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Autor Thema: Probleme mit dem Erdbeeranbau  (Gelesen 1782 mal)

Aromasüß

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #15 am: 23. März 2020, 07:24:38 »

Was sind das für "Kübel" auf den Fotos?
Einige sehen aus wie Bau-Eimer 10 oder 20 Liter ohne Abzug?: stimmt das?

In Pflanzgefäßen gedeihen nur Pflanzen, die ausdrücklich für den Balkon empfohlen sind.
Erdbeeren - als Mitteltiefwurzler - eignen sich dafür nur ausnahmsweise, unter Bedingungen:
  • nur große und tiefe Pflanzbehälter
  • nur bestimmte Sorten (die auch nur begrenzt Hitze und Sommertrockenheit vertragen)
  • ausgeprägte Dainage (Wasserabzug sowieso)
  • zuverlässige Wasserversorgung.
Die meisten Erdbeeren brauchen größeres Erdvolumen. Erdbeeren wollen bis zu einem Meter tief wachsen, ihre Wurzeln wollen in dauerhafter, leichter Feuchte stehen: "frisch", aber keinesfalls in Staunässe (die in Eimern ohne Abzug immer entsteht), sonst bekommt die Pflanze Stress, wird anfällig für Pilze, kümmert usw.

Wenn Du Garten-Erdbeeren in Behältern pflanzen willst, dann müsstest Du - statt der Eimer -
  • entweder doch Beete anlegen: optimal!
  • Oder sehr große Pflanzenbehälter (1000 bis 10.000 Liter) einrichten, wie in Reinhard Witts' Topfpflanzen-Buch beschrieben und bebildert, und die oben genannten Bedingungen erfüllen.

Guck dir doch die Erde im Wertstoffhof mal an.

Für die Erde habe ich mit dem Kompostwerk (Wertstoffhof) ebenfalls sehr gute Erfahrungen gemacht! Mit dem Preis-Leistungsverhältnis des Kompostwerks kommt kein Baumarkt mit, und es wird kein Torfmoor in Osteuropa deswegen geplündert und vernichtet.
Neben den Kompostwerken/Wertstoffhöfen gibts Kleinunternehmen für Humus/Erden/Baustoffe, beachte Preisunterschiede: Suche nach "Mutterboden", "Kompostwerk" oder "Containerdienst" in Deiner Gegend in Gelbe Seiten, anderen Adressverzeichnissen oder auf Ebay-Kleinanzeigen. (Ist zwar kein Mutterboden, sondern oft noch ziemlich roher Kompost, aber Vorurteile sind gegen organische Dinge sind weit verbreitet...) Diesen Kompostboden besser vor dem Bepflanzen noch etwas liegen lassen und/oder mit Erde aus dem Garten mischen, Erdbeeren mögen auch etwas Sand.

Für Eimer oder Ähnliches geht und lohnt das alles aber nicht!
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Witan

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #16 am: 23. März 2020, 15:12:08 »

Zitat
Guck dir doch die Erde im Wertstoffhof mal an. Hier im Norden von Berlin gibt es z.B. https://www.ke-nord.de/ - das ist auch deutlich günstiger als Blumenerde aus dem Sack.

Ich werde mich da Mal die Tage informieren.

Zitat
https://www.baustoffe-liefern.de/Kompost/Komposterde.html

Danke für den Link!

Zitat
Sieht für mich aus als eine Pilzkrankheit. Wahrscheinlich Verticillium Welke (Verticillium albo-atrum oder Verticillium dahliae). Eventuel kann auch Phytophtora cactorum im Spiel sein. Diese Pilzkrankheiten bleiben viele Jahre anwesend in der Boden. Für die Hobbygärtner ist da nur eine Lösung: verzichten auf Pflanzen die empfindlich sein für genannten Pilzkrankheiten (u.a. Erdbeeren, Kartoffeln, Rhododendron, Japanischer Ahorne, Cotinus, Cercis)

Vielen Dank für die Einschätzung... sollte ich die Erde komplett entsorgen bzw kann ich die noch gesunden Pflanzen umsetzen oder muss alles verschrottet werden? Kann man die Erde noch für Tomatenpflanzen nutzen oder wäre das auch zu riskant?
Bzw. gibt es eine Möglichkeit genau sicherzustellen, was das Problem des Bodens ist? Z.B. eine wirklich gute Bodenanalyse? Falls das nicht zu lange dauert, denn ich würde schon gerne dieses Jahr noch was anbauen...

Zitat
Was sind das für "Kübel" auf den Fotos?
Einige sehen aus wie Bau-Eimer 10 oder 20 Liter ohne Abzug?: stimmt das?

Ich hatte bereits im ersten Beitrag erwähnt, dass es sich um 100 Liter Kübel handelt, manche sind sogar noch großer. Ich nutze hierfür Mörtelkübel, denen ich selber einen Abzug beschafft habe, da ich leider sonst nicht weiß, wo ich kostengünstig an so große oder sogar noch größere Pflanzkübel komme.


Zitat
In Pflanzgefäßen gedeihen nur Pflanzen, die ausdrücklich für den Balkon empfohlen sind.
Erdbeeren - als Mitteltiefwurzler - eignen sich dafür nur ausnahmsweise, unter Bedingungen:

Also ich muss sagen, dass ich in meinen Kübeln, die nicht von der Krankheit betroffen waren, einen durchaus soliden Ertrag hatte für alte Sorten wie "Mieze Schindler" denen man ja immer mikrige Erträge und Fruchtgröße zusagt, was ich so nicht bestätigen konnte 2019 und das bei einjährigen Pflanzen, die Friopflanzen aus dem Hochbeet standen natürlich noch besser da. Zuverlässig Wässern ist auch kein Problem, ein Problem ist eher Dauerregen bei dem einige Kübel schon arg nass wurden letztes Jahr. Es ist halt aktuell nahezu unmöglich Gartenflächen in der Nähe zu erwerben und meine kleinere Gartenfläche ist schon vollkommen ausgenutzt... es verbleibt eine gigantische Betonfläche (ehemaliges Industriegebiet) in denen ich halt mit Topfkultur im größeren Stil mein Glück versuche..

Zitat
Oder sehr große Pflanzenbehälter (1000 bis 10.000 Liter) einrichten, wie in Reinhard Witts' Topfpflanzen-Buch beschrieben und bebildert, und die oben genannten Bedingungen erfüllen.

Ich wüsste wirklich nicht im Ansatz, wo man solche großen Pflanzenbehälter auftreiben sollte und ob diese wirklich für die Erdbeerkultur Notwendigkeit zeigen würden. Ich habe schon bei zahlreichen anderen Personen recht guten Erfolg im Erdbeeranbau in relativ kleinen Hochbeeten erlebt, dort mit den typischen Hochleistungssorten, die aber eigentlich auch nicht Kübelgeeignet sind.
Zitat
Für die Erde habe ich mit dem Kompostwerk (Wertstoffhof) ebenfalls sehr gute Erfahrungen gemacht! Mit dem Preis-Leistungsverhältnis des Kompostwerks kommt kein Baumarkt mit, und es wird kein Torfmoor in Osteuropa deswegen geplündert und vernichtet.
Neben den Kompostwerken/Wertstoffhöfen gibts Kleinunternehmen für Humus/Erden/Baustoffe, beachte Preisunterschiede: Suche nach "Mutterboden", "Kompostwerk" oder "Containerdienst" in Deiner Gegend in Gelbe Seiten, anderen Adressverzeichnissen oder auf Ebay-Kleinanzeigen. (Ist zwar kein Mutterboden, sondern oft noch ziemlich roher Kompost, aber Vorurteile sind gegen organische Dinge sind weit verbreitet...) Diesen Kompostboden besser vor dem Bepflanzen noch etwas liegen lassen und/oder mit Erde aus dem Garten mischen, Erdbeeren mögen auch etwas Sand.

Vielen Dank da nochmals. Zunächst muss ich jedoch schauen wie ich mit den verbliebenen gesunden Pflanzen verfahre und mit der alten Erde verfahre. Ist gerade alles sehr frustrierend für mich.

Zitat
Für Eimer oder Ähnliches geht und lohnt das alles aber nicht!

Nunja, ich bin leider auf die Großkübel angewiesen, hätte sehr gerne noch größere Ausführungen, weiß aber nicht woher ich diese Preisgünstig beziehen soll. Ist halt auch fraglich wie man es auf einer großen Betonfläche anders machen sollte, wenn man nicht ganz auf das Gärtnern verzichten möchte und für einen nunmal nur gutschmeckende historische Sorten in Frage kommen und eben nicht die doch relativ langweiligen modernen Balkonerdbeeren.
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ringelnatz

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #17 am: 23. März 2020, 19:16:15 »

Zitat
es verbleibt eine gigantische Betonfläche (ehemaliges Industriegebiet) in denen ich halt mit Topfkultur im größeren Stil mein Glück versuche..
Wie wäre es mit Hochbeeten? Kann man sich notfalls auch aus Einwegpaletten günstig zusammenzimmern. In Berlin gibt es mehrere solche Gärten (meist Gemeinschaftsgärten) im Innenstadtbereich, auch auf Beton oder verseuchten Stadtböden.
Da ist man volumenmäßig schnell bei über 1000l
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Witan

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #18 am: 23. März 2020, 22:31:10 »

Zitat
Wie wäre es mit Hochbeeten? Kann man sich notfalls auch aus Einwegpaletten günstig zusammenzimmern. In Berlin gibt es mehrere solche Gärten (meist Gemeinschaftsgärten) im Innenstadtbereich, auch auf Beton oder verseuchten Stadtböden.
Da ist man volumenmäßig schnell bei über 1000l

Ich nutze bereits Hochbeete im Gewächshaus und führe da dieses Jahr auch Erweiterungen durch (sehr großes Gewächshaus, eigentlich eine ehemalige Industriehalle mit Glasdach). Die Betonfläche mit Hochbeeten auszustatten wäre eventuell auch irgendwann eine Idee, aktuell stehen dort aber über 30 Kübel a 100 Liter und diese sind gefüllt mit Erde und bepflanzt. Ich denke es wäre mir zu viel Aufwand diese noch dieses Jahr komplett zu beseitigen und Hochbeete zu installieren, gerade weil die Kübel ja auch ihr Geld und Arbeitsaufwand gekostet haben und ob da nun riesige Kübel oder Hochbeete stehen ja jetzt auch keinen so großen Unterschied macht, oder?
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Garten Prinz

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #19 am: 24. März 2020, 06:48:09 »


Zitat
Sieht für mich aus als eine Pilzkrankheit. Wahrscheinlich Verticillium Welke (Verticillium albo-atrum oder Verticillium dahliae). Eventuel kann auch Phytophtora cactorum im Spiel sein. Diese Pilzkrankheiten bleiben viele Jahre anwesend in der Boden. Für die Hobbygärtner ist da nur eine Lösung: verzichten auf Pflanzen die empfindlich sein für genannten Pilzkrankheiten (u.a. Erdbeeren, Kartoffeln, Rhododendron, Japanischer Ahorne, Cotinus, Cercis)

Vielen Dank für die Einschätzung... sollte ich die Erde komplett entsorgen bzw kann ich die noch gesunden Pflanzen umsetzen oder muss alles verschrottet werden? Kann man die Erde noch für Tomatenpflanzen nutzen oder wäre das auch zu riskant?
Bzw. gibt es eine Möglichkeit genau sicherzustellen, was das Problem des Bodens ist? Z.B. eine wirklich gute Bodenanalyse? Falls das nicht zu lange dauert, denn ich würde schon gerne dieses Jahr noch was anbauen...



Erde entsorgen da sie kontaminiert ist mit Pilzkeimen. Tomaten sind, wie bekannt, sehr empfindlich für Phytophtora. Also Erde nicht gebrauchen. Mit eine Bodenanalyse kann man Phytophtora nachweisen. Das ist allerdings eine ziemlich teuere Angelegenheit. Wie lange solche Analyse dauert weiß ich nicht.

Bestätigung van Verticillium und Phytophtora wird meist getan auf Basis von das Erscheinungsbild der kranken Pflanzen.

Sehe auch:

https://www.vlaanderen.be/publicaties/ziekten-en-plagen-in-aardbeien

Ist auf niederländisch aber mit viele Bilder von der meist vorkommenden Krankheiten bei Erdbeere

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Ayamo

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #20 am: 24. März 2020, 10:58:12 »

Danke!
tolle Zusammenfassung.
Mit ein bisschen Plattdeutsch im Hintergrund lässt sich das gut lesen.
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Witan

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #21 am: 24. März 2020, 17:56:10 »

Zitat
Erde entsorgen da sie kontaminiert ist mit Pilzkeimen. Tomaten sind, wie bekannt, sehr empfindlich für Phytophtora. Also Erde nicht gebrauchen.

Ok danke, ist ja sehr frustrierend... ich frage mich vor allem, wie man solche Katastrophen vermeidet? Vorangehend hat mein Vater dort jahrelang ohne irgendwelche Krankheitsfälle angebaut und der hat sich nichteinmal wirklich um gute Erde oder sonstwas geschert.. aber wo entsorgt man denn am besten so riesige Erdmengen? Gerade in Zeiten von Corona...

Was mich aber immer noch verwundert... ich hatte schon 2019 noch im Sommer anstelle der eingegangenen Pflanzen Verticilliumresistente Erdbeerpflanzen gesetzt, diese zeigten dennoch innerhalb kürzester Zeit dieselben Symptome... einige der Sorten waren auch Resistent gegen andere bodenbürtige Krankheiten...

Zitat
Mit eine Bodenanalyse kann man Phytophtora nachweisen. Das ist allerdings eine ziemlich teuere Angelegenheit. Wie lange solche Analyse dauert weiß ich nicht.

Wirklich so teuer? Hatte Mal gelesen, dass man für 20 Euro bereits solchje Analysen machen lassen kann, aber ich zweifelte da auch an der Qualität solcher Analysen.

Zitat
https://www.vlaanderen.be/publicaties/ziekten-en-plagen-in-aardbeien

Danke für den Link

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Februarmädchen

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #22 am: 24. März 2020, 19:21:38 »

Nachdem größer angelegte Lösungen dank Corona wohl eh erstmal warten müssen: Probier es doch mal mit Biofumigation.

https://de.wikipedia.org/wiki/Biofumigation

Grade da, wo die Erdbeeren in der verseuchten Erde vor sich hinmickern und eh kein anderer Platz für sie da ist.

(Ich habe mit der Methode selber noch keine Erfahrung, aber wenn das in der Landwirtschaft gemacht wird, wird es schon genug bringen um rentabel zu sein.)
« Letzte Änderung: 24. März 2020, 19:27:38 von Februarmädchen »
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thuja thujon

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #23 am: 25. März 2020, 00:11:08 »

Ich weiß nicht, als die mickrigen Pflanzen gepflanzt wurden, habe ich schon gesagt, die Pflanzen und die Erde ist nicht das gelbe vom Ei.
Torf pur ohne Ton, Perlite usw, das hält beim besten Gärtner kein halbes Jahr die Struktur. Sowas fällt doch irgendwann auf wenn man sich vergeblich abmüht. Schlechte Blumenerde hat noch nie Vorteile gebracht. Bitte ruhig etwas schneller melden, dann kann eher geholfen werden.

Um jetzt kein unstemmbares Fass aufzumachen würde ich versuchen einen Sack recht grobes Substrat zu bekommen, nicht die feinen Absiebungen für 9er Töpfe, sowas ist für größere Kübel ungeeignet. Wenn das nicht möglich ist, wenigstens Compo Sana Kübelpflanzenerde. Von der sind etwa die Hälfte der Chargen brauchbar.
Grobe Struktur ist wichtig wenns schon ein Torfsubstrat sein muss.

Ansonsten gibts bei begrenztem Platz die Möglichkeit die Erdbeeren in Regenrinnen oder Abwasserrohren zu ziehen. Eine Abwandlung von Hydroponik. Youtube ist voll davon: https://www.youtube.com/watch?v=pUQba0LPZ9Y

Wenn man sich im Versuchsanbau umschaut, ist auch alles voll von Kulturhinweisen von Erdbeeren in Substrat. 
https://www.youtube.com/watch?v=zoQ8uoV7Qys

Könnte man mit ein paar dutzend Senkern der Mieze Schindler mal auf die Schnelle probieren, oder noch schnell ein paar Frigopflanzen von greifbaren Sorten ordern. Erfahrungen sammeln zu Luft, Wasser, Nährstoffe, Laubarbeiten und Co. ist das Fundament, auf dem man später aufbauen kann.
Zu Beginn mit den schwierigen Sorten anfangen halte ich nicht für besonders gut, das gibt nur den beschriebenen Frust. 
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Aromasüß

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #24 am: 25. März 2020, 06:30:11 »

Mit dem Zustand der Erde ist es wie mit Pickeln auf einer Haut: Wenn Du die Lebensweise nicht umstellst, nützt es nichts, Dir neue Haut zu besorgen, denn die Poren verstopfen und die Pickel kommen immer wieder.
Der Austausch gegen die teuerste Hochleistungshaut oder eine Pickelanalyse nützen nichts, solange Du an der Ursache nichts änderst.

Wie hat Dein Vater gegärtnert, fragst Du: Hat er Torf in Eimer gefüllt und diese in die pralle Sonne gestellt?

Ziehe Schlußfolgerungen aus Deinen Erfahrungen, die Du beschreibst wie folgt:
  • Mörtelkübel 90 Liter (= eher Balkonkastengröße als Pflanzkübel)
  • verschimmelte Erde
  • Probleme bei starkem Regen (= Staunässe! )
  • Löchlein in den Eimer gebohrt; über Drainage schreibst Du nichts
  • Mieze Schindler brachte ganz guten Ertrag; mit (allen?) anderen Sorten hast Du schlechte Erfahrungen gemacht. (Vermutlich können die Ausläufer der Mieze Schindler der verschimmelten Erde besser entfliehen und ihre Wurzeln neu bilden?)
  • (Was ich an Deiner Beschreibung nicht verstehe: Was genau machst Du im Gewächshaus mit den Erdbeer-Mörteltöpfen? Du stellst sie nicht ganzjährig ins Gewächshaus?)

Einige Hinweise für Balkon-, Topf- und Eimergärtner:
  • Mörteleimer sind nur Notlösungen, weil sich sich Staunässe kaum vermeiden lässt (außer durch Überdachung) und weil sich Plaste im Frühling und Sommer stark aufheizt (und im Winter kann die Staunässe zum Eisklotz  gefrieren, den keine Pflanze überlebt).
  • Pflanzgefäße sollen nicht aus Weichplaste hergestellt und nicht schwarz sein.
  • Ein paar Löchlein ersetzen keine Drainage. Nur Drainage verhindert das Verschimmeln der Erde durch Staunässe in den kleinen Pflanzgefäßen.
  • Immer mit Drainage (1/5 bis 1/4 des Gefäßvolumens) aus Kies und Flies und mit Abzugslöchern, die sich über Jahre nicht zusetzen (nicht verstopfen) dürfen.
  • niemals Tiefwurzler (Ausnahme: spezielle tiefe Rosentöpfe)
  • ---> Mach Dich schlau über gärtnerische Grundlagen für Balkongärtner!

Statt viel Geld auszugeben für
 - viele Eimer
 - anspruchsvollste und tiefwurzelnde Gartenerdbeeren / Hochleistungspflanzen
 - die Torfmoorvernichtung für klingelnde Baumarktkassen

... solltest Du Erfahrungen sammeln:
  • mit einer Art und Weise des Gärtnerns, die Deine Erde gesund erhält. Das ist die Voraussetzung jeden Gärtnerns und für alles weitere.
  • --> Alle Erdbeeren haben hohe Ansprüche an gesunde Erde: HUMOS, keinerlei Staunässe, lebende Erde, die viele Nährstoffe täglich bereitstellt, "tiefgründig" (soweit das in Eimern geht). Ergebnis: Die Feinwurzeln breiten sich aus und fühlen sich wohl!
  • Geruchsprobe reicht: Erde muss gut riechen. Ist die Erde verschimmelt, so sind die Feinwurzeln schon länger verfault. -> Bedeutet: Eimer entleeren und mit besserer Drainage von vorn anfangen!
  • Torf ist keine Erde, sondern das Gegenteil von Humus (geeignet für Wüstenpflanzen wie z. B. Betunien).
  • mit Erdbeersorten, die Balkon-Standorte tolerieren
  • verschiedene Arten von Pflanzgefäßen ausprobieren (kein Weichplastik, weniger aufheizend, eher aus mineralischen Stoffen hergestellt, Sonne reflektierende Oberfläche und Farbe)
  • Je größer und dickwandiger das Pflanzgefäß, desto robuster kann es Einflüsse von Wind und Wetter abpuffern.
  • überall Drainage einbauen
  • sobald Staunässe entsteht, den Eimer ausleeren und Drainage einbauen
  • sollte dann wieder Staunässe entstehen, den Eimer erneut leeren und die Drainage vergrößern und verbessern...


Sorten-Tipps für Balkon- und Topfgärtner/innen:
  • --> Monatserdbeeren (Fragaria var. semperflorens = Abkömmlinge der Walderdbeeren) - wurzeln weniger tief, besiedeln eher Lücken und Ränder; sind anpassungsfähiger, weniger krankheitsanfällig - aber brauchen ebenfalls gute humose Erde!
  • Außerdem "Erdbeerwiesen"-Sorten ausprobieren: Sie gedeihen oft auf weniger optimalen Standorten, auf denen die Hochleistungssorten/Gartenerdbeeren versagen. "Erdbeerwiesen" bilden Ausläufer und "wuchern" ähnlich wie die Mieze Schindler, mit der Du gute Erfahrungen gemacht hast.
  • Im Internet finde ich momentan zum Thema Erdbeersorten nur eine solide Quelle, und die schreibt: Für Balkon- und Ampelbepflanzungen eignet sich besonders die Erdbeersorte 'Elan'
  • Beworben werden unter den Monatserdbeeren spezielle Sorten der "Ampel-Erdbeeren".

Gartenerdbeeren sind für Mörteleimer völlig ungeeignet.


* Literatur: Reinhard Witt, Das Wildpflanzen-Topfbuch (der Pionier und Klassiker)
Andrea Heistinger, Handbuch Bio-Balkongarten (Arche Noah)
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Februarmädchen

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #25 am: 25. März 2020, 11:04:29 »

Gartenerdbeeren sind für Mörteleimer völlig ungeeignet.

Tatsächlich? Wusste ich gar nicht.

Meine als Walderdbeere (könnte von Moschus- über Monats-, Hügel- oder Walderdbeere alles sein, die genaue Sortenbestimmung fällt mir schwer) gekaufte Erdbeere vermehrt sich im Topf wie wild. Erdbeeren mit Expansionsdrang sind für Topfhaltung jedenfalls ausreichend geeignet. (Und da vielleicht sogar besser aufgehoben, wenn man den Garten nicht in eine Erdbeerwiese umwandeln will.)

Was sagen die Fachleute denn zu Moschuserdbeeren und Topfhaltung? Da würde ich mir nämlich gerne welche zulegen. Und das erste Exemplar gegebenenfalls im Topf lassen bis ich die ersten Ausläufer habe, sicherheitshalber. Nachdem ich hier von den Katastrophen gelesen habe, die sie im Garten ereilen können.


Edit: Frage hat sich erledigt. Meinen beschränkten botanischen Kenntnissen zufolge habe ich eine Moschuserdbeere. (Blütenstiele sind flauschig, Pflanze ist größer als ich es von Walderdbeeren kenne).

Doof nur, dass ich keine Ahnung habe, was die Sorte ist. Sonst könnte ich noch eine andere Sorte dazukaufen. Scheint aber eine zwittrige Sorte zu sein.

Irgendwelche Experten hier, die das am Blühzeitpunkt feststellen können? März ist ja schon recht früh, auch bei geschütztem Südwandstandort und nicht stattgefundenem Winter. (Hier war ein Grad Minus vorhergesagt. Wenn das an der Mauer erreicht wurde, hat es den Blüten jedenfalls nix getan)
« Letzte Änderung: 25. März 2020, 12:29:29 von Februarmädchen »
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thuja thujon

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #26 am: 25. März 2020, 11:14:13 »

@Aromasüß: steht das mit der Drainage so im Buch von Reinhard Witt?
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Witan

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #27 am: 26. März 2020, 01:45:50 »

Zitat
Nachdem größer angelegte Lösungen dank Corona wohl eh erstmal warten müssen: Probier es doch mal mit Biofumigation.

https://de.wikipedia.org/wiki/Biofumigation

Grade da, wo die Erdbeeren in der verseuchten Erde vor sich hinmickern und eh kein anderer Platz für sie da ist.

(Ich habe mit der Methode selber noch keine Erfahrung, aber wenn das in der Landwirtschaft gemacht wird, wird es schon genug bringen um rentabel zu sein.)

Vielen Dank für diese Empfehlung! Ich habe bereits zuvor Tagetes und Saatsenf bei Deaflora geordert, um das Problem anzugehen.

Zitat
Ich weiß nicht, als die mickrigen Pflanzen gepflanzt wurden, habe ich schon gesagt, die Pflanzen und die Erde ist nicht das gelbe vom Ei.

Also zunächst einmal waren es anfänglich eigentlich nie mikrige Pflanzen. Ich habe bei verschiedensten Anbietern geordert und die Pflanzen von Manfred Hans, waren wirklich kräftig und stark, aber auch die Frigopflanzen vom Erdbeerprofi waren sehr solide.
Ich habe mir gerade den alten Beitrag von dir nochmal durchgelesen und muss sagen, dass du hierbei auf ein Foto geantwortet hattest, bei dem die Pflanzen im Sommer bei mir noch extrem kräftig wurden und eine gute Ernte brachten. Es war übrigens genau das Substrat, welches ich im Hochbeet selber gemischt hatte (Mutterboden, eigener Kompost, Bio-Erde und die wohl verseuchte Torferde). Ich hatte im Hochbeet wirklich nach jenen Bildern sehr wenig Probleme, diese kamen erst wieder beginnend mit 2020 auf.

Zitat
Um jetzt kein unstemmbares Fass aufzumachen würde ich versuchen einen Sack recht grobes Substrat zu bekommen, nicht die feinen Absiebungen für 9er Töpfe, sowas ist für größere Kübel ungeeignet. Wenn das nicht möglich ist, wenigstens Compo Sana Kübelpflanzenerde. Von der sind etwa die Hälfte der Chargen brauchbar.
Grobe Struktur ist wichtig wenns schon ein Torfsubstrat sein muss.

Ich werde in der aktuellen Zeit/Situation sicherlich kein neues Substrat mehr kriegen, auch muss ich ehrlich sagen, dass ich keinen Plan habe, wo andere Leute billig geeignetes Substrat beziehen. Scheinbar ja bei Wertstoffhöfen? Compo Sana habe ich auch bereits genutzt, ich habe inzwischen schon von den verschiedensten Blumeerdemarken bezogen, habe sogar schon 2019 einen Betrieb angeschrieben, die extra Erdbeersubstrat mischen, aber die mir 2 Mal abgesagt hatten, zuletzt wegen Corona. Ich bin keineswegs jemand, der die Nutzung von Torf unterstützen mag, aber als ich wieder mit meinem Vater ins Gespräch kam, dass man wohl einiges anders angehen sollte, wurde ich nur wieder damit abgewinkt, dass es doch auch bei ihm problemlos lief und er orderte für mich erneut 2 Paletten mit der alten Torferde von einem Bekannten im Dorf, ohne mich zu fragen, da er mir die Kosten ersparen wollte. Ich sitze also nun erneut auf 2 Paletten Torferde, kriege durch Corona erst recht kein anderes Material.

---> Ich möchte aber hier nur nochmals aufführen, dass ich auf vielen Internetseiten gelesen habe, dass Erdbeeren keine hohen Ansprüche auf die Erde setzen und ich auch Leuten von deaflora und Erdbeerprofi über E-Mail Konversation die genaue Zusammensetzung der Torferde per Foto zugeschickt hatte und es von beiden Seiten hieß, dass die Erde durchaus gut für den Erdbeeranbau geeignet sein sollte. Es verwundert mich daher sehr, dass stets etwas anderes behauptet wird und auch, dass mein Vater 4 Jahre mit der selben Methode Erfolg beim Erdbeeranbau hatte (nur nutze er ganzjährig fruchtende Erdbeeren)

Zitat
Ansonsten gibts bei begrenztem Platz die Möglichkeit die Erdbeeren in Regenrinnen oder Abwasserrohren zu ziehen. Eine Abwandlung von Hydroponik. Youtube ist voll davon: https://www.youtube.com/watch?v=pUQba0LPZ9Y

Ich habe dieses Video und auch ähnliche andere bereits gesehen gehabt, bevor ich mit dem Erdbeeranbau begonnen habe, da ich mich stets vorher versuche so ausführlich wie möglich zu informieren, auch wenn wohl nicht ausführlich genug.
Ich hielt die Idee mit den Regenrinnen aber für total bescheuert, da dort die Erdbeeren ja erst recht wenig Möglichkeiten haben Wurzel zu bilden und kaum Platz sich zu entfalten... da bieten ja meine Mörtelwannen tausend Mal mehr Platz...
Verstehe daher leider wirklich nicht, wieso man sich an sowas orientieren sollte, wenn es zuvor hieß das Erdbeeren dringenst mehr Platz brauchen, als nur 100 Liter Mörtelwannen.

Zitat
Könnte man mit ein paar dutzend Senkern der Mieze Schindler mal auf die Schnelle probieren, oder noch schnell ein paar Frigopflanzen von greifbaren Sorten ordern. Erfahrungen sammeln zu Luft, Wasser, Nährstoffe, Laubarbeiten und Co. ist das Fundament, auf dem man später aufbauen kann.
Zu Beginn mit den schwierigen Sorten anfangen halte ich nicht für besonders gut, das gibt nur den beschriebenen Frust.


Ich habe noch zahlreiche Ableger von den Mieze Schindler Pflanzen aus dem vergangenen Jahr. Möchte diese jetzt aber eigentlich nicht einsetzen, da ich unsicher bin, ob diese nicht auch bereits durch die Mutterpflanzen infiziert wurden. Diese sehen zwar aktuell noch ganz gesund aus, aber bei den Mutterpflanzen war das ja vor 2 Monaten auch noch so...

Natürlich ist es wichtig Erfahrungen zu sammeln, habe soweit auch für mich festgestellt, dass die Temperatur und die Luft im Gewächshaus den Erdbeeren wohl gar nicht gut bekommt, auch wenn ich dort im Sommer die besten Erträge hatte, so zeigten sich dort die Erkrankungen besonders hart.

Die Frage bleibt auch... was sind eigentlich schwierige Erdbeersorten? Ich wollte einfach alte Sorten mit wirklich gutem Geschmack anbauen, da mir auch die Standard-Gartenerdbeeren, wie Senga Sengana etc. absolut nicht schmecken, auch Mara des Bois war für mich geschmacklich nicht der Hit, wenn auch ok. Ich setze also mit Sorten, die mir gut schmecken und auf die ich mich freue, wozu aktuell eigentlich nur Mieze Schindler, Gewürzerdbeere, Mara des Bois als Befruchterpflanze, Moschata x Ananassa Dresden, Moschuserdbeeren (insbesodnere die Profumata di Tortona) und auch die Neue Mieze von Hummi und Königin Luise testweise zählen, da ich von beiden letztgenannten noch keinen Ertrag hatte. Man kann mir ja gerne sagen, ob von diesen Sorten irgendwelche sehr schwer anzubauen sind, aber geschmacklich habe ich bisher unter den zahlreichen keine anderen gefunden, die mir zugesagt hatten.

Zitat
Mit dem Zustand der Erde ist es wie mit Pickeln auf einer Haut: Wenn Du die Lebensweise nicht umstellst, nützt es nichts, Dir neue Haut zu besorgen, denn die Poren verstopfen und die Pickel kommen immer wieder.
Der Austausch gegen die teuerste Hochleistungshaut oder eine Pickelanalyse nützen nichts, solange Du an der Ursache nichts änderst.

Das stimmt sicherlich. Nicht umsonst versuche ich hier jetzt neue Ratschläge aufzugreifen und in Zeiten von Corona bestmöglich umzuseten. Ich wollte dieses Jahr verstärkt auf Mischkulturen in den Kübeln setzen, die noch stark genug aussehen um den Krankheitsdruck zu reduzieren.

Zitat
Wie hat Dein Vater gegärtnert, fragst Du: Hat er Torf in Eimer gefüllt und diese in die pralle Sonne gestellt?

Nun, die ganze Idee kam von Ihm. Ich selber wollte mir ja eigentlich einen Garten zulegen, es sind jedoch keine verfügbar. Das Gelände und damit auch die Betonfläche gehören ihm, er meinte, wenn ich schon umbedingt mehr Erdbeeren möchte, soll ich einfach die erstbeste Gartenerde in die Mörtelwannen füllen (die Erde besorgte er mir dafür wie schon oben erwähnt bei einem Bekannten im Dorf) und ich sollte dort einfach die Pflanzen setzen. Es ist sicherlich kein reiner Torf und die Erde wurde auch von Fachpersonal als geeignet eingestuft, da mein Vater meinte, dass es so funktionieren muss, ließ ich mich darauf ein, wenn auch mit mulmigen Gefühl, aber bei Ihm hatte es ja zumindest im Hochbeet auch geklappt.
Zitat
Mörtelkübel 90 Liter (= eher Balkonkastengröße als Pflanzkübel)

Wieso sollte man eher Balkonkastengröße verwenden? Gerade diese bieten den Pflanzen doch kaum Möglichkeiten ausgiebig zu Wurzeln.

Zitat
verschimmelte Erde

Also geschimmelt und gestunken hat bei mir nichts. Es wuchsen lediglich Pilze aus dem Substrat und davon eine ganze Menge 2019. Diese Erfahrung habe ich also nicht gemacht.

Zitat
Probleme bei starkem Regen (= Staunässe! )
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Löchlein in den Eimer gebohrt; über Drainage schreibst Du nichts

Ja, das erscheint mir tatsächlich ein Problem zu sein, was ich auch befürchtet hatte. Es erscheint mir aber aktuell undenkbar, jeden einzelne Mörtelwanne komplett auszuleeren und nochmal neu anzupflanzen, insbesodnere, da ich nicht weiß wo ich aktuell günstig die notwendigen Materialien für eine richtige Drainage ausfindig machen soll... ich überlege daher noch zahlreiche, weitere Löcher in das Gefäß zu bohren. Falls eine andere Lösung denkbar wäre in Zeiten von Corona, wäre ich extrem dankbar.

Ich muss aber auch hierbei hinzufügen, dass zahlreiche Mörtelwannen mit Pflanzen im Gewächshaus standen, wo es keine Staunässe gab und dennoch die meisten Krankheitsfälle zu verzeichnen sind.

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Mieze Schindler brachte ganz guten Ertrag; mit (allen?) anderen Sorten hast Du schlechte Erfahrungen gemacht. (Vermutlich können die Ausläufer der Mieze Schindler der verschimmelten Erde besser entfliehen und ihre Wurzeln neu bilden?)

Ich habe mit allen Sorten im Gewächshaus sehr gute Erfahrungen gemacht, sowohl Lambada, Mara des Bois aber besonders überrascht hat mich halt die Mieze Schindler, da überall stand, man solle nicht viel und nur kleine Früchte erwarten. Draußen habe ich eher schlechte Erfahrungen mit der Ernte gemacht, hauptsächlich aber wohl, da die Pflanzen druaßen alle noch sehr jung waren, viele von Manfredhans bereits blühten als ich sie bekam und diese blühten erfroren waren. Die Staunässe hat viele dieser einst kräftigen Pflanzen aber sehr mikrig werden lassen, weswgen ich dem wohl entgegenwirken muss. Krnakheitszeichen haben sich draußen fast keine gezeigt (außer im Herbst Mehltau und Blattläuse), wesgwegen ich wie gesgat davon ausgehe, dass die Luft/Temperatur im Gewächshaus zumindest in den Kübeln ein ernstes Problem darstellt und dort der krankheitsdruck daher höher ist.

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(Was ich an Deiner Beschreibung nicht verstehe: Was genau machst Du im Gewächshaus mit den Erdbeer-Mörteltöpfen? Du stellst sie nicht ganzjährig ins Gewächshaus?)

Mein Vater, dem immer noch das Gewächshaus gehört, war dagegen dort neue Hochbeete zu installieren, mit Mörtelwannen gab er sich aber zufrieden, weswegen ich an einige freie Bereiche Mörtelwannen positionierte (diese Mörtelwannen im Gewächshaus waren die einzigen, die stetig unter starkem Krnakheitsdruck litten). Diese Wannen standen auch ganzjährig dort, ich habe aber noch über 30 Wannen draußen auf einem Betonplatz stehen.

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Mörteleimer sind nur Notlösungen, weil sich sich Staunässe kaum vermeiden lässt (außer durch Überdachung) und weil sich Plaste im Frühling und Sommer stark aufheizt (und im Winter kann die Staunässe zum Eisklotz  gefrieren, den keine Pflanze überlebt).

Die Wannen im Gewächshaus waren überdacht, litten unter keinerlei Staunässe und zeigten dennoch die mit Abstand stärksten Krankheitsbilder. Die Wannen draußen zeigten tortz Staunässe und auch sehr ungünstigem schattigen Standort (zuvor standen sie 2019 im Innenhof) keine wirklichen Krankheitszeichen, erst im Winter wurde bei einigen ein Kümmerwuchs deutlich.

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Pflanzgefäße sollen nicht aus Weichplaste hergestellt und nicht schwarz sein.

Das war auch ein großes Bedenken bei mir beim Kauf, jedoch habe ich weitläufig recherchiert, sogut es mir als Laie möglich ist und keine besseren Pflanzgefäße in ausreichender Größe gefunden. Mein Vater ist Blumengroßhändler und fuhr früher regelmäßig nach Straelen an die Versteigerung, doch selbst dort meitne er gäbe es keine besseren Blumengefäße. Ich wäre also für einen Link zu geeigneten Pflanzgefäßen mehr als dankbar.

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Immer mit Drainage (1/5 bis 1/4 des Gefäßvolumens) aus Kies und Flies und mit Abzugslöchern, die sich über Jahre nicht zusetzen (nicht verstopfen) dürfen.

Danke, aber wo kriege ich größere Mengen an Kies und Blähton, die für die Drainage geeignet sind für einen günstigen Preis? Die Baumarktpreise machen ja schon bei der Erde arm. Mit Flies ist sicherlich Gärtnerflies gemeint?
Aber auch wenn ich die Materialien erhalte... soll ich wirklich das Wachstum der pflanzen, auch jenen, denen es aktuell gut geht, stören, die kompletten Mörtelwannen leeren und alles neu angehen? Kann ich mir überhaupt noch Ertrag erhoffen, wenn ich jetzt die noch gut bewurzelten Pflanzen durch solche radikalen Maßnahmen störe?

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niemals Tiefwurzler (Ausnahme: spezielle tiefe Rosentöpfe)

Erdbeeren zählen meines Wissens nicht zu den Tiefwurzlern, zumindest habe ich einige Beiträge gelesen, die sie als Flachwurzler bezeichnen.

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---> Mach Dich schlau über gärtnerische Grundlagen für Balkongärtner!

Das habe ich zum Teil, jedoch wird dort meistens wirklich nur von kleinen Pflanzgefäßen gesprochen und damit meine ich keine 100 Liter Wannen, sondern Balkonkästen, an denen ich kein Interesse habe. Aber ein gutes Buch zum Thema Kübelgärtnern im großen Stil hast du wohl unten erwähnt?

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Statt viel Geld auszugeben für
 - viele Eimer
 - anspruchsvollste und tiefwurzelnde Gartenerdbeeren / Hochleistungspflanzen
 - die Torfmoorvernichtung für klingelnde Baumarktkassen

Viele Wannen erscheinen mir aber die einzige Möglichkeit auf einer Betonfläche im größeren Stil zu gärtnern, ich habe auf jeden Fall extrem gute Erfahrungen mit dem Anbau von Tomaten in Hochbeeten und Kübeln gemacht und hatte da nie Probleme.
Ich kann nur wiederholen, dass nachdem, was ich so gelesen habe Gartenerdbeeren keine Tiefwurzler sind, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Zudem möchte ich auf keinen Fall weiter auf Torf setzen, suche schon lange nach besserem Substrat, ich hatte nicht umsonst schon 2019 um Rat gebeten, aber wirkliche Kaufalternativen wurde mir meines wissens nicht genannt. Jetzt wollte ich mich eigentlich am Wertstoffhof informieren, mein Vater hat mich jedoch mit den 2 Paletten Erde überrascht und durch Corona scheint eh alles schwer...

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mit einer Art und Weise des Gärtnerns, die Deine Erde gesund erhält. Das ist die Voraussetzung jeden Gärtnerns und für alles weitere.

Dafür wollte ich umbedingt dieses Jahr auf Mischkulturen setzen. Ich wollte zudem, soweit es möglich ist eine Drainage angehen und auf neue Pflanzgefäße setzen (brauche hierfür aber dringendst Empfehlungen, wo ich das Material online günstig erwerben kann)

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Geruchsprobe reicht: Erde muss gut riechen. Ist die Erde verschimmelt, so sind die Feinwurzeln schon länger verfault. -> Bedeutet: Eimer entleeren und mit besserer Drainage von vorn anfangen!

Erde hat sowohl im regnerischen Herbst 2019 als auch jetzt nie gestunken, auch bei tieferem Umgraben nicht. Einige Pflanzen, die ich ausgegraben habe, hatten ein sehr kräftiges und starkes Wurzelnetz gebildet, alle Wurzeln schön weiß und zart. Nur bei den Kranken Pflanzen waren die Wurzeln entweder abgestorben oder stark gerötet. Oft fanden sich aber kräftig Wurzelnde und Wurzelkranke Pflanzen im selben Topf (siehe Fotos von letztens)

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Torf ist keine Erde, sondern das Gegenteil von Humus (geeignet für Wüstenpflanzen wie z. B. Betunien).

Ich selber habe gelesen, dass Torf bis heute sehr wichtig sei für das Gärtnern und Alternativen zwar erwünscht seien, aber bis heute so wirklich keine perfekte Alternative vorzufinden sei. Wie dem auch sei, ich würde sehr gerne auf Torf verzichten, brauche dann aber auch hier Empfehlungen für gutes und bezahlbares Substrat online, oder aber welche Mischung ich zukünftig genau im Wertstoffhof für Erdbeeren anfragen muss.

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mit Erdbeersorten, die Balkon-Standorte tolerieren

Für mich kommen nur Sorten infrage, die geschmacklich an Mieze Schindler, Moschuserdbeeren oder Moschata x Ananassa Dresden rankommen. Für mich war es maßgeblich ein Grund, Erdbeeren im größeren Stil anzubauen, um den Geschmack dieser faszinierenden Sorten und Arten zu erleben. Wenn es um geschmacklich minderwertige Sorten geht, kann ich gleich auf den Anbau von Erdbeeren verzichten. Also wenn jemand Sorten kennt, die mit diesen geschmacklich gleichauf ziehen und Balkon geeignet sind, würde ich mich sehr freuen. Ich habe auf Youtube jemanden gesehen, der Moschuserdbeeren in sehr kleinen Eimern wachsen ließ und damit wohl erfolg hatte, ich selber habe im Winter 2020, trotz Positionierung der Moschuserdbeeren im Gewächshaus ohne Staunässe, die Mehrheit meiner Moschuserdbeerpflanzen verloren.

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verschiedene Arten von Pflanzgefäßen ausprobieren (kein Weichplastik, weniger aufheizend, eher aus mineralischen Stoffen hergestellt, Sonne reflektierende Oberfläche und Farbe)

Wie oben erwähnt, wäre ich für genaue Kaufvorschläge sehr dankbar, da ich da bisher keinen Erfolg hatte bei der Suche von wirklich großen Gefäßen.

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--> Monatserdbeeren (Fragaria var. semperflorens = Abkömmlinge der Walderdbeeren) - wurzeln weniger tief, besiedeln eher Lücken und Ränder; sind anpassungsfähiger, weniger krankheitsanfällig - aber brauchen ebenfalls gute humose Erde!

Hatte ich selbstverständlich auch bei über 100 Sorten im Anbau gehabt, sind mir aber alle zuerst eingegangen! Noch bevor die Gartenerdbeeren Krankheiten zeigten, waren die Monats/Walderdbeeren, die ich von Hummi erhalten habe (Weiße Fee, Waldfee) und auch die Bowlenzauber (aus Saatgut), Blanc Ameliore und russische Teppicherdbeere von Manfredhans. Ich kann daher diese Empfehlung nicht nachvollziehen, da ich mit der Art Fragaria versca bzw Fragaria versca var. semperflorens die schlechtesten Erfahrungen gemacht habe.

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Außerdem "Erdbeerwiesen"-Sorten ausprobieren: Sie gedeihen oft auf weniger optimalen Standorten, auf denen die Hochleistungssorten/Gartenerdbeeren versagen. "Erdbeerwiesen" bilden Ausläufer und "wuchern" ähnlich wie die Mieze Schindler, mit der Du gute Erfahrungen gemacht hast.

Die Mieze Schindler hat bei mir absolut nicht gewuchert. Ich habe zügigst jeden einzelnen Ausläufer entfernt und andere gezielt getopft. Frei nach der Empfehlung Ausläufer sofort zu entfernen um eine gute Ernte zu garantieren.
Ich habe auch die Erdbeerwiesen der Art Fragaria vescana bei mir im Anbau. Sowohl die bekannte Erdbeerwiese Florika, als auch Annelie und Mailling. 2 der 3 genannten Sorten sind in Kübelhaltung schon früh sehr am kümmern gewesen, haben keinen einzigen Ausläufer gebildet und der Geschmack war auch gegenüber Mieze Schindler und co. deutlich unterlegen.

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Im Internet finde ich momentan zum Thema Erdbeersorten nur eine solide Quelle, und die schreibt: Für Balkon- und Ampelbepflanzungen eignet sich besonders die Erdbeersorte 'Elan'

Erdbeersorte Elan habe ich als Samen gekauft und gesetzt, wobei kein einziges Samenkorn aufgegangen ist. Ich denke aber auch nicht das diese Sorte geschmacklich an meine Favoriten rankommt.

Danke nochmal für alle Empfehlungen und Tipps. Ich hoffe wirklich das ich mein Projekt noch retten kann und bin wie gesagt für jede Onlinequelle zum Kauf sehr dankbar. Auch vielen Dank Aromasüß für diese wirklich lange und ausführliche Antwort. Mit einigen der Empfehlungen kann ich zwar nicht so ganz was anfangen u.a. habe ich wie geschrieben auch mit den Sortenempfehlungen sehr schlechte Erfahrungen gemacht, aber ich hoffe sehr, dass es mir durch die anderen Tipps gelingt, das Gärtnern in Kübeln bei mir doch noch zu einem erfruelichen Hobby auszubauen.

Danke auch für die Buchempfehlung. Ich werde es mir auf jeden Fall sofort zulegen.




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Witan

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #28 am: 26. März 2020, 01:56:42 »

Zitat
Meine als Walderdbeere (könnte von Moschus- über Monats-, Hügel- oder Walderdbeere alles sein, die genaue Sortenbestimmung fällt mir schwer) gekaufte Erdbeere vermehrt sich im Topf wie wild. Erdbeeren mit Expansionsdrang sind für Topfhaltung jedenfalls ausreichend geeignet. (Und da vielleicht sogar besser aufgehoben, wenn man den Garten nicht in eine Erdbeerwiese umwandeln will.)

Ich bin sicherlich kein Experte, wie man an meiner Situation ekrennt, dennoch: Moschuserdbeeren kann aber aber sehr gut an ihrer spezifischen Blattform und Farbe erkennen. Fotos wären hier sicherlich hilfreich. Sowohl Fragaria vesca, als auch Fragaria moschata wuchern normalerweise sehr stark, doch gibt es bei Vesca auch zahlreiche Züchtungen ohne Ranken, diese sind nur durch Teilung oder durch Vermehrung aus Saatgut zu vermehren. Zudem haben Moschuserdbeeren oft 2 Geschlechter, wobei es auch einige Selbst-fruchtbare gibt. Vesca ist mir nur Selbstfruchtbar bekannt.

Zitat
Was sagen die Fachleute denn zu Moschuserdbeeren und Topfhaltung? Da würde ich mir nämlich gerne welche zulegen. Und das erste Exemplar gegebenenfalls im Topf lassen bis ich die ersten Ausläufer habe, sicherheitshalber. Nachdem ich hier von den Katastrophen gelesen habe, die sie im Garten ereilen können.

Moschuserdbeeren isnd auf jeden Fall ein Geschmackswunder, zumindest meiner Meinung und ich kann sie nur wärmstens empfehlen. Ich selber habe wie gesagt ein Video auf Youtube gesehen, auf dem jemand Moschuserdbeeren im großen Stil in relativ kleinen Pflanzengefäßen angebaut hat. Ich selber hatte lange Zeit keine Probleme mit meinen Moschuserdbeeren, doch über den Winter sind auch hier die meisten in den Kübeln (die owhlgemerkt keine Staunässe hatten und im Gewächshaus standen) eingegangen.

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Doof nur, dass ich keine Ahnung habe, was die Sorte ist. Sonst könnte ich noch eine andere Sorte dazukaufen. Scheint aber eine zwittrige Sorte zu sein.
Zitat
Irgendwelche Experten hier, die das am Blühzeitpunkt feststellen können? März ist ja schon recht früh, auch bei geschütztem Südwandstandort und nicht stattgefundenem Winter. (Hier war ein Grad Minus vorhergesagt. Wenn das an der Mauer erreicht wurde, hat es den Blüten jedenfalls nix getan)

Meine Moschuserdbeeren im Gewächshaus, die überlebt haben, blühen bereits jetzt. Du kannst sehr leicht erkennen, ob die Sorte zwittrig ist oder nicht, je nachdem ob die geöffneten Blüten Staubblätter vorweisen können oder nicht. Draußen blühen sie noch nicht bei mir.
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Aromasüß

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Re: Probleme mit dem Erdbeeranbau
« Antwort #29 am: 26. März 2020, 06:12:59 »

@Aromasüß: steht das mit der Drainage so im Buch von Reinhard Witt?

Zur Drainage habe ich meine eigenen Erfahrungen aus meiner früheren Balkongärtnerei beschrieben.
Reinhard Witt beschreibt die Drainage in seinem "Topfbuch" ziemlich kurz (eine Schicht Rollkies und darüber Vlies bei größeren Gefäßen und bei Balkonkästen). Ich hatte das auch aus anderen Anleitungen. Vlies hat sich auch bei immer stets bewährt. Jeglicher Kies oder ähnliches eignet sich, Hauptsache er ist groß genug, um sich nicht zu zusetzen. Das Halb-Verschließen der Abzugslöcher

Die Drainage gehört zu den wenigen Faktoren, die der Balkongärtner beeinflussen kann:

Wenn regelmäßig mehr Wasser in den Boden gelangt, als die Pflanzen verbrauchen und die Sonne und der Wind verdunsten, ist entweder die Einrichtung des Gefäßes zu ändern oder die Pflanzenart wird in dem Gefäß nicht gedeihen!

Kleine Pflanzgefäße sind ein sehr extremer Standort. Deshalb entweder - oder. Pilze sind ein deutliches Warnzeichen. Es ist einiges zu probieren, bis ein solches Mini-Ökosystem unter den extremen Bedingungen des kleinen Erdvolumens und der - weniger beeinflussbaren - Wetter- und Sonnen-Exposition zurechtkommt.

Fundsache -
bei Witt steht übrigens auch: "Torfhaltige Substrate quittieren Wildpflanzen meistens mit Wuchsdepressionen." (S. 35 der Ausgabe von 2007)
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Rasen macht mich rasend (Karl Foerster)
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