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Autor Thema: Geänderte botanische Namen  (Gelesen 17543 mal)

Dunkleborus

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #15 am: 05. Dezember 2019, 18:24:57 »

Kleiner Nachtrag zur Plantlist: Die wird nicht mehr nachgeführt, der Nachfolger ist das da:

http://www.plantsoftheworldonline.org/
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pearl

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #16 am: 05. Dezember 2019, 18:31:10 »

das sind ja nur die Kews, die Plantlist leitet weiter zu http://www.worldfloraonline.org/
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pearl

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #17 am: 05. Dezember 2019, 18:33:11 »

Citrus trifoliata.

Synonyms

      Aegle sepiaria DC.
      Bilacus trifoliata (L.) Kuntze
      Citrus trifolia Thunb.
      Citrus trifoliata var. monstrosa T.Itô
      Citrus triptera Desf.
      Poncirus trifoliata (L.) Raf.
      Poncirus trifoliata var. monstrosa (T. Itô) Swingle
      Pseudaegle sepiaria (DC.) Miq. 
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pearl

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #18 am: 05. Dezember 2019, 18:36:12 »

"The Plant List (TPL) was a working list of all known plant species produced by the botanical community in response to Target 1 of the 2002-2010 Global Strategy for Plant Conservation (GSPC). TPL has been static since 2013, but was used as the starting point for the Taxonomic Backbone of the World Flora Online (WFO), and updated information can be found at www.worldfloraonline.org.

WFO is being developed by a consortium of leading botanical institutions worldwide in response to the 2011-2020 GSPC’s updated Target 1: to achieve an online Flora of all known plants by 2020. WFO welcomes feedback from users for improvements to its Taxonomic Backbone which is curated by a growing community of WFO Taxonomic Expert Networks (TENs)."
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Klaus_Braun

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #19 am: 14. Dezember 2019, 12:59:42 »

Heute lese ich im Dezember-Heft von THE GARDEN (Mitgliederzeitschrift der Royal Horticultural Society), S. 6, 2 neue Fälle von Namensänderungen:
Rosmarinus officinalis heißt jetzt Salvia rosmarinus, und
Saintpaulia (Usambaraveilchen) jeißt jetzt Streptocarpus.

Da es eine frei zugängliche Quelle für solche Informationen nicht zu geben scheint, schlage ich vor, dass wir hier gemeinsam eine Liste der Pflanzen zusammenstellen, deren Namen sich in den letzten Jahren geändert haben.

Bis jetzt lautet die Liste wie folgt:
Acidanthera bicolor var. murielae (Sterngladiole) heißt jetzt: Gladiolus callianthus
Alyssum maritima (Duftsteinrich) heißt jetzt: Lobularia maritima
Hydrangea petiolaris (Kletterhortensie) heißt jetzt: Hydrangea anomala subsp. petiolaris
Poncirus trifoliata (Bitterorange) heißt jetzt Citrus trifoliata
Rosmarinus officinalis heißt jetzt Salvia rosmarinus
Rudbeckia purpurea (Scheinsonnenhut) heißt jetzt Echinacea purpurea
Saintpaulia (Usambaraveilchen) jeißt jetzt Streptocarpus
Scilla campanulata (Hasenglöckchen) heißt jetzt: Hyacinthoides hispanica

Ich erkläre mich gern bereit, die Liste jeweils zu aktualisieren, wenn von Euch weitere Beispiele genannt werden.
Bin auf das Ergebnis gespannt.

Klaus_Braun

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Natternkopf

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👍 Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #20 am: 14. Dezember 2019, 17:17:47 »

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AndreasR

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #21 am: 14. Dezember 2019, 18:10:12 »

Dass der Rosmarin nun ein Salbei ist, war mir neu, die anderen Umbenennungen habe ich hier und da aber schon mitbekommen, insbesondere Echinacea heißt doch schon lange so, oder? Erwähnen sollte man z. B. auch die neue Einteilung der Astern (Symphyotrichum etc.), Ziest (Stachys
-> Betonica) und Prachtkerze (Gaura -> Oenothera). Sicher gibt es noch einige Beispiele mehr, die Gärtner in der letzten Zeit "ertragen" mussten. ;)
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Andreas

pearl

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #22 am: 14. Dezember 2019, 19:22:47 »

wirklich schlimm war es bei den Knöterichen!

Klaus_Braun, wir haben doch frei verfügbare Quellen benannt! Wenn du in die links schaust, ist das offensichtlich. Ich habe ja daraus zitiert.

Was deine Liste oben betrifft.

Manche der erwähnten Umbenennungen sind schon lange in Gebrauch, Hyazinthoides hispanica ist der übliche Handelsname.

Andere sind für Gärtner unzweckmäßig umbenannt. Ich brauche diese Subspezies persönlich nicht und nenne meine Kletterhortensie Hydrangea petiolaris.

Auch Rosmarin bleibt bei mir Rosmarinus officinalis.

Lieber Klaus, wir wissen alle, dass es häufige Umbenennungen gibt und sind auch über die aktuellen informiert, weil viele hier sich auch in anderen Zusammenhängen über Pflanzen austauschen. Auch international. Da passiert es häufig, dass ganz andere Namen auftauchen wie gerade aktuell Paeonia macrofilla für Paeonia macrophylla, was an einer Transkription aus dem Kyrillischen liegt.

Oder ich wurde darauf hingewiesen, dass mein Ophiopogon chingii [Lushan] von Dr. Hans Simon am Berg Lushan aufgesammelt, eine andere Art sei, kann mich nicht erinnern wie der Vorschlag lautete.
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Klaus_Braun

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #23 am: 14. Dezember 2019, 20:15:36 »

Hallo Pearl,,

dass man einen einzelnen botanischen Namen bei diversen Plattformen eingeben und überprüfen kann, ist mir nicht neu. Habe ich ja mit allen Namen gemacht, die ich aufgeführt habe.
Mir geht es doch um etwas ganz anderes: An welcher Stelle finde ich die jüngsten Änderungen, z. B. dass Rosmarin jetzt zu Salbei gehört.
Im Zander findet man das (noch) nicht. Alles was gedruckt im Schrank steht ist veraltet.

Beste Grüße
Klaus
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Kaspar Hauser

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #24 am: 14. Dezember 2019, 22:32:21 »

Als ruhiger Mitleser:
Wikipedia, bekanntermaßen allwissend, schreibt:

Man kann folgende Unterarten unterscheiden[4]:
Rosmarinus officinalis subsp. officinalis
Rosmarinus officinalis subsp. palaui (O.Bolòs & Molin.) Malag. (Syn.: Rosmarinus officinalis var. palaui O.Bolòs & Molin.): Sie kommt nur auf den Balearen vor.[4]
Rosmarinus officinalis subsp. valentinus P.P.Ferrer, A.Guillén & Gómez Nav.: Diese Unterart wurde 2014 erstbeschrieben und kommt im südlichen Spanien vor.[4]
Nach B.T. Drew & al. (2017) sind diese Unterarten bzw. Varietäten am besten unter der Gattung Salvia zu vereinigen unter dem Namen Salvia rosmarinus Spenn.

Es gibt halt immer Schreibtischtäter unter den Nomenklatoren, die glauben, sich so profilieren zu müssen...
Wem nützt das?
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Krokosmian

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #25 am: 14. Dezember 2019, 23:02:11 »

Am Ende "gewinnt" das was sich durchsetzt, Rosmarin wird wahrscheinlich nie zum Salbei. Es gibt ja keine Zwangsmaßnahmen oder sowas.

Vor ein paar Wochen war ich auf der Beerdigung eines alten Staudengärtners und zeitweise Idols, der Mann hat beharrlich Kniphofia als "Tritoma" angesprochen. Die hießen mal so. Heutzutage ist das wohl ein Käfer...
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lerchenzorn

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #26 am: 15. Dezember 2019, 10:37:28 »

... der Mann hat beharrlich Kniphofia als "Tritoma" angesprochen. Die hießen mal so. Heutzutage ist das wohl ein Käfer...

Was sich nicht ausschließt. Prunella gibt es auch mit Wurzeln und mit Flügeln.  ;)
Namen dürfen in jedem der beiden Reiche nur jeweils einmal gültig verwendet werden, das aber immerhin.

Klaus_Braun, die gute Absicht in Ehren, aber ich halte das in einem Forum  für nicht leistbar. Ich halte mich an die oben verlinkten, zentralen Datenbanken und zusätzlich die Online-Namensammlung der RHS.
« Letzte Änderung: 15. Dezember 2019, 10:44:54 von lerchenzorn »
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lerchenzorn

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #27 am: 15. Dezember 2019, 11:33:09 »

… Es gibt halt immer Schreibtischtäter unter den Nomenklatoren, die glauben, sich so profilieren zu müssen...
Wem nützt das?

Es nützt der Klarheit, wenn Taxonomen mit zeitgemäßen Methoden verwandtschaftliche Beziehungen von Pflanzen erforschen.
Die fragliche Arbeit zur Gattung Salvia (abstammungskundliches Schema) ist wohl nicht ohne weiteres vom Tisch zu wischen und mehr als Profilierung. Danach wäre auch Perovskia zu Salvia zu stellen und eng mit Rosmarinus und der Gruppe um Salvia officinalis verwandt. Dagegen sind zum Beispiel vordergründig ähnlichere Salbei-Arten wie Salvia glutinosa stammesgeschichtlich weiter von Salvia officinalis entfernt.
Sauberes Arbeiten und gute Probenwahl vorausgesetzt, zeigt die Molekulargenetik eben hin und wieder auch Neues, das die älteren morphologischen Vergleiche nicht bestätigt.
« Letzte Änderung: 15. Dezember 2019, 11:34:59 von lerchenzorn »
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pearl

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #28 am: 15. Dezember 2019, 15:39:15 »

ich bin Molekularbiologin und aus guten Gründen sehr kritisch gegenüber diesen Studien. Es gibt ein Haufen nicht astreiner Methoden, die auf nicht sicheren Paradigmen beruhen. Bisher ist mir nur bekannt, dass die Hypothesen auf Vergleich der Verwandtschaftsverhältnisse repetitiver Elemente beruhen und dass die Nähe und Ferne auf einer Zeitspanne nach einer genetischen Uhr zugrundegelegt wird. Das ist bei kultivierten Pflanzen ausgesprochen fragwürdig. Sie werden tausendfach vermehrt und die genetische Uhr läuft einfach nicht für alle Kultivare gleich. Zusätzlich sind bei den repetitiven Sequenzen, auf denen kein Selektionsdruck liegt, Rückmutation u.a. zu erwarten, was den Vergleich ebenso fraglich macht.

Generell ist es wissenschaftstheoretisch vom Ansatz her schon unsinnig ein System, das von vorne herein nie den Anspruch hatte die Phylogenie abzubilden, sondern nur zur Vereinfachung und Übereinkunft zwischen Botanikern dienen sollte, jetzt in eine Verwandtschaft zu quetschen.

Wie man an den sich inzwischen häufenden Studien sieht, bringt es nichts, sondern nur zunehmend Verwirrung. Also lassen wir das doch und nennen unsere Pflanzen mit nachvollziehbaren Artnamen und dem Zusatz eines Gruppennamens, der sich auf die Ökotypen der Art mit dem entsprechenden Epitheton bezieht.
« Letzte Änderung: 15. Dezember 2019, 15:43:12 von pearl »
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Kaspar Hauser

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Re: Geänderte botanische Namen
« Antwort #29 am: 15. Dezember 2019, 16:35:36 »

Bevor ich wieder in der Leseecke verschwinde:

Ein Bekannter, Botaniker, pflegt sinngemäß zu sagen:

Es gibt zwei Gruppen: Die Großen Zusammenfasser, die alles Grünzeug am liebsten in vier, fünf Genera zusammenfassen möchten, und die Großen Aufspalter, die jede Lokalvarietät gerne schon als eigene  Art hätten.

Den aktuell sehr modischen molekularbiologischen Arbeiten stehe ich eher skeptisch gegenüber - reines Bauchgefühl.
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