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Autor Thema: Euphorbia 2020  (Gelesen 5020 mal)

troll13

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Euphorbia 2020
« am: 30. Januar 2020, 20:25:43 »

Hallo zusammen,

Könnt ihr mir bei der Bestimmung dieser Wolfsmilch helfen, die vor drei Jahren als Sämling in meinem Garten aufgetaucht ist und die inzwischen auch selbst etliche Nachkommen erzeugt hat.

Das (zugegeben schlechte) Foto stammt aus dem Mai 2018. Die Pflanze ist inzwischen noch wesentlich üppiger und sie ist wintergrün. Sie bildet sehr stark verzweigte Blütenstände aus und die einzelnen Blütenköpfchen sind relativ klein. Auffallend ist der helle Mittelstrich auf der Lauboberseite der relativ glatten Blattspreite.

So viele Euphorbia-Arten habe ich nicht im Garten. Wirklich ausdauern ist hier eigentlich nur 'Goldener Turm' aber Euphorbia cornigera schließe ich hier eher aus.

Ich hatte hier jedoch einmal 'Walenburg's Glorie'. Die Originalpflanzen sind jedoch inzwischen nicht mehr vorhanden. Könnte das hier Euphorbia palustris sein?
« Letzte Änderung: 18. Februar 2020, 16:33:05 von troll13 »
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troll13

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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #1 am: 30. Januar 2020, 20:26:23 »

Hier noch ein Bildausschnitt.
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Staudo

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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #2 am: 30. Januar 2020, 20:34:54 »

So ein bisschen untypisch sieht sie mir für E. palustris aus. Die wächst normalerweise recht aufrecht und auch die Blüten sind kompakter.
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troll13

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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #3 am: 30. Januar 2020, 20:39:04 »

Was mag es sonst sein?

Versuche gerne Detailfotos zu machen.
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MadJohn

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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #4 am: 30. Januar 2020, 21:29:38 »

So was tauchte bei mir auch auf. Wegen Verdacht auf unkontrollierte Vermehrung vorsichtshalber entfernt. Sind aber schon wieder Sämlinge da ::)
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troll13

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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #5 am: 31. Januar 2020, 14:24:13 »

Nun habe ich in der Mittagspause noch ein paar neue Fotos gemacht

Die ganze Pflanze wird ca, 80 cm hoch. Die abgeblühten Stängel aus dem Vorjahr sterben ab und die Blütentriebe für dieses Jahr werden offenbar schon im Vorjahr gebildet.
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troll13

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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #6 am: 31. Januar 2020, 14:25:26 »

Ein am Grund fünfach verzweigter Blütenstand .
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troll13

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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #7 am: 31. Januar 2020, 14:26:19 »

Ein einzelnes Bltüenköpfchen
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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #8 am: 31. Januar 2020, 14:27:35 »

Eine Triebspitze auf dem man Laubform auf der Ober- und Unterseite erkennen kann.
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troll13

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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #9 am: 31. Januar 2020, 14:29:38 »

Der neue Trieb ist deutlich behaart und rötlich gepunktet.

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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #10 am: 31. Januar 2020, 14:34:21 »

Ich habe noch einmal versucht, mich zu erinnern, welche Wolfsmilcharten ich hier im Garten schon hatte.

Am ehesten passen die Merkmale zu  Euphorbia wallichii. Könnte das sein?
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Phalaina

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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #11 am: 31. Januar 2020, 22:12:15 »

Euphorbia wallichii finde ich recht überzeugend. Die Blattzeichnung und der Habitus sind gut ausgeprägt, und auch die Anordnung der Hochblätter stimmt mit Web-Bildern überein (wobei dieses Kriterium m.E. eher schwach ist). E. wallichii wird zum Beispiel bei Longacres als "evergreen" bezeichnet. E. palustris schließe ich aus, von denen hat noch keine der mehreren Varietäten hier etwas Grünes im Winter gezeigt.
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troll13

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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #12 am: 31. Januar 2020, 23:11:56 »

Danke für den Link und deine Einschätzung. An Euphorbia palustris glaube ich, nachdem ich ein wenig nachgelesen habe, auch nicht mehr.
Aber ich befürchte, es ist doch nicht so einfach, wie ich mir das erhofft habe.
In Sichtungen in der Schweiz und hier in Deutschland scheint es immer Probleme bei der Artzuordnung von Pflanzen unter dem Namen E.  cornigera und C. wallichii bzw. was unter diesem Namen im Handel war, gegeben haben.
Und wir müssen bedenken, dass ich hier Sämlinge habe, die nicht unbedingt so ausfallen müssen wie die Originalpflanze, die ich unter dem Namen E. wallichii vor Jahren einmal gepflanzt hatte.
Aber spannend bleibt es trotzdem. Es sind Euphorbien, die man als "wintergrün" bezeichnen kann. Ob dies auch "gartenwürdig" heißt, ist eine andere Sache, wenn man die absterbenden Triebe aus der Staude herausschneiden muss, ohne die Neutriebe dabei abzubrechen.
Vielleicht wird es ein privates Sichtungsprojekt für die nächsten Jahre.

Für diejenigen, denen das alles zu theoretisch ist, bleibt Euphorbia cornigera 'Goldener Turm' meine Empfehlung. Ernst Pagels hat hier eine Sorte ausgelesen, die sich hier seit fast 20 Jahren bewährt hat.


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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #13 am: 01. Februar 2020, 14:20:50 »

Für diejenigen, die sich intensiver mit der Gattung Euphorbia beschäftigen, hier noch je eine botanische Zeichnung von E. cornigera und von E. wallichii, die vom selben Zeichner stammen und die (zumindest theoretischen) Merkmalsunterschiede verdeutlichen.

Dazu noch die Artikel in 8/2004 und 3/2013 aus der Gartenpraxis die sich beide mit dem Thema in Randbemerkungen befassen.

Auch wenn meine Sämlinge tatsächlich zu E. wallichii gehören könnten, bleibt einmal die Frage, woher sie stammen könnten. Ich bin der Meinung, dass ich die Art vor Jahren  einmal gekauft und ausgepflanzt habe aber sie ist irgendwann wieder verschwunden. Wie lange mögen die Samen im Boden wohl überdauern oder habe ich die Samen doch mit anderen Pflanzen eingeschleppt. :-\

Zum anderen ist der Standort interessant. Entgegen der allgemeinen Lebensbereichbeschreibung für E. wallichii "Freifläche/Gehölzrand sonnig, frisch" tauchen die Sämlinge seit drei Jahren in einer recht stark beschatteten Gartenecke auf, die zumindest in den letzten beiden Sommern knochentrocken war.

Vergleichbare Erfahrungen habe ich jedoch auch mit E. cornigera 'Goldener Turm' gemacht. Das Exemplar oben auf dem Foto steht an der Ostseite im Regenschatten des Hauses und bekommt nur am Morgen für kurze Zeit direkte Sonne. Dazu ist der Boden dort so sandig, dass er mir im Sommer durch die Finger rieselt.

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Phalaina

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Re: Bestimmung einer Euphorbia
« Antwort #14 am: 02. Februar 2020, 09:58:37 »

Ich finde, ein wesentlicher Unterschied zwischen Euphorbia cornigera und Deiner Pflanze ist im Habitus zu finden. E. cornigera macht höhere, kaum verzweigte Triebe, die endständig den doldigen Bütenstand tragen. Bei Deiner Pflanze gibt es unterhalb der Spitze deutliche Verzweigungen des Hauptstängels, die alle Blütenstände aufweisen. Dieses Merkmal finde ich eher auf Bildern von E. wallichii.

Man kann diese Erfahrung vermutlich nicht auf alle Wolfsmilcharten verallgemeinern, aber hier im Garten laufen immer wieder Sämlinge von Euphorbia lathyris auf, obwohl ich schon seit Jahren versuche, keine Pflanze mehr zur Samenreife kommen zu lassen. Euphorbia peplus ist sogar noch hartnäckiger.

Wo Pflanzen keimen und wachsen, ist immer etwas überraschend. Auf meinem begrünten Garagendach steht Euphorbia cyparissias 'Fens Ruby'. Sämlinge davon erscheinen hier und da auf dem sonnigen Garagenvorplatz, wo sich die Rhizome in den sandigen Pflasterfugen auch gut halten und immer wieder ein paar Triebe hochschicken (und nur schlecht wegzubekommen sind  :P). So weit, so erwartbar. Die Art hat sich hinter der Garage aber auch in einer 30 cm dicken Schicht aus Holzschreddergut angesiedelt - im Halbschatten anderer Bäume! In den feuchten, allmählich vererdenden Holzschnitzeln beginnt sie flächendeckend herum zu wuchern. 
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