Hallo, Brennnessel,
Silvia hat die Zusammensetzung ja schon reingeschrieben (danke): Saprol
S, als reine Pflanzenstärkung, ist tatsächlich ungiftig; es gibt auch keinerlei Wartefrist, die zu beachten wäre. Bei diesem Mittel muss man m. E. auch bei schon fruchtenden Obstbäumen keine Bedenken haben.
Mit den übrigen Mitteln aus der Saprol-Reihe wäre ich erheblich vorsichtiger.
Stärkung einer Pflanze und gute Bedingungen schaffen ist auf jeden Fall wichtig. Sonst bekämpft man nur Symptome, aber keine wirklichen Ursachen.
Das ist eh das Wichtigste

... Bei uns fing ein Kirschbaum erst an, sich zu bekrabbeln, nachdem ich die verdichtete Wiese zu seinen Füßen weggestochen und das Erdreich darunter intensiv gelockert hatte. Seither kriegt er jährlich Kompost, und ich mulche den Wurzelraum - jetzt gedeiht das frühere Mickerding (fruchtet auch, aber die Vögel ernten meistens schon vor uns

), es ist aus der Monilia regelrecht rausgewachsen. Wobei Pflanzenstärkung aus dem Sprüher sicher mitgeholfen hat - als der Baum noch klein genug dafür war, hat er ein paar Sommer lang konsequent Saprol S gekriegt.
Ein bisschen kann ich sogar abschätzen, welchen Anteil an der "Genesung" das Spritzen und welchen das Bodenlockern hat. Es gibt einen Vergleich: Eine Zierkirsche im Vorgarten, vor Jahren ebenfalls scheußlich Monilia-befallen, hat die gleiche Spritz-Behandlung wie die Süßkirsche bekommen; da war aber weniger Bodenlockerung möglich. Beiden Bäumen geht es sichtbar besser. Beide wurden nicht mehr gespritzt in den vergangenen vier, fünf Jahren, weil da das Stärkungsmittel nicht auf dem Markt war. Die Zierkirsche zeigt aber jetzt wieder erste leise Monilia-Zickereien, während die Süßkirsche knackgesund dasteht - offenbar ist Bodenbearbeitung die entschieden "nachhaltigere" Methode.
Schöne Grüße
Querkopf