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|9|10|Ein abgefallenes Blatt kehrt nicht zum Baum zurück. (aus Rhodesien)

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Autor Thema: Feigenstrauch erziehen?  (Gelesen 7122 mal)

Othmar

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Feigenstrauch erziehen?
« am: 03. Juli 2005, 19:20:26 »

Hallo Leute!

Es ist so weit, ich ziehe in nächster Zeit um, und darf mit dem kleinen Garten des Hauses in dem die neue Wohnung liegt machen was ich will :)

Dort steht unter anderem ein bereits über 3m hoher Feigenstrauch mit walnußgroßen Früchten dran. Da er aber sehr buschig wächst nimmt er sich selbst viel Licht weg. Deshalb die Frage ob jemand von euch weiß, ob bei Feigenbäumen Erziehungsschnitte möglich sind und wie bzw. wann die am besten durchzuführen wären.

lg & danke, Othmar

PS: Ich werd auf jeden Fall aus ein paar bodennahen Zweigen Absenker machen. Nächstes Jahr kann ich dann vielleicht ein paar kleine Bäumchen (Wiener Raum) abgeben.
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salamander

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Re:Feigenstrauch erziehen?
« Antwort #1 am: 03. Juli 2005, 19:31:09 »

Hallo,
aus eigener leidvoller erfahrung weiß ich zumindest, was man nicht machen sollte: Ich habe in diesem Frühjahr vor dem erscheinen der Blätter Zweige abgeschnitten, die abgestorben aussahen (Frostschäden). Ich hatte ins gesunde Holz geschnitten und damit dafür gesorgt, daß die Feige "blutete" wie eine Birke. Seitdem kamen immer wieder kleine Blattknospen, die aber abstarben oder (non Schnirkelschnecken?) abgefressen wurden, so daß ich jetzt die Feige durch eine neue ersetzt habe. Also dürfte ein Formschnitt am Ende der Vegetationsperiode auf Nummer Sicher gehen, befriedigender fände ich aber, wenn das nach erscheinen der ersten Blätter geht und würde mich über Ratschläge ebenfalls freuen.
Viele Grüße, Salamander
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brennnessel

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Re:Feigenstrauch erziehen?
« Antwort #2 am: 03. Juli 2005, 19:42:32 »

Du Glückspilz, Othmar :D ! Da kannst du dich austoben, wünsch dir recht viel Freude damit!
Ein Freund und erfahrener Feigenbaumbesitzer sagte mir grad, du kannst ihn jetzt schon schneiden, aber wenn du auf die Früchte nicht verzichten magst, auch erst dann , wenn sie reif sind. Er macht das immer so und hat damit immer Erfolg! Du brauchst dich am austretenden weißen Milchsaft nicht schrecken ;) !
LG Lisl
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macrantha

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Re:Feigenstrauch erziehen?
« Antwort #3 am: 03. Juli 2005, 20:07:10 »

Von Feigen habe ich keine Ahnung - aber in England werden (teilweise? oft? selten?) die Zweige in Kringelform gebunden, um einen hohen Ertrag ohne zu sparriges Wachstum zu haben ... sah zumindest (auf Bildern) sehr dekorativ aus. Vielleicht weiß jemand dazu mehr?
LG
macrantha
« Letzte Änderung: 03. Juli 2005, 20:10:51 von macrantha »
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Wenn Du ihn in Kognak tauchst, sieht er weiße Mäuse. (Ringelnatz)

Ralf

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Re:Feigenstrauch erziehen?
« Antwort #4 am: 03. Juli 2005, 23:19:16 »

Hallo Othmar,
ein Schnitt ist prinzipiell nicht nötig. Wenn du zum Beispiel zum Auslichten oder aus optischen Gründen schneidest, musst du darauf achten, dass du nicht alles junge oder sogar etwas ältere Holz entfernst, da Feigen in mehreren jährlichen Fruchtgenerationen immer am etwas älteren Holz fruchten und es sonst Ertragsausfälle gibt.
Wenn es einen strengen Winter unter -15° gibt, frieren Feigen stark zurück und treiben manchmal nur aus dem Boden wieder aus. Dann fängt man halt von neuem an und kann alles alte Holz entfernen.
Schönen Gruß
Ralf
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Re-Mark

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Re:Feigenstrauch erziehen?
« Antwort #5 am: 03. Juli 2005, 23:35:32 »

Ich habe heute den Großteil meines schon ziemlich großen Feigenstrauches abgesägt. An einigen dickeren Ästen traten vor einigen Jahren Schäden auf, wodurch größere Flecken abstarben, später traten sogar Rote Pusteln auf. Die Feige wuchs trotzdem weiter, aber da ich solches offensichtlich infizierte Holz nicht auf Dauer dulden kann habe ich heut sehr viel weggesägt (dicht überm Boden).

Das interessante war: es trat kein Milchsaft aus. Bei anderen Schnittaktionen (im Frühjahr) bluteten die Stellen stark, heute nicht. Ein Hoch auf den Sommerschnitt!
Außerdem habe ich die Stellen sofort mit einem Wundverschluß aus der Sprühdose behandelt. Die Stämme hatten immerhin bis zu acht Zentimeter Durchmesser, und ich erinnere mich mit Grauen daran, wie die Rinde bei der letzten größeren Schnittaktion Dezimeter weit nach unten hin abstarb. Hoffentlich klappt es diesmal besser.
Die zweite Sache ist: Im Holz selber war die Fäulnis sehr begrenzt. 'Normale' Obstbäume mit solchen Rissen und Pilzstellen wie die Feige zeigten normalerweise meterweite Verfärbungen im Inneren der Äste. An den Feigenstämmen sah schon wenige Zentimeter unterhalb solcher Faulstellen alles normal hell aus.
Und drittens: Die Rinde löste sich extrem einfach. Ob jetzt die richtige Zeit wäre, meine selbstgesäte aber niemals tragende Feige mit einer Fruchtsorte zu veredeln?
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