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News: Der Besuch eines guten Freundes ist oft die beste Medizin. (Unbekannt)
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07. Dezember 2019, 03:34:34
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Autor Thema: Gurken im GWH  (Gelesen 614 mal)

Amur

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Gurken im GWH
« am: 29. Juli 2019, 12:56:50 »

Mein GWH wird außer zum Überwintern der Kübelpflanzen noch für die Gurken benutzt. Parallel dazu hab ich auch noch welche im Garten in einem Unterstand.
Die im GWH sind vor allem für die frühere und verlängerte Ernte gedacht. Wenn im Herbst die ersten Fröste (sind bei uns durchaus schon im September) die im Garten dahin raffen, kann man im GWH noch ernten bis die letzten Kübelpflanzen vollends rein müssen.

Nun ist es aber durch die heißen Sommer immer schwieriger die Gurken über den Sommer zu bringen.
Die Spinnmilben kommen immer früher und schlimmer.
Kaliseife müsste man fast ständig spritzen, mach ich aber nicht und hab auch nicht wirklich Lust dazu.
Hat schon jemand mit Raubmilben was probiert? Wenn ich 35° als maximum für die lese, dann scheint mir das nicht wirklich zu funktionieren. Selbst mit 24h komplett offenen Fenstern und Türen wird das laufend überschritten wenns draussen schon 30° undmehr hat.


Ich tendiere immer mehr dazu keine Gurken mehr ins GWH zu setzen. Ein Bekannter sät im Juli nochmal neue aus, die er dann im August ins GWH setzt, nachdem er die alten von den Spinnmilben  zErfressenen raus großen hat.
Auch ne Möglichkeit.

Was macht ihr?
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Conni

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #1 am: 29. Juli 2019, 13:29:35 »

Gurken hab ich keine im GWH, aber bei Auberginen hatte ich dasselbe Problem. Den Versuch, mit Raubmilben gegen die Spinnmilben anzukämpfen, hab ich zwei Jahre in Folge gemacht und fand, dass es ein teurer Spaß ist, der wenig bringt. Die Spinnmilben waren vielleicht eine Weile lang weniger, bald aber wieder da, die Pflanzen haben es letztlich nicht überlebt (und Ernte gab es auch kaum bis keine).

Seitdem baue ich Auberginen nur noch im Freiland an und das funktioniert wunderbar. (Gurken hab ich auch im Freiland und mit Spinnmilben kein Problem.)

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Apfelbaeuerin

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #2 am: 29. Juli 2019, 13:31:36 »

Ich hab Gurken auch bloß im Freiland und die Ernte ist heuer prächtig.
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Liebe Grüße von der Apfelbäuerin



Wer Träume verwirklichen will, muss wacher sein und tiefer träumen als andere (Karl Foerster)

cydorian

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #3 am: 29. Juli 2019, 14:08:26 »

Ich hab dieselben Probleme schon länger und dieselbe Begründung für Gurken im Gewächshaus. Hinzu kommen die brutalen Hitzephasen, die Pflanzen leiden im Gewächshaus trotz weit offener Türen. Das Wachstum stockt, angeblich bitterfreie Sorten werden bitter. Aber es hat schon was, bereits im Juni und noch im Oktober frische Früchte zu bekommen.

Gegen Spinnmilben hilft nicht viel, auch sind die jedes Jahr stärker und früher ein Problem. Es ist mühevoll, dagegen etwas zu machen. Gegen Kiron Milben Ex bestehen schon Resistenzen. Ich nehme Neemöl, 5-10ml auf 1 Liter Wasser, ein bisschen Kalischmierseife zur Benetzung. Spiritus beizumischen wäre auch gut, aber das Risiko von Blattschäden steigt. Die Mischung sollte von unten bei Sonnenuntergang auf die Blätter und Halme gesprüht werden.

Mit dieser Behandlung ist bereits bei Jungpflanzen ab Anfang Juni zu beginnen und sie ist alle 3, 4 Tage zu wiederholen. Neemöl wirkt nur gegen die Jungstadien und auch nicht vollständig. Man kann damit aber die Schadschwelle lange hinauszögern. Man lässt sich da leicht täuschen, sieht im Juni noch keine Schäden und denkt es würde dieses Jahr später beginnen. Pustekuchen, die sich schon lange zugangen, bevor man richtig was sieht.

Mit Raubmilben habe ich auch Erfahrungen gemacht. Ist hier bei den Melonenkrankheiten beschrieben: https://gartenzone.blogspot.com/2018/06/melonen-die-haufigsten-krankheiten.html - Melonen haben exakt dieselben Problemw wie Gurken im Gewächshaus.
« Letzte Änderung: 29. Juli 2019, 17:22:22 von cydorian »
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Sandwurm

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #4 am: 29. Juli 2019, 17:01:42 »

Ich verwende mein Anlehngewächshaus auch zum Überwintern von Kübelpflanzen. An der Nordseite des GH habe ich ein Kiwipärchen, Hayward und Tomuri gesetzt. Die ranken bis unter das Dach und beschatten das GH. An warmen Tagen ist es im GH mit den offenen Türen angenehmer als draußen im Freien. An der Südseite im GH setze ich meine 3 Gurken. Ich hatte schon mal mehr gesetzt, bin dann aber gegen die Masse der Gurken nicht angekommen. Die Pflanzen halten so bis Ende August durch, dann brechen sie zusammen, d.h. sie vertrocknen. Spinnmilben habe ich noch nie gehabt. Ich denke, die natürliche Beschattung bringt enorm was.
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Amur

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #5 am: 29. Juli 2019, 20:51:26 »

..... Ich nehme Neemöl, 5-10ml auf 1 Liter Wasser, ein bisschen Kalischmierseife zur Benetzung. ...

Du nimmst Neemöl also auch wenn schon erntereife Gurken dran sind?
Da hab ich mich bis jetzt nicht getraut. Die Zulassung ist allesamt nur für Pflanzen im Jugendstadium oder zur Samengewinnung wenns um Gemüse geht.
Daher keine Nennung von Wartezeiten. So hab ich zumindest die Zulassung von Neem verstanden.

Ich sehe schon die Probleme sind dieselben und Lösungen sind nicht wirklich da.
Beschattung gibts bei mir vom Pfirsich genug im Sommer. Dessen lange Triebe reichen weit über das GWH. Die werden dann im Winter immer gestutzt.

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cydorian

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #6 am: 29. Juli 2019, 22:27:05 »

Doch, natürlich halte ich eine Wartezeit ein und es gibt auch Angaben dazu. Ich richte mich bei der Wartezeit am Produkt Compo Bio Insekten-frei Neem, auch wenn ich Neemöl selber anmische. Da steht im Beipackzettel neben vielen anderen Dingen beim Anwendungsgebiet Tomate, Aubergine, Gurke, Zucchini, Riesen-, Moschus-, Garten-, Flaschenkürbis (mit genießbarer Schale) Freiland, Gewächshaus, Balkon:  "Wartezeit: 3 Tage". Empfohlen werden drei Behandlungen im Abstand von 7 bis 10 Tagen. Dieses Intervall ist meiner Erfahrung nach bei Spinnmilben aber zu lang. Neeöl wirkt wie gesagt nur in Jungstadien. Nicht gegen adulte Tiere, nicht gegen Eier. Die wachsen bei so langen Abständen raus.

Die Wartezeit stört auch nicht. Im Juni prasseln die Gurken ja noch nicht vom Pflänzchen. Es beginnt langsam und spärlich. Es verursacht also keine Probleme mit "unerwartet" erntereifen Gurken, das kann man schon timen.
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thuja thujon

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #7 am: 29. Juli 2019, 23:43:26 »

Ich habe meine Gurken auch im Freiland, aber mit Gewächshauserziehung. Luftigerer Stand, mehr Gurken, weniger Pilzkrankheiten.

Gegen Spinnmilben, sollten sie mal Thema werden, nutze ich die Nebenwirkung von Netzschwefel bei der Anwendung gegen echten Mehltau. Den gibt es recht früh im Jahr wenn die schwülwarmen Phasen einsetzen, zu der Zeit sind die Spinnmilben noch nicht so aktiv. Schwefel ist nicht systemisch wie Neem, nach 3 Tagen kann man die erntereife Gurke abwaschen und gut ist. Getroffen wurde sie vom Schwefel im Miniformat. Der Verdünnungseffekt bei Gurken ist doch enorm bei dem gutem Massenzuwachs.
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Hyla

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #8 am: 30. Juli 2019, 19:12:31 »

Bei uns sind Schattiernetze im Gwh, die Hälfte wird 35% beschattet. Man kann dann noch wählen, was wohin kommt. Ein anderer Teil ist von innen dünn mit weißer Farbe gestrichen, was auch gut schattiert.
Gegen die Spinnmilben stellen wir Sprenger rein. Wird der Befall deutlich, wird ausgiebig über längere Zeit auf die Blätter beregnet. Damit kriegt man sie nicht ganz weg, aber man kann sie gut dezimieren. Die Schäden an den Blättern bleiben natürlich, darum muß man schon im Vorfeld regelmäßig kontrollieren und beim Befallsbeginn sofort wässern. Später wird immer mal wieder geduscht, je nachdem wie sich die Milben und das Wetter entwickeln.
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Amur

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #9 am: 30. Juli 2019, 19:59:23 »

Das mit dem Sprühen hatte ich schon überlegt. Schläuche würden schon liegen. Aber handelt man sich dann nicht jede Menge Probleme mit den Pilzkrankheiten ein?
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cydorian

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #10 am: 31. Juli 2019, 11:23:32 »

Wasser über Blätter verursacht bei mir zielsicher Tod durch falschen Mehltau an Gurken und Melonen. Geht erst gut, passiert dann im August, erst fensterartige Flecken, dann stirbt das Laub. Wasser schliesst auch alle anderen Methoden aus. Besprüht man die Blätter oft mit Wasser, werden alle Mittel gegen Spinnmilben sogleich abgewaschen. Also Wasser oder Mittel. Da muss man sich früh entscheiden, welchen Weg man geht.

Schattiernetze sind besser, Farbe weniger. Man will ja volle Sonne im April und ab September. Also muss die Schattierung leicht abbaubar sein. Wenn sie dran ist, hat sie auch Nachteile. Die kurzwelligeren Lichtanteile werden besonders gedämpft. Das führt bei Melonen zum starken, bei Gurken immer noch zu schmeckbarem fehlenden Aromaaufbau. Man nähert sich geschmacklich immer mehr der Supermartkware an. Eigener Anbau macht Spass, aber mir ist es zu viel Aufwand für ein Ergebnis, das wie Billigstware im Discounter schmeckt.
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Amur

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #11 am: 31. Juli 2019, 12:45:15 »

Bei Gaissmayer hab ich gesehen dass die die GWH Scheiben mit weißer Farbe oder Kalk streichen und im Herbst mit dem Schlauch wieder abspritzen.
Wobei ich 16mm Doppelstegplatten hab, die eh schon nicht so viel Licht durchlassen. Von daher hab ich die Beschattung die noch aus der Glaszeit vorhanden war entsorgt.
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Floris

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #12 am: 31. Juli 2019, 12:58:59 »

Ich hatte früher im Sommer auf dem Gewächshausdach Bohnenstangen liegen (ich kam vom Boden aus dran), das brachte eine gewisse Grundschattierung die leicht zu verändern war. Lustig waren nur die Steinmarder, die gelegentlich glaubten darüber rennen zu müssen...

Viele Jahre ist es her, dass ein Erwerbsgärtner in Ffm-Oberrad mir erzählte, dass, wenn er nach dem Gießen drei Tage lang die Lüftung geschlossen hielte (bei sonnigem Wetter), die Spinnmilben alle hinne seien. Die Gurken würden das aushalten, solange sie nicht austrocknen.

Das Problem: Die in dieser Zeit gewachsenen Gurken seien hellgrün und schwer verkäuflich.

(Ob es an dieser Methode liegt, dass er jetzt keine Gurken mehr produziert, weiß ich allerdings nicht, aber ich glaube das macht heute in D eh keiner mehr.)
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Hyla

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #13 am: 31. Juli 2019, 13:03:01 »

Die Gurken vertragen das Wasser ganz gut. Man benetzt die Blätter ja nicht täglich. Einmal beim ersten Spinnmilbenbefall und danach nur noch, wenn sie wieder zu viele werden, also so alle zwei Wochen. Dabei sollte man auf schnelles Abtrocknen der Blätter achten, d.h. lieber am späten Vormittag bei warmem Wetter wässern, damit die Blätter bis abends wieder trocken sind.
Ich verstehe natürlich die Skepsis, aber wir wollten unsere Pflanzen damals nicht spritzen, und hatten daher nur die Wahl zwischen alternativer Idee oder Rausreißen. Da ich beobachtet hatte, daß Spinnentiere sehr schnell ertrinken, haben wir es mit gründlicher Wässerung der kompletten Pflanze versucht und hatten damit Erfolg. Die Versuche mit 100% Luftfeuchtigkeit habe ich auch gemacht - kein Erfolg.
Klar, komplett ohne Ungeziefer wäre schöner, geht aber leider nicht.  :-\

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Re: Gurken im GWH
« Antwort #14 am: 01. August 2019, 23:08:12 »

An heißen Tagen kühle ich im Ausnahmefall auch mal die Gurken mit dem Sprühbalken. Nach einer Stunde ist das spätestens wieder trocken.
Fürs Gewächshaus gibts auch Fogging-Düsen oder Terassenkühldüsen und vieles andere mehr. Da gehts beim abtrocknen wirklich um Minuten, da braucht man Mittags keine Angst vor Pilzkrankheiten haben.
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