Hallo,
ich schließe mich hier in meiner Not mal an: Meine Tomaten im Gewächshaus (Gitterfolie, eigene Holzkonstruktion, LBH ca. 4 x 2,6 m x 3 m, 45°-Giebeldach, die lange Seite ist nach Süden ausgerichtet) wachsen ins Uferlose. In der Mitte ist ein Weg aus Betonplatten, rechts und links jeweils eine Reihe Pflanzen, auf der einen Seite Fleischtomaten, auf der anderen Cherry- und Cocktail, Abstand zwischen den Pflanzen ist ca. 65 cm. Ich hatte angenommen, dass die Cherries kleiner bleiben (die stehen an der Südseite), habe aber im Frühjahr den Boden nach einer bösen Erfahrung mit Mehltau im Vorjahr komplett ausgetauscht. Die Tomaten sind auf beiden Seiten jetzt schon 2 bis 2,20 m hoch und wachsen an der Dachfolie entlang. Erfahrungsgemäß bringt das nichts Gutes, weil die Blätter dabei sehr heiß werden und die in der Nacht aufgenommene Flüssigkeit nicht so gut abgeben können. Erschwerend kommt hinzu, dass ich die Cherries mehrtriebig, teils mit 2 bis 4 Trieben gezogen habe (eine gelbe Mirabell ist jetzt schon über 2 Meter hoch, wächst fleißig weiter und hat gefühlt um die 1000 Blüten, die ich dringend reduzieren muss). Alle Pflanzen sind Stand heute kerngesund und schön, sorgfältig ausgegeizt und über die Metallstangen hinaus mit Heuschnur angebunden, jeder einzelne Trieb.
Ich habe in mehreren Threads hier gelesen, dass man die Pflanzen nicht abschneiden soll - zum Einen wegen der entfallenden Photosynthese, zum Anderen wurde beschrieben, dass die geschnittenen Pflanzen die ersten waren, die Kraut- und Braunfäule (oder andere Krankheiten) bekamen. Um die Pflanzen in U-Form herunterzubinden fehlt mir der Platz, die nehmen sich jetzt schon gegenseitig das Licht. Ich bin etwas ratlos. Hat jemand eine Idee, was ich tun sollte? Die Pflanzen in Richtung Giebel mit genug Abstand zur Folie weiterwachsen lassen und den Lichtverlust in Kauf nehmen, oder doch besser abschneiden?
Gruß
Pele