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News: Gedanken sind wie Flöhe: sie springen von einem zum anderen, sie beißen nur nicht jeden. (George Bernhard Shaw)
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26. Januar 2022, 14:57:42
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News: Gedanken sind wie Flöhe: sie springen von einem zum anderen, sie beißen nur nicht jeden. (George Bernhard Shaw)

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|7|8| Ich weiß wie schrecklich es ist diesem Totentanz zusehen zu müssen, doch so schlimm es aussieht, viele Pflanzen werden diesen Härtetest überleben, also Kopf hoch. (Lilo im thread: Dürregejammer/ Juli 2018)

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Autor Thema: Die Entstehung meines Gartens  (Gelesen 18970 mal)

Kapernstrauch

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #270 am: 15. Januar 2022, 13:22:39 »

Na, das war ja vergleichsweise kinderleicht - mit Bagger, ohne eimerweise Material herumzuschleppen  ;).
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Gartenplaner

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #271 am: 15. Januar 2022, 15:14:20 »

Mir sind über die letzten Jahre die schrittweisen und manchmal auch sprunghaften positiven Veränderungen in deinem Garten immer wieder aufgefallen - schön, dass du jetzt die Entstehungsgeschichten nachlieferst!!!
Sowas ist immer spannend und oftmals sehr lehrreich (wie grad auch foxy’s Beschreibung seiner Holzterrassenbauerfahrungen), danke dafür!  :)

Und dein Garten ist ein weiteres schönes Beispiel, dass auch kleine Gärten ästhetisch, kreativ und mit mit relativ wenig Aufwand gut gestaltet werden können!  :D
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Wer den Garten sehen möchte, wo ich lerne - unterm Goldfrosch-Bild den Globus anklicken! ;-)

unguis-cati et candelabrum

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Bock-Gärtner

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #272 am: 15. Januar 2022, 16:08:24 »

Das hat mal wieder Vorbild-Charakter. Schon praktisch, so einen Bruder und Vater zu haben.  :)
Beim letzten Bild dachte ich zuerst, und wenn er sich mal einen Kombi kauft? :D
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AndreasR

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #273 am: 15. Januar 2022, 16:55:22 »

@Bock-Gärtner: Naja, ein Kombi sollte da auch noch hinpassen, evtl. wird man dort, wo auf dem Foto die Mülltonnen abgestellt sind (die waren da ja nur zwischengeparkt), eine Schwelle einbauen müssen, damit man nicht versehentlich ins Beet fährt (aber das Auto kann dort ggf. auch ein paar Zentimeter darüber ragen). Allerdings habe ich auch auf längere Sicht nicht vor, mir einen Kombi oder gar ein SUV zu kaufen, ich mag kleine Autos, die überall einen Parkplatz finden. ;)

@Gartenplaner: Ich finde die Entwicklungsgeschichte der anderen Gärten hier auch immer ein sehr spannendes Thema, idealerweise wenn man neben den Fotos auch noch eine kleine Erläuterung lesen kann. Das ist immer sehr inspirierend, und so manche Idee kann man dann vielleicht auch für seinen Garten aufgreifen. Ich versuche immer, den Aufwand (auch finanziell) im Rahmen zu halten und doch eine optisch ansprechende Lösung zu finden; hier und da muss man ein paar Abstriche machen, aber jeder Garten ist ständig im Wandel, egal, ob groß oder klein. :)

@Kapernstrauch: Oh ja, hier mit schwerem Gerät arbeiten zu können war definitiv eine Wohltat, und der Parkplatz war innerhalb von einer Woche fertig, während ich für die manuellen Arbeiten immer einen Monat reine Arbeitszeit (oder noch länger) gebraucht habe. Nun steht noch die Umgestaltung des Hangbereichs und des Treppenabgangs zum Garten hinunter an, geplant war das eigentlich schon für letztes Jahr, aber da hat mir das Wetter ständig einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein paar kleine gartenbautechnische Updates habe ich noch, aber die muss ich erstmal niederschreiben...
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Viele Grüße
Andreas

Kapernstrauch

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #274 am: 15. Januar 2022, 17:03:38 »

 Da bin ich schon gespannt - ich hab ja auch einige Niveauunterschiede in meinem Garten .
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AndreasR

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #275 am: 16. Januar 2022, 09:46:22 »

Nach der Fertigstellung von Weg und Parkplatz war mein Bedarf an Bauarbeiten erstmal gedeckt, auch wenn ich noch weitere Pläne in diese Richtung hatte. So wollte ich hinter dem Parkplatz, an der Hangkante ein Schattenbeet anlegen, und hier würden auch Blüten und Laub der Tamariske draufrieseln können. Weiterhin hatte ich angedacht, mich der Stützmauer, die mein Bruder einst auf der linken Seite der Treppe gebaut hat, anzunehmen, diese zu verputzen o. ä., aber das sollte ein Projekt für das kommende Jahr 2021 sein. Leider konnte ich letztes Jahr nichts davon realisieren, es war einfach zu nass, so dass die Mörtelkübel, abgedeckt mit einer Plane, immer noch dort stehen...







Auch der Oktober 2020 war recht nass, aber gegen Ende des Monats gab es nochmal eine kleine Schönwetterphase, die ich für ein kleines Gestaltungsprojekt nutzen konnte. Ich wollte einen Gegenpol zu dem eher formalen Beet mit der Kletterhortensie schaffen, hierzu bot sich die andere Seite des Wegs an, wo das Immergrün sich unter den großen Sträuchern ausgebreitet hatte. Ich hatte noch einige Steine vom Bau der Trockenmauer übrig, und da ich hier ein paar Stufen in den Weg gebaut hatte, terrassierte ich auch den Hang entsprechend für ein kleines Schattenbeet.







Es machte großen Spaß, hier ein paar kleine Mäuerchen zusammenzupuzzeln, die weiche, sandige Erde, vermischt mit meinem ersten selbst geernteten Kompost, einzufüllen und schließlich einige Schattenstauden zu pflanzen. Auch eine kleine Scheinhasel, die ich im Jahr zuvor im Gartencenter entdeckt hatte, weil sie so hübsch blühte, fand hier ihren Platz, dazu ein paar Farne, Purpurglöckchen, Seggen und Co. Einige Schneeglöckchenzwiebeln sowie Anemone blanda hatte ich ebenfalls noch übrig. Schließlich bedeckte ich alles noch mit dem Falllaub der Haselnuss, so dass das kleine Beet in die Winterruhe gehen konnte.







Im Winter erfreute das frische Grün der Stauden, und schon bald lugten die Austriebe der Schneeglöckchen aus der Laubschicht hervor. Die ansonsten recht schattige Ecke bekommt zu dieser Jahreszeit in den Vormittagsstunden etwas Sonne ab, im Sommer würde das Laub der Haselnuss für Schatten sorgen. Anfang April blühte dann auch die kleine Scheinhasel, die Primeln sowie die Balkananemonen. Akeleien, Purpurglöckchen und ein weißer Lerchensporn schoben kräftig Laub, und bald darauf sollten auch die Farne neue Wedel entrollen.







Im Sommer sind die Farben naturgemäß gedeckter, nur Lerchensporn und Purpurglöckchen blühten unermüdlich. Dank der üppigen Regenfälle musste ich nie gießen, in trockenen Sommern wird dies sicher nicht ganz zu vermeiden sein. Aber so konnten die Stauden dieses Jahr gut einwachsen und sich üppig entwickeln. Anfang November färbte sich dann das Laub der Scheinhasel leuchtend Gelb und setzte nochmal einen kleinen Glanzpunkt im Beet. :)

(Fortsetzung folgt)
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Andreas

helga7

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #276 am: 16. Januar 2022, 09:51:44 »

Andreas, danke!  :D :D
Die Dokumentation des kleinen Beetes mit Bildern aus derselben Perspektive und deine genaue, liebevolle Beschreibung helfen ungemein, wenn man selber etwas anlegen möchte!  :D :D
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Ciao
Helga

Kapernstrauch

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #277 am: 16. Januar 2022, 10:28:42 »

Oh, wie hübsch!
Die Scheinhasel hat's mir auch angetan, seit ich im Dezember zufällig einen gefundenen Zweig in meine Vase stellte......
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Buddelkönigin

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #278 am: 16. Januar 2022, 10:53:55 »

Ein super schönes, kleines Beet ist das geworden, Andreas!  ;)
Ich suche ja auch jedes Frühjahr wieder nach einem Platz für so eine schöne, kleinbleibende Scheinhasel. Vielleicht mache ich es wie Du: Einfach mitnehmen, ein Platz wird sich finden...  ;D
« Letzte Änderung: 16. Januar 2022, 10:57:51 von Buddelkönigin »
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Nova Liz

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #279 am: 16. Januar 2022, 19:25:06 »

Sehr gute Idee mit den kleinen Treppenbeeten.Diese Natursteinmäuerchen passen gut und relativieren die strenge Treppenform .
Bei solchen Höhenunterschieden muss man schon kreativ sein. ;)
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AndreasR

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #280 am: 17. Januar 2022, 20:37:51 »

Das kleine Beet ist in der Tat ein Schmuckstück geworden, und ich hoffe, dass es auch langfristig hübsch bleibt. Leider verhalten sich die Stauden bei mir im Garten immer etwas unberechenbar, im ersten Jahr explodiert alles, weil der Boden so fruchtbar ist, und irgendwann ist es dann doch zu eng oder fällt auseinander, oder Unkraut macht sich breit. Ich bin so froh, dass ich hier die sandige Erde habe, da ist der Unkrautdruck sehr viel geringer, und wenn man etwas wächst, kann man es problemlos jäten, während es im Papp- und Betonlehm kaum zu entfernen ist...

Viele der Pflanzen in meinem Garten stammen von der "Resterampe", oder ich habe sie gezielt gekauft, als ich sie zufällig im Gartencenter sah, da sind oft Überraschungen dabei, mit denen man gar nicht gerechnet hätte. Im Internet bestellt habe ich noch nicht viel, da ich mir die Sachen vorher gerne anschaue - und so vermeidet man in der Regel auch, dass man viel zu viel bestellt, was man hinterher gar nicht unterbringen kann. ;) Manchmal sind die Beete dann etwas "kunterbunt", aber überraschenderweise fügt sich das Sammelsurium dann doch nicht selten zu einem ansehnlichen Ensemble zusammen. Anbei habe ich noch ein paar Fotos vom "formalen" Beet zusammengestellt, die das auch sehr schön dokumentieren:





Schon im Januar spitzten zwischen den Stauden überall die reichlich verbuddelten Schneeglöckchen hervor, die Zwiebeln hatte ich im Herbst zuvor im Vorgarten gerodet, wo sie sich unter dem gerodeten Kirschlorbeer recht gut vermehrt hatten. Da ich dort aber erstmal "tabula rasa" machen wollte, bot sich das Beet als neuer Standort an. Die blaue Primel im Hintergrund (ein Baumarktfund, der auch noch fein duftet) blühte schon den ganzen Winter über, und im Februar "bimmelte" es dann im ganzen Beet. :D





Ich hatte großes Glück, dass die weiße Lenzrose mit den hübschen roten Punkten noch nicht so weit ausgetrieben war, denn Mitte Februar kam der extreme Kälteeinbruch, welcher so einige Pflanzen im Garten auf dem Gewissen hatte. Die Hellebore verlor nur eine einzige Blüte (rechts im Bild), der Rest schmückte über viele Wochen lang das Beet. Auch die weißen Bergenien, wie die Lenzrose ein Gartencenter-Zufallsfund, blühten einige Zeit später auf.





Im April schmückten dann der leuchtend blaue Günsel, Vergissmeinnicht und immer noch das Lungenkraut das Beet, die Funkien zeigten sich wieder, während das Laub der Schneeglöckchen vergilbte und bald von den üppiger werdenden Stauden völlig überdeckt wurde. Leider hatte der Frost auch eine der Hebe-Pflanzen auf dem Gewissen, ich ersetzte sie durch eine Schaumblüte, welche im April/Mai ebenfalls mit einer langen Blütezeit erfreut.





Das Laub der Funkien und der Purpurglöckchen sollten noch den ganzen Sommer lang das kleine Beet schmücken, bald ergänzt durch deren Blüten, die zwar nicht die Hauptrolle spielen, aber dennoch hübsch anzusehen sind. Auch die Kletterhortensie produzierte dieses Jahr die ersten beiden Blütenteller. Etwas Sorgen machen mir die beiden Clematis die ich am Rosenbogen gepflanzt habe, durch die extremen Regenfälle starben einige der Triebe ab. Hoffentlich ist noch genug Leben in ihnen, dass sie dieses Jahr wieder austreiben.

Überhaupt war der viele Regen teils Fluch, teils Segen; die Schattenpflanzen gediehen zwar üppig, und man musste nicht ein einziges Mal gießen, aber ich hatte den Garten die Jahre zuvor immer wieder auf trockenheitsverträgliche Pflanzen getrimmt, daher war es im zweiten Halbjahr zunehmend schwieriger, hübsche Fotomotive zu finden. In meiner Bildergalerie habe ich keine Fotos mehr von dem oben gezeigten Beet, weil die Optik teils nicht mehr ganz so hübsch war, und ich entscheidende Momente, wie z. B. die Herbstfärbung von Kletterhortensie und Funkien schlichtweg verpasst habe, da ich zu der Zeit mit dem Vorgarten beschäftigt war...

EDIT: Ein herbstliches Bild habe ich doch noch gefunden, das Licht war allerdings nicht besonders gut, daher sind die Farben eher flau:

« Letzte Änderung: 17. Januar 2022, 21:49:21 von AndreasR »
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Viele Grüße
Andreas

Brezel

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #281 am: 17. Januar 2022, 22:07:44 »

Eigentlich haben ja alle schon alles gesagt.  ;)
Vielen Dank, Andreas, dass Du das alles so detailliert beschreibst, sodass jeder, der das möchte, davon profitieren kann.
.
Was mich aber völlig fertigmacht: diese aufgeräumten Baustellen!  :o
Wie in #253 zum Beispiel. Ganz viele Eimer, bis oben hin mit Steinen oder mit Erde gefüllt - und dann so sorgfältig arrangiert, dass auch ein Fernsehteam vorbeischauen könnte! Ganz große Klasse.  ;D
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Heutzutage brauch man kein Akkusativ mehr.

AndreasR

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Re: Die Entstehung meines Gartens
« Antwort #282 am: 18. Januar 2022, 18:40:54 »

@Brezel: Stimmt, die Baustellen sind - zumindest auf den Fotos - recht aufgeräumt. ;) Aber gut, ich habe hier halt bedingt durch die Hanglage nicht sehr viel Platz, und da ist jegliche Gartenbaustelle immer eine logistische Herausforderung. Wenn man nicht ständig über sein Werkzeug und das Baumaterial stolpern will, muss man also schon ein bisschen darauf achten, wo man alles hinstellt...
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Viele Grüße
Andreas
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