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Autor Thema: Virginischer Rosenapfel?  (Gelesen 586 mal)

b-hoernchen

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Virginischer Rosenapfel?
« am: 14. September 2019, 20:04:34 »

So, endlich trägt mein "Virginischer Rosenapfel" - sowohl der Originalbaum auf dem Feld wie auch eine Veredelung auf M9 im Hausgarten.
Ich zeig euch mal die Früchte vom Baum aus dem Hausgarten:
« Letzte Änderung: 17. September 2019, 21:01:38 von b-hoernchen »
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b-hoernchen

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #1 am: 14. September 2019, 20:05:46 »

Hier von unten:
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b-hoernchen

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #2 am: 14. September 2019, 20:17:09 »

Und hier im Anschnitt:

Dazu muss ich noch etwas sagen: Die Früchte des Baums auf dem Feld (Sämlingsunterlage) sind stärker gestreift als die Früchte aus dem Hausgarten (auf M9). In der Tat sehen die Früchte des Baums auf dem Feld denjenigen meines bei Ritthaler gekauften "Gravensteiner auf M26" (welcher vermutlich kein Gravensteiner ist) zum Verwechseln ähnlich.
Ich habe deshalb (weil gerade keine Früchte des Baumes auf Sämlingsunterlage daheim habe) einen dieser sogenannten "Gravensteiner" ins Schnittbild aufgenommen - oben ist der angebliche "Gravensteiner" (mit Gravensteiner-untypischen Kernhaus) und unten ist der angebliche "Virginische Rosenapfel".

Beides sind Äpfel mit einer ziemlich kräftigen Säure, allerdings sind die des angeblichen "Gravensteiner" schon weiter gereift, süßer und mit einer Tendenz mürbe zu werden. Auch ist die Schale des angeblichen "Gravensteiners"etwas fettig, der Virginische Rosenapfel fühlt sich (noch?) trocken an. Der Virginische Rosenapfel kommt in derzeitigem Reifezustand als ein knackiger, saftiger, süßsaurer (mit Betonung au Säuerlichkeit) Apfel daher - mit normalem Apfelaroma. Er ist nicht schlecht, aber ich kann auch keine besondere Note entdecken.
« Letzte Änderung: 17. September 2019, 21:02:21 von b-hoernchen »
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Rib-isel

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #3 am: 15. September 2019, 10:26:51 »

Sehr schöner Schnitt!
Ich bezweifle dass das ein virginischer Rosenapfel ist. Wenn ich nun bei den üblichen Verdächtigen die Sortenbeschreibungen angucke, kommt da schon etwas ziemlich anderes raus.

http://www.obstgarten.biz/info-thek/virginischer-rosenapfel.html

http://www.obstsortendatenbank.de/virginischer_rosenapfel.htm

https://library.wur.nl/speccol/fruitvrij/aepfel/Aepf1/Ae046.htm (recht ausführlich)
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b-hoernchen

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #4 am: 17. September 2019, 18:52:03 »

Schade, dass ich keine Äpfel vom Originalbaum zur Hand habe - die sind nämlich schon stärker gestreift auf gelber Grundfarbe.

Ja, ich weiß es auch nicht. Saftig ist er nämlich schon aber auch säuerlich. Vom Aroma her ist er für mich kein "Muss-haben".
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Aromasüß

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #5 am: 17. September 2019, 19:29:07 »

Hi B-Hörnchen,
ist der jetzt erst reif geworden?
Dieser Rosenapfel gilt als sehr früher Sommerapfel, reift ab Ende Juli; in unseren Zeiten des Klimawandels eher noch früher. (Quellen: außer den oben genannten siehe auch ProSpecieRara und kob-bodensee.)
Wenn er erst während oder nach dem Gravensteiner reif wird, dürfte es sich um eine andere Sorte handeln.
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b-hoernchen

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #6 am: 17. September 2019, 20:49:47 »

Halt - da fällt mir ein, als ich vor drei Wochen auf der Obstwiese war, hatte ich bereits Fotos von ein paar(z. T. innerlich) beschädigten und deshalb früher reifen Früchten gemacht. Die gesunden Früchte waren damals (26. 08) noch nicht reif. Einen habe ich bereits angebissen gehabt, als mir einfiel, dass zuerst mal Fotos gemacht gehörten... .

Hier die Fotos der Früchte des "Originalbaums" auf Sämlingsunterlage vom 26. August:
« Letzte Änderung: 17. September 2019, 21:55:59 von b-hoernchen »
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b-hoernchen

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #7 am: 17. September 2019, 20:50:29 »

Und hier:
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b-hoernchen

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #8 am: 17. September 2019, 20:51:12 »

... und hier:
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b-hoernchen

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #9 am: 17. September 2019, 20:59:24 »

Also diese roten Streifen kommen den Abbbildungen in den von Rib-isel (danke dir für die links zur Literatur!) gesetzten links doch sehr nahe!

Womit ich nicht ganz klar komme: Der Apfel ist im Gegensatz zur Beschreibung sehr saftig (zumindest frisch vom Baum) und dann die Reifezeit: Ende August bis Anfang/Mitte September. Die eingangs geposteten Fotos der Früchte des Klons auf M9 wurden am 14. 09 aufgenommen, dem Erntedatum im Hausgarten. Dann waren die Früchte zwar schon sehr reif, ich würde sagen, eine Woche früher hätte man auch schon ernten können.

Ist es vielleicht doch wieder Borowitzky?
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Rib-isel

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #10 am: 18. September 2019, 00:01:27 »

Charlamowsky (Syn. Borowitzky) würde ich eher ausschließen. Mann kann Gemeinsamkeiten sehen, wie Reifezeit und die ausgeprägte Kelchhöhle aber Flammung müsste auffälliger und weit häufiger in die Stiel- und Kelch-Grube reichen. Er ist auch sehr für sein weißes und weißbleindes Fruchtfleich bekannt. Oberfläche ist eben und der Apfel selber ist  leicht abgeflacht Rund. Wenige, große, breitrunde, kastanienbraune Kerne. (Nach Eckhart, Fritz)
Das kann ich nun bei deinem Apfel nicht sehen.
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Aromasüß

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #11 am: 18. September 2019, 07:31:48 »

Da die Früchte bei Dir erst kürzlich reiften, könnte es eine der vielen Gravensteiner-Kreuzungen und Varianten sein. Dafür sprechen die Reifezeit, die gestreifte Färbung, der überwiegend säuerliche Geschmack und die unregelmäßige Form mit leichten Kanten. Aber es gibt auch einige andere Sorten mit ähnlicher Färbung.

Eher fraglich:
- Virginischer Rosenapfel (reift im Juli),
- Charlamowski (reift Mitte bis Ende August! Die Frucht ist regelmäßig geformt, etwas anders als auf Deinen Fotos. Nach meiner Erfahrung: säuerlich mit typischer Frühsortenfrische, vom Baum saftig; eher ein Garten- als ein Streuobstbaum: schwächer wüchsig und reich tragend; große Kerne in einem markanten Kerngehäuse, siehe Sortenbeschreibung)

Warum nimmst Du nicht ein paar der Früchte, solange sie sich noch halten, und wendest Dich an einen Pomologen zur Bestimmung?! (Kreisverband für Gartenbau in Deiner Nähe oder Pomologenverein)

Oder versuch mal die Online-Apfelbestimmung der Universität Kopenhagen - The Pometum apple key (auf englisch): Gibt es nicht auf deutsch, schärft jedenfalls die eigenen Kenntnisse der Unterscheidungsmerkmale, und vergleiche das Ergebnis mit Sortenbeschreibungen
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Ayamo

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #12 am: 18. September 2019, 11:06:20 »

Oder versuch mal die Online-Apfelbestimmung der Universität Kopenhagen - The Pometum apple key (auf englisch): Gibt es nicht auf deutsch, schärft jedenfalls die eigenen Kenntnisse der Unterscheidungsmerkmale, und vergleiche das Ergebnis mit Sortenbeschreibungen

Toller Link!  :D
Werde ich die Woche noch mal an einer unbekannten Sorte versuchen.
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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #13 am: 18. September 2019, 12:32:44 »

hat der Apfel eine Kelchröhre? Für mich sieht das nach gute gefärbten Dülmener Rosenapfel aus, ach halt du hast geschrieben säuerlich, das passt eigentlich nicht. Geflammter Kardinal, Chelmford Wonder?
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Rib-isel

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Re: Virginischer Rosenapfel?
« Antwort #14 am: 18. September 2019, 20:56:04 »

hat der Apfel eine Kelchröhre?
Bild von Post Nr 2. Dieser Apfel stammt nach b-hoernchen, von der selben Sorte, nur auf einer M9-Unterlage, anstatt von einer starken Unterlage.
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