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News: wo noch Rasen, da noch Wünsche!  8) (Heldenherz)
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Autor Thema: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen  (Gelesen 5251 mal)

Gartenplaner

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #15 am: 05. April 2020, 14:40:37 »

Vorsicht vor Begriffsvermischung:
Humus ist das, was nach Zersetzung von Pflanzenteilen übrig bleibt.
Oberboden/Mutterboden ist Erde, die einen (kleinen) Prozentsatz Humus enthält - aber kein purer, 100%iger Humus!
Fertigen Kompost kann man grob mit Humus gleichsetzen - verbessert den Boden, wenn dazugemischt, aber nicht als purer Pflanzgrund zu verwenden.
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Gartenguru

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #16 am: 05. April 2020, 14:49:55 »

Ok, aber was heisst das für meinen Fall? Der eine Gärtner, der gesagt hat der Boden sei miserabel hat ja auch gesagt, dass das alles Unterboden ist und kein Oberboden. Er meinte auch, dass das einfach auch nicht nach den Regeln der Kunst ausgeführt wurde. Wenn Rasen geschuldet war, dann muss man da eigentlich auch 20cm Oberboden nutzen. Ich weiss jetzt nicht wie sich das definieren und feststellen lässt, aber in dem Angebot für das Auffüllen steht wie gesagt 20cm Humus.
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Gartenplaner

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #17 am: 05. April 2020, 15:48:40 »

Da ihr für den "Oberboden" extra gezahlt habt, würde ich es, glaube ich, schon versuchen, da nochmal über die Gewährleistung eine Nachbesserung zu bekommen - sprich das Abtragen von 30cm Boden, nachschauen, ob drunter Verdichtungen sind und diese bei Bedarf beseitigen, dann wieder 30cm GUTEN Oberboden anliefern und gleichmäßig verteilen lassen (dabei nicht gleich wieder verdichten!).

Das Thema "guter" Oberboden ist nicht ganz so einfach....am besten wäre, aus vertrauenswürdiger Quelle guten Oberboden/Mutterboden zu bekommen - oder jemanden zu haben, der sich mit Böden auskennt und beurteilen kann, ob ein gelieferter Boden wirklich "gut" ist.
Problem bei Oberboden ist auch, was für Unkräutersamen oder Wurzelstücke von Unkräutern drin sein können - Oberboden mit Ackerwinde-Rhizomstückchen oder Ackerdistel-Wurzelstücken wäre fies.
Manche Firmen, die Erde verkaufen, sieben diese durch, das ist schonmal ganz gut gegen Wurzelunkräuter.


Die Hecken können ja vielleicht im Boden bleiben, das ist wohl am Rand entlang, ihr müsst nur da dann regelmäßig düngen, eine Überlegung wert wäre vielleicht auch einmalig vorher Mykorrhiza an den Pflanzen ausbringen.

Den Bäumen macht nach so recht kurzer Zeit ein erneutes Umpflanzen nicht wirklich etwas aus, so richtig dolle angewachsen sind die vom letzten Herbst noch nicht.
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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #18 am: 05. April 2020, 15:52:58 »

Könntet ihr nicht den einen Gärtner, der meinem Empfinden nach die beste Diagnose gestellt hat, mit ins Boot für den Boden holen?
Also, den fragen, ob er gute Bodenbezugsquellen/firmen kennt und diese Firmen dann gleich auf den Tisch legen bei der Verhandlung mit der Baufirma, dass die von dort beziehen sollen.
Oder, wenn das nicht geht, dass der Gärtner da ist, wenn der neue Boden angeliefert wird und sozusagen versucht, eine Kontrolle zu machen?
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Natternkopf

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #19 am: 05. April 2020, 22:01:18 »

Das wird so sein.
@Natternkopf: ich fürchte, die Menge an Kompost, die initial hier gebraucht wird, kann man privat nicht so schnell und umfangreich produzieren  ;D

Komposterde liefern lassen mit 4-Achser LKW in angedachten Bereich von 5-7 Anfahrten und darauf verteilen oder zumindest zwei für Pflanzungen und eine kleine Gartenecke.

dass irgendwie dieses Frühjahr schon den Rasen einigermassen schön hin bekommen könnte,
damit unser Kind endlich mal so richtig Spass daran haben kann. Wenn der Boden noch nicht gut ist.
-> Kinder dürfen tiefe Löcher graben, Sand drauf kippen ca. 4m3für Hügel und vielleicht darfst da davon auch etwas nehmen, Kleine Feuerstelle haben, eine Tümpelmulde erstellen und Wasser einbringen.



Ich nehme aber an, dass man das nur hin bekommt, wenn man 20-30cm abtragen lässt und guten Humus aufbringt. Das wäre optimal
Was ich aber auch will ist eine klare Situation.  👍 Yes
Sprich kein Herumgespiele hier und da. Wenn bestimmte Dinge sein müssen und es damit schnell und langfristig besser/einfacher geht, dann scheue ich radikales und Arbeitsaufwand auch nicht.
Abwägen, aushandeln evtl. nochmals Geld in die Hand nehmen.

Grüsse Natternkopf
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Gartenguru

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #20 am: 05. April 2020, 22:07:46 »

Wenn man 20-30cm abgetragen hat, wie genau stellt man dann fest, dass darunter Verdichtungen sind? Und wie beseitigt man die dann? Klar, theoretisch müssten die das wissen, aber wie das hier alles lief vertraue ich denen da nicht mehr so wirklich.

Ackerdistel haben wir glaube ich jetzt schon  ;D Disteln haben wir aber definitiv. Wir haben echt viel verschiedenes Unkraut...gefühlt einmal quer durch alles was es so gibt. Manchmal finde ich bei den Hecken irgendwelche stacheligen Winden, die an den Heckenpflanzen hochwachsen.

Es gibt hier in der Gegend eine (glaube ich) gute Bezugsquelle, die haben eine Kompostanlage. Den Gärtner könnte ich diesbezüglich schon fragen, aber ich wollte vorher erstmal mit dem Bauunternehmen Klärung herbeiführen. Daher auch mein Hilfegesuch hier....kann man bei uns definitiv sagen, dass es zu 100% kein Humus ist? Also nur Unterboden?
Dazu wollte ich die Bodenuntersuchung auf Schadstoffe ebenfalls davor machen.

@Natternkopf
wie genau war das gemeint mit den 5-7 LKW-Ladungen Kompost liefern lassen und darauf verteilen? Einfach oben drauf liegen lassen? Einarbeiten? Oder vorher 20-30cm abtragen?
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Natternkopf

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #21 am: 05. April 2020, 22:28:12 »

- Verdichtungen:Wenn da "nur" Rasen und Sträucher drauf kommen ist halt so.

- Mit Bauunternehmer Kontakt aufnehmen.
Vielleicht wird 20-30cm abgetragen dann Oberboden/Mutterboden darauf oder gleich vom Kompostierwerk, die haben sicher Mischungen.

- Geht nichts in der Richtung: mit 4-Achser 5-7 LKW-Ladungen Kompost liefern lassen.
Kompost darüber verteilen. Wo Kraft, Zeit, Geld vorhanden ist, etwas einarbeiten. Heisst dann auch neu ansähen.

Für ein, zwei Bäume ein grösseres Pflanzloch erstellen.

Hatten ein ähnliches Boden Problem.

Grüsse Natternkopf
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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #22 am: 05. April 2020, 22:32:45 »

Wenn man 20-30cm abgetragen hat, wie genau stellt man dann fest, dass darunter Verdichtungen sind? Und wie beseitigt man die dann? ...
Habt ihr Stellen, wo nach kräftigem Regen Wasser stehen bleibt?
Oder die länger als andere Bereiche des Gartens feucht bleiben?
Das sind die besten Indizien.
Ansonsten ist es schwierig, das festzustellen.
Wenn ihr 30cm abtragen lasst, würde es auf jeden Fall nicht schaden, nach dem Abtrag den darunter liegenden Boden dann mit entsprechendem Gerät aufzubrechen und zu lockern - was da jetzt das beste Gerät dafür wäre, hängt vom vorhandenen Boden ab, ob und wie sehr er verdichtet ist und was noch an Gerätschaften in euren Garten hineinfahren kann, das kann man so pauschal anhand der bisherigen Infos nicht sagen.

Es gibt hier in der Gegend eine (glaube ich) gute Bezugsquelle, die haben eine Kompostanlage. Den Gärtner könnte ich diesbezüglich schon fragen, aber ich wollte vorher erstmal mit dem Bauunternehmen Klärung herbeiführen.
Ich fände es sinnvoll, eine gute und vertrauenswürdige Oberboden-Bezugsquelle schon zur Hand zu haben, wenn man ins Gespräch mit dem Bauunternehmen geht.
Es kann gut sein, dass die keine "böse Absicht" hatten, sondern nur ahnungslos sind, was Gartenboden angeht.
Überlässt man dann denen dann komplett die Besorgung neuen Oberbodens, könnte es nochmal in die Hose gehen.
Vielleicht wären sie sogar glücklich, wenn man ihnen sagen könnte "Ordern sie bei Firma XY soundsoviel Oberboden in Qualität A1 oder A2!"
...
Daher auch mein Hilfegesuch hier....kann man bei uns definitiv sagen, dass es zu 100% kein Humus ist? Also nur Unterboden?
...
Klare Begriffe - Oberboden ist kein Humus (auch wenn das so auf eurem Lieferschein stand, das ist schlichtweg falsch und eine Vermischung von Begriffen)

Anhand des einen Fotos mit Pflanzendecke, welches du gepostet hast kann allerdings niemand auch nur zu 10% sagen, ob das reiner Unterboden ist, oder vielleicht mieser Oberboden, der zusammengemischt wurde.....eine Ferndiagnose anhand der Infos, die du geschrieben hast, ist eigentlich nicht möglich.
Man kann nur näherungsweise anhand der beschriebenen "Indizien" und den schon erfolgten Aussagen des Gärtners abschätzen, dass es gut möglich sein kann, dass.....
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Starking007

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #23 am: 05. April 2020, 22:34:30 »

Bis vor kurzem habe ich sowas gutachterlich bearbeitet.

Ihr habt Humus bezahlt.
Also muss ein Fachmann beurteilen dass dies keiner ist,
dann könnt ihr nachfordern.

ABER:
Wollt ihr wirklich Rasen?
Wenn Eltern denken, sie wissen was ihr Kind will, haben sie meist Unrecht.
Als Patriarch einer Großfamilie kann ich das beurteilen.

Allerorten wird empfohlen Oberboden abzuragen um eine Blumenwiese anzusäen.
Auch das wäre Unsinn.
Erstens sieht das auf dem Foto gar nicht so schlecht aus, wäre mit Nachsaat und Pflege noch zu verbessern. Allein beim Giessen gehe ich davon aus, dass ihr nicht wißt wie das richtig geht. Oder kennt ihr den Bedarf der Fläche oder wißt die aufgebrachte Menge?
Flächen- und standortgerechtes Saatgut, hier evtl. trockenheitsverträgliche Gräser + Kräuteranteil.
Auch bei den angepflanzten Gehölzen gehe ich nicht davon aus, dass ihr wißt, ob diese gerne bei euch wachsen? Was die wollen, was die brauchen?

Doch ihr/du seid besser als andere Gartenneulinge, die glauben, Pflanzenwissen könne man alleine ergoogeln.

Bodenuntersuchung auf Schadstoffe:
Hatte ich öfter. Pro bekanntem Stoff 250 bis 1250€.
Bei unbekannten Stoffen-Stoffgruppen ist man gut dreistellig und mehr.
Ich rechne hier nicht mit diesem, die Verantwortlichen würden im Knast landen.

Kompostaufgabe:
Rate ich ab, da hatte ich viele Probleme damit zu bearbeiten.

Unkraut: Stachelige Winden gibt es nicht, Disteln sind Insektenpflanzen Nr. 1.


« Letzte Änderung: 05. April 2020, 22:37:02 von Starking007 »
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Gruß Arthur

Gartenguru

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #24 am: 05. April 2020, 23:14:26 »

Rasen hätten wir schon sehr gerne, zumindest hauptsächlich. Ursprünglich war aber unser Plan auch noch bestimmte bereiche mit Blumen, Wildblumen oder wie auch immer zu machen, damit man Vielfalt hinein bekommt...auch das wäre sicher interessant fürs Kind :)

Das mit dem Nacharbeiten der aktuellen Fläche ist eben so eine Sache....bis auf das Düngen habe ich das ja mehrfach probiert (Nachsäen usw.), aber wenn das so ein massiver Mehraufwand ist, frage ich mich schon, ob ich nicht gleich etwas mehr Startaufwand mache und es mir dadurch langfristig einfacher mache.

Bist du Gutachter für solche Sachen? Eventuell ja nicht weit von uns weg? Wieviel kostet so ein Gutachten?

Bezüglich Wissen was Rasen, Bäume und Pflanzen wirklich brauchen: Ganz klar: Keine Ahnung. Wie gesagt, absoluter Anfänger. Ich müsste das alles ergooglen. Mir wurde schon für die Hecken gesagt organisch-mineralischer Dünger, aber kann ich da einfach im Baumarkt schauen oder brauchts etwas spezielles?

Bezüglich Schadstoffe, Unwahrscheinlichkeit und Knast: Ich glaube hier inzwischen an alles. Es würde zu weit gehen, aber selbst am Gebäude gibt es eklatante Schlampereien. Da wurden teilweise nicht einmal einfachste Vorschriften eingehalten.
« Letzte Änderung: 05. April 2020, 23:16:00 von Gartenguru »
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Rieke

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #25 am: 06. April 2020, 00:01:52 »

Ob eine juristische Auseinandersetzung erfolgversprechend ist, dazu könnte Dir wohl ein Anwalt mehr sagen. Wenn noch andere Baumängel vorliegen, kann das sinnvoll sein. Wir haben seinerzeit wg. massiven Mängeln bei der Ausführung der Dämmung einen Vergleich zu unseren Gunsten erreicht (wir haben ein altes Haus saniert).

Den durch die Bauarbeiten ramponierten Boden im Vorgarten habe ich mit Mulchen und Gründüngung wieder in einen brauchbaren Zustand bekommen. Das hat aber schon ein paar Jahre gebraucht. Die Bodenverdichtungen reichen in so einem Fall durchaus mehrere Meter in die Tiefe. Wirklich tiefwurzelnde Pflanzen wie Sonnenblumen und Regenwürmer lockern den Boden allmählich wieder auf. Regenwürmer förderst Du durch Mulchen und Kompost.

Wenn der Boden durch die Bauarbeiten stark verdichtet ist, haben die Pflanzen Probleme, ihre Wurzeln da hinein wachsen zu lassen. Außerdem herrscht dann in den tieferen Schichten Sauerstoffmangel und die Wurzeln sterben ab.
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Wo bleibt der Regen?

häwimädel

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #26 am: 06. April 2020, 05:08:02 »

...
Unkraut: Stachelige Winden gibt es nicht...

Ononis spinosa?
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dornige_Hauhechel
Dann wäre ein Helferlein um den Boden fruchtbarer zu machen schon da.  ;)

Herzlich willkommen und gutes Gelingen!
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partisanengärtner

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #27 am: 06. April 2020, 07:54:15 »

Mit stachligen Winden meinen die meisten Laien das klebrige Labkraut. Da muss man unbedingt dafür sorgen dass es sich nicht dauernd wieder aussamt. Ansonsten recht unproblematisch. Reisst  gerne ab und treibt dann aus dem untersten Quirl  wieder an.
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Axel

Nox

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #28 am: 06. April 2020, 09:20:48 »

Ich sehe da einen ganz schlichten Grund für's Rasenproblem:
Der Rasen wurde 2018 angelegt, danach folgte ein Dürresommer. 2019 wieder Dürresommer.
Der Erfolg nach der Einsaat entscheidet sich in den 3-6 Wochen danach. Wenn's richtig heiss wird, kommt man mit dem Beregnen nicht nach und die neueingesäten Gräser sterben ab. Die freien Stellen werden dann natürlich von Unkraut besiedelt.

Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum alle Gärtner Rollrasen empfehlen. Weniger Probleme mit der Anwachsphase. Um es wieder grün zu bekommen, würde ich den nächsten Versuch im Herbst starten, in den letzten Jahren war die günstige Zeit im Frühjahr einfach zu kurz.

Rosettenpflanzen wie Disteln, Löwenzahn etc. würde ich versuchen, jetzt loszuwerden, aber über alles andere (Gänseblümchen, Klee, Primeln, Teppichkamille etc.) freue ich mich in meinem "Rasen".
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Nox

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Re: Nichts wächst (Rasen und Hecke) - Ursachen und weiteres Vorgehen
« Antwort #29 am: 06. April 2020, 09:46:25 »

Ähnliches gilt für die Hecken:
In den ersten beiden Jahren wurzeln die Pflanzen nur ein, und oberirdisch ist kaum Zuwachs zu erkennen. Es ist schon ein guter Erfolg, dass sie in den beiden Dürrejahren nicht abgestorben sind, das nämlich ist anderen frischgebackenen Gartenbesitzern passiert. Die Heckenpflanzen stehen in den Baumschulen in winzigen Töpfen (verglichen mit ihrer Grösse) und hängen dort regelrecht "am Tropf". Im Garten dann müssen sie enorm bewässert werden, damit sie überleben.

Häufig wird bewässert, nachdem schon 2 Wochen Trockenheit herrschten. Dann besteht die Gefahr, dass das Wasser garnichtmehr den Boden richtig benetzt und nicht in die Tiefe dringt. Man sollte sich mal die Mühe machen, nach 10 Min. Bewässern nachzugraben um zu sehen, bis in welche Tiefe das Wasser überhaupt gekommen ist.

Vielleicht kann man hier mit einfachen Mitteln Abhilfe schaffen: Vor der Hecke mit Hand oder Minibagger einen Graben ziehen, ungefähr dort, wo die Feinwurzeln enden. Und dann diesen Graben mit lockerer guter Erde auffüllen. Evt. noch Drainagerohre zur Bewässerung von unten mit einplanen.
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