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Autor Thema: Probleme mit dem Erdbeeranbau  (Gelesen 1741 mal)

Aromasüß

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #30 am: 26. März 2020, 07:07:56 »

Ich recherchiere stets die Wurzeltiefe, wenn es um Pflanzen für Pflanzgefäße geht, seitdem ich auf dem Balkon über Jahre immer wieder von Neuem und vergeblich darum gekämpft hatte, meine Lieblingspflanze am Leben zu erhalten (das ist die recht kleine Pflanze Helleborus niger mit einer sehr langen Pfahlwurzel, die deswegen im Balkonkasten traurig zugrunde geht).

Tatsächlich? Wusste ich gar nicht.

Ich bin kein Erdbeerspezialist, sondern versuche mir über die Arten der Erdbeere eine grobe Orientierung zu verschaffen:

  • Abkömmlinge der einheimischen Walderdbeere (Frageria vesca), vor allem Monatserdbeeren, darunter auch rankende Sorten (für Ampeln und Spalier, vor 150 Jahren gab es noch über 40 rankende Sorten) -> geringere Wurzeltiefe, gedeihen gut in Pflanzgefäßen, dafür seit Jahrhunderten in Verwendung
  • Gartenerdbeere (=Ananaserdbeere Frageria x ananassa), die meisten heute im Garten oder kommerziell angebauten Sorten (zu Hochleistungssorten herangezüchtet, entstanden aus Kreuzungen der groß- und festfruchtigen amerikanischen Erdbeerarten seit dem 18. Jahrhundert) -> sog. Mitteltiefwurzler, wurzelt bis zu einem Meter tief, anspruchsvoll und empfindlich (siehe Kreuzer unten *): für kleinere und mittlere Pflanzgefäße sind die Gartenerdbeeren ungeeignet
  • Erdbeerwiesen (Kreuzungen der Walderdbeere mit der Gartenerdbeere), bekannt ist 'Florika' = Fragaria x  vescana des Züchters Rudolf Bauer in den 1970er Jahren) -> wie Walderdbeere, robust, für Topfkultur geeignet
  • Durch Samen vermehrte, neue Sorten (z. B. 'Elan') -> anspruchslos, für Topfkultur empfohlen
  • Moschuserdbeere (Frageria moschata, hast Du erwähnt): lange vergessen, ehemals in Europas Gärten weit verbreitet
  • Dazu die Sonderfälle der höchstaromatischen Liebhabersorten für den Garten 'Mieze Schindler' (war im Westen bereits vergessen und hat in der DDR-Hausgartenkultur überlebt) und 'Direktor Paul Wallbaum' - mit Bedingungen, die noch genauer zu beschreiben sind!

Die verfügbaren Beschreibungen der meisten dieser Arten finde ich sehr unzureichend!

Literatur:
  • Als Internetquelle siehe die bereits erwähnte "Infoschrift Erdbeeren" der Bayerischen Gartenbau-Landesanstalt, insb. Abschnitt Sortenwahl. Weitere solide Information finde ich kaum im Internet, aber sehr viel versteckte Werbung und verkürzt oder unverstanden Abgeschriebenes.
  • Den schönsten und längsten Artikel (40 Seiten) finde ich in "Osterfee und Amazone", das wertvolle Beerenbuch von ProSpecieRara und Arche Noah (2006) - mit Sortenporträts, darunter die 'Amazone', eine alte robuste Frühsorte, die diesem Buch sogar den Namen gibt.
  • Einen guten Überblicksartikel "Erdbeere" liefert "Kreuzers Gartenpflanzenlexikon", Band 3 (S. 98-99, 3. Aufl. 1997)

* Kreuzer schreibt bezüglich der Gartenerdbeere: "Der Unterboden soll bis auf 1 Meter Tiefe durchwurzelbar sein. Sandig-humoser Lehmboden ist am besten. ... Sie stellt hohe Ansprüche."
Kreuzer erwähnt ausdrücklich die für Balkon, Topf, Ampel und Spalier geeigneten Arten und Sorten.
« Letzte Änderung: 26. März 2020, 07:12:28 von Aromasüß »
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Aromasüß

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #31 am: 26. März 2020, 07:26:08 »

Moschuserdbeere ... Scheint aber eine zwittrige Sorte zu sein.

Witan hat inzwischen Erkennungsmerkmale der Moschuserdbeeren - zwittrig oder zweihäusig - genannt.

Zufolge des erwähnten Buchs "Osterfee und Amzone" sind die meisten Moschuserdbeeren zweihäusig, die zwittrige Sorte 'Capron Royal' ist die Ausnahme und darin beschrieben. Weitere zwittrige Sorten sind verschollen. Dazu Einzelheiten liefert Brigitte Wachsmuth im ARCHE NOAH Magazin April 2010. Dort könntest Du nach Sortenbeschreibungen und Blühzeitpunkten weiter recherchieren. Auch die Beerenerhaltung bei ProSpecieRara wäre eine Adresse.

Moschuserdbeeren und Topfhaltung?

Ziehe Dir Ableger und probiere es!
Ein Foto soll Dich dazu ermutigen: Es zeigt eine Gärtnerei in Vierlanden (Altes Land), die noch 1923 Erdbeer-Topfkultur im Treibhaus betrieb! Siehe Broschüre, S. 103 - Warum sollte es in den Jahrzehnten vorher, da die Vierländer Moschuserdbeersorte ihre größte Bedeutung hatte, keine Topfkultur gewesen sein?!
« Letzte Änderung: 26. März 2020, 07:28:23 von Aromasüß »
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thuja thujon

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #32 am: 26. März 2020, 09:46:30 »

Ok, hier steht wieder sehr viel, habe ich alles gelesen.
Was ich schmerzlich vermisse, ist das Thema Düngung. Ohne regelmäßige Nährstoffgaben wachsen keine Erdbeeren in Substrat sondern siechend ahin und werden krank. Wie, mit was und wie oft wurde die letzte Zeit gedüngt und wie hat die Starterdüngung jetzt nach dem Winter ausgesehen?

Zur Drainage: Staunässe entsteht durch zu schlecht durchlüftetes Substrat, zB wenn es zu fein ist oder der Torf verbraucht ist (hält nur eine Saison die Struktur, weil er Zersetzungsprozessen unterliegt). Kurzfaseriger Torf wird wegen der nicht ganz optimalen Drainwirkung daher oft mit Perlite abgemischt, gibts online zu bestellen als Ausgleichsschüttung oder man nimmt gleich Perligran. 100Liter 12€ etwa, Beimischung 5% etwa (Volumen).
Kies und ähnliches auf dem Topfboden dient höchstens der Standfestigkeit, Staunässe verhindert er nicht. Wenn das Susbtrat obendrüber schon so gut durchlüftet wie Pudding ist, dann liegt dort das Problem und nicht darunter.
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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #33 am: 26. März 2020, 10:44:55 »

Foto von einem Erdbeersenker Anfang September, nach dem durchwurzeln des Torfsubstrates (nicht purer Torf) ohne Kies am Topfboden.
Eine gewisse Wurzeltiefe wollen sie schon erreichen, aber im Topfanbau spielt das eher eine untergeordnete Rolle.
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Witan

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #34 am: 26. März 2020, 14:04:26 »

Um nochmal auf das Thema zurückzukommen... ich bin aktuell wirklich verzweifelt...

Ich wollte mir die genannten Bücher bei Amazon kaufen, ein Betrag von über 100 Euro erscheint mir aber aktuell zu hoch zu sein, zumindest für Bücher. Ich sitze durch die "Überraschung" meines Vaters aktuell auf 2 Paletten mit Erde, die nach den Aussagen hier wohl absolut ungeeignet für den Anbau von Erdbeeren und Tomaten ist.

Hier nochmal die Zusammensetzung der Erde der beiden Paletten:

Zitat
https://ibb.co/Nnz63ds

Im Vergleich die Zusammensetzung der Bio-Erde, von der ich noch 5 Sack vom letzten Jahr übrig habe (war aber auch echt teuer).

Zitat
https://ibb.co/6DQ9dPB

Einfach nur verzweifelt... das hat alles selbstverständlich gut Geld gekostet...
Muss ich diese jetzt wirklich entsorgen? Oder gibt es noch irgendeine Möglichkeit diese für die Erdbeeren und Tomaten zu verwenden?

Ich kann daher wirklich nur um Rat bitten:

- Was benötige ich genau für ein perfektes Substrat (Sand, Kompost, welche Erde etc?)
- Woher kriege ich online günstig geeignete Substrate für den Anbau in Kübeln? (Oder kommt hierbei nur der Wertstoffhof in Frage?)
- In welchem Mischverhältnis benötige ich die oben erwähnten Substrate?
- Wo kann man passende, große Pflanzkübel einkaufen, durch die ich die ungeeigneten Mörtelwannen ersetzen kann? Es wurden ja solche Gefäße angesprochen, also muss man sie ja auch irgendwo erwerben können?

- Was sollte ich am besten für die Drainage verwenden und wo kriege ich größere Mengen davon günstig? (Wir haben noch mehrere Eimer voll mit "Schuttkies?" bei uns stehen (siehe Bider) wäre das auch geeignet als Drainage?

Zitat
https://ibb.co/GT0VLc2
Zitat
https://ibb.co/8cRGPJh

- Was sollte ich noch bedenken, was ich vergessen habe?

Ich wäre wirklich dankbar, wenn man mir diese Fragen genau beantworten könnte, damit ich doch noch irgendwie aus dieser verzweifelten Lage komme und im Jahr 2020 die Chance auf Ertrag habe.



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Bruno3120

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #35 am: 26. März 2020, 14:48:30 »

Das ist kein Kies sondern Split für den Straßen- und Wegebau, würde ich nicht verwenden. Durch Wasser kann der recht fest und wasserundurchlässig werden. Es muß doch irgendwo günstig Mutterboden zu bekommen sein. Neubaugebiet, Straßenbau  o.ä.
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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #36 am: 26. März 2020, 15:03:50 »

Die Säcke mit der Blumenerde dürften schon geeignet sein, ich sehe da kein Problem wenn sie nur ein Jahr drin stehen müssen. Ich halte zwar nix von Torffrei weil die Versuche dazu immer gezeigt haben das sie nicht auf dem Level von Torferden sind (Weihenstephan Torfersatzstoffe googeln und die Vergleichsbilder der Balkonkastenbepflanzungen ansehen). Schau dir den 4-Monate alten Senker auf dem Bild von mir an. Der ist in so eienr unbrauchbaren Blumenerde gewachsen.

Ich würde also in die vorhandene Erde pflanzen und regelmäßig düngen. Am besten jede Woche, ist besser als alle 2 Wochen.

Ohne Nährstoffe gehen keine Erdbeeren. Auch nicht mit aufgedüngter Blumenerde, die nach 3 Wochene rschöpft ist, da muss nachgedüngt werden, regelmäßig und am besten mineralisch.
Also nochmal meine Frage: mit was und wie hast du bisher gedüngt?
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Witan

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #37 am: 26. März 2020, 15:07:23 »

Zitat
Das ist kein Kies sondern Split für den Straßen- und Wegebau, würde ich nicht verwenden. Durch Wasser kann der recht fest und wasserundurchlässig werden. Es muß doch irgendwo günstig Mutterboden zu bekommen sein. Neubaugebiet, Straßenbau  o.ä.

Vielen Dank erstmal.
Mutterboden könnte ich wohl im Wertstoffhof 40 km von hier bekommen, die Frage ist nur, ob ich den Mutterboden so verwenden kann oder ich den noch mit irgendwas vermischen muss?

Hier die Seite zum Wertstoffhof Linden mit Preisen und genauer Beschreibung:

Zitat
http://www.wertstoffhof-linden.de/preise-gartenbedarf.html

Sollte ich nur den reinen Mutterboden verwenden (der aber nach Beschreibung schon mit Kompost aufgebessert ist) oder noch eigenen Kompost verwenden? Sollte ich noch mit Mainsand oder Spielsand aufbessern? - und wenn ja, in welchem Verhältnis?
Wenn Split nicht geeignet ist: Soll ich dann dort den angebotenen Blähton für die Drainage kaufen? Ich sehe dort nicht die Option Flusskies zu kaufen. Braucht auch mein Hochbeet eine Drainage? Im Internet habe ich zu Hochbeeten nichts von einer Drainage mit Blähton oder Kies gelesen.
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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #38 am: 26. März 2020, 15:10:07 »

Mutterboden in Kübeln macht oft Probleme, wenn der Lehm oder Tonanteil zu hoch ist. Du kannst ja keine ungestörten Bohrkerne bekommen, sondern da wird alles durcheinandergebracht, auch die Millionen Unkrautsamen.
Da würde ich in deiner Situation die Finger weg lassen.

Mit was hast du bisher gedüngt?
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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #39 am: 26. März 2020, 15:17:58 »

Zitat
Die Säcke mit der Blumenerde dürften schon geeignet sein, ich sehe da kein Problem wenn sie nur ein Jahr drin stehen müssen.


Nun, ich hätte vor die Erdbeerkultur so lange in den Kübeln zu führen, wie dem möglich ist, also vielerorts spricht man ja von 4 Jahre?

Zitat
Ich halte zwar nix von Torffrei weil die Versuche dazu immer gezeigt haben das sie nicht auf dem Level von Torferden sind (Weihenstephan Torfersatzstoffe googeln und die Vergleichsbilder der Balkonkastenbepflanzungen ansehen).

Nun, ich persönlich würde Torf halt gerne nicht weiter untersützten wollen, da es der Umwelt sehr schadet. Mein Vater aus alten Tagen sieht das natürlich noch ganz anders, aber ja, auch ich habe immer gelesen das es heutzutage eigentlich noch keinen wirklich guten Torferstatz geben soll. Dennoch wurde ja in den Beiträgen zuvor die Blumenerde, die ich verwende als ungeeignet eingestuft, weswegen ich mich jetzt frage, wie ich diese am besten verwenden soll, ob ich diese noch mit anderen Substraten mischen kann? Es hört sich ja schonmal erfreulich an, dass ich die 2 Paletten nicht komplett entsorgen muss...

Zitat
Schau dir den 4-Monate alten Senker auf dem Bild von mir an. Der ist in so einer unbrauchbaren Blumenerde gewachsen.

Ja, er sieht sehr prächtig aus, meine Senker (auch auf der verteufelten Erde gewachsen) sehen auch genau so prächtig aus und haben bisher auch keine Krankheitszeichen.

Zitat
Ich würde also in die vorhandene Erde pflanzen und regelmäßig düngen. Am besten jede Woche, ist besser als alle 2 Wochen.

Danke für die Empfehlung. meine Frage wäre, woran ich erkenne, dass neue Dünnung notwendig wird, oder sollte man einfach stets jede Woche düngen und dann ist auch die Frage in welcher Menge?

Zitat
Ohne Nährstoffe gehen keine Erdbeeren. Auch nicht mit aufgedüngter Blumenerde, die nach 3 Wochene rschöpft ist, da muss nachgedüngt werden, regelmäßig und am besten mineralisch.
Also nochmal meine Frage: mit was und wie hast du bisher gedüngt?

Ich habe bisher mit Unkraut gemulcht, regelmäßig Hornspäne eingearbeitet und auch einen Bio-Pelletsdünger ausprobiert und in die Erde eingearbeitet. Zudem hatte ich mir für dieses jahr vorgenommen auf Brennessel und Beinwelljauche zu setzen, habe dafür extra vor eine größere Schuttstelle am Bach voll mit Beinwell einzusähen, da bei uns in der Region wild nicht so viel anzutreffen ist. Das waren die bisherigen Dünger, die ich verwendet habe, wobei ich da auch sehr unsicher war, was menge und Zeitraum betrifft, da es im Internet hieß, dass man nur dauerträger, wie Mara des Bois alle 2 Wochen düngen soll und andere Erdbeeren nur 2 Mal im Jahr.
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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #40 am: 26. März 2020, 15:36:55 »

Biopellets haben den nachteil, das sie vom Bodenleben erstmal verfügbar gemacht werden müssen. Wie Aromasüß schon angedeutet hat, ist Blumenerde ein mikrobiologisch eher totes Susbtrat und deshalb nicht mit gewachsenem, biologisch aktivem Mineralmutterboden zu vergleichen.

Deswegen würde ich dir für den Anfang Flüssigdünger für Balkonpflanzen empfehlen, der Liter für 1,29€, dort sind die nährstoffe ziemlich direkt verfügbar. 1-2 Verschlusskappen auf eine 10 Liter Kanne Wasser, bei jedem 2ten gießen. Wenn es geregnet hat oder regnen soll, dann 2 Verschlusskappen, wenn die Erdbeeren das Wasser hauptsächlich über die Giesskanne bekommen, dann nur eine.

Jauchen und ungewaschen bzw roh zu essendes Obst zusammen bringen finde ich nicht besonders toll. Corona zeigt gerade zu was `Keime´ fähig sind. Da muss man etwas aufpassen wenn man mit Jauche düngt, man wäscht die Erdbeeren später ja nicht mit Seife.
Ein bisschen Unkraut als Mulch bringt nicht viele Nährstoffe in den Boden. Man braucht schon 3-4kg Unkraut damit daraus wieder 1kg Pflanze wachsen kann.

Wenn die Tochterpflanzen bei dir gut aussehen, arbeite mit denen weiter bevor sie verhungern und lass die alten schwachen Pflanzen, die nie mehr zu kräftigen Exemplaren werden, Geschichte sein.

Also meine Diagnose erstmal: schwache Pflanzen geliefert bekommen, Versand/Lagerung im Paketzentrum hats nicht besser gemacht, Pflanzen teilweiße von Pilzbefall dahingerafft, andere etwas unterernährt und daher auch Anfällig für Krankheiten. Die ein oder andere Sorte wird auch von Haus aus nicht viele Resistenzen mitbringen, wenn du aber ausgewogen wässerst und ausgewogen ernährst, kann da auch in Torffreier Erde zumindest in 2020 was draus werden. Die Erde dürfte auch 2021 nicht für ein ableben sorgen, sondern lediglich für etwas weniger üppigen Wuchs weil die Durchlüftung im Verbrauchten Substrat dann anders sein wird.
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Witan

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #41 am: 26. März 2020, 17:56:09 »

Zitat
Deswegen würde ich dir für den Anfang Flüssigdünger für Balkonpflanzen empfehlen, der Liter für 1,29€, dort sind die nährstoffe ziemlich direkt verfügbar. 1-2 Verschlusskappen auf eine 10 Liter Kanne Wasser, bei jedem 2ten gießen. Wenn es geregnet hat oder regnen soll, dann 2 Verschlusskappen, wenn die Erdbeeren das Wasser hauptsächlich über die Giesskanne bekommen, dann nur eine.

Vielen Dank. Mara des Bois habe ich tatsächlich auch bereits mit Flüssigdünger gegossen, dann werde ich das jetzt auf alle übertragen.
Fraglich ist nur, wieso einige Seiten zu historischen Erdbeeren davon ausgehen, dass man eher sparsam düngen sollte, da zu häufiges Düngen den Geschmack von historischen Erdbeeren verschlechtern würde.

Zitat
Jauchen und ungewaschen bzw roh zu essendes Obst zusammen bringen finde ich nicht besonders toll. Corona zeigt gerade zu was `Keime´ fähig sind. Da muss man etwas aufpassen wenn man mit Jauche düngt, man wäscht die Erdbeeren später ja nicht mit Seife.

Nunja, ich denke ich würde auch eher mit jauchen in den Zeiträumen düngen, in denen es eh keine Früchte gibt. Gerade Brennesseljauche ist ja nur dafür geeignet Stickstoff zuzuführen, was für das Blattwachstum gedacht ist. Beinwell ja kurz vor dem fruchten. Während des Fruchtens könnte man dann ja nach der Lgoik mit handelsüblichem Flüssigdünger arbeiten.

Zitat
Ein bisschen Unkraut als Mulch bringt nicht viele Nährstoffe in den Boden. Man braucht schon 3-4kg Unkraut damit daraus wieder 1kg Pflanze wachsen kann.

Ich sehe das bisschen Unkraut auch sicherlich nicht als ernstzunehmenden Dünger, wollte es dennoch erwähnt haben.

Zitat
Wenn die Tochterpflanzen bei dir gut aussehen, arbeite mit denen weiter bevor sie verhungern und lass die alten schwachen Pflanzen, die nie mehr zu kräftigen Exemplaren werden, Geschichte sein.

Das habe ich auch vor, doch habe ich diese ersteinmal in größere Kübel gesetzt (noch nicht die 100 Liter Kübel), da sie aktuell eh 1 jährig sind und daher noch keinen großen Ertrag liefern sollten. Ich werde wohl die gesamte Erde aus dem Hochbeet austauschen und durch neue Frigopflanzen ersetzen, die gesund erscheinenden Altpflanzen in seperaten Kübeln gedeihen lassen und sehen, was aus denen wird oder ob diese auch infiziert waren.

Zitat
Also meine Diagnose erstmal: schwache Pflanzen geliefert bekommen, Versand/Lagerung im Paketzentrum hats nicht besser gemacht, Pflanzen teilweiße von Pilzbefall dahingerafft, andere etwas unterernährt und daher auch Anfällig für Krankheiten. Die ein oder andere Sorte wird auch von Haus aus nicht viele Resistenzen mitbringen, wenn du aber ausgewogen wässerst und ausgewogen ernährst, kann da auch in Torffreier Erde zumindest in 2020 was draus werden. Die Erde dürfte auch 2021 nicht für ein ableben sorgen, sondern lediglich für etwas weniger üppigen Wuchs weil die Durchlüftung im Verbrauchten Substrat dann anders sein wird.

Also meiner Meinung waren die Pflanzen bei der Lieferung keineswegs schwach, hatte ich ja auch schon geschrieben, aber wie auch immer, erklärt diese Diagnose nicht, wieso wirklich starke Pflanzen, die bis tief in den Winter hinein kerngesund waren, auf einmal im Hochbeet Anfang 2020 komplett erkrankten. Dies waren keine abgeschwächten und bis dahin kerngesunde Pflanzen. Auch plane ich ja jetzt dann die 2 Paletten mit Torferde zu verwenden und nicht die Torffreie Erde, von der ich lediglich 5 Säcke habe. Um die Durchlüftung für 2021 zu verbessern, plane ich das Pflanzen von Saatsenf, welcher den Boden auflockern soll und dann als Mulch die Bodengesundheit verbessern sollte. An sich Mischkulturen, die hier Beihilfe schaffen sollen.

Offen bleibt für mich aber immer noch die Frage:

-Soll ich die 2 Palletten, mit der auf dem Foto gezeigten Erde noch mit Sand, Kompost oder anderem Substrat vermischen oder erneut einfach so in die Kübel und das Hochbeet setzen?
-Soll ich jetzt die alten Mörtelwannen weiterverwenden oder auf bessere Kübel zurückgreifen, die angesprochen wurden und wenn ja, woher kriege ich diese?
- Woher kriege ich das nötige Drainagematerial? Reicht da Blähton und Fließ, wenn ja, habe ich dafür schon den Wertstoffhof, oder ist Flusskies notwendig und wenn ja, woher kriege ich den?
-Ist für das Hochbeet eine Drainage notwendig? Ich habe in Anleitungen für Hochbeete komischerweise keinerlei Drainagevorkehrungen gesehen, außer die üblichen Löcher...

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Februarmädchen

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #42 am: 26. März 2020, 18:32:19 »


Also meiner Meinung waren die Pflanzen bei der Lieferung keineswegs schwach, hatte ich ja auch schon geschrieben, aber wie auch immer, erklärt diese Diagnose nicht, wieso wirklich starke Pflanzen, die bis tief in den Winter hinein kerngesund waren, auf einmal im Hochbeet Anfang 2020 komplett erkrankten.

Mal ins Blaue hinein geraten: Könnte es einfach daran liegen, dass das Gewächshaus zu sehr ... Hausbedingungen hat?

Zu wenig Licht, zu wenig Luft, zu warm ... wenn ich Freilandpflanzen im Haus überwintern wollte, ist das noch immer schiefgegangen. Erdbeeren werden zwar kommerziell im Gewächshaus gezogen, aber das sind dann eher so Folientunnels die man gut lüften kann.

Und der Beschreibung nach hast Du ja massiven Trauermückenbefall. Das wird durch Sauerstoffmangel begünstigt. Ich habe schon häufiger gelesen, die würden nur Keimlingen schaden, aber bei mir haben auch schon große Pflanzen deswegen die Blätter hängen lassen.

Hast Du den jetzt schon bekämpft?

(Meine Methode der Wahl ist ja 3% ige Wasserstoffperoxidlösung aus der Apotheke mit Wasser verdünnen (4 Teile Wasser, 1 Teil Wasserstoffperoxid wird im Internet empfohlen), und auf die vorher getrocknete Erde gießen. Sollte auch in Zeiten von Corona und Ladenschließungen noch umzusetzen sein.)


Ich bin sicherlich kein Experte, wie man an meiner Situation ekrennt, dennoch: Moschuserdbeeren kann aber aber sehr gut an ihrer spezifischen Blattform und Farbe erkennen. Fotos wären hier sicherlich hilfreich.

Ich hab mich dumm und dämlich gegoogelt, aber absolut nix zu Blattform und Farbe gefunden. Ich habe mir Fotos angeschaut und versucht einen Unterschied zu sehen ... nix. Sieht für mich alles aus wie Erdbeerblätter.

Morgen kann ich evtl. mal Fotos machen.

Einziges bemerkenswertes Merkmal ist, dass die Blätter auf der Unterseite stark silbrig aussehen. Könnte allerdings auch bei anderen Erdbeeren so sein, habe ich nie groß drauf geachtet.




« Letzte Änderung: 26. März 2020, 18:46:49 von Februarmädchen »
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Witan

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #43 am: 26. März 2020, 20:33:16 »

Zitat
Zu wenig Licht, zu wenig Luft, zu warm ... wenn ich Freilandpflanzen im Haus überwintern wollte, ist das noch immer schiefgegangen. Erdbeeren werden zwar kommerziell im Gewächshaus gezogen, aber das sind dann eher so Folientunnels die man gut lüften kann.

Zu wenig Licht ist sicherlich kein Problem, die Belichtung ist sehr gut und ergab auch hocharomatische Früchte. Ich habe in den vergangenen Jahren dort stets sehr erfolgreich und ohne Probleme Tomaten angebaut.
Zu wenig Luft und zu Warm könnten Faktoren sein... ich habe zwar die Möglichkeit durch 2 Türen nach draußen zu lüften und es existieren auch zahlreiche Luftlöcher an den Wänden, aber es könnte dennoch zu wenig sein, zumindest für Erdbeeren, würde aber auch nicht umbedingt erklären, wieso sie dennoch in den Hochbeeten im Gewächshaus sehr kräftig wurden und auch einen guten Ertrag lieferten, anders als in den Mörtelwannen im Gewächshaus. Dort wurde ja scheinbar eher der Winter zum Verhängnis.

Zitat
Und der Beschreibung nach hast Du ja massiven Trauermückenbefall. Das wird durch Sauerstoffmangel begünstigt. Ich habe schon häufiger gelesen, die würden nur Keimlingen schaden, aber bei mir haben auch schon große Pflanzen deswegen die Blätter hängen lassen.

Das Trauermückenproblem ist aktuell nur draußen, gerade im Gewächshaus gibt es absolut keinen Befall.

Zitat
Hast Du den jetzt schon bekämpft?

Ja habe ich, es hat sich soweit gebessert. Ich vermute jedoch, dass die Trauermücken kein Hauptproblem sind/waren.
Danke trotzdem sehr für den Tipp!

Zitat
Ich hab mich dumm und dämlich gegoogelt, aber absolut nix zu Blattform und Farbe gefunden. Ich habe mir Fotos angeschaut und versucht einen Unterschied zu sehen ... nix. Sieht für mich alles aus wie Erdbeerblätter.

Es gibt viele Arten von Erdbeeren, natürlich weit aus mehr als oben von Aromasüß genannt wurden.  Für jemanden, der sich nicht genauer damit befasst oder nur oberflächlich schaut, mag alles wie Erdbeerblätter wirken, aber beim genaueren Hinsehen erkennt man durchaus schon oft  Unterschiede zwischen den einzelnen Arten, zumindest ich kannrelativ gut die einzelnen Arten der Erdbeeren allein durch die Blattform voneinander trennen. Es gibt zwar einige schwere Fälle, insbesondere Kreuzungen wie Moschata x Ananassa (eine sehr schmackhafte, nicht natürlich vorkommende kreuzung von Moschuserdbeere und Gartenerdbeere) aber selbst unter den einzelnen Gartenerdbeersorten kann man oft gut durch die Blätter unterscheiden.

Hier einmal Blätter einer Moschuserdbeere (Fragaria moschata):

Zitat
https://ibb.co/F33CDPb

Und hier einer Walderdbeere (Fragaria vesca)

Zitat
https://ibb.co/PhWtRhK

Ich finde, dass man schon klare Unterschiede ausmachen kann, allein, was die Blattrillung, Farbe aber auch Form der Blätter ausmacht. Es gibt natürlich weit aus mehr Unterscheidungsmerkmale.


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Aromasüß

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #44 am: 26. März 2020, 21:09:13 »

Hallo Witan,

zu Deinen Fragen:
- Blähton und Vlies habe ich seit langem in Verwendung, das geht gut!
- Drainage für Hochbeet habe ich auch noch nie gehört. Das Wasser sollte dort einfach so abfließen können.
- Größere Pflanztröge, auf die Reinhard Witt schwört, sind aus Beton am günstigsten (gibt sogar eine Selbstbauanleitung dafür. Und hier ausführlich als Film. Oder als Party...). Tipp: Kein Terracotta (ist nicht frosthart, platzt im Winter ab)!

Ich glaube nicht, dass Dir Pflanzen fehlerhaft geliefert wurden, sondern es geht um Deine bisherigen Erfahrungen mit bestimmten Sorten! Du hast bisher wenig über die robusteren & anspruchsloseren Walderdbeeren/Monatserdbeeren berichtet (siehe meine grobe Arten-Aufzählung).

Mit Brennnesseljauche habe ich gute Erfahrungen bei der Topfkultur gemacht. Beinwell- und Schachtelhalmbrühe (gegen Pilze vorbeugend!) war mir zu aufwändig, aber wäre noch besser. Corona usw. wird nicht durch Jauche übertragen, das sind Vorurteile.
Die Warnung, Erdbeeren nicht mit zu viel Dünger anzutreiben (weil sie dann zu wässrig schmecken), gilt nicht für die organische Brennnensseljauche, aber für Flüssigdünger und andere mineralische Dünger. Der Biogärtner geht davon aus, dass zuviel verabreichte Jauchen von der Pflanze nicht aufgenommen werden und im nicht-überdüngten Boden keinen Schaden anrichten. Düngevorgaben für Erdbeeren unterscheiden das erste Jahr, in dem die frische Erde mit einigen Hornspänen + regelmäßig frisch angesetzte Jauche weitgehend reichen sollten. Ab dem 2. Jahr sollte Erde ergänzt und mit etwas Flüssigdünger nachgeholfen werden. Letztlich musst Du das unter Deinen Bedingungen ausprobieren. Solange Pflanzen und Erde gesund sind, ist alles richtig gemacht.

Unter kommerziellen Bedingungen werden Gewächshäuser für Erdbeeren eingesetzt, um Ernten zu verfrühen usw. Was willst Du damit erreichen? Tomaten sind ein ganz anderes Thema. Ich würde mit den - ohnehin nicht ganz einfachen - Erdbeeren erstmal die Erfahrungen unter freien Himmel, mit Luftzug und direkter Sonne, sammeln, so wie es Februarmädchen rät.

Bewährt und allgemein üblich für Topfkultur ist handelsübliche Komposterde von guter Qualität (Blumenladen oder Baumarkt und/oder einen Vorrat günstig aus dem Kompostwerk).
Die hochgedopten Torf-Substrate hatte ich anfangs ebenfalls ausprobiert, weil ich mir Wasserspeicherung davon versprach, aber davon bin ich wieder abgekommen; ab dem 2. Jahr backte das Substrat zusammen und roch so aseptisch. Pflanzen in richtiger Erde sind vitaler, da gedeihen sogar Regenwürmer im Balkonkasten.
Torf wurde und wird uns von der Werbung seit Generationen eingeredet, ist aber ausgesprochen nährstoffarm - und das ist Unsinn, wenn dann in der nächsten Minute gleich wieder gedüngt werden soll und muss... (Industrie und Baumarktkassen freuen sich.) Dann besser gleich richtige Erde nehmen und sich mit dem Düngen nicht so verrückt machen!

Lebenszeit der Hochleistungserdbeeren: 3 Jahre; Erdbeerwiese: Jahrzehnte pflegeleicht im Beet, im Pflanzgefäß wäre das auszuprobieren
Gespeichert
Rasen macht mich rasend (Karl Foerster)
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