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News: Jäten ist Zensur an der Natur.  (Oskar Kokoschka)
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Autor Thema: Nutzung Tomatenhaus  (Gelesen 1831 mal)

Shnivi

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Nutzung Tomatenhaus
« am: 13. Februar 2020, 23:22:53 »

Hallo, hat jemand von Euch ein festes Tomatenhaus was ganzjährig steht? Von drei Seiten geschlossen und vorn offen (also kein Gewächshaus)? Mich würde interessieren ob und wie Ihr es außerhalb der Tomatensaison nutzt. Kann man das ein bisschen wie ein Frühbeet nutzen, ist ja schon geschützter da drunter?
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thuja thujon

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Re: Nutzung Tomatenhaus
« Antwort #1 am: 14. Februar 2020, 08:03:18 »

Hier stehen viele solche Tomatenhäuser rum. Der größte Fehler ist meist sie nach der Saison nicht abzubauen. Mit dem Dach und der meist fehlenden Regenrinnen-Fallrohr-Tropfbewässerung trocknet die Erde aus, Bodenleben zieht sich zurück, so verpuffen auch Kompost und Mistgaben. Abgesehen davon will Tomate nicht auf dem selben Beet stehen, sondern man sollte Fruchtfolge betreiben bzw. Anbaupausen einhalten.
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Ribisle

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Re: Nutzung Tomatenhaus
« Antwort #2 am: 14. Februar 2020, 09:11:06 »

Guten Tag,
ein ganzjährig festes Tomatenhaus habe ich nicht, ich habe mich so beholfen: Ein selbstehendes Dach mit Stellwänden drum herum; die in einem niederem (60 cm) Hochbeet stehen. Seit Jahren baue ich Tomaten darin an und habe bis jetzt keine Nachteile bemerkt. Als Nachfrucht pflanze ich Herbst- und Wintersalate an. Alle 3-4 Jahre wird die Erde im zeitigen Frühjahr ausgetauscht und mit Mist aufgefüllt. Danach geht es weiter mit Radischen und Pflücksalat.
Das Dach wird als Haube für das "Hochbeet" benutzt.

Grüße Ribisle
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Sandwurm

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Re: Nutzung Tomatenhaus
« Antwort #3 am: 14. Februar 2020, 11:53:22 »

Mein altes Gewächshaus nutze ich inzwischen hauptsächlich für Tomaten. Zur besseren Lüftung habe ich ein Seitenelement gegenüber der Tür herausgenommen. Im März/ April/ Mai wird dieses Seitenelement wieder eingesetzt, damit es schön warm wird. Dann lassen sich gut Kohlrabi, Salat und Radieschen ziehen, bevor die Tomaten gesetzt werden. Jedes Jahr wird im Februar ein Drittel des Bodens ausgetauscht. Zu den 4 Tomaten ,die ich noch am Wohnhaus unter dem Dachvorsprung wachsen lasse, kann ich keinen Unterschied feststellen.
Das Gewächshaus ist groß genug, ich habe seit 20 Jahren noch einen Weinstock, New York Muskat drin. Das gibt schöne Trauben.



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Sandwurm

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Re: Nutzung Tomatenhaus
« Antwort #4 am: 14. Februar 2020, 18:26:35 »

Zu deinem Tomatenhaus. Du könntest die offene Seite im März/ April/ Mai mit einer Folie verschließen, damit es warm wird. Radies kann dann direkt ausgesät werden. Salat und Kohlrabi besser als vorgezogene Pflanzen setzen. Ich kaufe sie mir immer auf dem Markt. Markiere die Pflanzstellen für die Tomaten und setze Salat und Kohlrabi dazwischen. Dann kannst Du die Tomaten pflanzen auch wenn Salat und Kohlrabi noch nicht fertig sind. Bis es richtig warm wird ist die Folie auch für die Tomaten gut. Aber aufpassen und die Folie rechtzeitig wegnehmen.
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Shnivi

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Re: Nutzung Tomatenhaus
« Antwort #5 am: 14. Februar 2020, 23:03:29 »

@thuja thujon
Könnte ich dem abwandernden Bodenleben entgegen wirken wenn ich das Tomatenhaus regelmässig manuell feucht halte? Abbauen lässt sich das nicht.

@Ribisle
Herbst- und Wintersalate sind eine sehr gute Idee!  :)

@Sandwurm
Ich tausche auch einen großen Teil Erde jedes Jahr aus und im Frühjahr kommt immer frischer Humus rein. Mit meinen Tomaten hatte ich bisher auch noch nie Probleme.
Ich fange mit meinen Freilandsaaten ja meist schon Ende Februar an und Anfang März wachsen bei mir in der Regel Kohlrabi, Salat und Radieschen schon gänzlich ungeschützt draußen. In den letzten Jahren hatte ich eher das Problem das es ab April bereits zu heiß und trocken wurde. Ich bin quasi gezwungen alles etwas eher zu machen. Dieses Jahr sieht es ganz danach aus als würde es wieder sehr zeitig losgehen.  ::) Aber eine zusätzliche Reihe Kohlrabi ist eine gute Idee, davon kann man nie genug haben!  :)
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thuja thujon

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Re: Nutzung Tomatenhaus
« Antwort #6 am: 15. Februar 2020, 08:42:32 »

Ja, manuell feucht halten hilft. Am besten mit dem Wintersalat drauf, lebende Pflanzen im Beet sind besser als Schwarzbrache. Die faulen durch den Regenschutz dann auch nicht so.

Neben Winterkopfsalat geht natürlich auch Feldsalat.
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Shnivi

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Re: Nutzung Tomatenhaus
« Antwort #7 am: 16. Februar 2020, 23:06:33 »

@thuja thujon
Ja Feldsalat werde ich hatte ich mir auch schon überlegt. Das könnte ich nächsten Winter mit Winterkopfsalat mischen. Das probiere ich, vielen Dank!  :)
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Ribisle

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Re: Nutzung Tomatenhaus
« Antwort #8 am: 17. Februar 2020, 09:25:16 »

Hallo, guten Morgen.
Durch die Nutzung des "Tomatenhauses" bis in den Oktober pflanze ich gekaufte Ackersalatpflänzchen an. Gleichzeitige Nutzung durch Tomatenpflanzen und Ackersalat geht meiner Meinung nicht, denn der Tomatenstock wird mit Wurzeln entsorgt. Seit letzten Herbst bin ich Fan davon.
Ich experimentiere auch mit italienischen Chicorée- und Radichioarten. Im gleichen "Hochbeet" bedrängen diese den Ackersalat. Beim nächsten Mal muss ich mich entscheiden.

Nach trockenem und warmem Sonntag, regnerische Montags-Grüße Ribisle.
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thuja thujon

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Re: Nutzung Tomatenhaus
« Antwort #9 am: 17. Februar 2020, 22:18:43 »

Die Frage wann macht man was sollte man jedes Jahr neu ausprobieren. Schlauer ist man immer erst hinterher.
Bei normalen Klima/Wetter-Verhältnissen sollte man auch die Kombi Tomatenpflanzen nur abschneiden und Feldsalat Ende August aussäen probieren. Die Tomatenwurzeln sind ja erstmal tiefer als der Feldsalat gesäht wird und wenn der geerntet wird, reicht das immernoch zum Tomaten roden.

Ich mag mich einfach nicht anfreunden mit Erdpresstopf aus Torf und 4-5 Felsalatpflanzen drin. Das steht für mich in keinem Verhältnis an Torfverbrauch zu Ernteergebnis. Vom Preis für die Jungpflanzen mal ganz abgesehen.
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Cepha

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Re: Nutzung Tomatenhaus
« Antwort #10 am: 18. Februar 2020, 16:18:15 »

Ab wann stehen denn im Frühjahr die Tomaten in der Erde?

Als Zwischenfrucht geht Feldsalat, Winterportulak und Winterkopfsalat.

Bei Kohlarten kommt es darauf an, dieses Jahr konnte ich hier Kohlrabi überwintern und ernte die jetzt. Wenn man die im September einpflanzen kann hat man eine Chance.

Was diese Winter hier ebenso nicht nur überwintert, sondern sogar gewachsen ist sind Radieschen und Rettiche.

Radieschen kann man übrigens auch jetzt Mitte Februar gut aussähen, bis Ende April sind die dann überwiegend abgeerntet.

Ein vor Regen, Schnee, Wind und Laub geschützter Raum im Winter ist für sehr viele Gemüse extrem hilfreich, ohne Schutz verfaulen die oft. Die meisten Wintergemüse sterben an Schimmel und Fäulnis und nicht an Kälte.

Man muss halt ggf. auch mal im Winter gießen, am besten an sonnigen Tagen in der früh, sa dass das dann oberflächig abtrocknen kann.

Wichtig für die Winternutzung ist, dass viel Licht die Pflanzen erreicht. Bei 08/15 Stegplatten aus Polycarbonat ginge es in meiner Region einfach nicht, die Dinger schlucken gerne mal die Hälfte des verfügbaren Lichtes und das ist in unsren Wintern nun mal der Hauptmangel im Winter, der das Wachstum begrenzt.

Glas, echtes Plexiglas (=Acrylglas) oder professionelle(!) Gartenbaufolien (nicht der Baummarktkram) hingegen wären ideal.

Viel Licht (inkl UV Anteil) tut übrigens dem Geschmack und der Gesundheit der Tomaten auch sehr gut.

MfG
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Shnivi

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Re: Nutzung Tomatenhaus
« Antwort #11 am: 20. Februar 2020, 00:00:31 »

@Cepha:
Je nach Wetterlage setze ich die Tomaten zwischen Ende April und Mitte Mai ins Tomatenhaus.

Ich habe ja keine Gewächshaus, sondern ein halb offenes Tomatenhaus. Richtung Osten offen, der Rest so durchsichtiges Wellblech?  ??? Ich hab keine Ahnung, das Teil hat schon der Vorgänger gebaut.
Ich habe heute ein paar Kohlrabi- und Salatjungpflanzen gekauft, die werde ich dort mal reinsetzen und vielleicht noch ein paar Radieschen dazu säen.
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