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17. August 2019, 22:51:44
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News: Überhaupt Rosen. Die kennen kein Maß. Entweder wuchern sie oder sie mickern.  (Staudo)

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|30|3|Der Boden - das ist das berückende an meinem Plan - schwebt 15 cm über einer Kies- oder Schotterfläche.  (Zitat aus einem Fachthread bei garten-pur) :D

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Autor Thema: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?  (Gelesen 1564 mal)

thuja thujon

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #15 am: 20. Juli 2019, 10:51:36 »

Unkrautjäten heißt dann einzeln ziehen statt hacken? Also 3h Arbeit statt 15 Minuten?
Welche Leitunkräuter gibts bei dir? Sind viele Gräser dabei (Zeiger für weniger gestörte Böden)?

Hier sind die Leitunkräuter Vogelmiere, Kreuzkraut, Portulak, Hirse, behaartes Schaumkraut. Horn-Sauerklee schaffts auch manchmal.
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AndreasR

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #16 am: 20. Juli 2019, 12:08:28 »

Hätte ich nur solche "Leitunkräuter", bräuchte ich auch nur 15 Minuten fürs Jäten. ;) Leider trotzen die Wurzelunkräuter jeglicher Trockenheit, der einzige Vorteil ist, dass bei Dürre nichts keimt, aber ein kurzer Regen, und schon geht's los. Aber Gemüse- und Staudengarten sind ja ohnehin zwei Paar Schuhe, da sind ganz andere Methoden gefragt...
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Viele Grüße
Andreas

thuja thujon

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #17 am: 21. Juli 2019, 11:39:38 »

Im Staudenteil unter den Obstbäumen zupfe ich einzeln Kreuzkraut, viel mehr schafft es dort nicht. Dort sollen sich auch Fingerhut usw aussamen, ich mache dort eigentlich nie was am Boden, die Mäuse wühlen aber durch und ich schlämme die Gänge mit dem Gartenschlauch wieder zu. Dort ist die Krume dichtgelagert krümelig, weniger Brösel als in den Gemüsebeeten.
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Monti

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #18 am: 24. Juli 2019, 19:34:20 »

Sklerotinia war das, unter anderem ein Thema bei Salat.
Ja, kleingeschnitten oder gehäckselt ist der Mulch schneller weg. Dann muss nachgelegt werden. Langes Stroh hält hier auch lange. Umso weniger Futter ists leider auch für die Würmer.
Mais und Sonnenblumenhäcksel halten recht lange, die sind gut verholzt und werden auch mehr von Pilzen als von Würmern gefressen.
Naja, einen Tod muss man sterben... Kannst ja noch etwas Rasenschnitt unter das Stroh mischen, dann haben die Würmer auch was zu tun. Beim Grün umgemähten Roggen sind aber auch genügend Halme für die Würmer dabei.
Ich Hacke übrigens auch eher wenig. Meist Zupfe ich auch, Einrähige Rispe, Vogelmiere, Ehrenpreis ist das meiste. Außerdem Wegerich und Gänsedistel. Wenns viel ist dann i.d.R. mit der Pendelhacke.
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b-hoernchen

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #19 am: 28. Juli 2019, 19:18:45 »

Macht furchtbar viel Arbeit, aber das Ergebnis überzeugt in meinem Ziegeleitonboden: Holzkohle/Terra Preta in den Boden und darüber mulchen (mit Sägespänen, Kaffeesatz, Rasenschnitt, gehäckseltem Grüngut).

Wo ich tiefgründige Pflanzlöcher ausgehoben habe und mit der Holzkohle-Kompost-Sand-Mutterbodenmischung aufgefüllt habe, sind jetzt z. T. fingerdicke Gänge im Boden (na ja - sind nicht nur Regenwürmer, eher wohl die Maulwurfsgrillen); jedenfalls "schluckt" der Boden dort Wasser wie ein Spundloch, verbackt nichts mehr, bleibt wunderbar krümelig, luftig, locker, feucht... .

Aber mein Rücken, meine Arme und Schultern können ein garstiges Lied singen von der Bodenbearbeitung... !
« Letzte Änderung: 28. Juli 2019, 19:42:55 von b-hoernchen »
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thuja thujon

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #20 am: 28. Juli 2019, 22:41:06 »

Ja, frisch umgegraben usw schlucken sie viel Wasser, bis sie voll sind. Danach zeigt sich was der Untergrund versickern lassen kann.
Habe die Tage in einem Garten mit fast schon Minutenboden nach der Kartoffelernte Tagetes gesäht. Nach 2 mal Starkregen in 3 Tagen ist auch dort jetzt alles entmischt. Holzkohle schützt da leider nicht davor, auch wenn die Oberfläche hinterher etwas gröber aussieht. Poren sind trotzdem alle zugeschlämmt und nach dem abtrocknen müssen wieder die Kapillaren gebrochen werden.
Kartoffeln bzw deren Ernte sind einfach nix für die Bodenstruktur.
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thuja thujon

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #21 am: 28. Juli 2019, 23:02:16 »

Hier gabs nun auf die Hitze folgernd 2 Tage Starkregen. Es hat mal wieder das Wasser im Beet gestanden. Sowas tut keinem Boden gut, auch ein gemulchter Boden ist danach hin.
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thuja thujon

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #22 am: 28. Juli 2019, 23:06:11 »

Schwimmend, man sieht noch schön die braunen Schlieren der wasserlöslichen Fulvosäuren.
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thuja thujon

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #23 am: 28. Juli 2019, 23:10:39 »

Nach dem versickern ist wenigstens nicht jedes kleinste Korn vollständig entmischt. Immerhin, unter einer Pfütze ist der Boden auch geschützt vor der Aufprallenergie der Regentropfen.
Gehackt werden muss da demnächst trotzdem.
Auf den gemulchten Beeten eigentlich auch, dort gehts aber nicht mit dem langen Material was da als Trittschutz draufliegt. Sägespänemulch dagegen geht zu hacken. Nur werden sie so auch viel schneller verbraucht als nur obenaufliegend.
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b-hoernchen

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #24 am: 12. August 2019, 14:32:18 »

Ja, frisch umgegraben usw schlucken sie viel Wasser, bis sie voll sind. ... . Nach 2 mal Starkregen in 3 Tagen ist auch dort jetzt alles entmischt. Holzkohle schützt da leider nicht davor, auch wenn die Oberfläche hinterher etwas gröber aussieht. Poren sind trotzdem alle zugeschlämmt und nach dem abtrocknen müssen wieder die Kapillaren gebrochen werden.
Hmm - ich rede von Boden, den ich vor mehr als einem Jahr bereitet habe - und danach nie mehr umgegraben habe, weil jetzt ein Apfelbaum drin steht.
Entmischung-? Sehe ich keine.

Es ist ein Unterschied, ob man Holzkohle locker oben drüber streut oder wirklich eine tiefgründige Mischung aus Ton, Sand, Kompost und Kohle auffüllt.
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Nemesia Elfensp.

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #25 am: 12. August 2019, 21:16:16 »

Es ist ein Unterschied, ob man Holzkohle locker oben drüber streut oder wirklich eine tiefgründige Mischung aus Ton, Sand, Kompost und Kohle auffüllt.
Das kann ich nur ausdrücklich bestätigen!
Wir hatten hier über den Winter 2018/19 eine Reihe Palettenrahmen als Testbeete aufgestellt und mit unterschiedlichen Erdmischungen beschichtet bzw, befüllt.
Die zwei Beete  mit dem Gemenge aus dem Betonmischer - Kompost, verotteter Pferdemist, Holzhackschnitzel, Holzkohle, Lehm, Steinmehl und Bentonit - war mit Abstand die Mischung mit dem besten Wasserhaltevermögen, einer stabilen Krume und den kräftigsten Pflanzen (wir hatten fast alle Beete mit Erdbeerfrigopflanzen bestückt) Auch jetzt bei der Ausläuferbildung, sind die beiden Beete wie bei der Erdbeerernte, wieder die besten.


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« Letzte Änderung: 12. August 2019, 22:07:06 von Nemesia Elfensp. »
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thuja thujon

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #26 am: 13. August 2019, 08:23:22 »

1-2 Bearbeitungsgänge unter Bäumen verkraftet mein (sandiger) Lehm hier auch. Da verschlämmts nicht so oft weil er auch dichter gelagert ist. Ich muss ihn schon mit dem Gartenschlauch fluten um dort was kaputt zu machen.
Die Gemüsebeete sind anders und dort kann ich Größenbedingt nicht viel von der Bodenart abändern. Wenn der Salat unten ist, kommt Bentonit drauf und im Frühjahr Kalkstickstoff. Damit der Kalk mal wieder frisch ist und nicht nur das passive Calciumcarbonat da ist.
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roburdriver

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #27 am: 13. August 2019, 09:45:52 »

@Thuja thujon ... wieviel Liter gabs bei dir pro qm? Mach doch in deine Beetkante paar Wasserabläufe zur Wiese hin.
Also soviel Wasser steht bei mir nicht im Beet. Ich hab ja 6Kartoffelzeilen zu je 7m Länge und hab in jede Furche dazwischen 1000L IBC rein laufen lassen mit 3/4" Schlauch, am Ende kam nicht mehr wie ein Rinnsaal an. Also 5000L auf die Kartoffelfläche. Wobei ich auch letzten Winter den Starrgrubber 30cm tief durchgezogen habe um den lehmigen Boden aufzuschließen.

Unkraut wächst bei mir Melde, Hühnerhirse, Ackerwinde, Wegerich und Distel. Hab die aber ganz gut in Griff durch dicke Mulchschicht aus Stroh, Rasenschnitt und Schafmist. Meine
 Tropfbewässerung sorgt auch für punktgenaue Bewässerung und relativ trockene Oberfläche zwischen den Kulturen, da keimt das Unkraut nicht so schnell. Ich lass das ca 30min aus einem IBC drucklos laufen, sind ca 5L pro qm.

Gruß Robin

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roburdriver

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #28 am: 13. August 2019, 09:51:57 »

Ich kann mich vor Gurken kaum retten.
Hab bisher ca 80kg geerntet ... 28 1L-Gläser Senfgurken sind schon im Keller

Rotkohl ist nun auch geerntet und die Lücke durch Kopfsalat im Beet gefüllt.
Oben im Bild rechts nicht mehr zu sehen 1/3 der Fläche sind noch Zwiebeln und Erbeeren. Links Kartoffeln, Mitte Tomaten 9Pflanzen, Ringelblumen, echte Kamille, 6Stangen Bohnen, Rotkohl, Tagetes, Blumenkohl haben die Ameisen gekillt, hinter den Gurken sind Kohlrabi, Kopfsalat, Möhren.

« Letzte Änderung: 13. August 2019, 10:00:05 von roburdriver »
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thuja thujon

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Re: Wie den Boden fit machen für Klimawandel und Extremwetter?
« Antwort #29 am: 13. August 2019, 10:01:09 »

@Thuja thujon ... wieviel Liter gabs bei dir pro qm?
30-40mm in einer halben Stunde, davon 25-35 in 10 Minuten. Abgelaufen ists es danach schnell. 5Minuten und es war nichts mehr obendrauf. Da hats noch geregnet als die Pfütze weg war.
Die Gurken sind etwas vom Hagel gepierct, der Kopfsalat auch.
Gurken ist dieses Jahr nicht ganz so gut wie letztes. Trotz Gurkenschwemme. 201 bisher von 8 Pflanzen.
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