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News: so eine fuhre mist im garten ist um einiges sinnlicher als eine packung blaukorn im regal. (maigrün)
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05. Dezember 2020, 12:42:28
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|22|12|Die waren am besten, wenn die Maden in den Bärentatzen "wibbelten". (Bristlecone)

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Autor Thema: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?  (Gelesen 7016 mal)

Juneberry

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #75 am: 29. September 2020, 23:27:44 »

Auf Autobahnen wachsen keine Bäume.
...und in winzigen Gärten auch nicht, zumindest nicht so viele Hochstämme.
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Ein bisschen müh’n im Gartengrün und alsbald kühn die Blumen blüh’n

thuja thujon

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #76 am: 29. September 2020, 23:37:58 »

Ein Schattenbaum sollte jeder Garten haben, egal wie klein er ist.
Für die Vielfalt der Obstsorten, da gehen auch Spindeln. Nutzt dann nur nix dem Sortenerhalt wegen der kurzen Lebensdauer. Dafür vielleicht der Verbreitung, wenn man sie immer wieder anpreist und verschenkt.
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cydorian

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #77 am: 29. September 2020, 23:47:11 »

Wie mans nimmt. Früher hatten selbst Bauernhäuser in der Regel nur einen kleinen Garten für Gemüse und Kräuter. Lange nicht jeder hatte einen Obstbaum. Ausserhalb dann einen Krautgarten für Kraut und bestimmte Grobgemüse. Und noch weiter draussen den Obstgarten. Dort waren sie, nicht am Haus.

Wohnen auf grossen Grundstücken mit Hochstämmen und Sortenerhaltsideen gab es nicht. Das war Privileg sehr weniger Wohlhabender, Liebhaber von Obst, Privatiers mit Vermögen und auch das nur während etwa 150 Jahre in der Geschichte.
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thuja thujon

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #78 am: 29. September 2020, 23:54:08 »

Ja, soweit klar, die ersten Jahre nach dem letzten Weltkrieg entstanden dann allerdings mit dem Untergang des privaten Obstbaus auch der Hochstammobstbau im heimischen Garten. Eben das, wovon die Generation ohne Naturbezug und mit Wirtschatswunder jetzt träumt. Mit denen kann man noch reden, während die Trümmergeneration zunehmend weniger wird. Das ist ja das Problem. Welcher Yuppie hat wirklich noch das Wissen rund um die schrumpligen, verschorften Äpfel von Oma aufgesaugt?
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austria_traveller

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #79 am: 30. September 2020, 06:26:02 »

weil sie eine schnieke Terrasse ums Haus haben
Hab ich auch !
Wir wohnen am Rand von Wien und da kann man froh sein, wenn man ein bissl Grund zur Verfügung hat.
Ich finde man kann da ruhig mit der Zeit gehen, nur Obstbäume oder nur Terrasse finde ich nicht gut, aber eine Kombination aus beiden ist doch nett.
Besser Obstbäume mit kurzer Lebensdauer als gar keine Obstbäume.
Kann mir ja dann einen Neuen pflanzen. wenn der Alte eingegangen ist.
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Beste Grüße
Gerhard aus Wien

o0Julia0o

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #80 am: 01. Oktober 2020, 13:42:47 »

Dieses Stück Grünland (momentan als Pferdeweide genutzt) misst 1 Hektar!Da wäre ich blöd gewesen nicht zuzustimmen.
Darf man da denn einfach so Bäume pflanzen. Die Nutzungsart Grünland oder Weide beinhaltet das doch gar nicht, oder?
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cydorian

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #81 am: 01. Oktober 2020, 13:51:22 »

Sofern die Dauergrünlandnutzung auf der Streuobstwiese weiter im Vordergrund steht, ist die Hauptnutzung weiter Dauergrünland und es liegt keine Umwandlung vor. Nutzartcode 480, Streuobstfläche mit Grünlandnutzung.

Etwas anders wäre eine richtige, intensive Obstplantage, bei der das Grünland dann logischerweise nicht mehr genutzt wird.
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o0Julia0o

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #82 am: 01. Oktober 2020, 14:18:24 »

Nutzartcode 480, Streuobstfläche mit Grünlandnutzung.
Dann wäre diese Nutzart zu beantragen und könnte doch abgelehnt werden.
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cydorian

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #83 am: 01. Oktober 2020, 14:43:24 »

Nein. Wenn hier irgendwas beantragt werden muss, dann wenn man weiterhin eine Betriebsprämie einkassieren will. Das hat nichts mit der Erlaubnis zu tun, eine Wiese mit ein paar Hochstämmen zu bepflanzen und sie in eine Streuobstwiese zu entwickeln.

Wenn du Betriebsprämien bekommt, bist du Inhaber eines landwirtschaftlichen Betriebes, kennst Regeln, Formulare und Voraussetzungen sowieso. Bist du es nicht, brauchen dich Betriebsprämien nicht zu kümmern, du kriegst sie eh nicht.
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2020, 14:45:04 von cydorian »
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o0Julia0o

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #84 am: 01. Oktober 2020, 15:31:28 »

Aha. Also kann man auf der gleiche Fläche als Privatperson dann auch ein Gemüsebeet und Wein anpflanzen, wenn man auf keine Prämien aus ist?
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Roeschen1

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #85 am: 01. Oktober 2020, 16:17:45 »

Wie mans nimmt. Früher hatten selbst Bauernhäuser in der Regel nur einen kleinen Garten für Gemüse und Kräuter. Lange nicht jeder hatte einen Obstbaum. Ausserhalb dann einen Krautgarten für Kraut und bestimmte Grobgemüse. Und noch weiter draussen den Obstgarten. Dort waren sie, nicht am Haus.

Wohnen auf grossen Grundstücken mit Hochstämmen und Sortenerhaltsideen gab es nicht. Das war Privileg sehr weniger Wohlhabender, Liebhaber von Obst, Privatiers mit Vermögen und auch das nur während etwa 150 Jahre in der Geschichte.
Man hat das Streuobst gebraucht, genutzt.
So hatte man wenigstens Most im Keller,
zum Wein kaufen hatte man kein Geld.
Ein Apfel frisch vom Baum schmeckt unglaublich gut,
gerade habe ich einen Pinova verspeist.
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2020, 16:25:30 von Roeschen1 »
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cydorian

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #86 am: 01. Oktober 2020, 16:40:18 »

Aha. Also kann man auf der gleiche Fläche als Privatperson dann auch ein Gemüsebeet und Wein anpflanzen, wenn man auf keine Prämien aus ist?

Das richtet sich nach Landesrecht, in Baden-Württemberg beispielsweise der Dauergrünlandverordnung, zuletzt geändert 2016. Die macht keinerlei Unterschied, wer auf der Wiese was macht, ob das ein Landwirt, Sprengmeister oder ein Bundespräsident ist, es kommt nur drauf an was gemacht wird.

In §2 steht, was von vornherein gar nicht erst als Umwandlung gilt:

(3) Nicht als Umwandlung gilt

1. die Wiederaufnahme einer früheren landwirtschaftlichen Bodennutzung, die auf Grund vertraglicher Vereinbarungen mit dem Land, mit Gemeinden oder Gemeindeverbänden oder auf Grund der Teilnahme an öffentlichen Programmen, welche die Umwandlung in Grünland zum Gegenstand haben, zeitweise eingeschränkt oder unterbrochen war, sofern die frühere Bodennutzung innerhalb einer Frist von fünf Jahren nach Auslaufen der vertraglichen Vereinbarungen wieder aufgenommen wird. Dies gilt nicht, sofern in den Programmen oder den vertraglichen Vereinbarungen zugrunde liegenden rechtlichen Regelungen ein längerer Zeitraum festgesetzt ist. Solche Flächen behalten den Status Acker;

2. die Bestockung von Flächen innerhalb von Rebenaufbauplänen (parzellenmäßige Abgrenzung) mit Reben;

3. die Anlage von Streuobstwiesen mit Hochstämmen auf Grünland, solange die Grünlandnarbe nicht zerstört wird;

4. die Anlage von Nutzholzarten (Agroforst), solange die Grünlandnarbe nicht zerstört wird;

5. die Anlage von Haus- und Nutzgärten.


Weitergehende Ausnahmen sind möglich, aber antragspflichtig. Die Verordnung legt in § 3 die zulässigen "Dauerkulturen" fest und sagt, was darunter als Grünland zählt. Die Neuanlage eines Weinberges ausserhalb eines Rebenaufbauplans auf der vormaligen Gründlandfläche wäre sicher genehmigungspflichtig, das pflanzen einiger Reben im Rahmen eines Gartens nicht.
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o0Julia0o

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #87 am: 01. Oktober 2020, 17:51:50 »

Interessant. Danke. Hier findet sich noch der §3: http://www.landesrecht-bw.de/jportal/;jsessionid=26D10D9133657C96CDDE184EF467D17F.jp80?quelle=jlink&query=DGr%C3%BCnV+BW&psml=bsbawueprod.psml&max=true&aiz=true#jlr-DGr%C3%BCnVBWpP3
Da sind Reben auch nochmal explizit erlaubt.

Die Dauergrünlandverordnung stütz sich ja auf europäisches Recht und wird somit in allen Bundesländern sehr ähnlich ausgestaltet sein.

Also gibt´s noch einen Grund einen Obstbaum anzupflanzen. Man darf das tun ^^
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Waldgärtner

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #88 am: 02. Oktober 2020, 14:53:33 »

Wohnen auf grossen Grundstücken mit Hochstämmen und Sortenerhaltsideen gab es nicht. Das war Privileg sehr weniger Wohlhabender, Liebhaber von Obst, Privatiers mit Vermögen und auch das nur während etwa 150 Jahre in der Geschichte.

Genau so siehts aus! Mich nervt diese Fixierung auf Hochstämme zunehmend. Wenn ich nicht viel Platz habe (mir nicht mehr leisten kann...) und Tafelobst ernten will, gibt es schlicht bessere Lösungen.
An der Stelle von einem Hochstmamm kriege ich 50 schlanke Spindeln (wenn ich das möchte ;) )

In meinen Veredelungskursen erlebe ich immer Aha-Momente, wenn den Leuten klar wird, dass sie nicht zwingend Hochstämme pflanzen müssen (wie von Nabu, BUND etc. suggeriert), sondern für den kleinen Garten auch Buschbäume und Spindelbüsche eine Option sind. Ein Buschbaum auf M7 erhält auch eine alte Sorte, wenn auch nicht so lange wie auf Sämling.
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Waldgärtner

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Re: Warum pflanzt Ihr (noch) Obstbäume?
« Antwort #89 am: 02. Oktober 2020, 14:54:43 »

Die Dauergrünlandverordnung stütz sich ja auf europäisches Recht und wird somit in allen Bundesländern sehr ähnlich ausgestaltet sein.

Also gibt´s noch einen Grund einen Obstbaum anzupflanzen. Man darf das tun ^^

Auch wenn mein Post von gerade eben was anderes suggeriert: Auch ich pflanze Hochstämme, unter anderem auf Grünland im Landschaftsschutzgebiet, weil da keine andere Baumform erlaubt ist ;)
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