Anfangs dachte ich, daß diese blinden Triebe durch Schädlinge verursacht werden. Ist wohl in manchen Ländern/Gegenden der Fall: "rose midge".
Aber sonnenschein meinte vor Jahren schon mal, dass es wahrscheinlich Frostschäden sind; und dieses Jahr bin ich mir ziemlich sicher, daß sie recht hatte.
Ja, leider hat(te) sie in diesem Punkt Recht.
Bei uns im Park sind sämtliche Rosen früh ausgetrieben. Am zurückhaltendsten waren die einmalblühenden "Alten". Dort kann ich bisher auch keine Schäden sehen. Nur die Damaszenas sind alle geschädigt.
Alle öfterblühenden Rosen sehen schlimm aus. Hier werden die ersten Blütenfotos gezeigt, wir fangen (wieder teilweise) an mit dem Schnitt. Denn wir hatten bisher keine Zeit (wir mußten uns erst den ebenfalls wieder runtergefrorenen paar tausend Conatinerrosen widmen

) und erst jetzt kann man auch sehen, was wirklich nur Blattschäden hatte und was tatsächlich auch Schäden am Holz hat.
Nur zwischendrin: welche Rose geschädigt ist, hängt vor allem ab von dem Stadium des Austriebs, nicht von der Sorte. Oben genannte Uetersener Klosterrose war frisch geschnitten als der Frost kam und die ist eine der wenigen Nicht-THs, die wahrscheinlich totgefroren ist, zumindest aber bis zum Boden weg.
Viele Rambler waren extrem früh dran dieses Jahr, da hat es nicht nur den Blattaustrieb erwischt sondern die Blüten. Viele unserer großen Rambler werden also blütenreduziert sein, mit Pech auch ganz ohne Blüten, mal abwarten.
Ich habe ja schon einiges erlebt mit Winter und Rosen - aber eine solche Katastrophe noch nicht....