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Autor Thema: Probleme mit dem Erdbeeranbau  (Gelesen 1742 mal)

Witan

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #45 am: 26. März 2020, 21:54:40 »

Zitat
Blähton und Vlies habe ich seit langem in Verwendung, das geht gut!

Gut, dann bin ich da ja schonmal auf dem richtigen Weg!

Zitat
Drainage für Hochbeet habe ich auch noch nie gehört. Das Wasser sollte dort einfach so abfließen können.

Tatsächlich habe ich inzwischen Beiträge gefunden, die auch bei Hochbeeten eine Drainage empfehlen, falls man, so wie ich, nicht mit mehreren Schichten arbeitet, sondern mit einer Substratmischung. Werde es also in den Hochbeeten wohl auch einsetzen.

Zitat
Größere Pflanztröge, auf die Reinhard Witt schwört, sind aus Beton am günstigsten (gibt sogar eine Selbstbauanleitung dafür. Und hier ausführlich als Film. Oder als Party...). Tipp: Kein Terracotta (ist nicht frosthart, platzt im Winter ab)!

Phuu, das mag vielleicht per Selbstbauanleitung gar nicht so schwer sein, aber wenn ich über 30 solcher Behältnisse in über 100 Liter füllvolumen bauen soll, überlege ich doch für die kommenden Jahre noch bei den Mörtelwannen mit Drainage zu bleiben und dann vielleicht bis dahin endlich eine Gartenfläche gekauft zu haben oder zusätzliche Hochbeete zu bauen.

Zitat
Ich glaube nicht, dass Dir Pflanzen fehlerhaft geliefert wurden, sondern es geht um Deine bisherigen Erfahrungen mit bestimmten Sorten! Du hast bisher wenig über die robusteren & anspruchsloseren Walderdbeeren/Monatserdbeeren berichtet (siehe meine grobe Arten-Aufzählung).

Naja, bei über 100 Sorten und den verschiedensten Arten ( ich baue Fragaria vesca, Fragaria vesca var. semperflorens, Fragaria ananassa, Fragaria moschata x ananassa, Fragaria nubicola, Fragaria orientalis, Fragaria viridis, Fragaria nilgerrensis, Fragaria vescana, Fragaria virginiana und nicht ganz Artenreine Fragaria chiloensis und Fragaria iinumae an)

Ich habe daher natürlich nicht wirklich über meine Erfahrung mit jeder einzelnen Art berichtet, muss aber sagen, dass die Walderdbeere Fragaria vesca, eine der ersten war, die bei mir welkte und einging und das an den verschiedensten Standorten. ich weiß das sie oft als Einsteigerfreundlich und Robust beschrieben wird, aber ich selber hatte viel mehr Erfolg mit allen anderen Arten, Vesca hat wirklich mit Abstand am schlechtesten abgeschnitten und ich weiß nicht wieso... ebenfalls sehr kränkelte die Fragaria iinumae bei mir, wobei es sich bei mir auch eher um eine Kreuzung jener mit einer Walderdbeere, also vesca handelt. Vescana würde ich dann am dritt schlimmsten einstufen bei mir.

Zitat
Mit Brennnesseljauche habe ich gute Erfahrungen bei der Topfkultur gemacht. Beinwell- und Schachtelhalmbrühe (gegen Pilze vorbeugend!) war mir zu aufwändig, aber wäre noch besser. Corona usw. wird nicht durch Jauche übertragen, das sind Vorurteile. Die Warnung, Erdbeeren nicht mit zu viel Dünger anzutreiben (weil sie dann zu wässrig schmecken), gilt nicht für die organische Brennnensseljauche, aber für Flüssigdünger und andere mineralische Dünger. Der Biogärtner geht davon aus, dass zuviel verabreichte Jauchen von der Pflanze nicht aufgenommen werden und im nicht-überdüngten Boden keinen Schaden anrichten. Düngevorgaben für Erdbeeren unterscheiden das erste Jahr, in dem die frische Erde mit einigen Hornspänen + regelmäßig frisch angesetzte Jauche weitgehend reichen sollten. Ab dem 2. Jahr sollte Erde ergänzt und mit etwas Flüssigdünger nachgeholfen werden. Letztlich musst Du das unter Deinen Bedingungen ausprobieren. Solange Pflanzen und Erde gesund sind, ist alles richtig gemacht.

Vielen Dank für die Empfehlung!
Das sowas Corona überträgt, hätte ich auch niemals abgekauft, ich vermute aber dass Thuja Thujon eher auf das allgemeine belasten sein von Jauchen mit Bakterien hinaus wollte. Ich denke ich werde dieses Jahr dennoch mit Jauchen angehen und im Falle von Fruchtbildung dann auf Flüssigdünger zurückgreifen, dann aber sicherlich nicht zu viel um den Geschmack nicht zu schädigen.

Zitat
Unter kommerziellen Bedingungen werden Gewächshäuser für Erdbeeren eingesetzt, um Ernten zu verfrühen usw. Was willst Du damit erreichen?

Für mich ist tatsächlich der Hauptgrund, sie im Gewächshaus anzubauen, der gewesen, dass ich kaum brauchbare Freifläche für Erdbeeren habe und da ich schon gerne einen größeren Ertrag an wohlschmeckenden Erdbeeren hätte, mir keine andere Wahl blieb, da die Kübel allein 2019 nur Jungpflanzen hatten und diese ja leider jetzt 2020 zum teil erneut ersetzt werden müssen, während ich im Gewächshaus auf Frigopflanzen setzte um einen Ertrag zu haben. Ich werde wohl dieses Jahr den Erdbeeranbau tatsächlich mehrheitlich nach draußen verlagern, aber dennoch einen kleinen Teil im Gewächshaus angehen, allein um weitere Erfahrungen zu sammeln. Werde das Gewächshaus wohl wieder mehrheitlich für Tomaten-Mischkultur nutzen.

Zitat
Bewährt und allgemein üblich für Topfkultur ist handelsübliche Komposterde von guter Qualität (Blumenladen oder Baumarkt und/oder einen Vorrat günstig aus dem Kompostwerk).

Dann sollte ja die Erde vom Foto, die mir jetzt mein Vater aufgedrückt hat (siehe Foto) durchaus auch die Aufgabe erledigen? Sollte ich denn noch einen Anteil Sand oder perlite oder so zumischen oder macht es auch die Erde so?
Zitat
Pflanzen in richtiger Erde sind vitaler, da gedeihen sogar Regenwürmer im Balkonkasten.

In meinen Kübeln habe ich tatsächlich auch inzwischen Regenwürmer, ist mir beim neulichen Umgraben aufgefallen. Im Hochbeet im Gewächshaus gedeihen seit Jahren Regenwürmer, doch nun werde ich ja wegen des Pilzbefalls alles entsorgen müssen, was ich immer noch sehr schmerzhaft finde bei 2 großen Hochbeeten voller Erde...

Zitat
Torf wurde und wird uns von der Werbung seit Generationen eingeredet, ist aber ausgesprochen nährstoffarm - und das ist Unsinn, wenn dann in der nächsten Minute gleich wieder gedüngt werden soll und muss... (Industrie und Baumarktkassen freuen sich.) Dann besser gleich richtige Erde nehmen und sich mit dem Düngen nicht so verrückt machen!


Mit richtiger Erde meinst du aber auch keinen Mutterboden denke ich Mal? Die Blumenerde auf den Paletten ist ja auch kein reiner Torf, auch wenn ich sicherlich in Zukunft nicht mehr auf Torf setzen möchte, allein der Umwelt wegen.

Zitat
Lebenszeit der Hochleistungserdbeeren: 3 Jahre; Erdbeerwiese: Jahrzehnte pflegeleicht im Beet, im Pflanzgefäß wäre das auszuprobieren

Ich probiere dieses jahr eventuell Mal eine Erdbeerwieso von Fragara Moschata und Vescana auf dem Schutthügel am Bach, vielleicht hat das ja Erfolg...






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Aromasüß

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #46 am: 27. März 2020, 20:59:10 »

Hört sich interessant an, Deine Versuchsaufstellung!
Die guten Erfahrungen mit Monatserdbeeren, über die Osterfee und Amazone berichtet, beziehen sich auf das Gegenteil des Gewächshauses! Das heißt, luftige Ampeln, Spaliere oder "Naschbalkons". Walderdbeeren kommen wild vor auf besten humosen Waldboden, frisch, gut gelüftet und nicht zu heiß.

Das Jauchen sollte natürlich vor dem Verzehr eingestellt werden... Übrigens eignen sich auch Pilze oder Dünger nicht als Beilage.

Ich habe in die beste Humuserde nie was reingemischt, warum auch?
Sonst wäre es keine beste Erde.

Zu verbessernden Boden habe ich genug im Garten, aber den würde ich nicht für ein Pflanzgefäß nehmen.

Guten Mutterboden habe ich nie für Balkonkästen oder kleine Pflanzgefäße genommen, sondern dafür tatsächlich die Humuserde aus dem Handel. Aber für ein Hochbeet würde ich Mutterboden so verwenden wie beim Anlegen eines neuen Beets für empfindliche Pflanzen: den Boden durchs Sieb werfen, im ersten Jahr nur Jungpflanzen, kein Saatgut einbringen, und alles Unbekannte sorgfältig jäten. In den Folgejahren grubbern, aber nicht umgraben (um keine schlafenden Wildsaatkörner an die Oberfläche zu holen).

(Für die Balkongärtnerei kannte ich einen Blumenladen, der hat Blumenerde selber gemischt - auf Basis des Humus aus dem Kompostwerk - und passend an seine Balkon-Kunden verkauft. Sowas gabs im Osten Berlins, ein gestandener Floristenmeister, der sich in die Balkonkultur eingefuchst hatte und jetzt leider in Rente ist.)

Gute Erde, die kurze Zeit geschimmelt hat, kann sich wieder erholen. Sie sollte aber aus den Gefäßen heraus und zum Durchlüften und Trocknen auf der Fläche verteilt und immer mal gewendet werden, bis sie wieder ok riecht. Im Garten habe ich solche Erde mit reifem Kompost gemischt und verwendet.
Du könntest sie als Haufen irgendwo auf Deinem Gelände renaturieren:
- mit Gründüngung, Ringelblumen oder auch Brennnesseln usw.
- Um degradierte Erde aufzuwerten, habe ich im Garten gute Erfahrungen mit Kartoffeln als Zwischenkultur gemacht: Die wachsen fast überall, durchwurzeln und zersetzen alles, was irgendwie organisch ist. (Irgendeine Fäule-resistente anspruchslose Sorte, 1 Kilo Steckkartoffeln reicht für 5 Meter.) Gegen das feine Wurzelgeflecht der Kartoffeln könnten Erdbeerwurzeln noch als grobmotorisch gelten! Eine Saison lang Kartoffeln in ein halbwegs nahrhaftes Gemisch gesetzt, dann hast Du Humus...

Bei den Trögen meine ich Größen von x-100 bis x-1000 Litern. Sonst lohnt sich der Aufwand nicht, sonst kannst Du auch beim Provisorium der Plasteeimer und Bauwannen bleiben. Diese evtl. gegen zu starke Sonneneinstrahlung an ihren süd/westlichen Rändern einkleiden mit Styropor, Holz und/oder Silberfolie/Haushaltsfolie oder wenigstens Farbe: alles, was reflektiert und Hitze abhält (bzw. im Winter Wärme speichert). Oder vielleicht bei Ebay-Kleinanzeigen gucken oder selber eine Suchanzeige reinsetzen: gebrauchte Tröge, breite Kübel, große Kästen oder andere größere Pflanzgefäße aus Mineralstoffen, Beton, Keramik, Steingut, Stein, alte Badewanne usw. (kein Terracotta wie gesagt).
Ansonsten wünsche ich Dir viel Glück bei der Gartensuche!
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Rasen macht mich rasend (Karl Foerster)
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