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Autor Thema: Probleme mit dem Erdbeeranbau  (Gelesen 1744 mal)

Witan

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Probleme mit dem Erdbeeranbau
« am: 17. März 2020, 00:55:30 »

Hallo,

ich habe Anfang 2019 damit begonnen Erdbeeren anzubauen mit Fokus auf besonders guten Geschmack bzw auch historische Vielfalt. Leider hatte ich seither wirklich sehr viele Probleme mit den Erdbeerpflanzen und frage mich, ob das ein allgemeines Problem ist, oder ich irgendwas sehr falsch mache, denn bis zum heutigen Tag sind mir massiv viele Erdbeerpflanzen weggestorben oder vegetieren als winzige Pflanzen vor sich hin. Ich habe jeweils eine Pflanze von so gut wie allen erhältlichen Sorten bei Deaflora und Manfred Hans, Hummi Beeren und paar anderen Anbietern angebaut, weil ich so die für mich best schmeckenste Erdbeere finden wollte und auch die historische Vielfalt bei mir etwas am Leben erhalten wollte.

Leider habe ich von wirklich zahlreichen Sorten keine einzige Frucht probieren können, viele sind gleich zu Beginn als Frigopflanze gar nicht erst angewachsen. Ich fand auch schon vor dem Setzen bei einigen Frigopflanzen weiße Würmer bei den Wurzeln, die ich reklamiert habe. Andere wuchsen an, sind jedoch nach wenigen Tagen einfach verwelkt, obwohl sie nicht zuviel und nicht zu wenig Wasser hatten, ich hatte wirklich ein großes Problem mit der Welke. Auch sehe ich auf dem Substrat bis heute immer wieder massenhaft kleine Fliegen, bei denen ich auch einen Schädling vermute. Die Sorten, die sich dann etabliert und 2019 echt gut getragen haben, waren kräftige Pflanzen, die aber über den Winter und Jahreswechsel zu 2020 ebenfalls einfach komplett verwelkt sind... als ich diese begutachten wollte, merkte ich plötzlich, dass das Herz mit den Blättern einfach nur noch frei auf dem Boden lag, völlig ohne Wurzeln als hätte jemand diese weggeschnitten, frage mich bis heute welcher Schädling dahinter stecken könnte, da diese noch dazu im Gewächshaus wuchsen? Ich sollte sowieso erwähnen, dass ich leider aufgrund von Mangel an freier Erde alle meine Erdbeeren in großen 100 Liter Kübeln kultiviere oder aber in einem im Haus verbauten, ungeheizten Gewächshaus im Hochbeet. Bei einigen Pflanzen starben auch zunächst nur die äußeren Blätter ab, die vertrockneten einfach oder aber verfärbten sich beginnend an den Blattenden bräunlich und leben jetzt nur noch mit meist zwei kleinen Blättern direkt am Herz weiter und wachsen kaum mehr, ich überlege daher sie zu ersetzen? Ich merke auch aktuell den krassen Unterschied: Ich habe noch einige wenige relativ kräftige pflanzen, die jetzt (Stand 17. März) richtig buschig und gesund sind und Pflanzen, die nur 2-3 Blätter haben, dafür aber massiv Blütenansätze, wobei ich mich frage, wie sinnig es ist diese Pflanzen noch zu erhalten?

Ich frage mich einfach, wieso ich derart starke Verluste bei den Pflanzen habe. Ich habe mir eigentlich recht viel zum Thema Erdbeeren im Internet durchgelesen, stets darauf geachtet nicht zu viel zu wässern aber auch nicht zu wenig, die Pflanztiefe zu bedenken etc. Leider habe ich aber bisher auch keine gute Literatur zum Anbau von Erdbeersorten, besonders alten Sorten gefunden... wenn mir da jemand etwas empfehlen könnte, wäre ich wirklich sehr dankbar, bei Tomaten findet man da ja Beispielweise viel viel mehr.

Ich bin auch aktuell am überlegen, ob ich wirklich erneut fast alle alte Sorten bestellen sollte... wie gesagt konnte ich leider sehr viele nicht probieren, besonders bei Manfred Hans werden diese aber im Beschreibungstext immer aufs höchste gelobt geschmacklich... bisher konnte mich geschmacklich jedoch nur die Mieze Schindler wirklich überzeugen und die Moschata x Ananassa Dresden und Moschuserdbeeren. Mir wurde auch noch die Gewürzerdbeere und Manille und Gariguette und Königin Louise ans Herz gelegt, ich frage mich, ob es sinn macht nochmals die anderen historischen Sorten zu probieren, oder aber diese da absolut nicht mithalten können? Jemand noch Empfehlungen für wirklich bestens schmecklende Erdbeersorten?

Dennoch bleibt mein Hauptproblem der Anbau... ich möchte keine Chemie einsetzen, weiß jedoch wirklich nicht, wie ich gegen diese zahlreichen, mir zum großen Teil unbekannten Schädlinge vorgehen soll und wäre für Ratschläge dankbar.
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Rib-isel

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #1 am: 17. März 2020, 01:24:54 »

Bei den Fliegen könnte es sich um Trauermücken handeln. Die Würmer sind deren Larven, die die Wurzel Fressen. Zur Bekämpfung verlinke ich dir etwas:

https://www.bio-gaertner.de/pflanzenkrankheiten/Trauermuecken-Moosfliegen

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Talkrabb

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #2 am: 17. März 2020, 12:31:16 »

Hast du die Erdbeeren auf einer Fläche angebaut oder an verschiedenen Standorten?

Da du verschiedene Sorten aus verschiedenen Herkünften angepflanzt hast und offensichtlich bei allen Probleme bekommen hast, gehe ich von einem bodenbürtigen Schaderreger aus (evtl. Phytophthora) . Schau mal hier unter Erdbeere. Link entfernt!1Link entfernt!1/pb/,Lde/Startseite/Service/Broschueren+zum+Pflanzenschutz --> Erwerbsobstbau

Okay, dann so: h t t p s : // ltz punkt landwirtschaft-bw punkt de/ auf der Seite dann über folgende Reiter gehen --> Service --> Schriftenreihe --> Integrierter Pflanzenschutz --> pdf Erwerbsobstbau
(Leerzeichen weg und punkt durch das Satzzeichen ersetzen.





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« Letzte Änderung: 17. März 2020, 12:35:16 von Talkrabb »
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Rib-isel

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #3 am: 17. März 2020, 13:43:04 »

Hier der Link zum PDF

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wuchtig

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #4 am: 17. März 2020, 14:34:10 »

trauermücken und deren nematoden sind schnell eingeschleppt . manchmal ist das ein ewiger kampf mit gelbtafeln , quarzsand/vogelsand  abdeckung und neudomück  ein spezielles bakterium gegen die nematoden. wenn man nicht aufpasst ,übersieht man dabei auch gerne folgeschädlinge wie spinnmilben,tripse usw die wiederum weitere schäden z.b. rostpilze nach sich ziehen . ruck zuck hat man dann einen kandidaten für den abfalleimer .
beste ergebnisse hab ich immer gehabt, wenn man nicht zu zeitig ansetzt und möglichst früh raussetzt
bei sämlingen handelt man sich oft schädlinge über die erde ein . deshalb kann es nicht schaden ,gekaufte anzuchterde erde  kurz im backofen oder mikrowelle zu sterilisieren und  immer eine gelbtafel in der nähe zur kontrolle stehen zu haben . so hat man dann schon die ersten adulten trauermücken verhaftet, bevor es in die vermehrung geht .prphylaxe ist immer besser als spritzen
« Letzte Änderung: 17. März 2020, 14:36:05 von wuchtig »
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thuja thujon

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #5 am: 17. März 2020, 20:05:46 »

Es ist immer schwierig, bei recht wenig konkreten Anhaltspunkten die verspätet eintrudeln praktische Tips zu geben.

Ich stelle es mir schwierig vor, übers Internet vernünftige Informationen über die Kulturführung von Erdbeeren zu finden. Hast du jemanden vor Ort der dich unterstützen kann?
Ansonsten brauchts hier im Forum eher sehr zeitnah detaillierte Infos was gemacht wurde usw, am besten mit aktuellen Bildern untermalt, weil man Schadbilder nicht ausreichend per Text erklären kann.

Ich würde also gerne helfen, mir fehlt aber der Input dazu.
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ringelnatz

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #6 am: 18. März 2020, 19:24:00 »

Ich bin wahrlich kein Gartenspezialist und eher noch Anfänger, aber du hattest doch mal ein Foto deiner Hochbeete in einem anderen Thread gepostet:

Anbei leider nur 1 Bild (wegen Beschränkungen) um zumindest einen groben Eindruck vom Gewächshaus zu vermitteln.

Soweit ich mich erinnere wurde damals auch schon darauf hingewiesen, dass die Gegebenheiten bei dir nicht gerade optimal für die Erdbeerkultur sind, insofern wundert es mich nicht, dass die Probleme nach wie vor bestehen.

Sorry, falls das jetzt ein bisschen schroff klingt, ich lasse mich gerne auch eines besseren belehren
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thuja thujon

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #7 am: 18. März 2020, 23:08:03 »

Ich verlinke mal damit sich nicht jeder totsuchen muss.
Strang mit Fotos der Anlage:
https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,64777.0.html

Strang mit Problemfotos:
https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,65086.0.html
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Witan

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #8 am: 19. März 2020, 01:33:50 »

Vielen Dank schoneinmal für die vielen Antworten :)

Zitat
Bei den Fliegen könnte es sich um Trauermücken handeln. Die Würmer sind deren Larven, die die Wurzel Fressen. Zur Bekämpfung verlinke ich dir etwas:

https://www.bio-gaertner.de/pflanzenkrankheiten/Trauermuecken-Moosfliegen

Ich dachte auch bereits an Trauermücken. Ich werde da auf die Methoden auf jeden Fall Mal zurückgreifen... gibt es eventuell auch Begleitpflanzen, die Trauermücken abwenden?

Zitat
Hast du die Erdbeeren auf einer Fläche angebaut oder an verschiedenen Standorten?

Die Erdbeeren stehen an den verschiedensten Orten, ich habe ca. 30 x 100 Liter Kübel vor dem Haus auf einer größeren Betonfläche stehen, nochmal mehrere Kübel im Gewächshaus und auch Pflanzen in 2 sehr lang gezogenen Hochbeeten im Gewächshaus.

Vielen Dank auch für die PDF Datei, ich hatte noch nicht die Zeit sie ausführlich zu lesen, aber ich kann schon jetzt sagen, dass ich gerne komplett auf Chemie verzichten würde. Es wäre mir wichtig sogut möglich sämtliche Probleme durch Erfahrung zu vermeiden und durch Mischkulturen und andere Nützlinge Probleme im Zaum zu halten. Dennoch glaube ich selber auch, dass die meisten Probleme bodenbürtigen Ursprungs sind. Mehr dazu unten.

Zitat
trauermücken und deren nematoden sind schnell eingeschleppt . manchmal ist das ein ewiger kampf mit gelbtafeln , quarzsand/vogelsand  abdeckung und neudomück  ein spezielles bakterium gegen die nematoden. wenn man nicht aufpasst ,übersieht man dabei auch gerne folgeschädlinge wie spinnmilben,tripse usw die wiederum weitere schäden z.b. rostpilze nach sich ziehen . ruck zuck hat man dann einen kandidaten für den abfalleimer .
beste ergebnisse hab ich immer gehabt, wenn man nicht zu zeitig ansetzt und möglichst früh raussetzt
bei sämlingen handelt man sich oft schädlinge über die erde ein . deshalb kann es nicht schaden ,gekaufte anzuchterde erde  kurz im backofen oder mikrowelle zu sterilisieren und  immer eine gelbtafel in der nähe zur kontrolle stehen zu haben . so hat man dann schon die ersten adulten trauermücken verhaftet, bevor es in die vermehrung geht .prphylaxe ist immer besser als spritze

Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Leider weiß ich nur nicht einmal, mit welcher Krankheit ich es genau zutun habe. Selbst Experten wie Manfred Hans schienen da trotz Bilder ja ziemlich ratlos. Ich habe überlegt, Erdproben an ein Labor zu schicken, hatte aber dann doch zu große Sorge vor zu hohen Kosten oder auch schlechten Anbietern für so eine Kontrolle. Falls jemand einen guten Anbieter kennt, wäre ich durchaus dankbar.

Zitat
Es ist immer schwierig, bei recht wenig konkreten Anhaltspunkten die verspätet eintrudeln praktische Tips zu geben.

Ja, das kann ich gut verstehen, ich hatte damals im Frühjahr bereits Fotos der Problemerscheinungen gemacht (die ich hier auch Mal anhänge). Ich bin meine Probleme damals mit Manfred Hans (bekannter Erhalter alter Erdbeersorten) durchgegangen, nur wenige Tage nachdem ich seine Pflanzen erhalten hatte, er konnte selber kaum fassen, wie die Pflanzen in so kurzer zeit (waren nur wenige Tage nach dem einpflanzen vergangen) so schlecht aussehen konnten. Er könne es sich nur damit erklären, dass ich die Pflanzen absichtlich vergiftet habe... (nach dieser Anschuldigung und weiteren unfreundlichen Äußerungen seinerseits habe ich dann den Kontakt mit ihm abgebrochen, war mir dann doch etwas sehr frech). Ich habe auch bei Deaflora und anderen Erdbeerverkäufern nachgefragt, die jedoch auch relativ ratlos waren... es gab Vermutungen bezüglich Verticiliumwelke und auch Rhizomfäule und anderen bodenbürtigen Krankheiten... doch wirklich helfen konnte mir damals niemand wirklich.

Zitat
Ich stelle es mir schwierig vor, übers Internet vernünftige Informationen über die Kulturführung von Erdbeeren zu finden. Hast du jemanden vor Ort der dich unterstützen kann?

Ich bin leider absoluter Quereinsteiger in das Pflanzen von Erdbeeren. Habe niemanden vorort der sich wirklich für das Thema interessiert bzw auskennt und bin daher auf Onlineratgeber angewiesen, wie gesagt, ich hatte mir eigentlich erhofft ein passendes Buch zu finden (für Tomaten gibt es etliche Ratgeber) aber man findet nicht wirklich eines und Online Ratgeber widersprechen sich teilweise oder sind sehr oberflächlich mit Informationen. An sich habe ich das Gefühl, dass das Internet Erdbeeren als absolute Einsteigerpflanze verkaufen will und es nicht nötig wäre, da groß Hinweise zu geben, was ich aber soweit nicht bestätigen kann und in vergangenen Jahren viel viel weniger Probleme mit dem Anbau von Tomaten hatte.

Zitat
Soweit ich mich erinnere wurde damals auch schon darauf hingewiesen, dass die Gegebenheiten bei dir nicht gerade optimal für die Erdbeerkultur sind, insofern wundert es mich nicht, dass die Probleme nach wie vor bestehen.

Ja der Thread war damals von mir, aber die Bedingungen waren eigentlich nicht wirklich schlecht. Ich erinnere mich noch daran, dass jemand in dem Thread damals meinte, dass ich pro Kasten des Hochbeets nur 2 Pflanzen setzen soll, ich habe schlussendlich 10 Pflanzen pro Kasten gesetzt und trotz der Probleme (die vorallem in den Kübeln im Gewächshaus auftraten) im Sommer eine, für hauptsächlich Mieze Schindler, wirklich sehr gute Ernte eingefahren, wobei die Früchte der Mieze wirklich erstaunlich groß waren (habe überall gelesen die wären winzig im vergleich zu modernen Sorten) und der Geschmack einfach himmlisch. Das Gewächshaus und die Hochbeete haben sich als wirklich sehr effektiv erwiesen, draußen hingegen schmeckten die meisten meiner Erdbeeren einfach nur säuerlich, selbst die Mieze Schindler, wohl auch, weil es sehr viel geregnet hatte, teilweise zu viel und ich sie auch etwas zu schattig platziert hatte (wurde dieses Jahr korrigiert)

Ich wollte mich in dem Thread damals hauptsächlich informieren wie Erdbeeren sich so im Gewächshaus machen, da ich hierzu nicht wirklich Infos im Internet fand und wie gesagt an sich Neueinsteiger bin. Auch suchte ich ja nach den geschmacklich besten Sorten.
Zitat
Ich würde also gerne helfen, mir fehlt aber der Input dazu.

Ich versuche Mal, das, was seit dem Frühling 2019 passiert ist chronologisch zusammenzufassen und mit alten Bildern zu unterlegen (habe leider einige nicht mehr). Ich füge auch morgen oder die Tage, je nachdem wie ich dazu komme neue Bilder vom aktuellen Zustand der Erdbeeren hinzu.

Alles fing mit den Vorbereitungen an. Ich nutze die 2 Hochbeete und Kübel, die auf Bild 1 im Gewächshaus zu sehen sind (sie wirken dort vielleicht recht klein, sind aber wirklich große Hochbeete und bei den Kübel handelt es sich um 100 Liter Kübel, die orangenen sogar noch größer, draußen wurden weitere derartige Kübel in großen Mengen verwendet. Ich habe dafür in Mortelwannen aus dem Baumarkt Löcher hineingebort und diese ausschließlich mit der Erde von Bild 2 gefüllt. Sprich anfänglich nutzten alle Kübel nur die Erde von diesem Anbieter. In den Hochbeeten war bereits Erde von den vergangenen Jahren, die ich mit neuer Erde vermischt hatte (ebenfalls von dem Anbieter).

Hiernach kaufte ich Erdbeerpflanzen, sowohl beim Erdbeerprofi, als auch bei Manfred Hans und Deaflora, wobei nur die vom Erdbeerprofi wirklich schnell ankamen und es sich hierbei nur um Frigopflanzen handelte.
Ich merkte direkt nach dem Erhalt der Pflanzen, dass in den Power-Plugs der Fontaine und Mara des Bois Pflanzen kleine Würmer waren und reklamierte die Ware. Die restlichen, die mir Ok erschienen, setze ich in die Kübel und das Hochbeet, zunächst schien alles normal, sehr schnell sprießten neue Blätter aus den Frigopflanzen, doch dann klappten einige Tage später einige einfach ein. Sie sahen wie verwelkt aus, während andere im selben Kübel kerngesund waren (siehe Bild 3 bzw. auch Bild 4). Der Verdacht fiel auf die Rhizomfäule, woraufhin ich ein halbiertes Rhizom einer erkrankten Pflanze (Bild 5) per E-Mail an die Fachpersonen schickte. Dennoch wusste dort keiner wirklich weiter.

Schließlich kamen auch die Pflanzen von Manfred Hans an, die alle draußen gesetzt wurden (während alle vom Erdbeerprofi drinnen gesetzt wurden) und auch wesentlich weniger Probleme aufwiesen und mehrheitlich wirklich gesund und kräftig anwuchsen. Doch auch hier gab es Pflanzen, die schon nach wenigen Tagen komplett verwelkten (siehe Bild 6 bzw. Bild 7). Hiernach folgte das fruchtlose Gespräch mit Manfred Hans. Einige Zeit später kamen auch die Pflanzen von Deaflora, von der keine einzige erkrankte, aber die meisten eher kümmerlich anwuchsen, zudem Pflanzen von Hummibeeren, die ich im Gewächshaus einsetze, von denen die meisten erstmal gut anwuchsen, aber dann wirklich viele auch einfach verwelkten (siehe Bild 8). Das ganze frustrierte natürlich sehr und nahm mir auch stark die Lust am projekt, wobei ich trotzdem am Ball blieb, die pflanzen austauschte, es mit neuen Kübeln und neuer Erde versuchte und schlussendlich sich die Situation im Sommer erstmal eher beruhigte, auch wenn immer noch Pflanzen vereinzelt eingingen, die meisten sich aber prächtig entwickelten.

Ich habe übrigens vergessen zu erwähnen, dass ich noch vor der Lieferung der Erdbeeren von Erdbeerprofi aus Neugier paar wenige pflanzen Senga Sengana und angeblicher "Mieze Schindler" (die sich nebenbei erwähnt eindeutig nicht als Mieze Schindler, sondern eine stinknormale, kleinfrüchtige Gartenerdbeere mit fester Konsistenz und Selbstfruchtbarkeit entpuppte) bei Obi gekauft hatte und diese festweise in einige 100 Liter Kübel mit alter Blumenerde setzte und sich auch hier sehr schnell Krankheitszeichen zeigten, jedoch keine plötzliche Welke, sondern Verfärbungen und Vertrocknungen der Blattränder in Olivgrün bzw leicht bräunlich (siehe Bild 9 bzw Bild 10, tauchte im Sommer aber auch öfter im Gewächshaus auf). Die Pflanzen verloren so nach und nach die äußeren Blätter und zeigten dann nur noch einen kümmerlichen Wuchs, wobei die Pflanzen komischerweise, nahezu ohne Blätter versuchten riesige Blütenstände hervorzubringen, die nicht betroffen waren, aber natürlich auch keine Früchte hervorbrachten.

Im Herbst hatte ich kaum mehr Verluste zu vermelden und dachte dann, es wäre soweit endlich ok, doch nun kamen ganz unerwartet über den Winter neue, aber irgendwie ähnliche Probleme zum Vorschein, obwohl ich seither gar nichts an den Pflanzen vorgenommen hatte, ich hatte lediglich im Spätherbst ausgiebig mit Hornspähnen gedüngt und hiernach lange auch keine negative Entwicklung beobachtet und hin und wieder mal die Erde feucht gehalten. Zu den neuen Probleme folgen dann aber die Tage Bilder.

Bild 1

Zitat
https://www.pic-upload.de/view-36669040/IMG_20190328_124646.jpg.html

Bild 2

Zitat
https://www.pic-upload.de/view-36669041/ddsasa.jpg.html

Bild 3

Zitat
https://www.pic-upload.de/view-36669042/gggds.jpg.html

Bild 4

Zitat
https://www.pic-upload.de/view-36669044/cdadewe.jpg.html

Bild 5

Zitat
https://www.pic-upload.de/view-36669047/ffsaa.jpg.html


Bild 6

Zitat
https://www.pic-upload.de/view-36669049/dfdsas.jpg.html

Bild 7

Zitat
https://www.pic-upload.de/view-36669050/thumbnail.jpg.html

Bild 8

Zitat
https://www.pic-upload.de/view-36669052/eswafrwg.jpg.html

Bild 9

Zitat
https://www.pic-upload.de/view-36669063/8d78230b-1cef-425a-b3a6-112885934092.jpg.html

Bild 10

Zitat
https://www.pic-upload.de/view-36669067/IMG_20190513_204610.jpg.html
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Bruno3120

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #9 am: 19. März 2020, 15:21:27 »

Die Erde sieht für mich unverrottet/halbverrottet aus. Wer weis was für Pflanzen- und sonstige Teile da enthalten sind. Vielleicht doch ein vor allem für die Erdbeeren giftähnliches? Halbverrottene Erde wird im Innern auch immer wieder sehr stark warm. Einfach mal in ganz normale Gartenerde setzen und abwarten was passiert.
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ringelnatz

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #10 am: 19. März 2020, 19:29:10 »

Nach deiner Beschreibung scheint es ja tatsächlich ein Substratproblem zu sein, sprich, die Erde.
Ist ja an allererster Stelle Torf - ich glaube Torf alleine/Blumenerde ist eh meist nicht so das beste Substrat ??? Vielleicht wenn man es 50/50 mit normalem Boden/Mutterboden mischt - mal probieren?

In meinem feinsandigen Boden gibt es überhaupt keine Probleme :)
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Witan

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #11 am: 22. März 2020, 00:30:37 »

So, heute komme ich endlich dazu, mich diesem Thema zuzuwenden und auch die neuen Bilder anzubringen.

Zitat
Die Erde sieht für mich unverrottet/halbverrottet aus. Wer weis was für Pflanzen- und sonstige Teile da enthalten sind. Vielleicht doch ein vor allem für die Erdbeeren giftähnliches? Halbverrottene Erde wird im Innern auch immer wieder sehr stark warm. Einfach mal in ganz normale Gartenerde setzen und abwarten was passiert.

Mir kam die Erde auch etwas halbverottet vor, zumindest an der Oberfläche, die Mehrheit wirkte schon gut durch. Manfred hans bezog das vergiften aber klar auf mich und meinte auch, ich wollte seinen Pflanzen nur etwas andrehen. Aber selbst wenn es halbverottet gewesen wäre, würde es nicht erklären, wieso auch jetzt 1 Jahr später Erdbeeren, die den ganzen Sommer kräftig waren plötzlich dieselben Symptome zeigen, wie noch Anfang 2019. In andere Erde setzen ist einfacher gesagt als getan... ich weiß inzwischen nicht, welche Sackerde ich jetzt noch kaufen kann, welche wirklich gut ist. Regulären Mutterboden im Garten habe ich nichrt annähernd genug um meine zahlreichen Pflanzen unterzubringen. Bin also an Töpfe und Erdsäcke angewiesen, fraglich nur von welchem Hersteller.

Zitat
Nach deiner Beschreibung scheint es ja tatsächlich ein Substratproblem zu sein, sprich, die Erde.
Ist ja an allererster Stelle Torf - ich glaube Torf alleine/Blumenerde ist eh meist nicht so das beste Substrat ??? Vielleicht wenn man es 50/50 mit normalem Boden/Mutterboden mischt - mal probieren?

In meinem feinsandigen Boden gibt es überhaupt keine Probleme :)

Ich bin leider aus Platzmangel darauf angewiesen, die Erdbeeren in Kübeln zu ziehen. Ich habe leider auch daher keinen Muttermoden mehr zur Verfügung, habe überlegt welche in einem nahegelegenen Wertstoffhof zu kaufen, paar Leute haben mir aber stark davon abgeraten, beim Wertstoffhof einzukaufen, da dort in der Erde zumeist Unmengen Plastikteile und halbverottestes verkauft werden soll... ich suche daher noch nach einem glaubwürdigen Anbieter.

Um aber zur aktuellen Lage zurückzukehren... wie gesagt überlebten einige Erdbeeren die Katastrophe im Frühjahr 2019 problemlos und trugen auch echt gut Früchte. Dafür, dass mir empfohlen wurde, pro Kasten nur 2 Pflanzen zu setzen hatte ich mit 10 Pflanzen pro Kiste und 5 Pflanzen pro Kübel echt gute Erträge, die Pflanzen waren stabil und groß. Ich weiß ja nicht, wie die Pflanzen bei euch aktuell so im März aussehen, sprich, ob meine nicht vielleicht doch zu klein sind, aber viele sind aktuell so groß, was mir recht normal erscheint:

Zitat
https://ibb.co/fMZKYxz

Hingegen gibt es aber draußen auch einige Kübel, in denen nur sehr kümmerliche Pflanzen vorzufinden sind, die noch im Herbst richtig groß waren:

Zitat
https://ibb.co/y52Jqjd

Zitat
https://ibb.co/vmWN1Th

Zitat
https://ibb.co/r660xPF

Hier auch noch ein paar Bilder, um den Vergleich zu für mich normalen Pflanzen im Frühjahr zu bringen, alles im selben Kübel:

Zitat
https://ibb.co/bvwMzq0

Zitat
https://ibb.co/0yQWMb8

Zitat
https://ibb.co/gwRnC9k


Dann gibt es wie gesagt noch Fälle, die nicht einfach schrumpelig wachsen, sondern eindeutig irgendeiner krankheit zum Opfer gefallen sein müssen bzw gerade fallen. Sogut wie alle davon im Gewächshaus.

Hier ein sehr gutes Beispiel für 2 Mieze Schindler pflanzen, direkt nebeneinander im Hochbeet im Gewächshaus:

Zitat
https://ibb.co/d292K57

Mehrere Mieze Schindler, krank und relativ gesund:

Zitat
https://ibb.co/4PnRWfR

Eine der wenigen verwelkten Pflanzen im Freiland, die Blätter sehen zwar noch relativ frisch aus, sind jedoch bereits total vertrocknet:
Zitat
https://ibb.co/6mvgWFF

Kränkelnde Lambadapflanzen im Gewächshaus:

Zitat
https://ibb.co/t8Jr5sH

Zitat
https://ibb.co/frTNYvj

Kranke Mieze Schindler in näherer Aufnahme:

Zitat
https://ibb.co/L96dN1v

(Von den Mara des Bois habe ich keine Aufnahmen mehr machen können, da ich diese bereits vor einigen Tagen entsorgt habe, aber auch diese waren zunächst extrem kräftige Pflanzen und sind dann ab Neujahr beginnend wie die Mieze Schindler aktuell eingeklappt. Als ich diese Anfang März genauer begutachten wollte, merkte ich wie gesagt, dass diese gar keinen Wurzelhalt mehr hatten und lose auf der Erde lagen, als hätte jemand die Pflanzen von den Wurzeln mit einer Schere abgetrennt (wobei im Boden nur noch verottende Wurzelreste zu finden waren). Die Mieze Schindler auf dem Bild hat aktuell noch etwas Wurzelhalt.


Ich hoffe sehr, dass die Bilder etwas Klarheit bringen und vielleicht jemand diese merkwürdige Krankheit erkennen kann und mir auch sagen kann, ob es notwendig sein wird die komplette Erde der Hochbeete auszutauschen und die Pflanzen zu entsorgen, oder ich zumindest noch die gesund erscheinenden Pflanzen umpflanzen und weiterverwenden kann?


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ringelnatz

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #12 am: 22. März 2020, 11:21:43 »

Zitat
Ich habe leider auch daher keinen Muttermoden mehr zur Verfügung, habe überlegt welche in einem nahegelegenen Wertstoffhof zu kaufen, paar Leute haben mir aber stark davon abgeraten, beim Wertstoffhof einzukaufen, da dort in der Erde zumeist Unmengen Plastikteile und halbverottestes verkauft werden soll... ich suche daher noch nach einem glaubwürdigen Anbieter.

Guck dir doch die Erde im Wertstoffhof mal an. Hier im Norden von Berlin gibt es z.B. https://www.ke-nord.de/ - das ist auch deutlich günstiger als Blumenerde aus dem Sack.
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555Nase

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #14 am: 23. März 2020, 07:16:22 »

Sieht für mich aus als eine Pilzkrankheit. Wahrscheinlich Verticillium Welke (Verticillium albo-atrum oder Verticillium dahliae). Eventuel kann auch Phytophtora cactorum im Spiel sein. Diese Pilzkrankheiten bleiben viele Jahre anwesend in der Boden. Für die Hobbygärtner ist da nur eine Lösung: verzichten auf Pflanzen die empfindlich sein für genannten Pilzkrankheiten (u.a. Erdbeeren, Kartoffeln, Rhododendron, Japanischer Ahorne, Cotinus, Cercis)
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