafe halten III
« Antwort #1169 am: 28. Oktober 2020, 14:48:10 »

Danke, den Rest beseitigt gerade die Waschmaschine. Kommt mir doch ab und an zu Gute, dass ich keine Gerte bin, sondern Pölsterchen mit mir rum trage  ;D
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