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|3|11|Wende Dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich.  Chinesische Weisheit

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Autor Thema: Wie "einheimisch" darf's denn sein?  (Gelesen 6244 mal)

zwerggarten

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #120 am: 23. Februar 2020, 16:11:57 »

einfach ist nur die steinöde mit formschnittwacholdermurks und schwarz-weiß gibt es im garten ansonsten nur beim komplett zweikeimblättrigefreien rasen. :P

du wolltest offenbar ein patentrezept für deinen standort – das wird nichts werden, so, wie es überall nicht werden kann. aber neugierig ausprobieren und annähern anhand motivierender beispiele, das geht immer. :)

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pro luto esse

moin

Chica

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #121 am: 23. Februar 2020, 16:22:18 »


An eine erfolgreiche 1:1 Übernahme deines Gartens auf andere Verhältnisse mag ich nicht so recht glauben.


Das sollst Du ja auch nicht. Ich habe leider keine Ahnung von Pflanzengesellschaften in bestimmten Landschaften, ich bin ja nicht vom Fach. Für die Auswahl der Wildpflanzen orientiere ich mich z. B. am Naturparadies Grünhaus, alles was da funktioniert, geht auch hier. Später habe ich entdeckt, dass die vermehrten Arten beim Regio-Saatgut von Saaten-Zeller sich weitestgehend damit decken. Außerdem kenne ich die Pflanzen meiner Kindheit. Dein Garten liegt ja grundsätzlich in einem anderen Ursprungsgebiet, er hat aber zumindest keinen bindigen Fettboden. Der Rest ist Versuch und Irrtum, damit habe ich kein Problem. Nur ein geringer Teil der Pflanzen überlebt in unserem extremen Klima überhaupt und breitet sich willig aus, schon gleich nach den letzten zwei Trockensommern. Gärtnern ist hier schon immer mühevoll. Natürlich habe auch ich Phlox, Dicentra und auch Hortensien, warum auch nicht?
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Es genügt nicht, mit den Pflanzen zu sprechen, man muss ihnen auch zuhören. David Bergmann

troll13

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #122 am: 23. Februar 2020, 17:41:40 »

Danke für den Link. Den Anbieter kannte ich noch nicht. Ich habe mir eben mal die Artenzusammensetzung der verschiedenen Saatgutmischungen für unterschiedliche Standorte in der Region Nordwestdeutsches Tiefland angeschaut.

Das passt schon zu dem, was man hier in der Umgebung vor allem an extensiv gepflegten Wegrändern findet, vor allem dort, wo nicht direkt eines der hier allgegenwärtigen Maisfelder angrenzt.

Auch in meinem in fast 30 Jahren offenbar abgemagerten "Rasen" findet sich etliches aus den Listen. Dünger und Kalk ist dort seit dieser Zeit jedenfalls nicht mehr eingebracht worden. Andererseits breiten sich dort vor allem in halbschattigeren Bereichen auch Duftveilchen als Stickstoffzeiger und Lungenkraut als Zeigerpflanze relativ basenreicher Standorte aus, die man in der Umgebung nicht in der freien Landschaft findet.

Aber auch dies bleibt letztlich "Theorie" und erspart sicherlich das Experiment nicht, was im eigenen Garten "funktioniert" und dabei "beherrschbar" bleibt. Es geht mir daher auch nicht um "Patentrezepte" sondern um die Annäherung an eine "ideale Pflanzengesellschaft" für meinen Garten, die mit möglichst geringen gärtnerischen Eingriffen auskommt. Und ansatzweise funktioniert das inzwischen auch.;)

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Gartenanarchist aus Überzeugung! Und ich bin kein Experte sondern immer noch neugierig...

Nox

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #123 am: 23. Februar 2020, 17:55:47 »

Lungenkraut macht sich bei mir auf saurem Boden prächtig, vielleicht eher kalktolerant ?
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Mediterraneus

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #124 am: 24. Februar 2020, 13:58:29 »

Ich will jetzt nicht wieder ausführlich "vortragen", dass Schmetterlingsflieder natürlich nichts mit einem naturfreundlichen Garten zu tun hat
....

Warum denn nicht?
Er erweitert das Nektarangebot in eine Zeit, die in Mitteleuropa eher blütenarm ist, nämlich im Hoch- und Spätsommer.
Er erzeugt viel Biomasse in kurzer Zeit, der Rückschnitt kann hervorragend für eine Reisighecke oder Komposthecke verwendet werden. Bietet somit vielen Tieren im Winter Unterschlupf und Deckung.

In Kombination mit heimischen Pflanzen und Pflanzen aus aller Welt, inclusive vieler vom Aussterben bedrohter Kulturpflanzen (Zier- und Nutzsorten) ist es doch gerade Aufgabe der Gärten, so zur Pflanzenvielfalt (Kulturpflanzenvielfalt) beizutragen. Und somit zum Artenreichtum einer in Mitteleuropa einzigartigen Kulturlandschaft.

Ich bewundere deinen Garten, wirklich wunderschön. So sollten die Wegränder und Wiesen in einer Kulturlandschaft ausschauen. Gärten dürfen meiner Meinung nach noch wesentlich "bunter" sein  ;)
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung

polluxverde

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #125 am: 24. Februar 2020, 20:22:27 »

Spannender  und aufschlußreicher Faden - habe gerade einmal alles gelesen. Ein Thema, was mich auch umtreibt  -- dies tatsächlich aber
nur in 2. Linie. Zunächst ist für mich Otto Normal Gärtner der Garten ein  Genußort / Refugium /  Erholungsfläche -- mit dem Anspruch und
der ganz individuellen und sehr subjektiven Herangehensweise, ihn nach meinem Gutdünken zu formen und zu gestalten.

Ich liebe alles was blüht ( außer vielleicht Kirschlorbeer, obwohl diese Pflanze ja auch irgendwo in der Welt einheimisch sein muß ), erfreue
mich an den Bienen, Hummeln, Schmetterlingen ( ---> klasse Wildblumenwiesen, chica!) und an allen was so im Garten kreucht und fleucht
( einschränkend :  Wühlmäuse mag ich wirklich nicht, obwohl die sind sicherlich supereinheimisch hier , Schnecken und Dickmaulrüssler
sehe ich auch mit großem Argwohn ), und ich sehe in unserem Garten ein Stück unversiegelte, PSM - freie und  zum Teil recht wilde (Brennnesseln, Wiesenschaumkraut, Totholz en masse, ca 1/4 nicht begehbares, weil mit Gehölzen dichtzugewachsenes Areal) Fläche,
mit der ich nicht die Welt retten, aber ( vielleicht nur für mein Gewissen ) einen Minibeitrag für Umwelt-, Natur-, Klimaschutz leisten kann.

Jeder von Euch wäre unehrlich wenn er behaupten würde, keinen eigenen, subjektiven und im weitesten Sinne künstlerischen und
ästhetischen Anspruch an  die Gartengestaltung hegen würde  --  alle malen  sich im Kopf ein Bild von ihrem Garten, haben Ideen, Pflanzpläne, Visionen  -- und präsentieren die Ergebnisse mehr oder weniger eitel und stolz ( ich nehme mich da nicht aus )  zB bei
Garten-pur.

Dabei ist bisher das Thema Nutzgarten  wenig bis gar nicht im Diskurs hier.  Ich müßte eigentlich all  die ( für den eigenen Verbrauch )
nutzlosen Blühpflanzen / Stauden /  Ziergehölze ´rausschmeißen, und den Garten wieder wie früher mit Mittelweg / Teppichstangen/
Gemüse- / Beeren- / Kartoffelbeeten  etc  ausstatten, und dabei noch auf alte einheimische Feldfrüchte ( Mairübchen , Pastinaken, Okra)
achten ( die Kartoffeln von Friedrich  müßte ich nach diesem Prinzip wohl auch  streichen )  -- Stichwort Selbstversorgergarten, spart
Verpackung, CO2, Autos, Verkehr .

Je mehr man sich in dieses Thema vertieft, um so mehr Fragen und Probleme  tauchen  auf, es bleibt eine Gratwanderung, wenn man´s
ernst nimmt.



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Rus amato silvasque

dmks

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #126 am: 24. Februar 2020, 20:35:58 »

Um mal wieder dem alten Pückler zu huldigen... ;)
Er hatte ja reichlich Platz in seinen Parks, und die Idee entstammt dem klassischen englischen Parkstil. Ist dennoch vom Grundsatz auch auf kleine Refugien übertragbar:
Eine klare Unterscheidung zwischen dem 'Pleasureground' - also dem nahen Bereich um Wohnhaus/Zentrum - und dem sonstigen Gelände. Egal wie und wo man diese Grenze zieht ist sie doch entscheidend und für den Gestalter sehr hilfreich. Denn: innerhalb des einen Areals sind alle Exoten und Experimente und Zierbauten willkommen und erwünscht - außerhalb finden nur heimische und naturnahe Pflanzen und Gestaltungen Verwendung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pleasureground
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Chica

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #127 am: 24. Februar 2020, 20:57:05 »

Ich will jetzt nicht wieder ausführlich "vortragen", dass Schmetterlingsflieder natürlich nichts mit einem naturfreundlichen Garten zu tun hat
....

Warum denn nicht?


Weil Salix caprea 117 Schmetterlingen als Raupenfutter dient und Buddleja davidii 0  z. B..

Es soll doch jeder seinen Garten so gestalten, wie er möchte, troll13 offensichtlich einen Teil inzwischen etwas naturnaher. Ich möchte meinen Garten mit den Tieren teilen, die schon immer hierher gehörten, die schon vor uns hier waren, nur so ist das stimmig für mich, wie „bunt„ das wird ist dabei völlig unerheblich.
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AndreasR

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #128 am: 24. Februar 2020, 21:16:39 »

Man kann doch einfach Salix caprea und Buddleja davidii pflanzen, dann haben sowohl die Raupen als auch die Imagos etwas davon. :D
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Viele Grüße
Andreas

Staudo

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #129 am: 24. Februar 2020, 21:22:08 »

Buddleja in Hausnähe, die Weiden weiter hinten?  ;)
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Es könnte mal wieder regnen.

dmks

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #130 am: 24. Februar 2020, 21:28:12 »

 ::) ja, okay, man kann es auch relativ kurz ausdrücken.
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Mufflon

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #131 am: 24. Februar 2020, 21:37:25 »

Weil Salix caprea 117 Schmetterlingen als Raupenfutter dient und Buddleja davidii 0  z. B..

Hier werden immerhin 3 Schmetterlingsarten genannt, die Buddleia als Futterpflanze nutzen.
http://www.floraweb.de/pflanzenarten/schmetterlinge.xsql?suchnr=926&sipnr=926&

Ich bin auch für 'sowohl als auch'.
Mein Garten ist zu klein und die Bedingungen sind suboptimal für heimische Pflanzen.
Ein paar schaffen es, die meisten eher nicht. Und ich habe wirklich intensiv gesucht und ausprobiert.
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dmks

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #132 am: 24. Februar 2020, 21:40:53 »

Mein Garten ist zu klein

Selbst ein Blumenkübel ist groß genug um ihn in eine Exoten- und eine Wiesenblumen-Hälfte zu teilen! ;)
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Chica

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #133 am: 24. Februar 2020, 21:57:50 »

Buddleja in Hausnähe, die Weiden weiter hinten?  ;)

Ihr wisst dass es bei mir genau so ist, ihr kennt meine Schmetterlingsfotos  8).
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Mufflon

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Re: Wie "einheimisch" darf's denn sein?
« Antwort #134 am: 24. Februar 2020, 22:01:36 »

Selbst ein Blumenkübel ist groß genug um ihn in eine Exoten- und eine Wiesenblumen-Hälfte zu teilen! ;)
Wohl wahr, aber das zaubert noch keine Sonne in meinen Garten.
So einen Zitronenbaum mit Kornblumenunterpflanzung würde ich sehr hübsch finden.

Das bisschen Sonne ist für meine Feige und die Rosen reserviert.
Eine Ecke mit Brennnesseln und Disteln habe ich, Salomonsiegel auch, und alle werden abgefressen.
Die Bewohner sind also da.
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