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News: Der Kalk ruft! (Stellaria)
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Autor Thema: Empfehlungen für aromatisch-saures Obst  (Gelesen 3853 mal)

kaliz

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Re: Empfehlungen für aromatisch-saures Obst
« Antwort #60 am: 03. Januar 2020, 11:38:03 »

@Sandwurm & Wurmkönig
Danke für die Erfahrungsberichte!
Bis jetzt ist der Winter hier am westlichen Rand Wiens recht mild verlaufen. Wie der Jänner und Februar werden lässt sich noch nicht abschätzen aber die Wettervorhersage für die nächsten Tage behauptet dass es zumindest vorübergehend wieder etwas wärmer werden soll.
Wenn also nichts gröberes dazwischen kommt, sollten die zwei Eia Popeias den Winter wohl unbeschadet überleben.
Ich bin gerade am Überlegen ob Ausläufer einer Passionsblume jetzt etwas Gutes oder Schlechtes sind. Ich mag Passionsblumen mit essbaren Früchten sehr gerne und habe in meiner Wohnung auch zwei aus Samen gezogene Pflanzen, von denen bisher nur eine geblüht und gefruchtet hat.
Das die Schnecken auf die Eia Popeia stehen kann ich bestätigen. Ich hatte die Pflanzen zwar extra mit Schneckenringen geschützt aber irgendwie haben die Biester es geschafft einen der Ringe zu überwinden und eine der Pflanzen halb aufzuessen. Hoffentlich hat das die im Herbst frisch gepflanzte Pflanze nicht zu sehr gestresst. Es hatten aber Beide Pflanzen bei Lieferung einen sehr starken Wurzelballen, die Töpfe waren fast schon zu stark durchwurzelt.
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Re-Mark

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Re: Empfehlungen für aromatisch-saures Obst
« Antwort #61 am: 03. Januar 2020, 11:48:35 »

Ich habe die Eia Popeia seit ca. 8 Jahren. Einmal im Kübel im Gewächshaus und einen Ableger an der südlichen Hauswand ausgepflanzt. Das Wurzelwerk der ausgepflanzten wird nur in sehr kalten Wintern mit einem Sack Laub geschützt, das ist in den letzten Jahren nicht passiert. Blühen tun sie drinnen wie draußen recht gut, der Fruchtansatz ist im Gewächshaus aber deutlich geringer. Dafür reifen die Früchte draußen sehr schlecht aus. Die reifen Früchte sind mit optisch maiskornähnlichen, aber dünnhäutigen flüssigen Kugeln gefüllt. Der Geschmack ist intensiv nach Ananas.
Draußen entferne ich jedes Jahr 4-5 Ausläufer, die sich bis zu 5 m von der Ursprungspflanze bilden.

Sandwurm, könntest du die Ausläufer das nächste Mal topfen und mir bescheid geben? Ich wollte mir dieses Jahr sowieso die Passiflora incarnata Eia Popeia anschaffen.

Habe es vor Jahren schon einige Male mit Passiflora incarnata versucht, hat bisher nicht geklappt. Hatte dafür zwanzig andere Passionsblumenarten. Im Prinzip gäbe es da übrigens jede Menge Arten mit sauren und aromatischen Früchten (meine Pflanzen trugen aber leider nicht). Von den kommerziell angebauten fällt mir bei sauer als erstes die Curuba ein, Passiflora mollissima. Aber auch die normale Passiflora edulis würde sich meiner Meinung nach problemlos in der Kategorie 'sauer und aromatisch' qualifizieren, wobei sie beim Aroma auch locker den Spitzenplatz im gesamten Teilnehmerfeld einnehmen könnte...

Das Problem ist halt die Winterhärte. Keine der Fruchtsorten verträgt richtigen Frost (kann sein, dass ein paar Stunden wenige Grad Minus von manchen toleriert werden). Die bei uns bekannteste, die Blaue Passionsblume (Passiflora caerulea) trägt manchmal ganz gut Früchte. Meine haben nie Früchte angesetzt, aber bei anderen Leuten habe ich sie schon vollhängen sehen. Weiß leider nicht genau, warum die nicht als Fruchtsorte gilt, liegt es am fehlenden Aroma oder daran, dass die Früchte größtenteils taub sind und nur wenige Samen enthalten? Vielleicht hat ja jemand eine Caerulea mit vollen Früchten?

Jedenfalls überleben einige Passiflora caerulea ausgepflanzt im Garten den Winter. Und es gibt eine weitere bedingt winterharte Art: Passiflora tucumanensis (tlw. als Passiflora naviculata benannt). Und das schöne ist: sie gehört zur gleichen Untersektion wie Passiflora caerulea, nämlich Lobatae, wenn ich mich richtig erinnere.

Das heißt, es gibt zwei bedingt winterharte Passionsblumen, die auch noch nahe verwandt sind. Gute Ausgangsbedingungen für Kreuzungsversuche. Meine Tucumanensis hat leider nie Früchte getragen. Aber vielleicht ist es ja wie bei der Caerulea, und anderswo hängt sie voll? Würde mich sehr interessieren, wie die schmecken.

Grüße,
Robert
« Letzte Änderung: 03. Januar 2020, 13:04:16 von Re-Mark »
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kaliz

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Re: Empfehlungen für aromatisch-saures Obst
« Antwort #62 am: 03. Januar 2020, 12:03:46 »

Ja, Passiflora incarnata habe ich auch schon ein paar mal aus Samen gezogen und versucht in den Garten zu setzen, aber leider ist bis jetzt noch keine über den Winter gekommen, obwohl es immer heißt die wären voll winterhart.
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Sandwurm

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Re: Empfehlungen für aromatisch-saures Obst
« Antwort #63 am: 03. Januar 2020, 13:04:29 »

Wenn die nächsten Ausläufer der Eia Popeia soweit sind, werde ich mich melden. Alles weitere dann.
Gruß Sandwurm
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Aspidistra

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Re: Empfehlungen für aromatisch-saures Obst
« Antwort #64 am: 03. Januar 2020, 15:26:38 »

Nächstes Jahr  ehhm dieses Jahr versuche ichs mal mit Passiflora colvillii.
Ist eine Kreuzung aus incarnata und caerulea und soll ziemlich winterhart sein.
Kennt die jemand?
Ist die Eiapopaja besser als die normale incarnata ausser dass sie selbstfruchtbar sein soll?

Ach ja mir fällt noch Prinsepia ein, davon gibts mehrere Arten. Ich habe sinensis, utilis und uniflora im Garten allerdings noch neu, sie haben noch nicht gefruchtet.
Und Aralia zb racemosa, die Beeren sind zwar winzig aber aromatisch sauer, und die neuen  Austriebe kann man im Frühjahr auch futtern (so wie Udo), allerdings schmecken die bitter.

« Letzte Änderung: 03. Januar 2020, 15:30:56 von Aspidistra »
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Beeren sind die Poesie eines Gartens.

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Re: Empfehlungen für aromatisch-saures Obst
« Antwort #65 am: 03. Januar 2020, 17:19:15 »

Nächstes Jahr  ehhm dieses Jahr versuche ichs mal mit Passiflora colvillii.
Ist eine Kreuzung aus incarnata und caerulea und soll ziemlich winterhart sein.
Kennt die jemand?

Ich hatte mal eine, die ich als Passiflora xColvillii gekauft habe. Sehr dunkelblauer Strahlenkranz, Blüten haben mir gut gefallen, die Blätter weniger. Im Netz findet man aber auch andere Abbildungen von xColvillii, mit Blüten deren Farbmuster mehr der Caerulea ähnelt. Meine Vermutung ist: es gibt verschiedene xColvillii-Hybriden. Sind zwar alles Kreuzungen aus Incarnata und Caerulea, aber da können halt verschiedene Ergebnisse rauskommen.
Eine weitere Vermutung von mir: Zwischen 50% und 100% aller bei uns gehandelten Passionsblumen tragen verschiedene Viren. Die Auswirkungen sieht man meist nur in der kühleren Jahreszeit, aber es kostet die Pflanzen eine Menge Vitalität. Ich frage mich, wie meine xColvillii ausgesehen hätte, wenn sie virusfrei gewesen wäre.

Grüße,
Robert
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Wurmkönig

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Re: Empfehlungen für aromatisch-saures Obst
« Antwort #66 am: 03. Januar 2020, 19:19:04 »


Eine weitere Vermutung von mir: Zwischen 50% und 100% aller bei uns gehandelten Passionsblumen tragen verschiedene Viren. Die Auswirkungen sieht man meist nur in der kühleren Jahreszeit, aber es kostet die Pflanzen eine Menge Vitalität.

Meine Eia Poppeia hatte definitiv eine Virenerkrankung, da waren immer so blassgrüne Muster auf den Blättern. Ich habe auch welche aus Samen von Pflanzen die ich im Supermarkt gekauft und gegessen habe eingesetzt - 90 % Keimquote, da hat aber noch keine getragen.
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andreasNB

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Re: Empfehlungen für aromatisch-saures Obst
« Antwort #67 am: 06. Januar 2020, 22:07:40 »

Ein den Winden sehr ähnliches Unkraut mit Brombeerartigen Blättern und sehr bösartig festen Wurzeln gibt es auch noch, da hab ich aber keine Ahnung wie es heißt.
Könnte es die Zaunrübe sein?

Ich habe nicht mehr alle vorgeschlagenen Arten auf dem Schirm, aber hier mein Senf dazu:

Prunus tomentosa
Ich habe noch drei Stück hier stehen, eine wurde durch Monilla dahingerafft.
Nur eine trägt gut, aber durch ihre "Größe" findet sich bestimmt immer ein Platz für ein Sträuchlein.

Berberis 'Rubin' und 'Red Tears'
Beides sind mittlerweile mannshohe Sträucher.
Tolle Blüten und leckere saure Früchtlein.
Ich schaffe es nur nie sie rechtzeitig vor dem Frost zu ernten, um sie z.B. für Müsli zu trocknen.
Kein Vergleich mit den Früchten der üblichen Zierberberitzen.

Schisandra chinensis
Ich hoffe die letzten beiden Dürresommer haben bei mir welche überlebt.
Ich hatte vor etlichen Jahren welche ausgesät und davon ein paar ausgepflanzt.
Viel Platz braucht sie nicht, ernten konnte ich auch schon ein paarmal.
Naja, ich hätte können wenn ich wüßte wie ich sie nutzen sollte.
Geschmack ist interessant, scharf und sauer zugleich.
Es gibt mittlerweile wohl ausgelesene "Fruchtsorten".

Prinsepia
Nix Obst, pure Medizin :-X
Lecker ist anders.
Ich habe zwei gekaufte Prinsepia sinensis die noch nie Früchte getragen haben.
Die aus Samen gezogenen Prinsepia uniflora tragen dagegen regelmäßig.

Cornus mas
Wurde ja schon ausführlich besprochen.
In diesem Jahr gab es erstmals keine Früchte.
Ich habe schon Angesetzten, Marmelade und Sirup probiert.
So richtig begeistert war ich noch von keinem Ergebnis.
Naja, mein Vater hat einmal Angesetzten probiert und dann aus den Früchten Marmelade gemacht.
Die war schon etwas besonderes  ;)
Aber wenn vollreif (!) vom Strauch genascht, finde ich die schon lecker.
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kaliz

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Re: Unbekanntes schlingendes Unkraut
« Antwort #68 am: 07. Januar 2020, 00:21:03 »

Zaunrübe ist es keine, es hat Ähnlichkeit mit wildem Hopfen, allerdings hätte ich noch nie irgendwelche Blüten oder Fruchtstände daran gesehen.

Die beschriebenen Pflanzen klingen interessant, muss ich mir mal genauer ansehen, Danke.

Wie schmecken eigentlich frische Gojibeeren? Sind das brauchbare Obstgewächse für den Garten?
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Re-Mark

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VERSCHOBEN: Unbekanntes schlingendes Unkraut
« Antwort #69 am: 07. Januar 2020, 13:03:10 »

Ich habe die Beiträge, die sich hauptsächlich mit dem unbekannten Unkraut befassen aus dem Thread "Empfehlungen für aromatisch-saures Obst" in die Rubrik "Quer durch den Garten" verschoben.
Dieses Thema wurde verschoben nach Quer durch den Garten.

https://forum.garten-pur.de/index.php?topic=66304.0
« Letzte Änderung: 07. Januar 2020, 13:09:16 von Re-Mark »
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kaliz

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Re: Empfehlungen für aromatisch-saures Obst
« Antwort #70 am: 07. Januar 2020, 22:21:37 »

Danke.
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andreasNB

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Re: Empfehlungen für aromatisch-saures Obst
« Antwort #71 am: 07. Januar 2020, 22:58:21 »

Gojibeeren habe ich nie verkostet.
Ich kann also auch nichts dazu sagen, ob die Fruchtauslesen wirklich süßer sind als die Wildform.

Wegen ihrem Potential als unausrottbares Unkraut habe ich bisher darauf verzichtet sie im Garten anzupflanzen.
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Aella

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Re: Unbekanntes schlingendes Unkraut
« Antwort #72 am: 08. Januar 2020, 08:31:08 »

Wie schmecken eigentlich frische Gojibeeren? Sind das brauchbare Obstgewächse für den Garten?


ich hab mal eine Zuchtsorte probiert und fand sie nicht schlecht. aber auch nichts besonderes. bittersüß ohne säure.
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Eigentlich kennen wir uns nur vom säen.

kaliz

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Re: Empfehlungen für aromatisch-saures Obst
« Antwort #73 am: 08. Januar 2020, 09:15:35 »

Okay, das klingt jetzt nicht so berauschend. Danke für die Auskünfte.
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floXIII

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Re: Unbekanntes schlingendes Unkraut
« Antwort #74 am: 08. Januar 2020, 12:39:32 »

Wie schmecken eigentlich frische Gojibeeren? Sind das brauchbare Obstgewächse für den Garten?

Ich habe im Frühjahr eine Gojibeere gepflanzt, Sorte Turgidus. Sie ist stark gewachsen, zum Teil über 2 Meter lange Triebe. Sie hat aber auch schon direkt Blüten gebildet und ein paar wenige Früchte. Leider konnte ich nur zwei kosten, aber man kann sie definitiv so vom Strauch weg essen. Würzig süß würde ich sie beschreiben. Turgidus soll wohl die/eine der süßesten Sorten sein. Eine genauere Geschmacksbeschreibung kann ich hoffentlich dieses Jahr geben, sofern mehr Früchte gebildet werden.
Wenn man die Goji am Spalier erzieht ist das starke Wachstum auch kein Problem und es kann erst gar kein Wildwuchs stattfinden.
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