Außerdem war wieder ein gelbwürfeliger Dickkopffalter da, hatte ich letztes Jahr auch schon einen gesichtet.
Du hattest hier auch schon von
Carterocephalus palaemon berichtet, ist mir jetzt erst wieder klar geworden. Wenn ich jetzt schreibe, dass
Aporia crataegi, der Baumweißling hier auch noch nicht vorbeigekommen ist, erscheint er vielleicht auch gleich morgen

.
Es gab noch einen zu fixen podalirius und dieses Exemplar hier.

Der hier ist
Scopula immorata, der Marmorierte Kleinspanner, so einer meiner Lepi-Mentoren.
Die letzten Tage war hier definitiv Tagfalterzeit, jede Stunde eine neue Art, wenn man nach
Knautia arvensis schaute.
Colias hyale, die Goldene Acht, ein Weibchen, ein Falter meiner Kindheit, wenn er jetzt schon fliegt muss ich nun auch noch jedem Gelbling, wie schon den Weißlingen, hinterherlaufen, um ihn von
Gonepteryx rhamni, dem Zitronenfalter zu unterscheiden

. Ein typischer Klee- und Luzernefresser:
Medicago sativa, vermutlich auch x
varia,
Trifolium repens, pratense, Lotus corniculatus, Hippocrepis comosa, Securigera varia auch
Vicia sp..
Lycaena tityrus, der Braune Feuerfalter, ein Männchen, frisst Sauerampfer, immer hübsch die gestreiften Fühler

.

Hier sein Mädchen noch einmal zum Vergleich.

Etwas zerfetzt aber nachweisbar auch in diesem Jahr:
Zum Schmetterling des Jahres 2020 wurde Callophrys rubi, der Grüne Zipfelfalter gewählt.
Ich hatte ihn im Mai 2018 zum ersten Mal hier als Art Nr. 48 nachweisen können.
Als Raupenfutter dienen ihm u. a. Helianthemum nummularium, Rubus sp., Cornus sanguinea, Viburnum lantana, Vaccinum myrtillus. Für Brandenburg sind in der Fauna u. a. Cytisus scoparius und Andromeda polifolia
angegeben. Eine typische Nektarpflanze wäre Alliaria petiolata. Auf der Knoblauchsrauke ist er auch bei mir zu finden. Vor einigen Jahren hatte ich explizit für ihn Genista sagittalis und Genista germanica gepflanzt. Der Bursche steht auf der Vorwarnliste zur Roten Liste.

Der tägliche Sonnenröschen-Bläuling,
Aricia agestis schwebt wieder einmal auf einem Gras, völlig schwerelos

.

Da noch einer auf seiner Raupenfutterpflanze
Geranium pusillum.

Und
Pieris napi, der Grünader-Weißling, der offensichtlich auf den gleichen Nektar steht.

Und, endlich einmal hat er still gehalten, der größte von allen
Iphiclides podalirius, der Segelfalter. Er frisst übrigens an
Prunus spinosa, Prunus mahaleb, Prunus serotina (seit ein paar Jahren!) und auch an Kultur-Prunusarten.

Und immer noch kein einziges Tagpfauenauge

!